Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Auf die Umfragen sollte man wohl nicht allzu viel geben.
Denke, jeder lebt da in seiner Bubble, hier wie "drüben".

Wir (also die Meisten in Europa) wünschen, Harris würde gewinnen und saugen sich entsprechend positive Meldungen aus dem Netz. Widersprechende Meldungen werden als Schwachfug abgetan.
Die Wahrheit kennt aber niemand - ist eben so.

Ich gebe auf das ganze Glaskugelschauen auch nix, habe aber zugegebener Maßen ein eher schlechtes Gefühl.

Grund:
In "meiner" Bubble werden wohl die Meisten bei den Reps. ein Kreuzchen machen.
Nicht, weil die alle Trump so toll finden, sondern weil Biden (somit Dems) heftig die Unterstützungen für Elite-Unis und Forschung in meinem Dunstkreis in den USA zusammengestrichen haben.
Obs dann unter Trump tatsächlich wieder besser wird?

Mittwochmorgen sind wir alle (etwas) schlauer.
 
Grund:
In "meiner" Bubble werden wohl die Meisten bei den Reps. ein Kreuzchen machen.
Nicht, weil die alle Trump so toll finden, sondern weil Biden (somit Dems) heftig die Unterstützungen für Elite-Unis und Forschung in meinem Dunstkreis in den USA zusammengestrichen haben.
Obs dann unter Trump tatsächlich wieder besser wird?
Insgesamt soll es es den USA unter Biden aber wirtschaftlich sehr gut gehen. Hatte ich mehrfach gehört.
Aber Fakten interessieren leider nur noch die Wenigsten.
Mittwochmorgen sind wir alle (etwas) schlauer.
Wenn alles gut läuft. Ansonsten erst später.
 
Naja, die Inflation wurde auch abgesenkt. Demnach für alle.
Das sag' mal den armen Schweinen, die von paycheck zu paycheck leben und im Falle einer Kündigung dem sehr realen Risiko einer Obdachlosigkeit ausgesetzt sind. Die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der unteren Bevölkerungsschichten in den USA ist dezent abgef*ckt.
 
[...]
Nicht, weil die alle Trump so toll finden, sondern weil Biden (somit Dems) heftig die Unterstützungen für Elite-Unis und Forschung in meinem Dunstkreis in den USA zusammengestrichen haben.
Scheint mir vernünftig bei der Kohle, die die auf dem Konto haben... Die haben ja Umsätze und horten Geld auf Ihren Kontos, da werden Kleinstaaten neidisch...
Aber ich schweife ab.

Bin gespannt auf Mittwoch.
 
Insgesamt soll es es den USA unter Biden aber wirtschaftlich sehr gut gehen. Hatte ich mehrfach gehört.
Aber Fakten interessieren leider nur noch die Wenigsten.
Denke, da muss man sehr sorgfältig differenzieren.
Extrem viel Einfluss hat Washington DC eh nicht.
Die setzen die strategischen Leitplanken, sehr viel im Detail hängt von den Regierungen der einzelnen Bundesstaaten ab.
Es ist wie immer, Klientelpolitik ist auch in den Staaten durchaus üblich.
Die Reps bedienen eine anderes Klientel als die Dems.

Das hat also weniger mit Fakten zu tun, sondern damit, welche Fakten man sich gerne anschaut.

Und ja, allgemein war Biden gar nicht sooo schlecht, aber wieder genau so schlecht wie Trump zuvor.
Das Riesenthema der USA ist die irrwitzige Verschuldung, das wird geflissentlich von allen Seiten sehr gerne verdrängt,. Kommt aber irgendwann mit einem Risenvorschlaghammer zurück.
Denn jeder andere Staat auf der Erde würde schon längst Privatinsolvenz angemeldet haben :)
Das sag' mal den armen Schweinen, die von paycheck zu paycheck leben und im Falle einer Kündigung dem sehr realen Risiko einer Obdachlosigkeit ausgesetzt sind. Die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der unteren Bevölkerungsschichten in den USA ist dezent abgef*ckt.
Daran wird Trump garantiert auch nix ändern, glaube es mir.
 
