News Neue Terahertz-Technik erlaubt Echtzeit-Blick in laufende Prozessoren

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Forscher der University of Adelaide können erstmals mit Terahertzstrahlung in laufende Chips blicken - und das ganz ohne physischen Eingriff. Das eröffnet einige neue Möglichkeiten.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Neue Terahertz-Technik erlaubt Echtzeit-Blick in laufende Prozessoren

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
"In Prozessoren"? Das stelle ich mir mit einem "1,3 mm spot [focus]" schwierig vor. Ausgehend von einem knappen Millimeter Wellenlänge wird man das Auflösungsvermögen auch nicht auf den Nanometerbereich verfeinern können, ohne die grundlegenden Eigenschaften der Strahlung zu verlieren.

Aber spannende Analysetechnik für Hochfrequenz- und Leistungstransistoren und damit vielleicht irgendwann die Grundlage für Fortschritte bei Spannungswandlern und drahtloser Kommunikation.
 
Ich würde stark vermuten das sich diese Technik eher für ältere Chips aus der 180nm Ära eignet, also sowas wie ein alter Pentium 3, wobei das offensichtlich bereits erheblich zu komplex für diese Technik wäre, das was da wohl verwendet wurde war wohl eine "1N4007‑Silizium‑Gleichrichterdiode" das kann man mit einer alten cpu nicht wirklich vergleichen, also bis die Technik mal in der aktiv produzierenden Halbleiter industrie zum EInsatz kommt, werden noch viele Jahre ins Land ziehen ...
 
Nein, Jahre helfen da nicht. Das ist ganz basale Optik. Selbst wenn man Bündelungssysteme für Terahertzstrahlung auf das Level optischer Linsen bringt, liegt das physikalische Limit ungefähr bei der Hälfte der verwendeten Wellenlänge. Hier also bei 500 µm, am unteren Ende dieses Frequenzbereiches ist vielleicht irgendwann eine Auflösung von 100 µm möglich. Wenn man da noch Unterschiede innerhalb eines Transistors sehen will, sollte der also 0,5 bis 5 mm groß sein.

Das reicht, wie gesagt, um ein ganz neues Detailverständnis und damit möglicherweise neue Strukturen von respektive für Power Stages oder Funkverstärker zu entwickeln. Aber ein Pentium III wurde in 0,130 bis 0,250 µm gefertigt. Selbst ein 8086 lag schon bei 3 µm und damit drei Größenordnungen jenseits der Möglichkeiten dieser Technologie. Sowas kann man frühestens mit UV-, besser Röntgenstrahlung auflösen – aber die sieht eben keine Ladungen mehr und schädigt dafür die Strukturen.
 
Zurück