Genau so wie
@rhalin schrieb, ist es: Es gibt einen Vertrag mit ordentlichen Laufzeiten und Kündigungsfristen. Wenn eine der Vertragsparteien (Amazon) die Vertragsbedingungen einseitig ändert, hat die andere Vertragspartei (Kunden), die Wahl, diese einseitige Änderung zu akzeptieren (aktuell wird noch gestritten, ob das immer noch auch "stillschweigend", also ohne explizite rechtssichere Zustimmung, erlaubt ist, oder ob es dieser expliziten Zustimmung künftig verpflichtend bedarf), oder das Vertragsverhältnis "außerordentlich" zu beenden (sofortige Kündigung vor LAufzeitende). Das kann man auch außerhalb des Amazon-Prime-Abovertrages überall beobachten: Beispiel: BAnken erhöhen ihre Kontoführungsgebühren für Giro-Konten, wenn man dem nicht zustimmt (online oder per schriftlicher Einverständniserklärung), dann "behält sich die BAnk vor", das Vertragsverhältnis aufzulösen: Man verliert das Girokonto bei dieser Bank und muss sich eine neue Bank fürs Giro-Konto suchen (nur das ALLE Banken die Kontoführungsgebühren (fast wie abgesprochen, "NAchtigall, ick hör dir trapsen") fast zeitgleich erhöhen, und man als Kunde bei "Nichtakzeptanz" dieser PReiserhöhung quasi "vom Regen in die Traufe" gelangt...
Großbanken und Online-Riesen wie Amazon gleichermaßen fürchten einerseits immer eine massenhafte "Abwanderungen" von Kunden/Abonenten, wissen natürlich andererseits aber genau, dass die Kunden/Abonenten von Natur eher träge sind, viele erst gar nicht reagieren (deswegen bisher der Trick mit dem Stillschweigen = Akzeptieren, weshalb aktuell wie o.g. darüber gerade gestritten wird) oder viele auch einfach den vermeintlichen Aufwand beim Wechsel des Anbieters oder der kontoführenden Bank scheuen. Eine Quasi-Monopol-Position am MArkt unterstützt diese Strategie noch ganz erheblich, weil man so bereits im Vorfeld dafür "gesorgt" hat, dass es kaum noch Alternativen zum Wechseln für die Kunden gibt.
Jetzt ist halt "Erntezeit" für die Internetmultis, man treibt die über die letzten Jahre herangezüchtete globale HErde an "wolligen Konsumschafen" nun zum "Scheren" zusammen...
Ich pers. bin dem zuvorgekommen und habe vor gut zwei Jahren meinerseits meine Abo-Lieferanten "konsolidiert"...und Amazon ist in Folge Dessen halt mit Allem, was sie mir im Abo anbgeboten hatten (Prime, Prime Video, Prime Music,...), "hinten runtergefallen"...Aber klar, je mehr man sich zuvor in die Abhängigkeit von deren "Services" verführen ließ, umso schwieriger wird dieser "BEfreiungsschlag". Da hilft dann so eine durch Verbaucherzentralen "zentral" organisierte "Gegenwehr" schon viel eher, als individuelle Aktivitäten und sie wirken allein schon durch ihre mediale Reichweite, dass v.a. unter "den Trägen" der Konsumenten noch Einige wachgerüttelt werden können... Andererseits ist halt der Einflussbereich deutscher Verbraucherzentralen global gesehen auch recht "überschaubar", sodass global agierende Multis wie Amazon diese potentiellen Sammelklagen auch als "bedauerlichen Einzelfall" locker wegstecken können, solange das nicht zu viele länderübergreifende "Nachamer" findet (Ein Grund, warum US-Konzerne die EU zunehmend so hassen, denn die EU-Strukturen "fördern" diese ländergrenzenüberschreitenden NAchamereffekte, zumindest innerhalb der EU).
Das sollten frustrierte Prime-Kunden vielleicht auch mal bei der nächsten Wahlentscheidung mit zu viel nationalistisch angestautem Frust im Bauch kurz bedenken, wenn der Stift am Wahlzettel zu schnell in Richtung "blau-braun" zucken möchte...