Scheint mir vernünftig bei der Kohle, die die auf dem Konto haben... Die haben ja Umsätze und horten Geld auf Ihren Kontos, da werden Kleinstaaten neidisch...
Das ist so, wenn auch in geringerem Umfang als früher.
Dei Israel-Sache hat obendrein die Unilandschaft zusätzlioch gespalten.
Die "alten weissen Säcke" :) versuchen, die das alte System aufrecht zu erhalten.
Da ist verdammt viel Geld im Spiel.
Das ist mir schon klar. Aber warum sollte sich dort noch jemand für Politik interessieren, wenn sie für einen selbst keinen Nutzen hat? :ugly:
Ohne Wonhnsitz eine Wahlkarte zu beantragen, ist teils unmöglich.
Diese Menschen sind faktisch für beide Seiten verloren als Wähler.
Da gibts "goodies", so weit informiert und nach der Wahl interessiert keinen mehr, das die da so machen.
 
Das sag' mal den armen Schweinen, die von paycheck zu paycheck leben und im Falle einer Kündigung dem sehr realen Risiko einer Obdachlosigkeit ausgesetzt sind. Die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der unteren Bevölkerungsschichten in den USA ist dezent abgef*ckt.
Trump will die KV wieder abschaffen. Die hatte Obama eingeführt.
Denke, da muss man sehr sorgfältig differenzieren.
Extrem viel Einfluss hat Washington DC eh nicht.
Die setzen die strategischen Leitplanken, sehr viel im Detail hängt von den Regierungen der einzelnen Bundesstaaten ab.
Es ist wie immer, Klientelpolitik ist auch in den Staaten durchaus üblich.
Die Reps bedienen eine anderes Klientel als die Dems.

Das hat also weniger mit Fakten zu tun, sondern damit, welche Fakten man sich gerne anschaut.

Wo die Biden-Regierung punkten konnte​

Tatsächlich hat sich kaum eine Industrienation so schnell von den Schockereignissen Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine erholt. Dafür verantwortlich waren drei große, milliardenschwere Hilfspakete: der CARES Act (Trump), der American Rescue Plan (Biden) und schließlich der Inflation Reduction Act (Biden). Sie haben die Wirtschaft stabilisiert.
  • Arbeitsmarkt: Unter Biden sank die Arbeitslosigkeit nach der Corona-Pandemie, seine Politik beschleunigte zudem das Stellenwachstum. Es ist einer der größten Erfolge der Regierung.
  • Wirtschaftswachstum: Die US-Wirtschaft ist gewachsen - 2023 überraschend stark. Aktuell schwächen sich die Prognosen ab.
  • Inflation: Die Kosten für nahezu alles, von Lebensmitteln über Benzin bis zum Wohnen, sind gestiegen - auf ein Hoch von etwa neun Prozent. Inzwischen ist die Inflation unter drei Prozent gesunken.
  • Staatsverschuldung: Auch unter Biden wuchs die Staatsverschuldung weiter an, wenn auch weniger stark als unter seinem Vorgänger Donald Trump.
Daneben ist es der Biden-Regierung gelungen, die Preise für Medikamente zu senken, genauso wie erstmals seit Jahrzehnten die Menge der offenen Studienkredite. Hinzu kommen zahlreiche Investitionen in Infrastruktur und die Transformation in eine nachhaltige Wirtschaft.
Quelle: US-Wirtschaft unter Biden: Erfolg oder Flop?

Aber die Preise sind wohl immer noch hoch obwohl die Inflation runtergegangen ist:

Hohe Preise als Folge der Investitionen?​

Inwiefern die Konjunkturpakete für die Inflation und damit die hohen Preise verantwortlich sind, ist unter Ökonomen umstritten. Professor Frederick Floss von der Buffalo State Universität vertritt gegenüber ZDFheute die These, dass ohne die Maßnahmen die Gefahr bestand, dass die Wirtschaft zusammenbricht.

