Chips für Nvidia und Co. - Samsung möchte Fertigungskapazitäten ausbauen

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Anlässlich der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr hat Samsung unter anderem auch über die Pläne rund um die eigene Chip-Fertigung gesprochen, die dem Konzern 2020 richtig gute Zahlen bescherte. Vor allem die Kapazitäten für 8-nm-Chips, die unter anderem auch von Nvidia begehrt werden, sollen ausgebaut werden, wodurch sich die Verfügbarkeit vieler Produkte bessern könnte.

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Keine Regulierung oder Rationierung wird die Preise senken. Die UVP ist gescheitert, Anti-Scalper-Maßnahmen sind gescheitert. Die Erhöhung des Angebots oder die Reduzierung der Nachfrage ist der einzige Weg.

Daher ist dieses Vorgehen genau richtig, um auf lange Sicht wieder niedrigere Preise zu realisieren.
 
Nur so eine Kapazitätserhöhung schüttelt man halt leider nicht innerhalb von paar Wochen aus dem Ärmel. Also wird sich erstmal nicht großartig etwas ändern an der Gesamtsituation.

Begrüßenswert ist es alle mal und eigentlich nur eine logische Konsequenz auf das aktuelle geschehen. Noch mehr Kohle für alle beteiligten :-P
 
Die Kapazitätserhöhungen sind schon von langer Hand geplant. Samsung erklärte bereits Mitte letzten Jahres explizit, dass sie bis Ende des Jahrzehnts unangefochtener Foundry-Spitzenreiter werden wollen. Die werden ihre Kapazitäten absehbar jedes Jahr weiter ausbauen. Das ist jetzt nichts Neues in dem Jahresabschluss sondern schlicht eine notwendigerweise zu erwähnende Vorausschau auf das kommende Jahr und in den Folgejahren wird man ähnliches erneut zu lesen bekommen.
Umsatztechnisch ist Samsungs Halbleitersparte jetzt schon ein gutes Stück stärker als TSMC und man darf gespannt sein, wie sie sich weiterentwicklen und ob sie ihr langfristiges Ziel tatsächlich umsetzen werden. Für nVidia kann das nur von Vorteil sein, denn mehr Kapazitäten sind immer gut (ändern kurzfristig aber nichts an Lieferproblemen zu Materialien, so bspw. für das Packaging).
 
Nur so eine Kapazitätserhöhung schüttelt man halt leider nicht innerhalb von paar Wochen aus dem Ärmel. Also wird sich erstmal nicht großartig etwas ändern an der Gesamtsituation.

Ne, aber in ein paar Monaten ist da viel machbar. Und die Situation läuft ja schon ne Weile und wahr wahrscheinlich auch bei den Konzernen absehbar. Ist egal, man verkauft ja weiter, der Blöde ist der Kunde. Zudem eignet sich die Situation auch wunderbar um dauerhaft höhere Preise zu etablieren, welche ja eh bei den GPUs die letzten Jahre schon dreist in die Höhe geschoßen sind.
 
Ne, aber in ein paar Monaten ist da viel machbar.

Ich weiss nicht, ich bin nicht vom Fach. Allerdings hören sich "ein paar Monate" verharmlosend an. In ein paar Monaten sind wahrscheinlich nicht mal die Maschinen gefertigt bzw. geliefert. Stehen die Gebäude schon?
Dann noch die Linien aufstellen, Probelauf, Personal anlernen und Fehler ausmerzen. So stell ich mir das zumindest vor und denke das wird nix in 2021. Aber wie gesagt ich kenn mich da nicht aus.
 
Wie schon zuvor ansatzweise erklärt, das ist ein durchgehend laufender Prozess (und nichts Neues) ... die Kapazitäten werden hier fortwährend und sukzessive erhöht.
Beispielsweise in 3Q19 verzeichnete ASML den bis damals größten Bestelleingang und man konnte Aufträge für 23 EUV-Scanner verbuchen, wobei man davon ausgeht, dass davon bereits 15 Geräte für Samsung vorgesehen waren.

