Special EndeavourOS im Porträt: Eine der mächtigsten Linux-Distributionen im Detail vorgestellt

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Die niederländische Linux-Distribution EndeavourOS trat im Juli 2019 in riesige Fußstapfen und wollte das geistige Erbe von Antergos antreten. Dieses Vorhaben darf in der Zwischenzeit durchaus als gelungen bezeichnet werden, und zwar sowohl für x86-Computer als auch für ARM64-Systeme.

Was sagt die PCGH-X-Community zu EndeavourOS im Porträt: Eine der mächtigsten Linux-Distributionen im Detail vorgestellt

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Ist die Auswahl des Desktop nur bei der Installation wählbar, oder bietet die Distributionen auch nach der Installation so eine bequeme Auswahl zum Nachinstallieren an?
 
Ist die Auswahl des Desktop nur bei der Installation wählbar, oder bietet die Distributionen auch nach der Installation so eine bequeme Auswahl zum Nachinstallieren an?
du kannst jederzeit jeden desktop nachinstallieren den du möchtest. manchmal muss man den greeter ändern weil es sonst probleme gibt. ist aber bei systemd basierten systemen kein problem und können auch parallel installiert werden.

Arch Desktop Environment

hier sind alle unter arch verfügbaren dde inklusive installation aufgeführt. tob dich aus...
 
Ich habe EndeavourOS die Tage zufälligerweise selbst ausprobiert, primär wegen des Rolling Releases. Leider kam ich gar nicht erst dazu zu testen, ob ich die wichtigsten meiner Workflow darauf eingerichtet bekomme. Schon das WiFi habe ich nicht zuverlässig zum Laufen bekommen, dabei ist es nicht mal sonderlich exotische Hardware.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass ein Umstieg reibungslos funktioniert, aber wenn es schon an so essentiellen Dingen immer wieder scheitert, sehe ich auch 2025 immer noch nicht als das Jahr des Linux Desktops. :(
 
Schon das WiFi habe ich nicht zuverlässig zum Laufen bekommen, dabei ist es nicht mal sonderlich exotische Hardware.
was hast du denn für hardware?

das ist aber auch das problem mit distros wie endeavour. es ist und bleibt arch und da muss man halt alles manuell einrichten. was auch der kerngedanke der sache ist. dafür genießt man uneingeschränkte freiheit. für alle anderen gibt es z.b. ubuntu

deswegen finde ich endeavour auch iwie obsolet. nur um die (mit archinstall kinderleichte) installation von arch zu umgehen, das ergibt iwie keinen sinn. wenn arch dann richtig. man wird definitiv iwann vor problemen stehen und da ist es essenziell sein system zu kennen. und wenn einem schon die installation zu leidig ist, ist man hier an der falschen adresse.

es gibt auch rhinolinux, eine ubuntubasierte distro mit rolling release...
 
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Ich habe EndeavourOS die Tage zufälligerweise selbst ausprobiert, primär wegen des Rolling Releases. Leider kam ich gar nicht erst dazu zu testen, ob ich die wichtigsten meiner Workflow darauf eingerichtet bekomme. Schon das WiFi habe ich nicht zuverlässig zum Laufen bekommen, dabei ist es nicht mal sonderlich exotische Hardware.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass ein Umstieg reibungslos funktioniert, aber wenn es schon an so essentiellen Dingen immer wieder scheitert, sehe ich auch 2025 immer noch nicht als das Jahr des Linux Desktops. :(
Das Problem hier sind leider die Hersteller dieser Chips. Die Firmware dieser Chips ist meist propritärer Code der nicht mit Linux-Distributionen ausgeliefert darf, allerdings bieten die Hersteller selbst auch oft keine Linux Version zum herunterladen an. Treiber für solche Geräte müssen dann reverse engineered werden, also komplett neu programmiert werden und das ohne den Code vom Hersteller zu kennen und oft ohne eine offizielle Spezifikation des Chips zu haben, denn die Hersteller dieser Chips müssen ihrerseits nur eine kompatible schnittstelle benutzen (PCI-Express z.b.) und sich auf der Funkseite auch an die Spezifikation des Funkstandards. Wie der Chip und das OS miteinander kommunizieren kann er sich aber selbst ausdenken und ändert sich oft und natürlich sagt der Hersteller einem das auch nicht. Manche kooperieren zumindest mit der Community oder bieten auch selbst Firmware/Treiber von sich aus für ihre Chips an. Und manche Hersteller verweigern sich komplett.

