News "Sie fallen immer tiefer": Intel droht Verlust der wichtigsten Mainboard-Hochburg

PCGH-Redaktion

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Zumindest optisch sieht es in den vergangenen Monaten danach aus, als ob AMD Intel weltweit den Rang abläuft. In China - einem der wichtigsten Märkte - sind AMD-Mainboards beim Marktanteil inzwischen wohl auf Augenhöhe.

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Intel hat halt selbst dafür gesorgt, dass sie ihren Ruf ruiniert haben.
Nicht nur durch schlechte Produkte und total übernommenen Fertigungsstrukturversuchen, sondern durch das ganze falsche Marketing, nicht eingehaltene Produktionsfortschritte, und diese ominösen Benchmarks etc..
So viele Dinge sind im letzten Jahrzehnt verfuscht worden, das konnte langfristig nicht gut enden.
Deren Überheblichkeit als "Marktführer" kommt denen nun teuer zu stehen.
So wie nun auch ganz Amerika leiden wird, durch eine total verblendete Wahl von selbstverliebten Königen.
Und wenn man seine Kunden und Handelspartner erst einmal vergrault und verscheucht hat, so ist es um so schwerer, diese vielleicht iregndwann zurückzugewinnen.
Man spielt der (asiatischen) Konkurrenz unweigerlich in die Hände, die müssen nicht mal besonders viel dafür tun, außer ihren ganz normalen Job.
Einige Firmen und Politiker merken halt nicht, dass nur viel Gerede und faule Versprechen alleine nicht ausreichen, um besser als andere zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Intel hat in den letzten Jahren wenig attraktive CPUs in einer noch viel weniger attraktiven Umgebung auf den Markt gebracht. Für mich gibt es seit Jahren keine wirklich guten Gründe eine Intel Plattform für Selberbauer zu empfehlen. Vll. bekommen sie ja noch die Kurve.
 
Der Erfolg von AMD ist für mich verdient. Intel ist höchstwahrscheinlich wegen seiner Arroganz so tief gefallen. Auf der anderen Seite stellt der ehemalige blaue Riese immer noch gute bis sehr gute Produkte her. Auf keinen Fall darf dieses Traditionsunternehmen vom Markt verschwinden, das wäre mehr als schade für die Technikbranche und für uns Konsumenten.
 
Ich bin, wie wahrscheinlich viele immer eher beim Underdog unterwegs und daher traditionell durchaus viel bei AMD unterwegs gewesen. Was AMD seit 2017 abliefert ist am Ende einfach gut und wahrscheinlich sogar recht nahe am praktisch möglichen Optimum. Man profitierte stark davon, dass TSMC als Fertiger die Marktführerschaft übernommen hat und Intel nicht eher auf diesen Zug aufgesprungen ist und immer noch Probleme damit hat. Man sieht allerdings mit der aktuellen Gen, dass Intel gut daran täte, der Auftragsfertigung eine größere Rolle zuzuschreiben und nicht allein auf das Pferd Inhouse zu setzen. Arrow Lake ist gut und sicherlich auf Augenhöhe (wenn auch mit Fertigungsvorteil) zu AMD unterwegs; in der Inhousefertigung wäre das wohl maximal schwierig geworden.

Am Ende wird einiges davon abhängen, was passiert mit Intel 18A und 14A, wenn 18A wirklich funktioniert und sogar TSMCs N2 überlegen sein sollte, dann geht es schnell wieder bergauf; wenn aber auch nur kleine Teile der Gerüchte wahr sind, dass 18A auch nicht so funktioniert wie erhofft, dann wird man bei Intels Fabs erstmal den Stecker ziehen und die Fertigung "konsolidieren" um die vorhandenen Fabs weitestgehend zu retten und mit kleineren Chips zu bestücken.
 
Intel hatte sich zu lange ausgeruht und dann machte es AMD eben besser. Intel wollte schnell reagieren und versuchte das mit der Brechstange.

Jetzt hat Intel wieder eine bessere Basis mit den Core Ultra, aber AMD ist halt erst mal vorbei gezogen. Also kein WUnder, dass sichd er Markt so verändert hat. Irgendwann merkt das halt auch der letzte Dulli und die OEM's bauen ja auch jetzt mehr AMD ein.
 
