News Framework Laptop 16: Die Rückkehr der austauschbaren Geforce-Grafikkarte

PCGH-Redaktion

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Framework hat die zweite Generation des Laptop 16 vorgestellt. Erstmals seit der ersten RTX-Generation lässt sich hier auch die GPU mit einfachen Handgriffen austauschen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Framework Laptop 16: Die Rückkehr der austauschbaren Geforce-Grafikkarte

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Mein nächstes Notebook wird ziemlich sicher ein Framework, wenn auch ziemlich sicher ohne dedizierte GPU und sehr sicher ohne dedizierte GPU von Nvidia. Ich hoffe nur, dass sie sich mit den vielen Produktlinien, die es inzwischen gibt, nicht übernehmen.
 
Eine modulare Grafikkarte in einem vollständig proprietären Format, für das bis auf weiteres nur zwei Modelle verfügbar sind, klingt auch nicht unbedingt nach einer maximaler Austauschbarkeit. Framework kann zwar nichts dafür, dass es keinen etablierten Standard für Notebook-Lösungen gibt oder dafür, das Desktop-Modelle eher schlecht passen.* Aber während deren normale Erweiterungsports im Worst Case Standard-USB-Typ-C sind, ist man hier auf Gedeih und Verderb auf 100 Prozent kompatible Weiterentwicklungen angewiesen – und das ist schon ein ziemliches Glücksspiel. Geschäftsschwerpunkte ändern sich; Stromverbrauch, Wärmeentwicklung und Formfaktor von GPUs ändern sich. Was sich dagegen vergleichsweise langsam ändert, ist die innerhalb einer Klasse mögliche Leistung. Da Framework nur eine Leistungsklasse anbietet, wird man also mindestens zwei, drei Generation mit der Aufrüstung warten und muss dann hoffen, dass es trotz der ganzen genannten Parameter passt.

Bis dahin haben die Grafikmodule nur einen großen Vorteil: Sie bringen einen eigenen Ausgang mit. Und das ist bei dieser anhaltenden Verweigerung einer sinnvollen Basisausstattung nicht zu unterschätzen, denn maximal sechs USB+LAN+Audio+Card+Grafik-Anschlüsse sind echt wenig für ein 16-Zoll-Gerät. (Nicht das dass Frame 12 mit deren fünf besser dastünde.)

*: Viel cooler finde ich übrigens das alternativ verbaubare Modul mit 2× Standard-M.2
 
Modulare Notebooks finde ich eine sehr gute Idee! Bei den Smartphones zeigt auch das "Fairphone", dass ein Markt für diese Geräte existiert. Es ist nicht so sehr die Aufrüstbarkeit, die im Vordergrund steht, sondern die Reparatur Möglichkeiten, die die Lebensdauer signifikant erhöhen. Hinzu kommt noch die Unabhängigkeit von großen Konzernen inkl. frei Betriebssystem Wahl.
 
Eine modulare Grafikkarte in einem vollständig proprietären Format, für das bis auf weiteres nur zwei Modelle verfügbar sind, klingt auch nicht unbedingt nach einer maximaler Austauschbarkeit.
Naja, Framework gibt es halt noch nicht so lange und die geringe Auswahl ist wohl der Tatsache geschuldet, dass es ein Nischenprodukt ist und Gamer darin noch mal eine Nische. Ich bin auch gar nicht sicher, ob man das Format wirklich als komplett proprietär bezeichnen kann. Auf GitHub scheint es eine recht ausführliche Dokumentation zu geben und mir ist nicht bekannt, dass es Drittanbietern verboten wäre, auch entsprechende Teile zu vertreiben. Aber ja, es ist kein etablierter Standard.
Aber während deren normale Erweiterungsports im Worst Case Standard-USB-Typ-C sind, ist man hier auf Gedeih und Verderb auf 100 Prozent kompatible Weiterentwicklungen angewiesen – und das ist schon ein ziemliches Glücksspiel. Geschäftsschwerpunkte ändern sich; Stromverbrauch, Wärmeentwicklung und Formfaktor von GPUs ändern sich. Was sich dagegen vergleichsweise langsam ändert, ist die innerhalb einer Klasse mögliche Leistung. Da Framework nur eine Leistungsklasse anbietet, wird man also mindestens zwei, drei Generation mit der Aufrüstung warten und muss dann hoffen, dass es trotz der ganzen genannten Parameter passt.
Ob die Firma wirklich halten will oder kann, was sie verspricht, weiß man natürlich nicht sicher, auch wenn sie bis jetzt einen guten Eindruck macht. Dass es keine verschiedenen "Gewichtsklassen" außer der Diagonale gibt, wird auch der Tatsache geschuldet sein, dass Gaming und insbesondere High-End-Gaming nur eine Nische in der Zielgruppe sind.
Bis dahin haben die Grafikmodule nur einen großen Vorteil: Sie bringen einen eigenen Ausgang mit. Und das ist bei dieser anhaltenden Verweigerung einer sinnvollen Basisausstattung nicht zu unterschätzen, denn maximal sechs USB+LAN+Audio+Card+Grafik-Anschlüsse sind echt wenig für ein 16-Zoll-Gerät. (Nicht das dass Frame 12 mit deren fünf besser dastünde.)
Was eine sinnvolle Basisausstattung ist, ändert sich halt im Laufe der Zeit, also wäre es nicht gerade weitsichtig, irgendwas fest zu integrieren. Aber gut, das könnte man über die für die Module genutzten USB-C-Ports vermutlich technisch gesehen auch sagen und es stimmt, dass man weniger Anschlüsse als bei anderen Notebooks hat. Ob das in der Praxis jetzt ein Problem ist, weiß ich aber auch nicht. Im Notfall packt man halt seltener genutzte Anschlüsse noch separat in die Tasche.
 
