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Cooltek C2 - Das kleine Edel-Gehäuse schlecht hin?

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Cooltek C2 - Das kleine Edel-Gehäuse schlecht hin?

[size=+2]Cooltek C2 - Das kleine Edel-Gehäuse schlecht hin?[/size]

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Cooltek ist mir bereits desöfteren aufgefallen, vor allem bei kleinen HTPC Gehäusen mit den Board Formaten M-ATX und ITX, was mich dabei überzeugte war zum einen der niedrige Preis und die doch sehr Edle und schlichte Optik der Geräte. Nun auf einmal bekomme ich die Gelegenheit das neuste Gehäuse von Cooltek zu testen, besser geht es doch gar nicht mehr oder?

Das Cooltek C2 stellt ein günstiges aber dennoch hochwertiges Media-Server Gehäuse da, vermarktet wird dieses unter dem Namen "Jonsbo".
Werben tut Cooltek auf der eigenen Internet Seite mit Punkten wie:
  • Maximale Flexibilität bei der Wahl der Hardware
  • Super Speed USB 3.0
  • Ansprechender Look im typischen Wohnzimmer
Hört sich doch vielversprechend an wobei M-ATX nicht gerade die maximale Flexibilität ist, das wäre dann nämlich E-ATX ;)

[SIZE=+2]Das Inhaltsverzeichnis:[/SIZE]

1. Verpackung und Zubehör
2. Das Gehäuse
3. Montage
4. Messungen
5. Fazit

[size=+2]1. Verpackung und Zubehör[/size]
An der Verpackung habe ich nichts zu bemängeln, das Gehäuse kommt in zwei Zentimeter dicken Schaumstoff polstern daher, welche fest in dem Karton sitzen und somit auch nicht wackeln. Das Zubehör liegt im Gehäuse selber, kann daher auch nicht beim Transport umher fliegen. Ein sicherer Transport ist also fast schon sichergestellt, denn man kann den Karton rütteln und schütteln - es rührt sich nichts von seinem Platz.

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Auf der Vorderseite des Kartons sieht man direkt den Aufbau des Gehäuses, dieses ist hier bildlich in Einzelteile zerlegt und benannt worden. Hier hätte ich mir gegenüber anderen Verpackungen einen Farbaufdruck oder ein Bild des Gehäuses gewünscht, bei den Kampfpreisen die Cooltek oftmals bietet, sollte man das aber nicht zu Ernst nehmen.

Auf dem Kartonseiten selber finden wir zwei Mal eine kurze Beschreibung von dem C2, in der erwähnt wird, wie schwer es ist ein solches Gehäuse zu entwerfen, da man bei moderaten Preisen versucht beste Qualität abzuliefern und der Überzeugung ist, das der Kunde darüber erstaunt sein wird, wie gut und vor allem Flexibel sich das Gehäuse nutzen lässt. Hierbei wird die Montage von bis zu zwei Festplatten, M-ATX und ITX Motherboards in bestimmten Maßen, Dual Slot Grafikkarten sowie 120mm und 140mm Lüfter erwähnt. Weiter finde ich hinweise zu genau dem Gehäuse, welches ich erhalten habe. Dazu klebt ein Schwarzer Sticker auf dem Karton, welcher die Farbe der Version angibt. In meinem Fall schwarz. Weiter finden wir Barcode, QR Code und Hinweise wie Zerbrechlich oder Regenempfindlich.

Ein Aufdruck auf der Rückseite des Kartons nennt uns nochmal wichtige Eckdaten, diese habe ich kurz in einer Tabelle zusammengefasst:
Groß hervorgehoben sind dabei die Komponenten, welche ich hier vorliegen habe.

Farbe: | Silber/ Schwarz /Blau/Rot
Größe: | 200mm x 224mm x 262mm
Material: |
Platte oben: | 1,5mm Aluminium
Festplattenhalterung: | 1mm Aluminium
Rest: | 1,2mm Aluminium
Motherboards: | ITX/ Micro-ATX bis 245x215mm
Festplatten: |
3,5" Intern: | 1x Festplattenhalter (Nur bei ITX verwendbar), 1x Montage auf dem Boden (Nur ohne optionalen Gehäuselüfter verwendbar)
2,5" Intern: | 1x Festplattenhalter (Nur bei ITX verwendbar), 1x Montage auf dem Boden (Nur ohne optionalen Gehäuselüfter verwendbar)
Front-Anschlüsse: | 1x USB 3.0, 1x USB-2.0 1x Audio, 1x Mikrofon
Netzteil: | ATX (PSII)
Prozessorkühler: | Bis 80mm höhe
Grafikkarten: | Bis 220mm länge
Lüftermontage: | 1x 120mm/140mm am Boden des Gehäuses
Gewicht: | Gehäuse: 1,2kg, Versandgewicht: 1,6kg

