Japan steigt in die High End Chipfertigung ein

Olstyle

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Der japanische Staat hat zusammen mit quasi allen Technikgrößen des Landes einen Chipfertiger für zu TSMC, Samsung und Intel konkurrierende Prozessgrößen angestoßen. Man startet in 2nm und hat parallel die Forschung für 1nm aufgenommen.
Am Ende werden ca. 30 Milliarden Dollar investiert worden sein bis es richtig los geht.
Was haltet ihr davon? Hätte es Deutschland statt den Subventionen für bestehende Firmen wie Intel auch so handhaben sollen? Oder wird das eh scheitern ohne diese und ist deswegen keine gute Idee?
 
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Spannendes Thema, nur ohne Fachwissen wirklich kaum einzuschätzen.
Bei der Pressemitteilung ist bestimmt eine gute Portion Marketing-Euphorie dabei. Andererseits ist " machen" allemal besser als zuschauen. Ich hoffe, dass sich die Leute, die realistisch beurteilen können, ob eine deutsche Beteiligung Sinn macht, sich wirklich intensiv Gedanken darüber gemacht haben.
Das gilt z.B. auch für die Mitarbeit von Siemens EDA an diesem Projekt.
 
Produziert Japan nicht ohnehin schon Spezialchemie für die ganzen Fertigungsprozesse? Gute Entscheidung jedenfalls und nur die logische Fortführung der Spezialisierung auf verarbeitende und Elektroindustrie.
Was haltet ihr davon? Hätte es Deutschland statt den Subventionen für bestehende Firmen wie Intel auch so handhaben sollen? Oder wird das eh scheitern ohne diese und ist deswegen keine gute Idee?
Eine Chipfertigung aufbauen ist immer ein "Moonshot", mit Intel hätte man einen etablierten Marktteilnehmer herangeholt und so eine Fabrik zieht immer Zulieferer mit. Es ist unwahrscheinlich, dass der Standort dann in absehbarer Zeit für irgendetwas anderes genutzt würde(siehe auch Dresden), selbst wenn man die modernen Entwicklungen schleifen ließe. Eine publikumswirksame Subvention für einen Hersteller mit gutem Image ist so ziemlich das Maximum, was man hier von Politikern erwarten darf, daher ist realistisch betrachtet die Wahl immer nur gewesen "Intel oder gar nix". Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind in der Branche schlecht absehbar und schon ein Fertigungsproblem oder eine falsche Entscheidung kann zum Konkurs führen, aber zumindest die Branche an sich ist eine sichere Wette, im Gegensatz zu anderen politischen Luftschlössen wie Flugtaxis und Weltraumbahnhöfen weitab vom Äquator.
Solange man hierzulande nicht die optische Industrie vergrault hat man zumindest immer einen Fuß in der Tür.
 
Ich finde es Grundsätzlich gut, dass hier was passiert. Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt man. Aber ich vermisse immer noch sowas in Europa (das was Global Foundries mal war, nur in modern)
 
Eine publikumswirksame Subvention für einen Hersteller mit gutem Image ist so ziemlich das Maximum, was man hier von Politikern erwarten darf, daher ist realistisch betrachtet die Wahl immer nur gewesen "Intel oder gar nix".
Der Staat sind wir alle, wenn du es besser weißt/kannst, warum gehst du dann nicht in die Politik und machst das, was deiner Meinung nach da fehlt? Was genau ist es denn, was du über Subventionen hinaus für sinnvoll hieltest?
 
Der japanische Staat hat zusammen mit quasi allen Technikgrößen des Landes einen Chipfertiger für zu TSMC, Samsung und Intel konkurrierende Prozessgrößen angestoßen. Man startet in 2nm und hat parallel die Forschung für 1nm aufgenommen.
Am Ende werden ca. 30 Milliarden Dollar investiert worden sein bis es richtig los geht.
Was haltet ihr davon? Hätte es Deutschland statt den Subventionen für bestehende Firmen wie Intel auch so handhaben sollen? Oder wird das eh scheitern ohne diese und ist deswegen keine gute Idee?
Ich finde das sehr gut und hätte es toll gefunden, wäre Deutschland einen ähnlichen Weg gegangen.

Nein, ich denke nicht, dass es scheitern wird. Ganz im Gegenteil. Wenn sie die ersten Sprünge bei den Prozessgrößen rechtzeitig zur Konkurrenz hinbekommen, dann wird das nicht nur weiter laufen, es wird uns überall voran bringen. Zudem werden solche Investitionen ja langfristig kalkuliert. Die haben also schon einen Fahrplan für nach 1nm kommt am Start.
 
Nein, ich denke nicht, dass es scheitern wird. Ganz im Gegenteil. Wenn sie die ersten Sprünge bei den Prozessgrößen rechtzeitig zur Konkurrenz hinbekommen, dann wird das nicht nur weiter laufen, es wird uns überall voran bringen. Zudem werden solche Investitionen ja langfristig kalkuliert. Die haben also schon einen Fahrplan für nach 1nm kommt am Start.
Aber im Artikel steht:

Nominell investieren die japanischen Firmen Denso, Kioxia, MUFJ Bank, NEC, NTT, Softbank, Sony und Toyota in Rapidus. Während von ihnen umgerechnet aber nur Millionenbeträge geflossen sein sollen – in der Welt moderner Halbleiter ist das so gut wie nichts –, kommt das meiste Geld von der japanischen Regierung. Bisher hat sie Rapidus mit 1,72 Billionen Yen gefördert, was nach aktuellem Umrechnungskurs rund 10,5 Milliarden Euro entspricht. Schätzungen zufolge benötigt Rapidus bis 2027 insgesamt fünf Billionen Yen beziehungsweise gut 30 Milliarden Euro, um 2-nm-Chips in Serie zu produzieren.

Ich bin ja kein Mathegenie. Aber fehlt da nicht noch viel Geld? :ka:
 
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