News Amazon Prime: Einseitige Erhöhung der Abo-Preise war unrechtmäßig

PCGH-Redaktion

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Im Herbst 2022 erhöhte Amazon die Preise seines Prime-Abos. Zu Unrecht, entschieden zwei Gerichte. Abonnenten sollen nun eine Erstattung fordern.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Amazon Prime: Einseitige Erhöhung der Abo-Preise war unrechtmäßig

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Auf der einen Seite finde ich es gut, gegen willkürliche Preiserhöhungen vorzugehen. Aber warum braucht es die Zustimmung der Kunden? Denn was passiert, wenn ich dem nicht zustimme? Bleibt dann der Preis? Eher nicht, sondern der Vertrag wird gekündigt. Finde persönlich, dass das Ganze etwas übers Ziel hinausgeschossen erscheint.
Denn auf der anderen Seite hat z.B. mein bevorzugter Lebensmittelsupermarkt auch die Preise einseitig ohne meiner Zustimmung erhöht. Soll ich da nun klagen?
 
Ja, wenn man nicht zustimmt würde der Vetrag gekündigt/auslaufen, meinst du Amazon will das?
Es könnten sich ja viele denken, och nö, ist mir dann zu teuer.
Und ich glaub nicht, das du mit deinem Lebensmittelmarkt einen Vertrag hast oder der Tankstelle , oder , oder , oder.
Daher haben die freie Preisgestaltung.
Stimmt, das Vertragsrecht. Da gehe ich mit dir.
Das Ergebnis ist zum Schluss das Gleiche. Höhere Preise akzeptieren oder nicht akzeptieren und Vertrag auflösen. Bzw. das Produkt kaufen oder nicht. Beim Vertrag bleibt dann aber noch der Klageweg offen.
Vermutlich bin ich da zu pragmatisch unterwegs und unterscheide für mich zw. wichtigen und nicht so wichtigen Verträgen. Ich würde sicherlich keinen guten Vertragsrechtler abgeben :ugly:
 
Naja, sicher ist der Verbraucherschutz oder die EU manchmal ein bisschen "drüber" unterwegs.
Aber ich finde es ganz gut, wenn sie den "Big Playern" ab und zu mal auf die Finger klopfen
und diese merken lassen das auch sie sich an Regeln zu halten haben.
Auch gibt es sicher viele, die gar nicht mehr wissen das sie ein Prime-Abo haben, die eine Abbuchung im Jahr merkt ja keiner ;)
 
Kann mir egal sein, mich haben sie als Kunden damit bereits verloren. Und wenn ich jetzt durch Amazon zum shoppen scrolle, so kann man es auch mit TEMU verwechseln, brauch ich auch nicht.
 
Genau so wie @rhalin schrieb, ist es: Es gibt einen Vertrag mit ordentlichen Laufzeiten und Kündigungsfristen. Wenn eine der Vertragsparteien (Amazon) die Vertragsbedingungen einseitig ändert, hat die andere Vertragspartei (Kunden), die Wahl, diese einseitige Änderung zu akzeptieren (aktuell wird noch gestritten, ob das immer noch auch "stillschweigend", also ohne explizite rechtssichere Zustimmung, erlaubt ist, oder ob es dieser expliziten Zustimmung künftig verpflichtend bedarf), oder das Vertragsverhältnis "außerordentlich" zu beenden (sofortige Kündigung vor LAufzeitende). Das kann man auch außerhalb des Amazon-Prime-Abovertrages überall beobachten: Beispiel: BAnken erhöhen ihre Kontoführungsgebühren für Giro-Konten, wenn man dem nicht zustimmt (online oder per schriftlicher Einverständniserklärung), dann "behält sich die BAnk vor", das Vertragsverhältnis aufzulösen: Man verliert das Girokonto bei dieser Bank und muss sich eine neue Bank fürs Giro-Konto suchen (nur das ALLE Banken die Kontoführungsgebühren (fast wie abgesprochen, "NAchtigall, ick hör dir trapsen") fast zeitgleich erhöhen, und man als Kunde bei "Nichtakzeptanz" dieser PReiserhöhung quasi "vom Regen in die Traufe" gelangt...

Großbanken und Online-Riesen wie Amazon gleichermaßen fürchten einerseits immer eine massenhafte "Abwanderungen" von Kunden/Abonenten, wissen natürlich andererseits aber genau, dass die Kunden/Abonenten von Natur eher träge sind, viele erst gar nicht reagieren (deswegen bisher der Trick mit dem Stillschweigen = Akzeptieren, weshalb aktuell wie o.g. darüber gerade gestritten wird) oder viele auch einfach den vermeintlichen Aufwand beim Wechsel des Anbieters oder der kontoführenden Bank scheuen. Eine Quasi-Monopol-Position am MArkt unterstützt diese Strategie noch ganz erheblich, weil man so bereits im Vorfeld dafür "gesorgt" hat, dass es kaum noch Alternativen zum Wechseln für die Kunden gibt.

