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Thema: Wasserkühlungsguide - (Stand 16.04.12)

  1. #1
    Moderator Avatar von ruyven_macaran
    Mitglied seit
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    Wasserkühlungsguide - (Stand 16.04.12)

    Da sich im Wasserkühlungsbereich etliche Fragen immer wieder wiederholen, ist es Zeit für einen umfangreichen Grundlagen-Guide.
    Hier ist er.



    Bedienungsanleitung:

    Wer alles wissen will, muss wohl die kompletten ~100000 Zeichen durchackern. Für alle anderen gibt es die "kleine Tour":

    - Leute, die sich noch nicht sicher sind, ob eine Wasserkühlung für sie das richtige ist, finden die typischen Fragen in "Warum?" und "Das Leck" beantwortet.

    - Wer plant, es für wenig Geld mal auszuprobieren, wird nach Komplettsets 1 und All-in-One frustriert sein. eBay und Basteln muntern in Kombination mit günstigen Pumpen aber vielleicht wieder auf.

    - Um eine Wakü zusammenstellen zu können, reichen notfalls die Kapitel über
    Korrosion, Single-/Dual-/Triple-Radiatoren] und die Pumpen-Empfehlung aus.
    Die meisten Leute werden zusätzlich Die Füllung, Schläuche, Ausgleichsbehälter und Teile von Die Kühler interessant finden. Ein Blick in Zusammen- und Einbau kann auch nicht schaden.



    Links zu Tests und weiteren Informationen sind im entsprechenden Kapitel zu finden


    Wer Fehler findet oder Informationen vermisst, kann seine Meinung/Fragen gerne in diesem Thread posten. Auch grundsätzlichere Diskussionen über Wasserkühlung sind willkommen.
    Wer individuelle Fragen zu seinem System, einem bestimmten Kühler,… hat oder eine Zusammenstellung für seinen Rechner will, der macht bitte einen eigenen Thread auf, oder nutzt einen passenden, angepinnten Sammelthread.


    Für die Richtigkeit der Angaben übernehme ich keine Verantwortung, es handelt sich letztendlich um meine persönliche Meinung. Die ist aber durch eine ganze Reihe von Tests untermauert und hat schon einigen Prüfungen standgehalten




    Inhaltsverzeichnis.

    1. Grundlagen einer Wasserkühlung
    1.1 "Warum?" Prinzipielle Vor- und Nachteile einer Wakü
    1.2 Bestandteile einer Wasserkühlung
    1.3 Materialien in einer Wasserkühlung
    1.4 Korrosion
    1.5 Die Füllung
    1.6 Die Wartung
    1.7 Risiko bzw. "das Leck"
    2. Die Kühler
    2.1 Kühlertypen
    2.2 Funktionsprinzipien von Kühlern
    2.3 Weitere Eigenschaften von Kühlern
    3. Der Radiator
    3.1 Single, Dual, Triple. Manchmal Quad
    3.2 "Monster"radiatoren
    3.3 Passivradiatoren
    3.4 Unterschiede zwischen Radiatortypen
    3.5 Montageoptionen
    4. Die Pumpe
    4.1 Andere Hersteller
    4.2 Hydor
    4.3 Oase
    4.4 Laing
    4.5 Eheim basierte Pumpen
    4.6 XSPC
    4.7 Die richtige Pumpenwahl
    5. Der Ausgleichsbehälter
    5.1 Aufgabe
    5.2 Auswahl
    6. Anschlüsse und Schläuche
    6.1 Plug&Cool
    6.2 Tüllen
    6.3 Verschraubungen
    6.4 Schläuche
    7. Verkaufsarten & Bezugsquellen
    7.1 Komplettsets von Luftkühlerherstellern
    7.2 Komplettsets von Wasserkühlungsprofis
    7.3 Eigene Zusammenstellungen
    7.4 All-in-One
    7.5 eBay&Co
    7.6 Basteln & Eigenbau
    8. Zusammen- und Einbau
    8.1 Reinigung
    8.2 Radiator
    8.3 Die Kühlkörper
    8.4 Die Pumpe und der Ausgleichsbehälter
    8.5 Die Verschlauchung
    8.6 Das Befüllen
    8.7 Entlüften
    9. Weitere Informationen und Tests
    9.1 FAQs & Sammelthreads
    9.2 Tests im Forum
    9.3 Tests woanders
    Geändert von ruyven_macaran (08.08.2011 um 15:24 Uhr)
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    Verkaufs- & Suchthread (updated 07.03.12)