Man muss also prinzipiell kompatible Hardware kaufen/haben. Ein bisschen ist es natürlich auch ein Henne/Ei-Problem. Hat man mehr Linux Nutzer, wird das ein interessanterer Markt, für den die Hersteller dann auch Treiber anbieten, wenn sie ihren Kram noch loswerden wollen. Andererseits gibt es aber auch genug Hersteller, die das bereits tun und andere die zumindest kooperieren wenn jemand anfragt und ihre Arbeit übernehmen möchte, wenn man denn ein paar Infos rausrückt wie man mit dem Chip denn sprechen muss. Die kann man also bei der Anschaffung bereits bevorzugen.
Microsoft hat da eben den Luxus, dass ihr Windows bisher DAS Betriebssytem für den (Heim-)PC ist/war und Hersteller die PC Hardware herstellen daher auch in 99,9% der Fälle dafür Treiber anbieten. Und wenn die Hersteller dann noch auf Microsoft zugehen und ihre Treiber signieren und zertifizieren lassen und keine Ahnung was noch alles, dann liefert Microsoft den Treiber für das Gerät gleich noch mit oder bietet ihn zumindest zum automatischen Download an wenn so ein Gerät erkannt wird. Es ist aber Aufgabe des Herstellers hier den Schritt zu machen.
Bei Linux sind viele Treiber bereits im Kernel enthalten und werden bei bedarf geladen oder sie sind als module nachladbar während des hochfahrens, dann ist es Sache des Distributors zu entscheiden welche Treiber sie in ihren Paketquellen zum installieren anbieten.
So kann es manchmal bei einem sehr nischigen Gerät sein, dass es den passenden Treiber zwar gibt, aber der Distributor ihn nicht für diese Distribution anbietet, dann kann man diese oft aus Dritt-Paketquellen beziehen oder selbst für das System übersetzen. Das ist dann natürlich nichtmehr einsteigerfreundlich, aber ich glaube auch die meisten Windows-Nutzer haben zumindest einmal in ihrem Leben ein richtig nerviges Gerät versucht unter Windows zum Laufen zu bekommen, weil sich der Hersteller nicht kümmert und der passende Treiber entweder nicht auffindbar ist oder der Treiber der bei Microsoft zertifiziert wurde sehr veraltet ist und Probleme bereitet, ein neuerer Treiber aber nur beim Hersteller selbst zu finden ist, etc. pp.
Also es tut mir Leid, dass es bei dir nicht auf Anhieb funktioniert hat, aber "Linux" hat hier keine direkte Schuld. Und falls du es doch noch mal versuchen möchtest, es gibt im Internet oder sogar hier sicher jemand, der das Problem schon behoben hat oder zumindest, welche die helfen es zu lösen.
 
Ich bin mal gespannt ob meine rtx 2080 korrekt läuft?
Bisher war unter Linux immer Fehlanzeige.
Ich nutze aber auch Win10 imit AB Im multiboot.
Eventuell wird in der GPU etwas unter Windows gespeichert, was unter Linux zu Problemen führt?
Oder mein Freesync Monitor hat Schuld?
Unter Linux gibt es immer noch kein IrfanView 🤔
Der Brother MFC 490cw Treiber ist ein unendlicher Tod.
Ich würde gern arch linux Hardware kaufen.
 