*) Für eine Größeneinordnung: ASML plante für das (gesamte!) Jahr 2020 rd. 35 Geräte auszuliefern, abschließend hat man das Volumen aber nicht ganz geschafft und lieferte nur 31 Geräte aus (NXE:3400C).
 
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Danke für die Info, aber was heißt das jetzt für den Laien wie mich? :)

Also im 3ten Quartal 2019 wurden 23 Geräte bestellt, evtl. 15 Maschinen/Geräte gehen an Samsung. Hab ich das soweit richtig verstanden ja?

Wie lang benötigt der Hersteller für so ein/e Gerät/Maschine bis sie beim Kunden steht ab Bestellung?
Oder anders gefragt, ab wann läuft die "Linie" im Prozess, ab Bestellung solch einer Maschine wenn alles glatt läuft?

Find ich sehr interessant das Thema!
 
Das bedeutet schlicht, dass diese vermeldeten Kapazitätserhöhungen beim Samsung nichts Neues sind und nicht mal eben aus dem Hut gezaubert wurden, denn in dem Fall hätte man berechtigterweise anmerken können, dass das etliche Quartale dauern würde, bis die greifen und effektiv zur Verfügung stehen würden.

Das Einkaufsbeispiel, das ich anführte, diente nur dazu zu demonstrieren, dass Samsung hier schon lange und fortwährend dran ist. Wie groß die Vorlaufzeit eines EUV-Scanner ist, weiß ich auch nicht, aber ich würde schwer annehmen unter neun Monaten (tendenziell mehr) läuft da nichts bzgl. einer Teillieferung. Siehe bspw.:

Interessant ist aber auch die Psychologie bei dem Thema. Beispielsweise bei Samsung tendieren viele gerne dazu das kleinzureden oder anzuzweifeln *), dagegen bei TSMC wurde die letzte öffentlich gewordene Order hochgejubelt, als wenn der Chef einem eine Gehalterhöhung um 80 % zugesagt hätte. ;-)
Konkret wurde zu TSMC bekannt, dass die Ende 2020 13 weiteree EUV-Scanner bei ASML bestellt haben. Die im Forum teilweise zu beobachtende Euphorie ist aber völliger Unsinn, weil hier schlicht extrem langfristig geplant werden muss von den Halbleiterherstellern. Beispielsweise würde ich annehemen, dass nur ein sehr kleiner Teil aus dieser Order überhaupt in 2021 erfüllt wird (frühestens zum Jahresende hin, vielleicht zwei, drei Geräte?). Der Großteil wird voraussichtlich erst in 2022 ausgeliefert und vielleicht gar noch ein kleiner Teil in 2023.

Kurzum: Business as usual. Samsung hat hochtrabenede Pläne und da muss man stetig dran arbeiten und langfristig und vorausschauend planen. Nichts anderes machen TSMC und Intel ja bspw. auch, gezwungenermaßen, schlicht weil es sich hier um extrem komplexe Produktionsketten und Prozesse handelt.

*) Das ist irgend so eine kranke Logik der Art "ich bin AMD-Fanboy und AMD fertigt bei TSMC, also muss ich auch TSMC-Fan sein und damit muss ich Hater von deren Konkurrenten sein und auch zwingend dem Glauben anhängen dass niemals und nimmer wer an die technologisch, kapazitätstechnisch oder auch sonst irgendwie heranreichen wird, denn jeder anderslautende Gedanke wäre Blasphemie" ... Komischerweise scheint man so einen überaus ausgeprägten Blödsinn in den letzten 24 Monaten nur in der Halbleiterbranche in Verbindung mit AMD/TSMC in größerem Umfang zu beobachten. Ich habe noch nie eine größere Zahl an Fans von ZF Friedrichshafen, Bosch oder bspw. Magna schwärmen hören, weil sie bspw. BMW- oder Audi-Fans sind. ;-)
 
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Wie schon zuvor ansatzweise erklärt, das ist ein durchgehend laufender Prozess (und nichts Neues) ... die Kapazitäten werden hier fortwährend und sukzessive erhöht.
Beispielsweise in 3Q19 verzeichnete ASML den bis damals größten Bestelleingang und man konnte Aufträge für 23 EUV-Scanner verbuchen, wobei man davon ausgeht, dass davon bereits 15 Geräte für Samsung vorgesehen waren.