    [Langzeittagebuch]Vom Flugzeug zum 0db-Wakü-PC; 31.8.11: Stufe 4.0 Fanless

  2. #2
    Moderator
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    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Wasserkühlungsguide Stand 1.11.08

    1. Grundlagen einer Wasserkühlung

    1.1 "Warum?" Prinzipielle Vor- und Nachteile einer Wakü
    .
    Oft wird es so dargestellt, als wäre einer Wasserkühlung prinzipiell besser als eine Luftkühlung, nur weil sie Wasser verwendet. Das ist schlichtweg falsch. Die zusätzlichen Wärmeübergänge Metall(Kühler)-Wasser und Wasser-Metall(Radiator) und die Pumpe (Lärm, Platz- und Stromverbrauch) sind sogar ein Nachteil.
    .
    Was eine Wasserkühlung besser macht, ist Wärme über große Strecken zu transportieren und dabei flexibel anpassbar zu sein. Das ermöglicht es, die Wärme an beliebiger Stelle an die Luft abzugeben,was folgende Möglichkeiten/Vorteile mit sich bringt:
    .
    - Die Abgabefläche ist nicht durch den Platz in CPU/GPU Nähe begrenzt.
    Limit für Prozessorluftkühler ist aktuell ein 140mm Lüfter, Referenzgrafikkartenkühler bieten maximal 85mm. Bei Wasserkühlungsradiatoren ist zur Zeit 3x140mm beliebt, 9x120mm sind keineswegs Exoten. Wer will kann auch noch mehrere Radiatoren kombinieren.
    .
    - Die Abgabe kann an günstigeren Orten erfolgen.
    Während Luftkühler mit z.T. 40°C warmer Luft arbeiten müssen, haben externe oder in der Front montierte Radiatoren Luft bei Raumtemperatur zur Verfügung. Selbst Radiatoren, die Luft aus dem System nehmen, sind dank der meist geringeren Systemtemperaturen eines WaKü-Systems im Vorteil.
    .
    - Die Wärme wird gleichmäßiger auf die Abgabefläche verteilt.
    Große Luftkühler haben oft das Problem, dass die Wärme nur ungleichmäßig über die Lamellen verteilt wird. Bei einer Wasserkühlung liegen selten mehr als 1cm zwischen einem Punkt auf einer Lamelle und dem Wasser, was optimale Flächennutzung erlaubt.
    .
    - Im Gegensatz zu aufwendigen Heatpipesystemen, die zum Teil vergleichbare Leistungen erbringen, kann eine Wasserkühlung flexibel an System und Gehäuse angepasst werden.
    .
    (- Wort-wörtlich flexibel sind auch die Schläuche, was Vorteile bei der Dämmung und Kühlung von vibrierenden Festplatten mit sich bringt)

    .
    1.2 Bestandteile einer Wasserkühlung
    .
    Im einfachsten Falle besteht eine Wasserkühlung aus einem Kühlblock (der die Wärme vom zu kühlenden Bauteil aufnimmt), einem Radiator (der die Wärme an die Luft abgibt - schließlich kühlt auch eine Wakü mit Luft), einer Pumpe, Schläuchen die alles verbinden und natürlich Wasser zur Füllung. In quasi allen Fällen kommt noch ein Ausgleichsbehälter dazu, der das Befüllen und Entlüften erleichtert.
    Und natürlich machen sich nur wenige Leute diesen Aufwand, um nur eine Sache zu kühlen, so dass es ganz schnell 3-4-5… Kühlkörper und vielleicht auch 2-3 Radiatoren werden.

