Das lustige ist, dass die ganzen ungeschlagenen koreanischen Starcraft 2 Prospieler mit ihren 400 APM mit der billigsten Maus und Tastatur auskommen und jeden anden "Pro" meilenweit in die Wüste schicken mit ihren superteuren Ausrüstungen
Halte dies bei einer Tastatur also absolut für überflüssig.
Vorher sollen mal die 20-30ms Inputlag durchn Monitor wieder rauskommen wie damals zu CRT Zeiten
Das die südkoreanischen SC2 Pros nur mit billig(st)en Mäusen und Tastaturen spielen halte ich für ein Gerücht. In Einzelfällen mag das stimmen aber bei SC2 ist die Reaktionszeit der Tastatur auch weniger von Bedeutung, wichtiger ist eher das sie mit der hohen Eingaberate klarkommt was aber bei quasi jeder Tastatur der Fall ist da das eine Anforderung ist die auch beim schnellen Schreiben im Office Bereich gegeben ist...
Abgesehen davon ist Bildschirmlag und Eingabegerätelag als gleichwertig zu betrachten, man muss an beiden Enden optimieren wenn man ein optimales Ergebnis will.
Input Lag Test Database: Best TV For Gaming
Schau dir die Leo Bodnar Tests an(dies sind die entscheidenden, weil , kein Bildschirm unter 500 hat hier unter 20 ms)
Das sind mal Gamingkompatible TVs.
TVs -.- das die keine besonders guten Inputlags haben ist ein alter Hut...
Bei Spielemonitoren sieht es nicht so viel besser aus, von den großen Marken hat scheinbar nur Samsung etwas brauchbares
PRAD |
Der Test ist ur alt und umfasst nur 3 willkürlich ausgewählte Monitore. Der "Testsieger" ist mehr als 5 Jahre alt, mittlerweile nicht mehr erhältlich und wie auch die beiden anderen Testsubjekte kein dezidiertes Gamingmodell. Der Artikel ist für Grundlagen im Bezug auf den Inputlag interessant und auch noch aktuell aber im Bezug auf Beispielhafte Tests ist er unbrauchbar.
Auch bei einer speziell auf den Inpultag spezialisierten Website die eine freundlichere Methode verwendet hat kein Monitor unter 10 ms
DisplayLag | Input Lag Database: Gaming HDTVs & Monitors
Auch hier wird auf das
Lag Testsystem von Leo Bondar zurückgegriffen.
Hier muss man einiges beachten:
-Je nachdem wo der Sensor (bei einem klassischen TFT-LCD) platziert wird enthält der gemessene Lag einen mehr oder weniger großen Anteil der Bildwiederholrate. Im unteren rechten Eck sind es bei 60Hz 16,67ms, im oberen Linken Eck prinzipiell minimal 0. Fairerweise muss man festhalten das die Bildwiederholrate effektiv natürlich tatsächlich zum Lag beiträgt. In dem Fall wurde anscheinend irgendwo in der Mitte gemessen womit ein Teil des angegebenen Lags (~8,3ms also bei so manchem Monitor ein Großteil...) auf die mittlere Bildwiederholrafte entfällt
-Man beachte: Das Problem mit der Bildwiederholrate gibt es auch bei CRTs. Ein CRT mit 100Hz hat also im Mittel effektiv nicht 0ms Lag sondern 5ms. Hinzu kommt das die analoge Ausgabe von Grafikkarten via VGA über den RAMDAC gegenüber der digitalen Ausgabe etwas verzögert sein kann.
-Das Gerät kann nur ein 60Hz Signal ausgeben. Das führt dazu das LCD Bildschirme mit höherer Bildwiederholfrequenz, etwa 120Hz ihr Potenzial nicht voll ausspielen können
-Das Gerät kann nur Full-HD ausgeben. Bei Bildschirmen mit einer anderen nativen Auflösung ist der gemessene Lag infolge der Internen Umrechnung somit höher, die Messung ist praktisch unbrauchbar.
-Zu einem gewissen Teil fließt auch die Trägheit der Flüssigkristalle (Reaktionszeit) in die Messung mit ein
-Das Gerät kann nur ein HDMI/DVI Signal (TMDS) ausgeben. Native Display-Port Monitore (mit eDP Panel) könnten dadurch Benachteiligt sein
-> Der "reine" Lag guter LCDs liegt heute vermutlich bei weniger als 5ms. Möglicherweise sogar weniger als 1ms. Der Nachteil beim Signalweg gegenüber CRTs ist damit bei guten LCDs vernachlässigbar. Problematisch ist nur die Trägheit der Flüssigkristalle und die üblicherweise (aber nicht immer; im Vergleich zu CRTs) langsamere Bildwiederholrate. Letzteres ändert sich zunehmend und auch bei der Bildwiederholrate gab es in den letzten Jahren starke Verbesserungen, insbesondere auch bei "guten" IPS und VA Panels. Die endgültige Patentlösung in dem Bereich wird aber wohl erst die OLED Technik, QD-LED Technik oder eine andere grundlegend neue Displaytechnik bringen. Dennoch: Der Lag einer guten Tastatur ist heute oft sicherlich höher oder zumindest ähnlich hoch wie der Lag eines guten Bildschirms. Jedenfalls hoch genug um ein Verbesserungspotenzial darzustellen. Wobei hier natürlich auch beachtet werden muss das die Tastatur üblicherweise nicht das einzige Eingabegerät ist und die Maus üblicherweise latenzkritischer ist.
Auch interessant ist der "interne" Lag der im PC und insbesondere in der Grafikkarte entsteht. Er ist von allen möglichen Faktoren abhängig wobei die wohl bekanntesten (weil leicht beeinflussbaren) Faktoren Tripplebuffering, Multi-GPU mit AFR und verschiedene Kantenglättungsverfahren sind. Auch Eingabeseitig spielt der interne Lag eine Rolle wobei etwa die unterschiedliche Behandlung von USB und PS/2 Eingabegeräten zur Diskussion anregt (viele glauben ja PS/2 wäre besser aber ob- und unter welchen Bedingungen das immer stimmt ist bei näherer Betrachtung fraglich; umstritten und nicht einfach ist auch die -freilich Systemabhängige- Quantifizierung dieses Lags). Auch in der Software kann ein Lag entstehen der wohl zu größten Teilen proportional zur Framerate und (kaum beeinflussbar) abhängig von Spiel, eventuell Betriebssystem, Treibern, Hardware... ist. Ein effektiver Anteil des Internen Lags kann bei Multiplayerspielen auch mit der Netzwerklatenz und Stabilität oder dem Server zusammenhängen.
Nur weil an anderen Orten auch ein (möglicherweise auch größerer) Lag ensteht bedeutet das jedenfalls nicht das kein Optimierungsbedarf an einem Glied der Kette besteht. Grundsätzlich gilt: Weniger=besser. Erst ab einem effektiven Gesamtlag von weniger als ~10ms inkl. mittlerer Bildwiederholrate besteht kein oder kaum mehr ein nennenswerter Optimierungsbedarf aber davon sind wir gegenwärtig in allen Setups wohl recht weit entfernt wie Eingabe-Ausgabe Gesamtlagtests zeigen.