Und was bekommen Sie? Bestenfalls 10-15% mehr Leistung bei mehr Stromverbrauch, hohe Anschaffungskosten (meist passt der Wasserblock nur zu diesen Model), Wasser führt laut meines Wissens zur Korrosion von Metallen, Schläuche und Dichtungen werden porös und hart. Wenn Sie 12 Jahre keine Probleme haben sage ich: "Glück gehabt". Ich hab nur eingeschränkt Geld zur Verfügung, statt in einen Wasserkühler Rüste ich meinen PC später lieber großzügiger auf.
Es kommt drauf an, was man erwartet oder ausgeben möchte.
Die Wasserkühlung, gerade eien Costum, ist sehr kostenintensiv - das steht außer Frage. Wenn man sich eine gute Boardpartnerkarte holt, braucht man in der Regel keinen Wasserkühler, da die Geräuschkulisse nicht so extrem ist, wie bei den Referenzkarten, auch sind diese nicht so nah am Temperaturlimit ausgerichtet. Hast du dich hingegen für das Referenzdesign entschieden, kannst du davon ausgehen, dass die Lautstärke und Temperatur nicht wirklich angenehm sein wird und hier lohnt sich dann wieder der Umbau auf eine Wasserkühlung. Die Temperaturen fallen um ein vielfaches und OC und/oder UV wird dadurch leichter - damit laufen die Karten auch deutlich effizienter.
Ein kleines Beispiel anhand meiner Titan X(p):
@Stock lief die im Temperaturlimit mit 1,05V bei ~1600MHz (83°C)
Mit Wasserblock lief die @Stock mit 1,05V bei 1750MHz (34°C)
Mit Wasserblock läuft die Karte mit 0,95V bei 1990 - 2000MHz (31 - 34°C) ohne händisches OC, nur die Spannungskurve angepasst.
Bei den CPU's sprechen wir hingegen von Kleinigkeiten, dort lohnt es sich nur wirklich, wenn man bereits ein bestehendes WaKü-System hat, oder wirklich agressives OC betreiben möchte - sonst reich ein potenter Luftkühler oder eine AiO vollkommen aus.
Der andere Vorteil ist, dass man sich die WaKü-Komponenten in der Regel nur einmal anschafft und dann halt nur den Rest tauscht - also auch nur Board, CPU, GPU und Co. da die Radiatoren., Lüfter, Pumpe und Ausgleichsgefäß in der Regel keinem Verschleiß unterliegen - solange man nicht irgendwas komisches mit anstellt (Pastelfarben und Co.).
Das Einzige, was man beim Austausch beachten sollte, ist, dass man die Schlauchstücke erneuert, die man löst - ansonsten ist es kein großer Unterschied zu einem normalen luftgekühlten System.
Außer, dass man einen Dichtigkeitstest nach dem Befüllen machen sollte um böse Überraschungen zu vermeiden - vorzugsweise ohne Strom auf den Komponenten und alles mit Haushaltspapier ausgelegt.
Was das Thema Korusion angeht, kann ich beruhigen, solange man nicht Aluminium- und Kupferkomponten mischt, kant man keine Probleme - auch ein vorheriges Durchspülen der Kühler und Radiatoren vor ihrem ersten Einsatz sollte man in Erwägung ziehen.
Das Dichtungen aushärten kann immer passieren, genauso wie Wärmeleitpaste, aber bevor das passiert, da vergehen Jahre, außer man hat Temperaturen jenseits der 80°C im Wasser, dann hat man aber ganz andere Probleme. In der Regel werden hier bei den Kühlkörpern Vitondichtungen verwendet - ähnliches Material wie in der Autoindustrie, das hält wirklich eingies aus.