Intel hat in den letzten Jahren wenig attraktive CPUs in einer noch viel weniger attraktiven Umgebung auf den Markt gebracht. Für mich gibt es seit Jahren keine wirklich guten Gründe eine Intel Plattform für Selberbauer zu empfehlen. Vll. bekommen sie ja noch die Kurve.
Ich fand die Aussage von Intel vor einigen Monaten ganz interessant. Man sehe keinen Vorteil von einem X3D Cache. Anscheinend hat man die PC-Selbstbau- und Gaming Community gar nicht mehr auf dem Schirm und gibt die komplett und kampflos an AMD ab.

Es mag zwar sein, dass eine CAD Workstation nur wenig mit einem 3d Cache anfangen kann, aber Fakt ist, dass in den meisten Spielen ein dickes Leistungplus entsteht und es den Arbeitsprogrammen nicht schadet. Es kam für mich etwas arrogant herüber, wie so oft bei Intel. Ich bin gespannt, was Intel als nächsten Trend verpennt.
 
Die Core Ultra Prozessoren sind jetzt ja nicht schlecht, aber halt auch nicht besser als AMDs Angebot.

Generell ist der Markt schwierig. Wir haben Donalds Zollpolitik, die China-Taiwan Situation die am brodeln ist, generell eine schwierige Nachfragesituation. All das macht die Bewertung von Intels Zukunft sehr schwer vorhersehbar. Die Aktie liegt gerade bei unter 18 Euro und ich würde trotzdem kein Kauf empfehlen, alles zu unsicher.
 
Am Ende wird einiges davon abhängen, was passiert mit Intel 18A und 14A, wenn 18A wirklich funktioniert und sogar TSMCs N2 überlegen sein sollte, dann geht es schnell wieder bergauf; wenn aber auch nur kleine Teile der Gerüchte wahr sind, dass 18A auch nicht so funktioniert wie erhofft, dann wird man bei Intels Fabs erstmal den Stecker ziehen und die Fertigung "konsolidieren" um die vorhandenen Fabs weitestgehend zu retten und mit kleineren Chips zu bestücken.

Die Probleme, mit denen Intel sich auseinandersetzen muss, sind viel komplexer als nur die Qualität und Tauglichkeit des Fertigungsprozesses. 18A allein wird das Ruder nicht von einem Moment zum nächsten herumreißen.

Auf wirtschaftlicher Ebene stellt sich durchaus berechtigt die Frage, ob Intel in seiner derzeitigen Form die Finanzkraft hat, bis zur Volumenproduktion von 18A als vollintegrierter Konzern zu überleben. Die derzeigen Gerüchte über eine Trennung von Fertigungssparte und Produktsparte mögen sich vielleicht in ihrer Absurdität von Tag zu Tag überbieten, aber wie man so schön sagt: Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Ein Körnchen Wahrheit wird schon zu Grunde liegen.

Auf Produktdesign-Ebene hat Intel sich über Jahre verrannt und vor allem die Chiplet-Revolution verschlafen. Was theoretisch sinnvoll gewesen wäre, nämlich ein kompletter Restart und Paradigmenwechsel der Architektur (Sichwort Royal Core Project) wurde gerüchteweise auch gecanceled. Dabei sollte gerade diese Lehre aus der Vergangenheit für Intel offensichtlich sein, denn AMD konnte jedes Mal zu Intel aufschließen, wenn Big Blue sich architektonisch verrannt hatte, und Intel konnte jedes Mal mit einem völligen Neuansatz zurückkehren. Den sehe ich im Moment aber nicht - nicht mal in Gerüchten. Im Gegenzug hat die Konkurrenz sogar die Nase vorn, wenn sie einen Node zurückliegt. Sollten die Gerüchte zutreffen, dass AMD für Zen6 wirklich mit N2X plant, um all-in auf Leistung statt auf Kosten zu optimieren, sehe ich sogar für Nova Lake schwarz. Das wäre zwar sehr ungewöhnlich für AMD und ich glaube es erst, wenn ich es sehe, aber möglich wäre es...

