Eigenartige Kernanzahl pro diesem Tile, so kommt man visuell und nicht mal an die seit Jahren erhältlichen Modelle von AMD ran, erst recht nicht wenn dazu noch Kerne pro Tile deaktiviert werden. Selbst mit 20Kernen pro Tile kommen Sie nur auf 80 maximal, ob das reichen wird gegen die angeblich angestrebten 96 AMD Kerne? Es bleibt spannend, was die jeweiligen aktuellen Techniken in der kommenden Gen ermöglichen werden.
Du verwirrst, denn du widersprichst dir bereits selbst, da du ja erkannt hast, das theoretisch (und praktisch?) bis zu 80 Kerne möglich sind und damit bereits deutlich mehr als bei Zen3, zudem mit einer deutlich erhöhten IPC und auch noch lange vor Zen4.
Macht auf mich auch eher den Eindruck eines Serverprozessors. Da beeindruckt AMD ja weniger mit der Anzahl der Kerne, als viel mehr mit der Anzahl der PCIe Lanes die schon in einem niedrigen Preissegment zur Verfügung stehen. [...]
Verwirrung die Zweite: Das IST eine Server-CPU. Konkret teilt Intel die Xeon's nun anscheinend in den unteren bis mittleren Bereich basierend auf Ice Lake SP auf und darüber wird Sapphire Rapids SP rangieren (
und Cooper Lake SP ablösen).
Darüber hinaus "
beeindruckt weniger durch Kerne" bei AMD: Da würde dir so mancher widersprechen, da das ein derzeit herausragendes Feature ist, insbesondere bei 1S/2S-Systemen. Etwas überraschend, dass es das auf einmal bei AMD nun nicht mehr sein soll?
Am I/O ist bei AMD übrigends schon länger nichts mehr so außergewöhnlich. Beispielsweise der Q80-33 bietet genau so viele Lanes (als 2S gar mehr als die AMD-Plattform) und die CPU kann leistungstechnisch selbst mit dem größten Milan konkurrieren und ist gar noch deutlich günstiger.

Hier werden sich beide x86-Hersteller warm anziehen müssen und man darf gespannt sein, wie sie das zu kontern gedenken, denn absehbar werden auch die bevorstehenden 2022er-Produkte kein leichtes Spiel gegen die ARM-Konkurrenz haben. Bereits der noch in diesem Jahr kommende M128-30 wird Milan bereits deutlich übertreffen und dessen für 2022 vorgesehener 5nm-Nachfolger Siryn, der ab da selbstentwickelte ARM-Kerne verwenden wird, wird zweifellos noch einmal eine gehörige Schippe drauflegen können.
... wird der Gegenspieler dann doch auch eigentlich eher Zen4 sein?
Nein, der "Gegenspieler" zu Sapphire Rapids wird erst mal Milan und ein möglicher Milan+/X sein. Zen4 kommt allem Anschein nach erst spät in 2022, während Sapphire Rapids SP bereits ab diesem Jahresende ausgeliefert wird und seinen VolumeRamp in 1Q22 haben wird, also lange bevor Zen4 verfübar wird.
Zen4/Genoa wird sich mit dessen Nachfolger messen müssen, möglicherweise Emerald Rapids, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, der die Eagle Stream-Plattform weiternutzen wird. (
Danach folgen dann Granite Rapids und dann Diamond Rapids.)
Zur IPC: Nimmt man die SPEC-Werte von AnandTech und normalisiert die auf GHz, dann dürfte Golden Cove keine Probleme haben mit Zen3 mindestens gleichzuziehen, denn hier werden aktuell bis zu 20 % Zugewinne kolportiert (
was dafür sogar mehr als ausreichen würde).
Die wesentliche Frage wird hier sein, mit welchem mittleren Takt man diese CPUs betreiben können wird, denn vermutlich wird der eingefahrene N7 auch weiterhin einen leichten Effizienzvorteil ggü. den nun neu verwendeten 10nm Enhanced SuperFin (10nm+++) haben.
Eine für HPC interessante Frage könnte auch sein, welchen Einfluss der Prozesswechsel bzgl. AVX2/AVX-512 haben wird. Eine so weite Taktreduktion wie bisher ist möglicherweise nicht mehr erforderlich mit 10nm+++ und darüber hinaus bestünde auch die Möglichkeit, dass Intel ggf. das statische Taktverhalten aufhebt und grundsätzlich an die thermischen Sensoren koppelt, wie es auch AMD schon bei Zen2 macht. Hier gibt es keine statische Taktreduktion, aber auch hier drosseln die CPUs/Kerne den Takt, wenn der AVX2-Workload zu hoch wird, abhängig vom thermischen Budget.