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In der Verpackung selber finden wir zuerst nur das Gehäuse. Handbuch und Zubehör wie Schrauben befinden sich in dem Gehäuse selber in kleinen Tütchen. Das Handbuch ist recht Spartanisch aber Vollständig, leider ist alles nur auf Englisch und Chinesich abgedruckt.

Das Zubehör besteht aus vier Standfüßen + dementsprechende Schrauben, 2 Tütchen mit Schrauben für die Festplattenmontage, Moterhboardmontage und sogar für die Lüftermontage eines 120/140mm Lüfter.
Weiter finden wir 3 Kabelbinder sowie einen Staubfilter, sehr lobenswert ist der Staubfilter, da solche selbst bei großen, teuren Gehäusen leider nicht immer Standard sind.

Begonnen wird im Handbuch mit der gleichen Grafik, welche auf dem Karton aufgedruckt war. Weiter geht es dann mit der bereits genannten Tabelle weiter oben, das Zubehör mit Namen, Anzahl und Verwendungszweck der Schrauben sowie die Anschlüsse des Frontpanels, welche kurz erklärt werden. Hierbei gilt zu loben, das Cooltek sogar die Pinbelegung aller einzelnen Stecker samt + und - Polen komplett abgedruckt hat.
Auf den letzten 3 Seiten haben wir noch einmal das Schema zum Aufbau des Gehäuses sowie eine Installationsanleitung. Sehr schön ist hierbei, das die Installation für ITX und Mikro-ATX Mohterboards separiert wurde und dadurch auch der rauszunehmende Festplattenschacht erwähnt wird.

Das IO Panel des Gehäuse selber reicht für alles aus, hier haben zwei mal USB-3, Kopfhörer- und Mikrofonklinke sowie den An-Ausschalter, dieser dient gleichzeitig auch als Festplattenaktivitäts-LED.

Die Standfüße müssen direkt unten am Gehäuse montiert werden, fertig ist das Gehäuse. Jetzt kann man mit dem Hardwareeinbau beginnen. Wie man sieht habe ich hier direkt auch einen 120mm Lüfter angebracht sowie den Staubfilter, diesen kann man intern sowie extern am Gehäuse befestigen. Mir kam aber die externe Variante sinniger vor.

[size=+2]2. Das Gehäuse[/size]
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Das Gehäuse besteht aus 1,2mm - 1,5mm dicken Aluminium, dieses ist Schwarz lackiert und gebürstet, es ähnelt sehr meinem Corsair Obsidian 750D.
Da das Aluminium gebürstet ist, ist es weder glatt noch rau. Die Gehäuseoberfläche sieht daher zwar spiegelnd aus, spiegelt aber nicht.
Das Gehäuse sieht sehr Edel aus, auch durch die Ecken und durchgehend geraden Kanten ist das Gehäuse perfekt Rechteckig und passt daher fast überall hin.

Da die Alu-Platten durchgängig lackiert sind ist auch der Innenraum des Gehäuses schwarza, ausgenommen hiervon sind die PCI-E Slot Blenden sowie die Motherboardhalterung, diese sind ganz normal Alu-Silber.
Sehr Lobenswert ist, das alle schrauben sowie das komplette Zubehör auch schwarz sind, Cooltek hat sich hier also Gedanken gemacht, denn dadurch ist das Gehäuse komplett sehr neutral, da man die durchgängige schwarze Farbgebung hat.

Sehr gut ist hierbei die Möglichkeit, das man einen 120mm sowie einen 140mm Lüfter in dem Gehäuse unterbringen kann, achten muss man dabei nur darauf, das das Gehäuse nicht auf Teppichboden steht, da die Luft von unten aus eingesaugt wird. Da das Gehäuse aber als HTPC gedacht ist, sollte auch das kein Problem sein, denn ich kenne keinen der seinen Fernseher auf einem Teppich stehen hat.