Jetzt ist halt "Erntezeit" für die Internetmultis, man treibt die über die letzten Jahre herangezüchtete globale HErde an "wolligen Konsumschafen" nun zum "Scheren" zusammen...

Ich pers. bin dem zuvorgekommen und habe vor gut zwei Jahren meinerseits meine Abo-Lieferanten "konsolidiert"...und Amazon ist in Folge Dessen halt mit Allem, was sie mir im Abo anbgeboten hatten (Prime, Prime Video, Prime Music,...), "hinten runtergefallen"...Aber klar, je mehr man sich zuvor in die Abhängigkeit von deren "Services" verführen ließ, umso schwieriger wird dieser "BEfreiungsschlag". Da hilft dann so eine durch Verbaucherzentralen "zentral" organisierte "Gegenwehr" schon viel eher, als individuelle Aktivitäten und sie wirken allein schon durch ihre mediale Reichweite, dass v.a. unter "den Trägen" der Konsumenten noch Einige wachgerüttelt werden können... Andererseits ist halt der Einflussbereich deutscher Verbraucherzentralen global gesehen auch recht "überschaubar", sodass global agierende Multis wie Amazon diese potentiellen Sammelklagen auch als "bedauerlichen Einzelfall" locker wegstecken können, solange das nicht zu viele länderübergreifende "Nachamer" findet (Ein Grund, warum US-Konzerne die EU zunehmend so hassen, denn die EU-Strukturen "fördern" diese ländergrenzenüberschreitenden NAchamereffekte, zumindest innerhalb der EU).

Das sollten frustrierte Prime-Kunden vielleicht auch mal bei der nächsten Wahlentscheidung mit zu viel nationalistisch angestautem Frust im Bauch kurz bedenken, wenn der Stift am Wahlzettel zu schnell in Richtung "blau-braun" zucken möchte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich stellt sich eher die Frage: „Was macht Amazon, wenn du dich der Sammelklage anschließt?“. Immerhin können sie theoretisch den Vertrag auch aufkündigen und dein Nutzerkonto schließen, wenn die Ansprüche geltend gemacht werden. Im Vertragsrecht sind da viele Dinge schon in den AGBs enthalten.
Prinzipiell würde ich mich da anschließen, wenn es zu einer Sammelklage kommen würde. Bei Vodafone habe ich es gemacht, da steht ja noch das Verfahren aus.
 
Ja das "Risiko" besteht natürlich, aber bei einer Sammelklage betrifft das ja naturgemäß eine größere Abonentenzahl und das "mediale Echo" in diesem Zusammenhang. v.a. auch Amazons Reaktion darauf ist unvergleichlich größer, als wenn man da als Einzelner von seinem "Recht" als "Vertragspartner" mit einem solchen "Riesen" Gebrauch macht...sprach die Mücke zum Elefanten...
 
Was die reinen Preiserhöhungen angeht, solange diese nur bei Verlängerung des Vertrages nach Ablauf der regulären Vertragslaufzeit (z.B. 1 Jahr bei jährlicher Zahlung) und nicht für laufende Abos gelten, kann man Meiner Meinung nach nichts dagegen sagen.
Sonst könnte man ja bis zum Ende aller Tage Prime für 49,99 € aboniert haben, wenn man nur früh genug eingestiegen ist.

Viel mehr als die Preiserhöhungen stört mich die Verschlechterung (Enshittification) im Service selbst.

Amazon Music ist ohne Premium Abo praktisch ein nutzloser Randomizer, selbst wenn man nur gekaufte Musik drüber hören möchte.

Bei Prime Video ist das Standart-Abo mittlerweile eine Werbeschleuder (außer man schaut im Browser mit Ad-Blocker) und der Prime-Versand war auch schon mal schneller und immer mehr Artikel verlangen trotzdem noch nach Versandgebühren.
 
Was die reinen Preiserhöhungen angeht, solange diese nur bei Verlängerung des Vertrages nach Ablauf der regulären Vertragslaufzeit (z.B. 1 Jahr bei jährlicher Zahlung) und nicht für laufende Abos gelten, kann man Meiner Meinung nach nichts dagegen sagen.
Sonst könnte man ja bis zum Ende aller Tage Prime für 49,99 € aboniert haben, wenn man nur früh genug eingestiegen ist.

Viel mehr als die Preiserhöhungen stört mich die Verschlechterung (Enshittification) im Service selbst.

Amazon Music ist ohne Premium Abo praktisch ein nutzloser Randomizer, selbst wenn man nur gekaufte Musik drüber hören möchte.

Bei Prime Video ist das Standart-Abo mittlerweile eine Werbeschleuder (außer man schaut im Browser mit Ad-Blocker) und der Prime-Versand war auch schon mal schneller und immer mehr Artikel verlangen trotzdem noch nach Versandgebühren.
Das sind nix weiter, als "versteckte" Preiserhöhungen, du musst quasi mehr zahlen um den gleichen Leistungsumfang zu bekommen, oder zu altem PReis eine Verschlechterung in KAuf nehmen. Genau so, wie am Kühlregal, wenn im selben Becher zu altem PReis statt 250g Butter nur noch 220g drin sind. Der Beccher ist aber genau so groß, wie vorher und v.a. auch genau so groß´, wie bei anderen Anbietern/MArken, die links und rechts im Regal daneben stehen...
 