Ich bin mal gespannt ob meine rtx 2080 korrekt läuft?
Bisher war unter Linux immer Fehlanzeige.
Ich nutze aber auch Win10 imit AB Im multiboot.
Um nVidia Grafikkarten unter Linux korrekt zu benutzen muss auch dort der nVidia Treiber installiert werden, ohne bekommst du zwar ein Bild, aber die Leistung ist eingeschränkt, da ein alternative Treiber "nouveau" benutzt wird, der von freiwilligen völlig neu programmiert wird um nvidia Grafikkarten nutzen zu können, da nVidia leider sich selbst nicht beteiligen möchte einen lizenz-kompatiblen Treiber anzubieten.
Wie man den nVidia Treiber am besten installiert hängt ein wenig von der verwendeten Distribution ab:
1. Die Distribution erkennt, dass du eine nvidia Grafikkarte benutzt und bietet dir den Treiber zum herunterladen durch eine Meldung an.
2. Die Distribution hat ein Treiberpaket in ihren Paketquellen und du musst es mit dem Paketverwalter nur installieren. Suchwort: "nvidia"
3. Die Distribution bietet zwar kein Treiberpaket an, aber es gibt Dritt-Paketquellen, die diesen anbieten, dann muss erst das meta-paket der Dritt-Paketquelle installiert werden, danach funktioniert es wie bei Option 2.
4. Wenn all dies nicht gegeben ist, kann man zur not von der nvidia-Webseite den Installer von nvidia herunterladen, was aber Nachteile hat: A: Er muss an der Konsole installiert werden. B: Updates müssen jedes mal selbst erneut heruntergeladen werden. C: Wird der Linux Kernel von deinem Paketverwalter geupdated, musst du den Installer erneut durchlaufen lassen, damit ein Modul für die neue Kernel Version generiert wird, sonst wird nach dem Neustart wieder "nouveau" genutzt statt dem nvidia Treiber.
Eventuell wird in der GPU etwas unter Windows gespeichert, was unter Linux zu Problemen führt?
Auf einer GPU wird garnichts gespeichert.
Oder mein Freesync Monitor hat Schuld?
Unwahrscheinlich, die Freesync-Technik ist zu einem VESA-Standard geworden, der gerade unter Linux bestens unterstützt wird. Propritäre Techniken wie G-Sync erfordern wiederum das vorhandensein des passenden Treibers.
Unter Linux gibt es immer noch kein IrfanView 🤔
Das wird da wahrscheinlich auch nie hinkommen, das ist ein Programm was von einer Privatperson für Windows geschrieben wurde und zum herunterladen angeboten wird, solange sich diese Person nicht entscheidet es auch für Linux anzubieten kann man es höchstens mit Wine (Ein Windows-"Emulator" für Linux) benutzen. Besser wäre es sich einfach ein OpenSource Programm zu suchen, was die Funktionen bietet, die man vom Programm erwartet. Wer heute noch irfanView benutzt hat sicher eine spezielle Aufgabe, die er damit macht, oder macht es schlicht aus Gewohnheit. Einen einfachen Bildbetrachter ist aufjedenfall auf jedem Linux-Derivat vorinstalliert, möchte man was spezielles muss man sich informieren was es für Möglichkeiten gibt. Guter Suchansatz zum googlen ist immer "PROGRAMMNAME Alternative Linux", da wird mir für irfanview z.b. "nomacs" oder "ImageGlass" empfohlen. Mit hoher wahrscheinlichkeit brauchst du diese namen nur in den paketverwalter eintippen und automatisch installieren lassen. Was für dich am besten funktioniert musst du natürlich selbst ausprobieren.
Der Brother MFC 490cw Treiber ist ein unendlicher Tod.
Drucker und deren Treiber kommen direkt aus der Hölle. Bis auf einige spezielle Sonderfunktionen sollten solche Drucker aber unter Linux plug-and-play funktionieren. Die unter Windows vom Herstellertreiber oft mitinstallierten Zusatztools sind oft eigentlich nur bloatware, die niemand braucht. Wenn du konkrete Probleme mit dem Drucker und Linux hast, kann dir in diversen Foren sicher schnell geholfen werden.
Ich würde gern arch linux Hardware kaufen.
Es gibt natürlich keine spezielle Hardware die auf bestimmte Distributionen zugeschnitten ist. Es gibt aber einige PC-Anbieter, die sich darauf spezialisiert haben PCs mit vorinstalliertem Linux auszuliefern, da kann man dann davon ausgehen, dass die verbaute Hardware gut mit Linux funktioniert. Welche Linux Distribution man dann letztlich darauf installiert ist schon (fast) egal.
Dass man sich vor dem Hardware-kauf natürlich etwas informiert brauch ich in einem PC-Hardware-Forum sicher nicht erwähnen, deswegen sind wir alle hier. Es wäre natürlich zukünftig wünschenswert wenn bei PCGH und anderen in die Test mit einfließt wie einfach oder eben nicht einfach die Installation unter Linux funktioniert. So kann man natürlich zukünftig beim Kauf schon entscheiden wieviel Aufwand man sich selbst aufnötigt.
 