    .
    1.3 Materialien in einer Wasserkühlung
    .
    - Kupfer:
    Aufgrund seiner hohen Wärmeleitfähigkeit ist Kupfer das Material der Wahl, für die eigentliche Kühlstruktur. Es wird mittlerweile in nahezu jedem Kühler für die Bodenplatte/den Kern verwendet.
    Ein weiterer Vorteil ist das unproblematische Korrosionsverhalten in Wasser: Kupfer oxidiert zwar und läuft dabei rot bzw. schwarz-fleckig an, es handelt sich aber um einen oberflächlichen Prozess, der weder Kühlleistung noch Dichtigkeit beeinflusst.
    .
    - Messing:
    Diese Kupfer-Zinklegierung ist härter als Kupfer und wird in Radiatoren oder den Deckeln einiger Kühler verwendet. Dank einer noch brauchbaren Wärmeleitfähigkeit können Kühler für weniger anspruchsvolle Bauteile auch komplett aus Messing gefertigt werden. Hauptverwendung sind jedoch Anschlüsse, die im Kern quasi immer aus Messing bestehen. Das Korrosionsverhalten ist ähnlich wie bei Kupfer - unschön, aber unbedenklich.
    .
    - Nickel:
    Soll aus z.B. optischen Gründen ein Anlaufen verhindert werden oder ist schlichtweg ein spiegelndes Finish gewünscht, kann das entsprechende Bauteil (z.B. die meisten Anschlüsse) vernickelt werden, was für einen dauerhaften, silbrigen Glanz sorgt.
    .
    - Lack:
    Alternativ werden z.B. die kupfernen Deckel von Watercool-Produkten mit Klarlack überzogen, um unschöner Oxidbildung vorzubeugen. Swiftech lackiert die Aluminiumdeckel einiger Produkte teilweise schwarz, was zusätzlich dem Korrosionsschutz dient (siehe 1.4)
    .
    - Aluminium:
    Alu ist billiger, leichter und lässt sich besser verarbeiten als Kupfer. Zudem verfügt es über eine gute Wärmeleitfähigkeit. In der Anfangszeit wurden einige Kühler komplett aus Aluminium gefertigt. Heutige Anforderungen an die Kühlleistung lassen das nur in seltenen Fällen zu, in denen wenig Leistung oder ein sehr niedriger Preis gefordert sind.
    Verwendung findet Aluminium deswegen vor allem in Halteelementen, Radiatoren oder Kühlerdeckeln.
    Ein Problem ist aber die Korrosion von Aluminium (siehe 1.4), weswegen die meisten Hersteller die Verwendung auf Abschnitte beschränken, die keinen direkten Kontakt zum Wasser haben.
    .
    - Edelstahl:
    Optisch ansprechend und korrosionsfest, vor allem aber sehr stabil ist Edelstahl eine beliebte Wahl für Halteplatten oder Radiatorrahmen. Aufgrund der schwierigen Bearbeitung ist er für andere Zwecke auch nur schwer einzusetzen.
    .
    - Plexi-/Acrylglas:
    Noch leichter, billiger und bearbeitungsfreundlicher als Aluminium, korrosionstechnisch unbedenklich und für viele Leute optisch ansprechend - für Wakühersteller ein interessantes Material für all die Teile, die keinen Bezug zur eigentlichen Kühlwirkung haben, z.B. Ausgleichsbehälter oder Deckel. Nachteilig ist die Materialqualität bei einigen sehr billigen Herstellern. Wird zu spröder Kunststoff verwendet, reißt das Material beim zu festen Einschrauben von Anschlüssen leicht ein.
    Auch Fälle, in denen nach einem Pumpenausfall so hohe Temperaturen erreicht wurde, dass sich das Plexiglas verformte und der Kühler undicht wurde gab es in der ferneren Vergangenheit. Hochwertige Hersteller achten auf solche Probleme, bei billigen Produkten von Firmen ohne Wakü-Erfahrung ist aber Vorsicht geboten, besonders wenn das Plexiglas Teil der Kühlerhalterung ist.
    Beim Reinigen bitte beachten: Plexiglas verträgt keine höherprozentigen Alkohollösungen.
    .
    - POM/Acetal/Delrin:
    Polyoxymethylen wird unter verschiedenen Namen verkauft. Der schwarze Kunststoff bietet die gleichen Vorteile wie Plexi-/Acrylglas, ist aber weniger spröde und hitzebeständiger, so dass bislang keine Fälle von unbeabsichtigter Beschädigung bekannt geworden sind. Zunehmend mehr Hersteller nutzen POM deswegen als vollwertigen Ersatz für Metall an allen Stellen, die keinen Einfluss auf die Kühlleistung haben.
    .
    -PVC/PUR/...: Siehe 6.4 Schläuche