Auf Handelsebene hat Intel in den letzten Jahren wahrscheinlich die größten Hürden aufgeschaufelt. Konnten sie sich bisher meist darauf verlassen, dass die über Jahrzehnte etablierten OEM- und Handelspartnerschaften Intels Dominanz absicherten, selbst wenn die eigenen Produkte mal unterdurchschnittlich waren oder die Konkurrenz sogar besser, haben spätestens die Verzögerungen bei Meteor Lake und die katastrophalen Probleme von Raptor Lake viel Goodwill bei den OEMs verbrannt. Konnte Intel die teilweise technische Überlegenheit von AMDs APUs der Zen3 Ära noch dadurch aus dem Notebook-Massenmarkt heraushalten, indem sie die Handelskanäle genau zu dem Zeitpunkt mit inhouse produzierter Ware fluteten als die Nachfrage ohnehin explodierte, sieht man jetzt eine bisher geradezu unvorstellbare Entwicklung: AMD basierte Notebook-Designs sind allerorten verfügbar, von nahezu allen OEMs. Die Geräte werden gut ausgestattet, in allen Preiskategorien angeboten, es existieren Business-Ableger, es werden High-End Gaming- und Workstationlösungen bis hin zur RTX 5090 angeboten und sogar Intels Intimissimus Dell stellt sich mit AMD auf eine Bühne. Von der Zukunft der AMD xxx-Halo Lösungen ganz zu schweigen. Hier hat Intel offensichtlich die Loyalität der OEMs verspielt, die Absetzbewegungen sind offensichtlich und es zeigt sich klar, dass niemand sich mehr von Big Blue abhängig machen möchte. Für ein Unternehmen, das strukturell voll und ganz auf Marktdominanz ausgerichtet ist, sind diese Entwicklungen brandgefährlich.

Letzter Punkt: Marktbreite und Zukunft. Intel hat in den letzten 10-15 Jahren so ziemlich jeden Markttrend verschlafen. Smartphone und Ultramobile? Findet ohne Intel statt. Apple als Großkunde ist absehbar weg. Selbst AMD arbeitet an Arm-Architekturen, um marktbreit agieren zu können.

GPUs und KI? Reden wir besser nicht drüber. Intel spielt hier keine wirtschaftlich relevante Rolle. Die Brotkrumen, die Nvidia übrig lässt, sammeln andere auf. Wer soll hier auch auf Intel vertrauen, wenn die angekündigten Produkte entweder als Katastrophe enden (Ponte Veccio und Konsorten) oder gleich ganz gecancelt werden? So plant man einfach keine Multi-Milliarden-Investitionen.

Fertigung und Foundry-Services? EUV verschlafen, Punkt. Jahrelang nicht konkurrenzfähige Nodes, die sich gar nicht als Foundry-Node eignen, weil die PDKs ganz auf Intels inhouse-Bedürfnisse ausgelegt sind. Im Konkurrenzvergleich muss 18A nicht nur punkten, sondern brillieren, sonst gehen bei Intels Fertigungssparte schlicht die Lichter aus. TSMC N2 sieht z.Zt. konkurrenzfähig genug aus, um in jedem Produktsegment, welches nach bleeding edge Fertigungstechnik schreit, wenigstens mithalten zu können. Und im Unterschied zu Intel (und Samsung) hat TSMC zwei gar nicht zu überschätzende Vorteile: Erstens sind deren PDKs seit Jahrzehnten in partnerschaftlichen Beziehungen zu den Kunden entwickelt und ganz auf deren Bedürfnisse ausgelegt, und zweitens entwickelt TSMC seine Prozesse eben konservativ-behutsam weiter - aber sie funktionieren eben auch verlässlich und zum angekündigten Zeitpunkt. Planungssicherheit ist für Milliardeninvestitionen einfach wichtiger als die letzten 5% Leistung. Das Risiko, einen neuen Transistortyp (GAA) und ein neues PD-Layout (BSPD) gleichzeitig einzuführen, wie es 18A tut, geht TSMC eben nicht ein - muss das aber auch nicht. Zuverlässigkeit und Yield > all. Intel steht da vor genau dem Gegenteil an Problemen, die alle tödlich enden können: Ist die Ausbeute nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig? Finito. Ist das PDK oder die Leistung nicht konkurrenzfähig? Finito. Kommt der Prozess wieder später als angekündigt? Finito. Kundenvertrauen weg. Niemand plant eine Chipentwicklung und Produktion, in die hunderte Millionen fließen mit einem Partner, auf den er sich nicht zu 100% verlassen kann. Siehe Samsung. Deren Prozesse mögen ja leistungsfähig sein, bestehen sonst aber wohl nur aus tollen Ankündigungen und yielden so katastrophal, dass kein einziger namhafter Kunde sie für eine Massenproduktion nutzt. Dieses Beispiel sollte Intel Warnung genug sein.
 