Die Verarbeitung an sich ist leider nur mäßig, vor allem die Kanten sind schlecht geschliffen, ich persönlich habe mich nicht verletzt, dennoch besteht die Gefahr. Hier sollte Cooltek nachbessern. Wenn man eine HDD Festplatte wie in meinem Fall eine Seagate Barracuda im Boden befestigt, biegt sich dieser leicht durch, das ist durch das dünne Aluminium bedingt, welches einfach nicht mehr aushält.
Trotzdem hat Cooltek sich versucht hier Mühe zu geben, das sieht man daran, das Details wieder sehr gut gemacht wurden, wie zum Beispiel die Unterlegscheiben der Schrauben um das dünne Aluminium nicht zu zerkratzen. Das Gehäuse lässt sich dennoch vollständig demontieren, die Oberseite sowie das komplette Frontpanel lassen sich sehr einfach mit wenigen Schrauben ausbauen.

Cooltek wirbt hier mit maximaler Flexibilität, wir sprechen hier von einem Media-Server Gehäuse und es fehlt ein CD Laufwerksschacht. Natürlich muss man abstriche bei dieser Größe machen, aber Medien speichert man heute teils eben noch auf CDs oder DVDs und damit ist hier ein elementarer Punkt nicht eingehalten worden. Wie soll ich auf meinen Mediaserver Musik-CDs einlesen? Ist dafür nicht so ein Rechner da?
M-ATX ist auch möglich aber nur bedingt. Hier muss man bei jeder Komponente auf genaue Maße acht geben. Meine 550ti Grafikkarte, welche die Maximallänge von 220mm unterschreitet passt dennoch nicht ins Gehäuse, da der PCI-E Stromstecker nach hinten verlegt ist. Lange Netzteile wie das EVGA Supernova P2 passen auch nicht. Hier wünsche ich mir von Cooltek, das auf der eigenen Homepage ein paar mehr Maße und Informationen darüber bekannt gegeben werden! Denn eine detaillierte Dokumentation abgesehen von der Grafikkarten und Motherboardgröße sucht man dort vergebens und das obwohl das bei einem kleinen Gehäuse entscheidend sein kann.

Motherboards sind im ITX sowie im M-ATX Format möglich, bei M-ATX darf dennoch keine dritte horizontale Schraube vorhanden sein, dann ist das Motherboard zu breit. Hier gelten die maximalen Motherboard-Maße von 245mm x 215mm. Ist das Board genauso groß oder kleiner passt es in das Cooltek C2 Gehäuse. Bei der Montage von M-ATX gilt zu bedenken das der SSD Schacht wegfällt, daher kann man dann nur noch Festplatten auf dem Boden des Gehäuses montieren. Hierbei fällt leider auch der Lüfter weg, da ein 120mm oder 140mm Lüfter fast den ganzen Gehäuseboden beansprucht und dann kein Platz mehr für Festplatten da ist. CPU Kühler dürfen nur eine maximale höhe von 80mm haben, ansonsten kollidieren sie mit dem Netzteil, welches direkt darüber befestigt ist. Mit den Boxed Kühlern von Intel oder AMD sollte man aber keine Probleme haben, diese passen beide mühelos in das Gehäuse. Grafikkarten dürfen maximal 220mm lang sein, doch auch hier sollte darauf geachtet werden, das die PCI-E Stromstecker nicht hinten an der Grafikkarte sind, ansonsten kann es knapp werden, da diese nochmals Platz brauchen. Meine HD7770 passt mühelos in das Gehäuse, meine MSI 550ti auch, dennoch kann ich sie nicht in dem Gehäuse verwenden, da der PCI-Stromstecker hinten an der Grafikkarte ist und die Karte samt Stromanschluss nicht mehr passt. Netzteile passen Standard-ATX Geräte, doch auch die sollten keine überlänge haben. Ich empfehle hier keine modularen Geräte zu nutzen, da die Steckerbuchsen nochmals Platz brauchen.

[size=+2]3. Montage[/size]
Als Testsystem verwende ich folgende Komponenten:

Prozessor | AMD Phenom 945
Grafikkarte | XFX Radeon HD 7770
Ram | 2x 4GB Elpida DDR3 1333 CL9
Festplatte | Segeate Barracuda 1TB
Betriebssystem | Windows 8
CPU Kühler | Corsair H55 / Xilence 80mm Top Blow
Netzteil | BeQuiet Pure Power L7 430W

Die Montage verlief reibungslos, aufpassen muss man nur an den doch recht scharfen kannten, diese sind dünn, das sie das Gummi der Netzteilkabel förmlich abreiben.
Nach dem Einbau ist das aber kein Problem mehr.