Und ich glaub nicht, das du mit deinem Lebensmittelmarkt einen Vertrag hast oder der Tankstelle , oder , oder , oder.
Daher haben die freie Preisgestaltung.

Der Supermarkt ist in der Tat ein eher weniger geeignetes Beispiel, da ich dem Kaufvertrag erst an der Kasse zustimme und bis dahin frei entscheiden kann, ob mir der Preis zusagt.

Versicherer erhöhen allerdings auch häufig zum Jahresanfang, ohne daß es da meinerseits eine gesonderte Zusage braucht.
 
die haben einfach erhöht ohne dass es einen "Zustimmen" Button gab?
Genau so hat das Vodafone mit seinen Internet-Kabel-Verträgen gemacht. Da habe ich es aber verpasst, tätig zu werden.

Bei Spotify war es so, dass die mich dauernd in der App genervt haben, dass ich dem höheren Preis für Premium zustimmen soll. Habe ich aber nicht gemacht uns nun wurde ich auf die Basisvariante mit Werbung herunter gestuft. Nun gut, wenn sie kein Geld mögen. 🤷🏻‍♂️
 
Der Supermarkt ist in der Tat ein eher weniger geeignetes Beispiel, da ich dem Kaufvertrag erst an der Kasse zustimme und bis dahin frei entscheiden kann, ob mir der Preis zusagt.

Versicherer erhöhen allerdings auch häufig zum Jahresanfang, ohne daß es da meinerseits eine gesonderte Zusage braucht.

Ja aber bei Versicherungen bekommst du Post/email das sich die Preise ändern mit der Aufklärung das es daher ein Sonderkündigungsrecht gibt.
Klar, auch Prime kann man kündigen aber wer die Erhöhung nicht mit bekam hat dann einfach mal 20,-€ mehr bezahlt für ein Jahr.
Für den einzelnen vielleicht nicht viel aber bei 100.00en oder Millionen Abos kommt da was zusammen.
 
Was ich bei der Preiserhöhung viel schlimmer find sind die extra Kosten nur um keine Werbung zu haben GEHTS NOCH wozu hab ich nen Abo wie bei Nexflix wo man keine *Dreck* Werbung hat!

Sky WOW zieht den gleichen Dreck ab mit Werbung, Abo 8€ (monatlich) und zusätzlich 5€ buchen für keine Werbung da is man dann schon gleich bei den Kosten für ein Netflix Abo (14€, monatlich) oder World of Warcraft (13€, monatlich) kostet auch soviel.
 
Klar, auch Prime kann man kündigen aber wer die Erhöhung nicht mit bekam hat dann einfach mal 20,-€ mehr bezahlt für ein Jahr.

Ich bin weit davon entfernt Amazon in Schutz zu nehmen, aber irgendeine Meldung habe ich dazu bekommen.
Weiß nicht mehr genau wie, also ob per mail oder im Konto, aber irgendwo wurde es mir angezeigt.

Das fand ich für mich ok (ohne Bezug zur rechtlichen Sachlage), denn die x-Seiten des Versicherungsschreibens lese ich mir idR auch nicht durch.
 
Ich bin schon bei der 1. Sammelklage gegen Amazon dabei.
Das schlimmste was passieren kann ist, dass das Prime-Abo beendet wird. Das Nutzerkonto bleibt aber bestehen.

Übrigens hab ich das gleiche zZt bei Barclaycard. Meine kostenlose Kreditkarte soll eingestellt werden und wenn ich nicht auf ein Bezahlmodell wechsel, wird möglicherweise mein Kreditkartenvertrag gekündigt.
Ich hab nicht gewechselt, meine Karte geht immernoch und ich habe bisher keine Kündigung erhalten.
Wird wohl auf einen Versuch hinauslaufen, schreckhafte Kunden zu überzeugen. Aber man will sich auch nicht von allen Kunden trennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja aber bei Versicherungen bekommst du Post/email das sich die Preise ändern mit der Aufklärung das es daher ein Sonderkündigungsrecht gibt.
Habe ich bei Vodafone auch bekommen.

Aber es kann doch nicht sein, dass bei einem Vertrag mit zwei Jahren laufzeit zwischendurch der Preis angepasst wird.
Und dann nur eine Mail mit: "Kannst ja kündigen, wenn es dir nicht passt."
Wozu schließe ich Verträge mit zwei Jahren Laufzeit?

Ich finde, dass das bei Versicherungen genauso sein sollte und man der Preiserhöhung aktiv zustimmen muss.
Bei Sparkassen konnte man doch auch einseitige Beitragserhöhungen zurückverlangen.
 
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