Wie macht AMD das? Gibt es bei neuen CPUen dann auch immer BIOS updates?
Wie lange wird das BIOS von einem Mainboard up-to-date gehalten? Pi mal Daumen ...

Auf der anderen Seite habe ich irgendwo gelesen, dass Intel Thunderbolt in die CPU verlegt was Vorteile haben soll.
Ist das so, was hat AMD da zu bieten?
 
Je schlechter es Intel geht, desto teuer werden die Preise bei AMD, scheinen leider viele zu vergessen.
Die Preise von AMD CPU´s sind zur Zeit komplett überzogen, ein 9800X3D wäre wenn Intel mitspielen würde bei 400€.
 
Totgeglaubte leben länger.
Man braucht jetzt auch nicht so tun, als ob Intel CPUs alle schrott sind.

Bei uns auf der Arbeit sind alle Office- und Produktiv-Rechner mit Intel ausgestattet.
Intel ist wahrlich kein Branchenzwerg.
 
Wie macht AMD das? Gibt es bei neuen CPUen dann auch immer BIOS updates?
Wie lange wird das BIOS von einem Mainboard up-to-date gehalten? Pi mal Daumen ...

Wenn innerhalb eines Kompatibilitäsfensters neue CPUs erscheinen, gibt es neue UEFIs – das gilt für beide Hersteller und die Mainboard-Marken sind da in der Regel sogar aktiver als die Vorlagen verlangen, solange es keine harten Sperren gibt. Außerhalb von Kompatibilitätsfenstern, also wenn AMD beispielsweise zwei Jahre lang behauptet "Ryzen 3000/5000 kann gar nicht auf B350/X370 laufen" oder wenn Intel den Sockel 1700 ohne Aufrüstweg durch den 1851 ersetzt, obwohl scheinbar schon zum Launch der ersten "17XX/18XX"-Inkaranation klar war, was man in Zukunft braucht, dann gibt es keine UEFIs.

Auf der anderen Seite habe ich irgendwo gelesen, dass Intel Thunderbolt in die CPU verlegt was Vorteile haben soll.
Ist das so, was hat AMD da zu bieten?

Nichts. AMD hat zwar schon seit langem ein paar USB-Controller im Prozessor, aber ohne Upgrade des Sockels und dessen Spezifikationen, könnten die selbst dann nicht beschleunigt werden, wenn AMD nicht einfach das alte Silizium weiterverkaufen würde. Plattformtechnisch ist das eigentlich auch kein Problem, denn die Integration in den Sockel bietet nur eine überschaubare Anzahl von Vorteilen. Aber leider hat AMD die aktuellen I/O-Hubs auf den Mainboards von Anfang an knapp-minimalistisch geplant und seitdem nicht mehr aktualisiert, sodass man der Plattform ihr Alter anmerkt. Ich bin gerade mit den B860-Tests, also Intels Mittelklasse durch – teilweise besser ausgestattet als AMDs X870-Oberklasse und dabei im Grundverbrauch 20-30 Prozent sparsamer.

Haken ist halt, dass kein Ryzen 9800X3D darauf läuft. Aber wenn jemand ohnehin zu wenig Geld für AMDs Top-Dogs hat, dann steht Intel aktuell wieder recht attraktiv dar. AMDs Problem ist halt, dass sie Überlegenheit allein durch zusätzliches Silizium realisieren – für Cache oder für Kerne in den CPUs, für zusätzliche Funktionen auf den Mainboards. Das funktioniert gut im High-End-Segment, aber kostet auch und lässt sich schlechter nach unten skalieren.
 
Wer hoch sitzt fällt tief.
Dazu die teilweise arg fragwürdigen Methoden was OEMs bzw. große Handelsketten anging, das roch
schon reichlich streng.
Die Sockelwechsel alle zwei CPU-Gens sind auch nicht sooo hilfreich, mit einer DER Gründe warum ich AMD
einsetze und nicht Intel. Gut, kommerziell sind die Dinger dann sowieso abgeschrieben, da ist es nicht so wild.
Schön ist das aber nicht.

Trotzdem muss Intel die Kurve bekommen, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und hält die Preise
(einigermaßen) im Zaum.
 
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