*) Für eine Größeneinordnung: ASML plante für das (gesamte!) Jahr 2020 rd. 35 Geräte auszuliefern, abschließend hat man das Volumen aber nicht ganz geschafft und lieferte nur 31 Geräte aus (NXE:3400C).

Ist halt nicht die (Bauzeit) Elbphilharmonie das Maß aller Dinge. :D Ich weiß, Hinz und Kunz fällt es schwer zu glauben, daß überall der Wurm drin sein muß. Wenn genug Geld verschoben wird, dann sind sicher die Maschinen in nem halben Jahr aufgestellt, die Gebäude dauern weniger. Ich bin auch nicht "drin", aber die Hanswürste spielen ja in ner anderen Liga wie ich beim Anpflanzen von ein paar Büschen im Garten und werden dafür auch anders systemisch durchgefüttert.

Aber das ist müßig. Ich frage mich, warum die Kapazitäten nicht in Europa bereitgestellt werden, daß ist mein Problem. Man könnte damit schon ein wesentlichen Anteil (zeitlich, bzw. dann generell) der Maschinenverfrachtung nach Fernost sparen und ein paar Hallen bauen konnte man hier früher schon vor 5000 Jahren. So sagt man jedenfalls. Ach ja, die Wertschöpfung und Autonomie bliebe auch noch in Reichweite, schrecklich Vorstellung, wirklich!
 
Wenn genug Geld verschoben wird, dann sind sicher die Maschinen in nem halben Jahr aufgestellt, die Gebäude dauern weniger. Ich bin auch nicht "drin", aber die Hanswürste spielen ja in ner anderen Liga wie ich beim Anpflanzen von ein paar Büschen im Garten und werden dafür auch anders systemisch durchgefüttert.

Ne, genau das glaub ich eben nicht. An Geld wird es da nicht scheitern, auch wenn sie das 10fache auf den Tisch legen würde es nur bedingt schneller gehen.

Bei uns ist neulich eine Halle abgebrannt, die nicht mal ansatzweise solch hoch komplexe Technologie verbaut hatte. Dennoch recht spezielle Maschinen und Bauteile beinhaltet hat, Dauer des Wiederaufbaus bzw. die Wiederbeschaffung der Teile und Komponenten ~1 Jahr+.

@gerX7a

Danke für die Ausführung!
 
Aber das ist müßig. Ich frage mich, warum die Kapazitäten nicht in Europa bereitgestellt werden, daß ist mein Problem. Man könnte damit schon ein wesentlichen Anteil (zeitlich, bzw. dann generell) der Maschinenverfrachtung nach Fernost sparen und ein paar Hallen bauen konnte man hier früher schon vor 5000 Jahren. So sagt man jedenfalls. Ach ja, die Wertschöpfung und Autonomie bliebe auch noch in Reichweite, schrecklich Vorstellung, wirklich!
Weil wohl die Kosten in Asien geringer sind. Die lassen doch fast alles da produzieren.
Ich finde das sowieso problematisch, wenn sich nur auf einen oder wenige Standorte verlassen werden kann.
 
AMD wird vielleicht noch eine RDNA2 GPU bei Samsung in 5nm fertigen lassen.
Samsung hat RDNA2 ja schon auf den eigenen 5nm Node portiert, daraus könnte Samsung für AMD sicher auch eine recht brauchbare Mobile-GPU fertigen.
Oder gleich eine komplette APU in 5nm von Samsung.
 
Normale Hallen lassen sich sogar bei uns in 2-3 Monaten hochziehen wenn(!) man die Baugenehmigung hat. Die Reinraumgeschichte macht das ganze natürlich etwas aufwändiger, aber ich denke bei entsprechender Größe und genug Geld lässt sich das auch recht schnell regeln. Die Maschinen sind da eher das problem, und ob man die Rohwafer (Monokristalle ist glaube ich die Bezeichnung) so schnell in größerer Menge bekommt als vorher ist halt auch die Frage. Ich glaube da wird frühestens ende diesen Jahres ne reguläre Produktion laufen.
 