Das war auch kein Vorwurf an Framework, natürlich sind die noch neu. Aber aus Nutzersicht sollte man bei "Zukunftsoptionen" immer darüber nachdenken, wie wahrscheinlich das eintreten dieser Zukunft ist. Ich erinnere mich beispielsweise an vier verschiedene Versuche, Grafikkartenblöcke aus einem dauerhaften Zentrum für die GPU und flexibel ergänzbaren Anbauten für die sich oft ändernden RAM- und Spannungswandlerbereiche zusammenzusetzen. Kein einziges dieser Systeme hat 3-4 Jahre überlebt; die meisten nicht lange genug, damit sich eine Aufrüstung vom allerersten auf das letzte unterstützte Design gelohnt hätte. Und das obwohl keine der Firmen Pleite ging und alle (Kühlungs-)Produkte für Gamer als ihr Kerngeschäft betrachte(te)n, was bei Framework eben nicht der Fall ist.

Bezüglich Anschlüssen: Framework selbst schreibt mindestens ein USB-C-Modul zwecks Laden vor und historisch betrachtet hätte jeder Laptop der letzten 30, 40 Jahre mindestens eine zeitgenössische Display- und zwei Peripherie-Schnittstellen, bei einem modernen Gerät also mindestens zwei USB-C. Diese fix und damit kompakt ins Chassis zu integrieren wäre platzsparend und günstig möglich, dann könnte man die anderen vier/sechs Ports tatsächlich frei bestücken. Heute sind sie überwiegend oder komplett mit den Basics belegt und dienen nur dazu, diese zwischen links und rechts zu verteilen. Weitere Module extra mitzuschleppen ist auch unattraktiv, denn ein externer USB-Hub in der Größe und zum halben Preis eines Framework-Moduls bietet drei bis viermal so viele Anschlüsse, ein Multifunktionsadapter mit dem dreifachen Volumen und dem doppelten Preis ersetzt sechs oder mehr Framework-Module. Deren Vorteil ist die fixe Integration ins System, aber da muss es eben auch genug Slots geben.
 
Ich erinnere mich beispielsweise an vier verschiedene Versuche, Grafikkartenblöcke aus einem dauerhaften Zentrum für die GPU und flexibel ergänzbaren Anbauten für die sich oft ändernden RAM- und Spannungswandlerbereiche zusammenzusetzen.
Welche waren das? Zu dem Thema ist mir außer den MXMs nicht wirklich was bekannt.
Bezüglich Anschlüssen: Framework selbst schreibt mindestens ein USB-C-Modul zwecks Laden vor und historisch betrachtet hätte jeder Laptop der letzten 30, 40 Jahre mindestens eine zeitgenössische Display- und zwei Peripherie-Schnittstellen, bei einem modernen Gerät also mindestens zwei USB-C. Diese fix und damit kompakt ins Chassis zu integrieren wäre platzsparend und günstig möglich, dann könnte man die anderen vier/sechs Ports tatsächlich frei bestücken.
Ja, da ist auf jeden Fall was dran.
Weitere Module extra mitzuschleppen ist auch unattraktiv, denn ein externer USB-Hub in der Größe und zum halben Preis eines Framework-Moduls bietet drei bis viermal so viele Anschlüsse, ein Multifunktionsadapter mit dem dreifachen Volumen und dem doppelten Preis ersetzt sechs oder mehr Framework-Module.
Ja, damit umgeht man das Problem auf jeden Fall schon mal eine ganze Ecke eleganter, das werde ich mal versuchen bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mein Notebook ersetze im Hinterkopf zu behalten, was hoffentlich nicht so leicht sein wird. ;) Insgesamt ist das auf jeden Fall ein Schwachpunkt, ich denke aber, dass ich mich damit prima arrangieren können werde.
 