    .
    1.4 Korrosion
    .
    Metallisches Aluminium bildet zusammen mit Kupfer in Wasser ein galvanisches Element. Die entstehende elektrochemische Korrosion verläuft vergleichsweise schnell (insbesondere wenn das Wasser leicht angesäuert ist) und endet erst, wenn sich das Aluminium vollständig aufgelöst hat. Nach spektakulären Fällen von durchkorrodierten Kühlern verzichteten einige Hersteller ganz auf Aluminium, andere führten Schutzmechanismen ein:
    .
    - Lackieren:
    Aluminiumdeckel haben keinen Einfluss auf die Kühlleistung und lassen sich somit problemlos lackieren. Es sind aber schon einige Fälle aufgetaucht, in denen die Lackierung nicht zuverlässig hält. Neben dem Verlust des Korrosionsschutzes führt das zu Partikeln im Kreislauf, die Kühler verstopfen.
    .
    - Verkupfern:
    Aluminium mit einer schützenden Kupferschicht zu überziehen ist vergleichsweise aufwendig und wurde bislang nur bei wenigen Kühlern praktiziert, um Gewicht einzusparen. Auch hier kam es zu Korrosionsproblemen in Folge kleiner Fertigungsfehler, wie sie selbst bei hochwertigen Herstellern passieren.
    .
    - Eloxieren:
    Was für metallisches Aluminium gilt, gilt nicht für oxidiertes. Überzieht man das Aluminium in einem elektrochemischen Verfahren mit einer Oxidschicht, ist es in reinem Wasser prinzipiell geschützt. Alle derzeitig erhältlichen Aluminiumkühler sind mit einer Eloxierung versehen. Allerdings gab es auch hier mehrere Fälle, in denen feine Kratzer oder andere Schäden einen Startpunkt für Korrosion boten.
    Das fatale: Aluminium oxidiert eigentlich auch von alleine, bildet dabei in Wasser aber einen gelartigen Übergangszustand. Dieser wird in einer Wasserkühlung weggespült, die Oxidation erst freischwebend vollendet. So entstehen Partikel, die in der Strömung als Schleifmittel wirken und die Eloxierung an anderen Stellen zusätzlich angreifen.
    .
    - Korrosionsschutzzusätze:
    Statt eine Schutzschicht dauerhaft aufzubringen, kann man auch Zusätze ins Wasser geben, die die Metalloberflächen passivieren sollen. Die genaue Zusammensetzung und Funktion halten die Hersteller geheim und unabhängige Langzeittests sind mir auch nicht bekannt - das gleiche kann man aber auch von Problemen sagen.
    Die Verwendung entsprechender Zusätze ist somit die einzige bewährte Methode, Korrosion zu verhindern und jedem zu empfehlen, der Bauteile aus Aluminium verwenden möchte. (Reine Kupferkreisläufe können auch profitieren, siehe nächster Abschnitt)

    .
    1.5 Die Füllung
    .
    "Wasserkühlung" sagt bereits das wichtigste. Aus Gründen der Reinheit und Leitfähigkeit nimmt man entionisiertes/entmineralisiertes Wasser, das in Super- und Baumärkten als "destilliertes Wasser" vermarktet wird. Echtes (bi)destilliertes Wasser ist natürlich auch möglich, bietet aber keinerlei Vorteile (siehe 1.7)
    Aufgrund der geringen Viskosität und hohen Wärmekapazität (und Ungiftigkeit und Verfügbarkeit und Preis und Dampfdruck und und...) ist Wasser das optimale Kühlmedium im PC-typischen Temperaturbereich. Die Wärmeleitfähigkeit spielt übrigens keine Rolle: Das Wasser fließt wesentlich schneller, als es je leiten könnte.
    .
    Wasserzusätze dienen somit nicht der Kühlleistung (verringern diese i.d.R. sogar), sondern zwei anderen Zwecken (die z.T. beide von einem Produkt erfüllt werden):
    .
    Optik
    Farbzusätze gibt es von diversen Herstellern, in diversen Farben, mit UV, … - der persönlichen Entfaltung sind keine Grenzen gesetzt. Allerdings haben viele Produkte Probleme mit Ausflockung oder Auskristallisation, was zu verstopften Kühlern führt. Ebenfalls sehr häufig ist eine dauerhafte Einfärbung der Schläuche. Der Farbeffekt im Wasser kann dagegen meist nicht mit den Bildern im Katalog mithalten, weswegen man vor dem Kauf unbedingt nach Erfahrungen anderer Nutzer suchen sollte.
    Alternativ kann man auch einfach farbige Schläuche verwenden, die all diese Probleme nicht kennen.
    .
    Korrosionsschutz
    Wie bereits erwähnt ist Korrosionsschutz bei Verwendung von Aluminium zwingend nötig, wenn man keine Schäden an den Kühlern riskieren will. Der Markt hat auch hier viele Produkte anzubieten, die beiden meist empfohlenen möchte ich extra ansprechen:
    .
    - "Innovatek Protect" ist eines der ältesten Präparate am Markt und somit dasjenige, welches die meisten guten Erfahrungen vorweisen kann - zumal es natürlich oft mit den Aluminiumkühlern der gleichen Marke verwendet wird. Aus diesem Grund ist es trotz des hohen Preises DIE Empfehlung für alle, die auf Alu nicht verzichten wollen.
    .
    "G48" ist an Tankstellen/in Baumärkten billig zu haben und eigentlich ein Frostschutz für Autokühlungen. Da auch dort Aluminium verbaut wird, sind Korosionsschutzmittel enthalten. Allerdings ist nicht sichergestellt, dass diese auch unter den Bedingungen einer PC-Kühlung optimal wirken. G48 wird deswegen bevorzugt von Leuten mit Kupferkreisläufen verwendet, die nur eine zusätzliche Sicherheit oder Schutz vor Biobefall haben wollen. Berichte über Ablagerungen sind, im Vergleich zur Zahl der G48-Nutzer, selten.
    Das speziell für Autos mit Aluminiummotoren entwickelte G30 findet im WaKü-Bereich erstaunlicherweise keine Beachtung.
    .
    Als dritter Grund für die Verwendung von Zusätzen wird zum Teil Biobefall genannt. Hierzu sei angemerkt, dass biologischer Sicht weder destilliertes Wasser noch die verwendeten Materialien in einer Wasserkühlung ausreichend Nährstoffe für das Wachstum von Mikroorganismen enthalten (im Gegenteil: Kupferionen, wie sie in geringem Maße freigesetzt werden, sind giftig für viele Organismen). Als Energiequelle kommen somit nur Verunreinigungen oder (Sonnen)Licht in Frage, die sich beide vermeiden lassen.
    Tatsächlich sind mir keine negativen Erfahrungen beim Betrieb von geschlossenen (Vollkupfer)Wasserkühlungskreisläufen in geschlossen Gehäusen/an schattigen Orten bekannt, wenn die Füllung nur aus destilliertem Wasser bestand (abgesehen von optischen Veränderungen - oxidiertes Kupfer in Plexiglaskühlern sieht unschön aus). Wer trotzdem Biozide einsetzen möchte, sollte auf mögliche Wechselwirkungen mit den Wasserkühlungkomponenten achten. Säuren können Korrosion beschleunigen oder überhaupt erst ermöglichen, Ethanol ist schädlich für Plexiglas.
    .
    Da Stoffe, die Organismen abtöten, das nicht nur in der Wakü tun, sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich auf die Entsorgung hingewiesen. Die meisten (alle?) erhältlichen Wasserzusätze dürfen nicht im Hausmüll oder gar WC/Ausguss entsorgt werden.

