News Fedora Workstation 44: Populäre Distribution als Beta freigegeben

Meine auch nicht.


Ich 30 Jahre ...


Also Bürojob?

Ich will mich mit dir nicht streiten. Ich habe nur was gegen diese vollkommen blöden Verkürzungen bei diesen Themen. Vor allem dann, wenn ich an der substanziellen Qualifikation der Aussagenden zu genau diesem Thema zweifle - nicht, weil ich das pauschal mache, sondern lese, was die Aussagenden so generell kommunizieren.

Pauschal

zu formulieren ist halt an der Realität gemessener Blödsinn für mich. Und ich finde, das sollte man als "Verantwortlicher der IT eines Unternehmens" eigentlich besser wissen. :ka:


Vorab: Der Hinweis auf die jahrelange Erfahrung im Systemhaus, und der Rolle als Verantwortlicher einer internen IT war nicht als Autoritätsargument gedacht, sondern lediglich als Kontext, aus welchem Blickwinkel ich auf das Thema schaue.

Thema:
Deine Kritik verkennt einfach, was moderne IT-Leitung bedeutet. Dass du meine Tätigkeit als reinen „Bürojob“ abtust, zeugt von einem eher theoretischen Bild aktueller Positionen. In einer internen IT-Abteilung bedeutet „Verantwortung“ eben nicht nur, Budgets in Excel-Tabellen zu schieben oder Powerpoint Folien zu zeigen!

Wenn nachts das Monitoring bei einem kritischen Cluster-Edge-Case anschlägt, die Hardware-Zertifizierung für neue Client-Generationen ansteht oder komplexe Migrationspfade im Lab evaluiert werden, bin ich oft genug selbst im Serverraum oder an der console. Wer glaubt, eine leitende Funktion entbinde einen von der technischen Realität an der Basis, hat vermutlich noch nie eine Abteilung durch eine echte Krisensituation geführt. Wäre dem so, hätte ich diese Position niemals angenommen.
Kommt oft genug vor das ich bei einem Neubau selbst die Switches in den Racks schraube und verkabel nur um sicherzustellen dass das HA Failover auch zu 100% funktioniert.

Wie dem auch sei, wir driften zu sehr ab.

Dass wir bei der Bewertung von Rolling Releases nicht zusammenkommen, liegt in der Natur der Sache:
- Scale matters: Es ist ein massiver Unterschied, ob man ein homogenes Setup betreut oder eine heterogene Landschaft mit hunderten Endpunkten und spezifischer Fachsoftware, die bei jedem Kernel-Sprung oder glibc-Update potenziell die Grätsche macht.

Risikomanagement Vs Feature Wunsch: In der Enterprise-Welt ist Vorhersehbarkeit und Zuverlässigkeit das höchste Gut. Ein "Bleeding Edge"-System mag für den versierten Einzelnutzer charmant sein, ist aber im Flottenmanagement oft schlicht ein unkalkulierbares Risiko, da wird mehr RHEL oder Ubuntu LTS eingesetzt.

Ob man das nun als „an der Realität gemessenen Blödsinn“ bezeichnet oder als notwendige Vorsicht aus jahrzehntelanger Betriebserfahrung, bleibt wohl Ansichtssache.

Da wir uns hier offensichtlich im Kreis drehen und die Argumente "auf beiden Seiten" hinreichend ausgetauscht sind, betrachte ich die Diskussion für mich als beendet. Wir haben hier einfach grundlegend verschiedene Ansätze, was Betriebssicherheit, Stabilität, Stress angeht.

PS: Wie ich bereits schrieb, verwende ich seit 2004 Archlinux und hab es auch schon unzähligen Anfängern empfohlen (Personen, die sich wirklich mit Linux auseinandersetzten, möchte, ohne keine Angst haben wenn etwas broken geht, den nur so lernt man am schnellsten), doch für Homelab/Server setzte ich auf Debian stable.


Ich wünsche dir weiterhin eine fehlerfreie Uptime mit deinen Systemen.
Und als Moderator bitte ich euch, dieses Gespräch entweder in einen eigenen Thread auszulagern oder per pn zu klären, aber das hat jetzt so gar nichts mit Fedora zu tun, danke

Von meiner Seite ist die Diskussion abgeschlossen. Ich möchte nur anmerken, dass der Austausch mit Tekkla durchaus zum Thema Linux und Rolling Releases beiträgt, da dabei zwei unterschiedliche Release-Systeme besprochen werden, da wir dabei Aspekte wie Stabilität, Risiko und langjähriger Praxis-Erfahrung besprechen, was gerade für Linux Neulinge von Interesse sein kann, um abzuwegen. Wenn du das anders siehst, lösche meine Beiträge. Danke.
 
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Von meiner Seite ist die Diskussion abgeschlossen.
Wäre es denn nur so gewesen :D

Ich möchte nur anmerken, dass der Austausch mit Tekkla durchaus zum Thema Linux und Rolling Releases beiträgt, da dabei zwei unterschiedliche Release-Systeme besprochen werden, da wir dabei Aspekte wie Stabilität, Risiko und langjähriger Praxis-Erfahrung besprechen, was gerade für Linux Neulinge von Interesse sein kann, um abzuwegen. Wenn du das anders siehst, lösche meine Beiträge. Danke.
Kernuserschaft hier dürfte der einfache bis durchaus hart ambitionierter PC-Gamer sein. Der primäre Grund für diese News rund um Linux ist Gaming auf einer anderen Plattform als unter Windows. Die User interessieren dabei keine Cluster-FuckUps und tolle Zertifizierungen von Rechenzentren. Die wollen doch primär wissen, womit kann ich gut zocken?