Seiner Einschätzung nach war Bidens Politik "möglicherweise genau das, was nötig war, um aus der Phase des langsamen Wachstums herauszukommen". Die US-Regierung sei in ihrer Reaktion dem Standardmodell gefolgt, so Floss.

Andere Ökonomen machen statt der Konjukturpakete den wirtschaftlichen Schock durch die Pandemie -und damit ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage - für die Inflation verantwortlich.

Einig sind sich Fachleute jedoch darin, dass beide großen Parteien jeweils in ihrer Beschreibung der wirtschaftlichen Situation übertreiben, wenn es um den Gegner geht. Der Aufschwung in der Pandemie begann bereits unter Trump, doch Biden brachte die Amerikaner wieder in Arbeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trump will die KV wieder abschaffen. Die hat Obama eingeführt.
Auch hier würde ich gerne differenzieren.
Diese "Grundversorgung" (nicht zu vergleichen mit unserer gesetzl. Krankenversicherung) ist nur z. T. umgesetzt worden.
Das Ansinnen war zweifellos gut - aus unserer Perspektive.

Die Problematik ist:
Es ist ein Act/Gesetz aus DC und die einzelnen Bundesstaaten müssen es faktisch zahlen.
Dazu mussten dann lokale Steuern erhöht werden.

Jetzt stell dir mal die normale Mittelschichtfamilie vor, die seit Jahrzehnten eben so agiert und spart oder zusatzversichert ist, dass sie sich ärztliche Behandlungen leisten können.
Aus ihrer Sicht ist es so, dass jetzt Menschen ohne Einkommen von Ihren Steuern die Krankenversicherung bezahlt bekommen. Dieses System ist für Amis völlig neu, befremdlich, dass man nicht für sich selbst sorgt und - wenn man so will - sozialistisch.

Wenn die sonst keine Vorteile aus Dems. Politik haben, setzen die also ein Kreuz eher bei den Reps..
Nichts ist den Amis befremdlicher als Steuern und dann noch zu Gunsten Anderer.
Die ticken in dem Punkt einfach völlig anders und finden unser System überaus befremdlich.
 
Jetzt stell dir mal die normale Mittelschichtfamilie vor, die seit Jahrzehnten eben so agiert und spart oder zusatzversichert ist, dass sie sich ärztliche Behandlungen leisten können.
Aus ihrer Sicht ist es so, dass jetzt Menschen ohne Einkommen von Ihren Steuern die Krankenversicherung bezahlt bekommen. Dieses System ist für Amis völlig neu, befremdlich, dass man nicht für sich selbst sorgt und - wenn man so will - sozialistisch.
Nennt sich Solidarität. Besser als wenn arme Menschen gar nicht behandelt werden.
Wenn die sonst keine Vorteile aus Dems. Politik haben, setzen die also ein Kreuz eher bei den Reps..
Nichts ist den Amis befremdlicher als Steuern und dann noch zu Gunsten Anderer.
Die ticken in dem Punkt einfach völlig anders und finden unser System überaus befremdlich.
Für die Amis ist alles befremdlich was irgendwie sozial klingt.
 
Nennt sich Solidarität. Besser als wenn arme Menschen gar nicht behandelt werden.
Für die Amis ist alles befremdlich was irgendwie sozial klingt.
Nein, nicht wirklich.
Das (ursprüngliche) System ist/war, dass in vielen Gemeinden es eine ausgeprägte Nachbarschaftshilfe gab/gibt.
Sozial Schwache wurden durchaus da auch aufgefangen.
Amis sind/waren um Größenordungen mehr "privat" in lokalen Hilfsorganisationen und lokalen Institutionen/Vereinen/Kirchen (!) eingebunden als bei uns.
Diese historischen Konstellationen verfallen aber zusehends, weil eben die Bevölkerungsstrukturen durch nicht Einheimische (Zuzug/Abwanderung) sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat.
Nicht jeder macht da noch mit bzw. integriert sich in diese Gemeinschaften.
Der Schwenk zu staatlichen Institutionen ist das sehr Befremdliche für die Amis.
 
