AMD AM5: Neue Montagezeichnungen zum LGA-1718-Sockel aufgetaucht

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Zum AM5-Sockel für Ryzen-7000er-CPUs wurden Montagezeichnungen geleakt, mit denen sich Igor's Lab beschäftigt hat. Auf den Zeichnungen sind die einzelnen Komponenten des AM5-Sockels zu sehen sowie die Funktion des Schließmechanismus. Auch zu den Kühllösungen gibt es neue Erkenntnisse.

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Was Igor da schreibt, das gefällt mir als Wasserkühlblockuser erstmal nicht so gut. Aber vielleicht sehe ich da auch nur schwarz, und Watercool hat da zügig ein Upgradekit am Start.
 
Die AMD-Backplate ist verwindungssteifer als so ziemlich alles, was ich bei 3d-Party Kühlern bisher finden konnte, auch bei Wasserblöcken. Die bestehende Platte zu nutzen, sollte für keinen ein Hexenwerk sein ;)

Und das hier:
Quelle: Igor's Lab via Videocardz
Ist einfach nur eine Frechheit. Was hat Videocardz mit meinem Artikel zu tun?
 
Schöne Lösung.

Wobei am besten gefällt mir die Lösung der Intel HEDT Sockel, wo der Kühler direkt an den ILM befestigt wird. Braucht halt auch große Packages.
 
Was Igor da schreibt, das gefällt mir als Wasserkühlblockuser erstmal nicht so gut. Aber vielleicht sehe ich da auch nur schwarz, und Watercool hat da zügig ein Upgradekit am Start.

Bei Wasserkühlungsherstellern würde ich mir noch die kleinsten Sorgen machen. Im Prinzip muss man nur die Schrauben auf UNC 6-32 mit passender Gewindelänge wechseln. Das ist technisch keine große Herausforderung und eine Firma von der Größe Watercools ist weitaus flexibler als z.B. Enermax, weil sie solche Materialien ohnehin nach Bedarf einkaufen dürften und nicht das Tooling für die nächsten 5 Jahre bilanziert haben.


Die AMD-Backplate ist verwindungssteifer als so ziemlich alles, was ich bei 3d-Party Kühlern bisher finden konnte, auch bei Wasserblöcken. Die bestehende Platte zu nutzen, sollte für keinen ein Hexenwerk sein ;)

Schon mal die neue 1200/1700 von Arctic in der Hand gehabt? ^^
Aber auch z.B. die alten Watercool-Backplates aus Sockel-775-Tagen waren um deutlich stabiler als das typischerweise bei AM4-Mainboards zu findende Dünnblech mit Bördelung. Das ist nach meiner Erfahrung leichter verformbar als Intels [Zitat] "weiche Blech" (interessante Wortwahl für eine 2,2 mm Stahlplatte) bei Sockel-1700-Mainboards.

Nicht, dass es so viel Stabilität für eine Kühlermontage überhaupt bräuchte, solange die Anpresskräfte in einem gesunden Rahmen bleiben. Die simplen Platten von Be Quiet, Thermalright & Co haben jahrelang gute Dienste geleistet und ich habe mir nicht ohne Grund mehrfach gewünscht, dass Intel für den 1700 das 20XX Grundraster mit in der Höhe angepassten Gewinden in einer Backplate verwendet. Also letztlich genau das gleiche, was AMD beim AM5 mit ihrem rechteckigen Grundriss umsetzt und was mehrere Mainboard-Hersteller schon vor bald 10 Jahren auf X78-Platinen vorgemacht haben.
 
Die Bleche, die AM4 verbaut worden sind sind meist aber alles andere als dünn, vor allem sind die oft durch ne gebogene Kante versteift. Oft liefert der Kühlerhersteller nur ne Kunststoffcustombackplate mit, das ist generell Mist.
Und eure News ist falsch, Igor sagt, dass die Kühlerhersteller neue Montagekits ohne Backplate bereitstellen müssen, da das Abmontieren der original Backplate relativ sicher den Garantieverlust bedeuten würde, denn daran ist der Sockel selbst verschraubt.

Klar formuliert:
- Kühler, die AM4-kompatibel sind und die Sockelnasen nutzen sind kompatibel
- Kühler, die AM4-kompatibel sind und AMDs eigene Backplate nutzen sind kompatibel
- Kühler, die über eine custom-Backplate verschraubt werden müssen, kann man entsorgen
 
Das, was unter den Lotes- bzw. Foxconn-Sockeln verschraubt wird, ist wirklich weich. Das kannst Du einspannen und ziemlich einfach biegen. Dazu habe nicht nur ich intern auch einen Biegetest gemacht und es wird (das weiß ich) 3rd-Party-Hersteller geben, die hierfür sogar stabilere Replacements anbieten werden. Dünner, aber aus zweckmäßigerem Stahl (wenn ich Zeit habe, gibts mal eine EDX zu diesem Blech). Wenn ich z.B. eine Backplate aus der gestanzten Massenproduktion der neuen Aqua Computer Platte damit vergleiche, dann weiß man auch, was zweckmäßig ausgesuchter Stahl wirklich abkann, selbst wenn er augenscheinlich dünner ist. :D
Und eure News ist falsch, Igor sagt, dass die Kühlerhersteller neue Montagekits ohne Backplate bereitstellen müssen, da das Abmontieren der original Backplate relativ sicher den Garantieverlust bedeuten würde, denn daran ist der Sockel selbst verschraubt.
Solche Dinge sind in Diskussion, aber es wird interessant sein zu sehen, ob dann wirklich final Versiegelungen auf eine oder mehrere Schrauben kommen.