Verstehe ich das richtig? TSMC und Samsung sind abhängig von einem einzigen Hersteller der EUV Geräte für deren Prozesse herstellt? Da sollten dringend Wettbewerber entstehen (ggf. von Samsung/TSMC gefördert). Abhängigkeiten / Monopolstellungen bei solchen Schlüsseltechnologien sind ein wirkliches Problem. Zumindest ist so meine Meinung.
 
Verstehe ich das richtig? TSMC und Samsung sind abhängig von einem einzigen Hersteller der EUV Geräte für deren Prozesse herstellt? Da sollten dringend Wettbewerber entstehen (ggf. von Samsung/TSMC gefördert). Abhängigkeiten / Monopolstellungen bei solchen Schlüsseltechnologien sind ein wirkliches Problem. Zumindest ist so meine Meinung.
Stimme ich dir zu, aber know how kann man sich halt nicht mal eben aus den Fingern saugen :D
 
Verstehe ich das richtig? TSMC und Samsung sind abhängig von einem einzigen Hersteller der EUV Geräte für deren Prozesse herstellt? Da sollten dringend Wettbewerber entstehen (ggf. von Samsung/TSMC gefördert). Abhängigkeiten / Monopolstellungen bei solchen Schlüsseltechnologien sind ein wirkliches Problem. Zumindest ist so meine Meinung.
Bei EUV-Scanner kommt technologisch keiner mehr mit ASML mit. Canon ist bei den Geräte noch vor 2010 ausgestiegen und Nikon hat sein EUV-Entwicklung kurz danach eingestellt (ca. 2012 bis 2014) und einzig ASML blieb übrig, d. h. für die HighEnd-Fertigung hängt tatsächlich alles an ASML, die übrigens weltweit operieren und grob 20.000 Angestellte haben, wenn ich mich recht erinnere, also keine kleine "Klitsche" sind.
Und mit der fortschreitenden Verkleinerung wird es gar nochmals deutlich aufwendiger und teuerer. Die nötigen High-NA-Scanner ab 3 nm und kleiner weden noch größer und min. doppelt so teuer bzgl. der Pro-Stück-Preise.

Hier hängen also alle an ASML inkl. Intel, Micron, SK Hynix, wobei die Speicherhersteller jedoch noch ein klein wenig Luft haben da die aktuell noch weitestgehend mit 10 nm fertigen und erst im Begriff sind sich zu kleineren Größen hin zu orientieren und GloFo tangiert das Thema anscheinend eh nicht mehr. ;-)

AMD wird vielleicht noch eine RDNA2 GPU bei Samsung in 5nm fertigen lassen.
Samsung hat RDNA2 ja schon auf den eigenen 5nm Node portiert, daraus könnte Samsung für AMD sicher auch eine recht brauchbare Mobile-GPU fertigen.
Oder gleich eine komplette APU in 5nm von Samsung.
Ist das das Resultat aus deiner selbstgesponnenen Sichtweise auf das Lizenzabkommen mit Samsung? In einem für dieses Forum relevantem Kontext gibt es kein RDNA2 auf 5nm bei Samsung und AMD wird zweifellos die Architektur auch nie auf 5nm portieren. Die Arbeit lohnt einfach nicht; das nächste was in Arbeit ist, ist RDNA3 und das werden 6 nm oder ggf. 5 nm werden, wobei man letzteres bisher noch nicht mal als gesichert annehmen kann.
AMD hat ihre IP an Samsung lizensiert, die mit deren Unterstützung einen neuen GraphicsCore für ihre mobilen SoCs entwicken. Das hat erst mal wenig mit dem zu tun, was wir Gamer hier als RDNA2 nutzen. Samsung lizensierte bisher hauptsächlich GPUs von ARM (Mali) und auch ein paar von IT (PowerVR) und wollte sich nun wohl auf eigene Beine stellen und hat sich dazu als Kooperationspartner AMD hizugeholt, was auch nicht verwundert, denn komplett alleine hätte Samsung Unmengen an Patenten umschiffen müssen, während man so einige Millionen bezahlt und zumindest unmittelbar mit dem arbeiten kann, was AMD selbst hat und die werden auch noch verhältnismäßig günstig sein als Underdog.
 
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