Fedora ist hier jetzt das Thema. Es geht um ein System, dass als Basis für diverse Distros dient, die ihren "Markenkern" auf Gaming mit diversen Detailoptimierungen gelegt haben, welche man aber auch ohne weiteres mit dem Ursprungssystem haben kann - mit noch nicht mal viel Aufwand.

Was Updates als auch Upgrades betrifft, so gibt es im Linux-Kosmos zwei Konzepte.

Fedora hat (wie z.B. auch ein Ubuntu - oder kleiner auch das Wine-Projekt oder die Kernelentwicklung oder gar Windows!) recht zyklische Update-/Upgradefolgen. Zwischen diesen Zeitpunkten gibt es eine Testing-Version oder Release Kandidaten oder wie auch immer man das in einem Projekt nennt, wo Leute nach Fehlern suchen können, Tickets aufmachen können, damit beim nächsten Ausrollen des Updates/Upgrades möglichst wenig Fehler auftreten. Das heißt aber noch lange nicht, dass es keine oder gar weniger Fehler gibt. Es ist einfach eine bestimmte Art von Arbeitsablaufprozess.

Arch (als Stammdistro), EndeavourOS, CashyOS und ein bisschen auch Manjaro machen das anders. Bei Manjaro bekommt man die Updates auch etwas verzögert, aber die anderen bedienen sich dem AUR* oder auch direkt github*, wo einzelne Entwickler ihre Updates bereitstellen und direkt von dort im eigenen System auf dem aktuellsten (Feature-)Stand gehalten werden. Wir reden hier aber nicht von unkontrolliertem Wildwuchs, wo jeder mach wonach ihm/ihr/es der Sinn steht. Die Arch-Community achtet sehr genau darauf, ob Pakete Schrott sind oder nicht. Ebenso kümmert sich das Arch-Team um das Coresystem mit allen zum Betrieb notwendigen Komponenten, damit es eben NICHT zu dem kommt, was du mit diesen Worten beschreibst.

Ob Rolling Release wirklich "stressfreier'" ist, hängt doch stark davon ab, welche Art von Stress gemeint ist.

Ja, zwar fallen die großen Versions-Upgrades weg, doch dafür holt man sich das Risiko des "Bleeding Edge" ins Haus. Das hat mir in den letzten 25 Jahre (beginnend mit gentoo linxu) bereits die ein oder andere Nacht gekostet. Bei Distros wie Gentoo, Arch (derivate) landen Pakete oft nahezui ungetestet im Repo. Da passiert es deutlich häufiger, dass nach einem normalen pacman -Syu plötzlich der X-Server nicht startet, ein Treiber zickt oder Software-Regressions auftreten.

Bei Point-Release-Distros wie Debian Stable (derivate) und Fedora werden die Pakete innerhalb einer Version meist nur noch mit Sicherheitsupdates versorgt. Das System bleibt über Monate hinweg vorhersehbar.

Für jemanden, der auf einen funktionierenden Rechner angewiesen ist und nicht ständig Lust auf Fehlersuche nach einem simplen Update hat, ist ein Rolling Release eher das Gegenteil von stressfrei.

Eines kann ich dir sagen, ich hatte in den 25 Jahren sei dem ich Debian als Server verwenden weniger Stress mit Major Upgrade als mit Bleeding-Edge von gentoo und Archlinux.

Du vermischst da deine berufliche Tätigkeit mit den Ansprüchen eines PC-Gamers. Der installiert sich auch den neuesten NVIDIA-Treiber für mehr Performance und ärgert sich, weil damit Fehler einziehen, wo MS und NV sich streiten, wer denn Schuld sei. Oder NVMEs, die plötzlich sterben. Oder die Graka nicht mehr ordentlich taktet. Und und und. Wo ist da der Unterschied zu einem Rolling Release Ökosystem? Ich sehe da keinen!

Wenn man nur bleeding edge ohne jedweden Kompromiss zocken will, dann bleibt man eh bei Windows. Für alle anderen gibt es diese Alternativen, die hier so toll in den letzten Monaten vorgestellt werden. Wenn jetzt noch aufgehört wird mit Plattitüden und immer den gleichen unreflektierten Meinungen um die Ecke zu kommen, dann würde das Thema deutlich an Mehrwert gewinnen! Besonders für die von dir erwähnten "Linux-Neulinge".

* kann man bei Bedarf auch mit Manjaro machen
 
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Und als Moderator bitte ich euch, dieses Gespräch entweder in einen eigenen Thread auszulagern oder per pn zu klären, aber das hat jetzt so gar nichts mit Fedora zu tun, danke
Von meiner Seite ist die Diskussion abgeschlossen. Ich möchte nur anmerken, dass der Austausch mit Tekkla durchaus zum Thema Linux und Rolling Releases beiträgt, da dabei zwei unterschiedliche Release-Systeme besprochen werden, da wir dabei Aspekte wie Stabilität, Risiko und langjähriger Praxis-Erfahrung besprechen, was gerade für Linux Neulinge von Interesse sein kann, um abzuwegen. Wenn du das anders siehst, lösche meine Beiträge. Danke.
Doch, ist OT den der Artikel behandelt Fedora 44 als Beta Release, nicht die Update Strategie von diversen Distros. Ich lade euch herzlich ein das Thema separat zu führen, aber nicht hier im Thread!
 
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