Das war auch kein Vorwurf an Framework, natürlich sind die noch neu. Aber aus Nutzersicht sollte man bei "Zukunftsoptionen" immer darüber nachdenken, wie wahrscheinlich das eintreten dieser Zukunft ist.

Finde deine Einschätzung sehr treffend. Das Framework Konzept ist sehr interessant aber ich würde mir wenig Hoffnung machen dass der Laptop sich in Zukunft vernünftig aufrüsten lässt - schon jetzt ist die Hardware Auswahl eher beschränkt und die Komponenten sind wirklich teuer (700€ für ein Grafikkarten Modul? Da bekommt man ja fast einen kompletten Laptop dafür)

Wie du schon erwähnt hast: Modulare Konzepte gab es ja schon. Habe bei meinen alten Gaming Laptop auch RAM, SSD und WiFi Modul getauscht - aber nur einmal die MXM Grafikkarte. Es gibt einfach kaum Angebote und im Gegensatz zum Desktop ist die Kompatibilität viel kritischer (bei MXM muss z.b. Motherboard BIOS und Grafikkarten BIOS zusammenpassen)

Es ist per se überhaupt nicht klar, ob Framework kompatible Hardware liefern kann/wird. Dass die Preise aber hoch sind/ in Zukunft sein werden sieht man ja jetzt schon.

Reparierbarkeit und Upgrade Möglichkeiten in Ehren, aber wenn der Laptop ab 2'500€ aufwärts kostet - dann hole ich doch lieber 2-3 mal ein Neugerät zum selben Preis und stelle das alte Gerät auf eBay...
 
Reparierbarkeit und Upgrade Möglichkeiten in Ehren, aber wenn der Laptop ab 2'500€ aufwärts kostet - dann hole ich doch lieber 2-3 mal ein Neugerät zum selben Preis und stelle das alte Gerät auf eBay...
Die Frameworks sind schon teurer, Notebooks von der Stange mit Ryzen 350 und 5070 fangen aber auch erst so bei knapp 1.700€ an, also zwei bis drei Mal wird das wohl eher nicht. Wenn man dafür viele Teile ein zweites Mal nutzen kann, wird der Unterschied eventuell noch mal deutlich kleiner. Und wer schon mal bei so einem modernen Standard-Notebook irgendwas intern austauschen wollte, weiß, dass diese Dinger dafür gemacht sind, so zu bleiben wie sie sind, bis sie am Stück ausgemustert werden. Da wird aktiv gegen die Aufrüstbarkeit gearbeitet. Das mag für viele Leute trotzdem noch der bessere Deal sein, ich würde mir solche Designs aber niemals selbst antun. Leider tun es mir manchmal andere an. ;)
 
Den Preis muss man im Einzelfall gegen Qualität und Möglichkeiten abwägen. Allein ein Wechselbarer Datenträger kann viel wert sein (Datenrettung!); verdoppelter RAM, SSD und n-WLAN-Modul hat bei mir ein Billig-Atom-Netbook zu über zehn Jahren Lebenszeit verholfen. (Ursprünglich war sogar ac geplant, aber das hat Tastatur und Trackpad abgeschossen. Die Platzierung der zusätzlichen Antennen samt Kabel ist nicht ganz EMV-optimal.^^) Wer exotische/ältere Schnittstellen wie VGA, RS232, IRDA, Chip-Card-Reader oder PC-Card braucht, zahlt bei Toshiba, Lenovo oder gar kleinen Spezialisten teils absurde Summen.

Leider hat Framework diese Märkte leider weder beim Formfaktor noch bei der Gesamtkapazität bedacht. Auch andere Wünsch-dir-was-Fälle wie verschiedene Pixeldichten, Privacy/Mattes/Glossy-Display, verschiedene Tastaturlayouts (vollwertige Pfeiltasten! Zusatztasten statt Rand auch bei kleinen Geräten!!), verschieden große Akkus – die Grundidee hat sehr viel Potenzial, aber realisiert wurde bislang überwiegend "ich kann Mintgrün so mit Lavendel kombinieren, wie es am bestehen zu meinem beigen Shirt passt". Schade eigentlich, denn kein Laptop ist perfekt und ein-zwei Möglichkeiten, die niemand anderes bietet, können die Konkurrenz auf die hinteren Plätze verweisen. Ich habe Framework zum Beispiel schon allein deswegen im Auge, weil sie noch ein Gerät unter 30 cm Breite planen. Aber wenn das in jeder anderen Hinsicht unteres Mittelmaß ist zusätzlich nur Single-Channel-RAM und alte CPUs nutzt und auch noch mehr kostet? Wie gesagt: "im Auge". Noch lange nicht im Einkaufswagen.