EndeavourOS läuft schonmal, allerdings nur mit grub, systemd steht nach mehreren Fehlschlägen gar nicht mehr zur Auswahl.
(leider hatte ich nicht beachtet; die selbe SSD für den bootloader auszuwählen wie für die root - Partition, standardmäßig war eine andere SSD ausgewählt, was zu Fehlern führte)



OpenGL vendor string: NVIDIA Corporation
OpenGL renderer string: NVIDIA GeForce RTX 2080/PCIe/SSE2
OpenGL core profile version string: 4.6.0 NVIDIA 570.86.16
OpenGL core profile shading language version string: 4.60 NVIDIA

Benchmark:



Photoflare könnte als Ersatz für Irfanview herhalten, die Alternativen schaue ich mir mal an.

Danke!

Nachtrag:

hier ein paar Benches von https://gravitymark.tellusim.com/ :


1M Asteroids
 
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Ich habe EndeavourOS die Tage zufälligerweise selbst ausprobiert, primär wegen des Rolling Releases. Leider kam ich gar nicht erst dazu zu testen, ob ich die wichtigsten meiner Workflow darauf eingerichtet bekomme. Schon das WiFi habe ich nicht zuverlässig zum Laufen bekommen, dabei ist es nicht mal sonderlich exotische Hardware.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass ein Umstieg reibungslos funktioniert, aber wenn es schon an so essentiellen Dingen immer wieder scheitert, sehe ich auch 2025 immer noch nicht als das Jahr des Linux Desktops. :(

Was das WiFi angeht hätte ich in dem Moment das Arch Wiki konsultiert, welches wirklich eines der besten wenn nicht das beste überhaupt ist.

Ich bin mal gespannt ob meine rtx 2080 korrekt läuft?
Bisher war unter Linux immer Fehlanzeige.
Ich nutze aber auch Win10 imit AB Im multiboot.
Eventuell wird in der GPU etwas unter Windows gespeichert, was unter Linux zu Problemen führt?
Oder mein Freesync Monitor hat Schuld?
Unter Linux gibt es immer noch kein IrfanView 🤔
Der Brother MFC 490cw Treiber ist ein unendlicher Tod.
Ich würde gern arch linux Hardware kaufen.

RTX 2080 Problem lag vielleicht an Wayland und hätte unter X11 schon funktioniert.
Die Brother Treiber laufen eigentlich immer einwandrei inkl. der ganzen Scan-Funktionen bei Multifunktionsgeräten. Man muß nur einmal nach der Anleitung auf der Brother-Webseite vorgehen. Das heißt man lädt ein Skript von Brother runter, startet das im Terminal, beantwortet aufmerksam 4,5 Optionsfragen und fertig. Meine Erfahrungen beziehen sich da allerdings auf Debian und Ubuntu Derivate.
 
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