Für mein Mikro-ATX Motherboard musste ich den SSD/Notebookfestplattenschacht entfernen, da dieser das Gehäuse ansonsten in der breite beschränken würde, dieser lässt sich aber sehr einfach und schnell demontieren. Selbst nach dem Einbau hatte ich noch genug Schrauben über um gleich einen zweiten Rechner zusammen zu bauen, Zubehör ist also mehr als genug vorhanden.
Die PCI-E Schrauben sind mit der Hand entfernbar. Alle anderen Schrauben kann man mit einem durchschnittlichen Kreuz Schraubenzieher reindrehen, alle meine Schraubenzieher passten problemlos.

Dadurch das das Motherboard nur auf zwei Stahlstreben befestigt wird, haben wir quasi auch einen CPU-Cutout für Kühler. Somit ist auch bei eingebauter Hardware ein Kühlerwechsel problemlos möglich, da auch die Rückseite voll zugänglich ist. Hinter dem Motherboard ist leider kein Platz mehr für Kabelmanagement, bei der Größe aber auch kein Wunder. Dennoch kann man hier für den Platz neben dem Netzteil sowie den Boden des Gehäuses verwenden.

Lobenswert ist, das die IO-Panel Kabel sehr lang sind, was eigentlich eher ein Defizit sein sollte - da sie Platz wegnehmen, ist hier positiv. Man kann die Kabel problemlos unten im Gehäuse neben dem Lüfter verstauen und so immer noch den vollen PCI Platz verwenden, da man die Kabel direkt zum Boden hin verlegen kann.

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Das Gehäuse ist sehr gut dimensioniert, auf den ersten Blick viel mir direkt auf: "Hier bekommt man einen Wasserkühler rein." Gesagt getan, Corsair H55 + Corsair SP120 eingebaut und läuft super.
Was man immer noch sehr gut sieht, eine Single-Slot Grafikkarte oder sogar Dual-Slot wäre möglich, Dual-Slot lässt aber mein Motherboard nicht zu und meine HD7770 ist eine Dual-Slot Karte.
Dennoch sieht man hier, was mit einem Wasserkühler realisierbar wäre, zum Beispiel eine kleine Workstation oder ein RenderPC.

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[size=+2]4. Messungen[/size]
Gemessen wurde mit dem bereits genannten System, dieses kam im Cooltek C2, im Bitfenix Prodigy-M und im Aerocool DS Cube zum Einsatz.
Bei allen Gehäusen wurde die Standard-Lüfterkonfiguration beibehalten. Belastet wurde die Hardware mit den Programmen Prime95 und Furmark, nach 10 Minuten wurden die Temperaturen abgelesen.

Mit einer NZXT Sentry habe ich von verschiedenen Stellen im Gehäuse und an der Hardware Temperaturproben genommen und diese dann in Diagramme gefasst.
Zum Auslesen der CPU und GPU Temperatur dienten MSI Afterburner und Coretemp.

Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur von 27°C durchgeführt.

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Die Temperaturmessungen sahen daher wie gefolgt aus:

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Hier sehen wir, das das Cooltek C2 bei der CPU Temperatur mit den anderen Gehäusen mithalten kann und das obwohl diese deutlich größer sind. Die Wasserkühlung senkt die CPU Temperatur nochmals stark, lässt aber andere Temperaturen stärker ansteigen. Der Einbau einer Grafikkarte lässt die CPU Temperatur nochmals ansteigen, alles in allem liefert das Cooltek C2 für seine größer hier sehr gute Werte.

Bei der GPU Temperatur sieht es ähnlich aus, das Cooltek C2 ist gleich auf mit dem Bitfenix Prodigy, das Aerocool DS Cube Gehäuse besitzt einen Frontlüfter, daher glaube ich das es dadurch bessere Temperaturen erreicht hat, dennoch kann sich das Cooltek hier für seine größe sehen lassen, der Abstand zum Boden ist anscheinend gering genug, das die Grafikkarte hier vernünftig an Frischluft kommt, das Netzteil sorgt auch für einen Unterdruck im Gehäuse, damit wird die bescheidene Größe doch sehr gut ausgenutzt.