Welche waren das? Zu dem Thema ist mir außer den MXMs nicht wirklich was bekannt.

Watercool Heatkiller GPU-X und eingeschränkt auch GPU-X², irgendwas von Swiftech, dessen Name mir wieder entfallen ist, sowie eine weiteres Design mit Alu-Kupfer-Mischbauweise, dass ich zwar noch visuell vor Augen habe, aber keinem Hersteller mehr zuordnen kann. Im weiteren Sinnen könnte man noch Watercool GPU Core, Arctic und weiter KoWaKü-Hybriden mitzählen, die auf GPU-Wasserkühlung und Luft- oder Passivkühlung für RAM sowie maßgeschneiderte Spannungswandlerluft- oder Passivkühler setzten – aber nie eine zweite Generation letzterer erhielten.
 
aber realisiert wurde bislang überwiegend "ich kann Mintgrün so mit Lavendel kombinieren, wie es am bestehen zu meinem beigen Shirt passt"
Das wird der Sache meiner Meinung nach nicht wirklich gerecht. Die Modularität ist zwar was die Optionen angeht vielleicht anderen Barebones oder auch der Auswahl und den Möglichkeiten von Fertignotebooks nicht großartig überlegen, die Wart- und Reparierbarkeit dürfte das aber, insbesondere im Vergleich zu letzteren schon sein und die Aufrüstbarkeit potenziell auch, auch wenn man letzteres jetzt natürlich noch nicht so genau sagen kann. Zugegeberweise ist das alles bei den aktuellen, gruseligen Trends auch nicht sonderlich schwer.
Ich habe Framework zum Beispiel schon allein deswegen im Auge, weil sie noch ein Gerät unter 30 cm Breite planen. Aber wenn das in jeder anderen Hinsicht unteres Mittelmaß ist zusätzlich nur Single-Channel-RAM und alte CPUs nutzt und auch noch mehr kostet? Wie gesagt: "im Auge". Noch lange nicht im Einkaufswagen.
Naja, so superheiß sind die Alternativen mit der Anforderung an die Breite aber auch nicht, oder? Single-Channel ist zwar schon blöd, aber es kommt halt auch drauf an, was man damit vorhat.
Watercool Heatkiller GPU-X und eingeschränkt auch GPU-X², irgendwas von Swiftech, dessen Name mir wieder entfallen ist, sowie eine weiteres Design mit Alu-Kupfer-Mischbauweise, dass ich zwar noch visuell vor Augen habe, aber keinem Hersteller mehr zuordnen kann.
Ach so, Wasserkühlblöcke... Ich weiß ja nicht, ob man das so analog betrachten kann. Immerhin hat man hier ein über PCIe angeschlossenes Modul, in dem man nicht zwingend weniger Platz hat, als einer GPU in einem Notebook ansonsten zur Verfügung steht und innerhalb dessen man wohl so ziemlich machen kann, was man will.
 
Das Modul nutzt den Bildern zu Folge halt keinen normalen PCIe-Kontakt. Es ist also, genauso wie beim Wärmeübergang innerhalb von zwei Teilen eines Kühlers, eine Komponente die zwar eine leicht nachvollziehbare Funktion über ein theoretisch von jedem kopierbaren Interface erfüllt, die aber in ihrem Ausprägung sehr spezifisch geformt ist. Heimanwender sind also, mangels Möglichkeit zum eigenständigen Nachbau, darauf angewiesen, dass der heutige Hersteller in 3, 4 oder 5 Jahren noch Lust hat und auch kommerziellen einen Sinn darin sieht, eine aktualisierte Fassung anzubieten.
 
Heimanwender sind also, mangels Möglichkeit zum eigenständigen Nachbau, darauf angewiesen, dass der heutige Hersteller in 3, 4 oder 5 Jahren noch Lust hat und auch kommerziellen einen Sinn darin sieht, eine aktualisierte Fassung anzubieten.
Wie gesagt, ob es der Hersteller sein muss, ist meiner Ansicht nach nicht so eindeutig, wobei natürlich auch nicht gesagt ist, dass jemand anderes anfängt, entsprechende Produkte anzubieten und breit verfügbare Teile sind natürlich ausgeschlossen, aber das Format wird nicht plötzlich obsolet, weil Speicherchips oder VRMs eine andere Höhe oder ein anderes Layout auf der Platine bekommen.
 
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