Nein, nicht wirklich.
Das (ursprüngliche) System ist/war, dass in vielen Gemeinden es eine ausgeprägte Nachbarschaftshilfe gab/gibt.
Sozial Schwache wurden durchaus da auch aufgefangen.
Amis sind/waren um Größenordungen mehr "privat" in lokalen Hilfsorganisationen und lokalen Institutionen/Vereinen/Kirchen (!) eingebunden als bei uns.
Das glaube ich nicht. Und wenn nur zu einen kleinen Teil.
Der Schwenk zu staatlichen Institutionen ist das sehr Befremdliche für die Amis.
Ja weil sie Angst vor Sozialismus/Kommunismus haben.
 
Das glaube ich nicht. Und wenn nur zu einen kleinen Teil.
Na ja, ich habe ja paar Jahre drüben studiert, ist eben so.
Du gehst jeden Sonntag brav in die Kirche und danach wird eben aufgeteilt, was der eine oder andere kann.
Hausbau helfen, Spenden sammeln, Dienstleistungen für ältere Leute machen usw., etc..
Funktioniert natürlich nicht in einer größeren Stadt, aber fängt schon in den Suburbs an.

Ja weil sie Angst vor Sozialismus/Kommunismus haben.
Ja klar, weil beide Modelle mit Millionen von Toten und jeweiles perfiden Überwachungsstaaten gescheitert sind.
Kannste zusammenrechnen, Solzialismus hat mehr Tote gefordert als WK I + II zusammen, will nur keiner hören.
 
Funktioniert natürlich nicht in einer größeren Stadt, aber fängt schon in den Suburbs an.
Ebend. Man braucht sich das Elend in den Städten ja nur mal da angucken.
Ja klar, weil beide Modelle mit Millionen von Toten und jeweiles perfiden Überwachungsstaaten gescheitert sind.
Kannste zusammenrechnen, Solzialismus hat mehr Tote gefordert als WK I + II zusammen, will nur keiner hören.
Das Problem ist, dass alles was irgendwie "sozial" klingt = für sie Sozialismus oder Kommunismus ist.

Aber das ist ja nicht der Fall. Sieht man ja bei uns und anderen Demokratien.

Nur so weit können sie nicht denken.
 
Ebend. Man braucht sich das Elend in den Städten ja nur mal da angucken.
Fluch und Segen einer kapitalitischen Gesellschaft, wo du an jeder Straßenecke freie Pillen zum Einwerfen, ja sogar verschrieben bekommst und noch schneller irgendwelche Drogen.
Der Medikamenten- und Drogenmissbrauch ist das Problem des visuellen Elends.
Der zweifellos sehr harte Kampf im täglichen Dasein ohne nennenswerte staatliche Unterstützung die Ursache für den Medikamenten- und Drogenmissbrauch.
Das Problem ist, dass alles was irgendwie "sozial" klingt = für sie Sozialismus oder Kommunismus ist.
Aber das ist ja nicht der Fall. Sieht man ja bei uns und anderen Demokratien.
Nur so weit können sie nicht denken.
So weit nicht denken können, ist falsch.
Die Gesellschaft funktioniert eben ganz anders.
Unsere Perspektive ist eine völlig andere als deren Eigenwahrnehmung.
In ihrem Universum haben sie recht - beide Lager - das ist das Problem und das können wir gar nicht erkennen, wenn man nicht mal selbst Teil dieser Gesellschaft war.
 
So weit nicht denken können, ist falsch.
Die Gesellschaft funktioniert eben ganz anders.
Unsere Perspektive ist eine völlig andere als deren Eigenwahrnehmung.
In ihrem Universum haben sie recht - beide Lager - das ist das Problem und das können wir gar nicht erkennen, wenn man nicht mal selbst Teil dieser Gesellschaft war.
Du bist doch politisch so Richtung Neoliberalismus eingestellt oder?
Dann kann ich verstehen, dass du eher Verständnis für solch ein System hast.
Der Staat soll sich am besten aus allen raushalten oder?
 
Wir leben wirklich in einer Simulation. Der US-Wahlkampf wird immer absurder. Die Demokraten haben Peanut getötet!!!

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