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Auch bei Spannungswandler und Chipsatz Temperaturen braucht sich das Gehäuse von Cooltek nicht verstecken, es liefert leicht schlechtere Werte als die anderen beiden Kandidaten und ist nunmal so konstruiert, das die warme Abluft der Grafikkarte direkt Richtung CPU und Spannungswandler über den Chipsatz zieht, dennoch sind die 3°C Unterschied hier nicht die Welt und es liefert sehr gute Werte, vor allem da es deutlich kleiner ist als die anderen beiden Testkandidaten.

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Auch bei den letzten Temperaturen gibt es keine Abweichungen, die C2 - Wakü Frischluft - Temperatur ist höher, da ich in dem Gehäuse gemessen habe und damit direkt über dem Radiator aus dem die warme Prozessorabluft kommt. Dennoch steigen dadurch die anderen Temperaturen nur mäßig an, da ein starker Unterdruck aufgrund des Netzteils im Gehäuse herrscht, daher kann man auch problemlos einen Wasserkühler im C2 nutzen. Alle anderen Temperaturen entsprechen der Raumtemperatur von 27°C.

Das Cooltek C2 liefert auch hier sehr gute Ergebnisse und das obwohl es deutlich kleiner ist als die anderen Kandidaten. Respekt!

[size=+2]5. Fazit[/size]
Was bietet uns das Cooltek C2 nun?
Nun ja, die Dokumentation und Beschreibung sowie das Handbuch sind recht dürftig, dennoch sollte ein ausgeklügelter PC Bastler keine Probleme damit haben.
Ein Anfänger kann auch ganz normal seine Hardware einbauen, sollte aber wirklich auf Maße acht geben.
Wenn Cooltek hier nachbessert, das Gehäuse einmal vernünftig vermisst und ein wenig Spielraum mit einrechnet ist dieser Punkt vom Tisch.

Die Verarbeitung ist auch nur mittelprächtig, Kanten sind sehr scharf und erschweren den Einbau in dem doch sehr kleinen Gehäuse erheblich.
Dennoch muss man es so sehen, das man das Gehäuse wohl nicht jeden Tag mit neuen Teilen versehen wird, hier heißt es einmal Acht geben und gut ist.

Wenn man aber diese Punkte ausblendet haben wir ein Top Gehäuse, Lüftungstechnisch spielt es in der ganz großen Liga und das nur aufgrund des intelligenten Designs.
Es braucht weder extra Lüfter noch andere Tricks um zu Top Temperaturen zu kommen und das nur weil Cooltek sich hier schlauerweise das Prinzip des Unterdrucks zu nutze gemacht hat.
Die Gegner im Test waren mit Lüftern bestückte, große M-ATX Gehäuse, welche nur leicht bessere Werte liefern konnten und genau hier steckt das Potenzial dieses Winzlings.
Da das Gehäuse keine Lüfter mit sich bringt hätte es in einem Lautstärke Test 0 DB erreicht und wäre damit auch Sieger.

Bieten tut uns Cooltek also ein top designtes Gehäuse, welches mir persönlich sehr gut gefällt, viel Zubehör mit sich bringt und auch noch Edel aussieht.
Wenn jetzt noch der zu erwartende Cooltek Kampfpreis kommt dann gibt es kein zurück mehr. Hier wird top Hardware auf engstem Raum super kühl untergebracht und das ist einfach nur Lobenswert.

Ich persönlich habe das Gehäuse jetzt mit einer undervolteten Athlon CPU und einer passiven MSI 9600GT als Serienjunkey-Rechner neben meinem Fernseher und gekühlt werden diese Komponenten rein durch den Luftstrom meines super leisen BeQuiet L7 430Watt, denn der Unterdruck ist bei diesem Gehäusevolumen mehr als ausreichend.

Meinen Test hat das C2 von Cooltek unter dem Namen Jonsbo also klar bestanden, wenn Cooltek jetzt noch eine ordentliche Dokumentation der Maße auf der Homepage nachreicht gibt es keinen halt mehr und ich wünsche Cooltek viel Glück mit dem Gehäuse und dem neuen Label Jonsbo, denn wenn es so weiter geht, kann da nur gutes kommen.

Ich bedanke mich für diesen Lesertest und danke allen die ihn gelesen haben.

Gruß,
Arne
 
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