Wir arbeiten gerade an einem Vergleichstest mit verschiedenen Motherboards und den Unterlegscheiben, wobei man diese auch binnen sollte. Aber da will ich mal nichts spoilern. Die Drücke in den Sockeln stimmen so einfach nicht.

@Thorsten:
Was mich verblüfft ist, dass man mich ständig via Videocardz zitiert (gern auch nur die englische Seite). Darüber hat mich auch schon der Redakteur dort informiert, der das nicht versteht. Gibts da einen Grund dafür? Denn die bekommen die Info auch nur über Twitter, so wie alle anderen auch.

als das typischerweise bei AM4-Mainboards zu findende Dünnblech mit Bördelung.
AM5 Backplate:

1642085964373.png
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zu Online-Formulierungen solltest du Andreas fragen. Ich bin Print- und Fachred, aber diese Gepflogenheiten kenne ich nicht.

Schöne Lösung.

Wobei am besten gefällt mir die Lösung der Intel HEDT Sockel, wo der Kühler direkt an den ILM befestigt wird. Braucht halt auch große Packages.

Ob man die Gewinde in den ILM oder in die Backplate integriert, macht für den Anwender keinen Unterschied. Wie schon von mir zwischenzeitlich gepostet: Auch für Intel-HEDT gab es schon vor Jahren Platinen mit dem hier gezeigten Arrangement. Mechanisch würde ich es sogar vorziehen, weil man die Last direkt in die Backplate abführt, anstatt den ILM-Frame als Hilfsrahmen zu benutzen. So muss man nur ein statt zwei stabiler Bauteile fertigen. Nachteilig ist eigentlich nur, dass an Stelle der eigentlichen Schrauben zugehörige Gewindehülsen durch das Mainboard ragen, man also etwas größere Löcher braucht. Aber zum einen nutzt was-scheren-uns-internationale-Einheitensysteme-AMD ja sowieso etwas kleinere Gewindedurchmesser als Intel mit M4, zum anderen werden in den 20XX Platinen meiner Beobachtung nach immer entsprechend größere Bohrungen platziert; vermutlich um Kontakt zwischen durchgehenden Schrauben und PCB extra sicher auszuschließen.


Die Bleche, die AM4 verbaut worden sind sind meist aber alles andere als dünn, vor allem sind die oft durch ne gebogene Kante versteift. Oft liefert der Kühlerhersteller nur ne Kunststoffcustombackplate mit, das ist generell Mist.
Und eure News ist falsch, Igor sagt, dass die Kühlerhersteller neue Montagekits ohne Backplate bereitstellen müssen, da das Abmontieren der original Backplate relativ sicher den Garantieverlust bedeuten würde, denn daran ist der Sockel selbst verschraubt.

Der Sockel selbst ist mit der Platine verlötet. Verschraubt wird nur der ILM-Frame bzw. in AMD-Sprech der "Stiffener Frame". Ich sehe keinen Grund, warum man den hier nicht genauso an- und abschrauben können sollte, wie beim TR4/TRX4, Intels 2066ern oder die ILM-Loadplate-Arretierungen bei den Sockeln 115X/1200/1700. Zu Skylake-Zeiten hatte beispielsweise auch EK Water Blocks Kühler, die genau das vom Kunden verlangten: Die 115X-Sockel-Backplate wurde gegen die Kühlerbackplate ersetzt und anschließend konnte der eigentliche Kühler mit den nun fest am Mainboard angebrachten Gewinden verschraubt werden. Zugegebenermaßen kam das System wegen des zusätzlichen Aufwandes und dem gewissen Risiko, dass der Anwender in den zwischendurch offen daliegenden Sockel reindatscht, nicht übermäßig gut an und wurde nach 1-2 Jahren wieder aufgegegeben. Aber funktioniert hat das Prinzip.

Von Luftkühlungsherstellern würde ich entsprechend trotzdem erwarten, dass die meisten auf Nutzung der AMD-Backplate umstellen. Einige haben das ja bereits in der Vergangenheit gemacht, nachdem klar wurde, dass zumindest Asus die Backplates der 3XX-Generation verklebt. (Mindestens ein Hersteller hat deswegen sogar zwei Monate Umsatzeinbußen in Kauf genommen, nachdem sie ursprünglich mit Nutzung der ohnehin beiliegenden, eigenen Backplate auf AMDs kurz-vor-knapp-Bekanntgabe der überstehenden Gewinde reagieren wollten.)
 
Schon mal die neue 1200/1700 von Arctic in der Hand gehabt? ^^
Das Geräusch, wenn die Backplate auf den Tisch abgelegt wird sollte alle Zweifler verstummen lassen :)

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