    .
    1.6 Die Wartung
    .
    Ist eine knappe Geschichte: Wasser nachfüllen, wenn zu wenig drin ist.
    .
    Da ein Wasserkühlungskreislauf normalerweise geschlossen ist, kann Wasser nur sehr langsam durch die Schläuche diffundieren - dieser Verlust muss alle paar Monate ausgeglichen werden (abhängig von der Größe des Ausgleichsbehälters).
    Ein vollständiger Wasserwechsel wird in Intervallen zwischen "alle 3 Monate" bis zu "nie" empfohlen - je nach dem, wen man fragt. Hersteller geben meist größere Zeiträume an. Theoretisch gibt es keinen Grund, warum die Füllung nach längerer Zeit "schlechter" werden sollte, allerdings liegen wenig Praxiserfahrungen mit hohen Laufzeiten vor - der durchschnittliche WaKü-Enthusiast ist einfach zu oft am basteln
    Zwingend erforderlich wird ein Durchspülen und Neubefüllen, wenn Verunreinigungen, z.B. Partikel im Kreislauf sind, die Kühler verstopfen.

    .
    1.7 Risiko bzw. "das Leck"
    .
    Anfänger haben oft ungeheure Angst davor, dass die Wakü undicht werden könnte. Andere Leute wiederum behaupten, mit destilliertem Wasser könnte gar nichts passieren. Was stimmt?
    .
    Eine Wasserkühlung ist prinzipiell dicht, bei einem Transport wird eher das Gewicht zum Problem. Sollte doch einmal Wasser austreten, dann meist wenig und aufgrund von (vermeidbaren) Fehlern bei der Montage - ein kleiner Tropfen an einem Anschluss ist der Elektronik aber auch egal. Damit Wasser auf die Hardware gelangt, muss schon ein grober Fehler vorliegen und selbst das ist noch keine Katastrophe - allerdings nicht wegen mangelnder Leitfähigkeit der Flüssigkeit:
    .
    Auch bidestilliertes hochreines µQ Wasser leitet in geringem Maße Strom, H2O selbst ist durch Autoprotolyse leitfähig. Investitionen in teures Reinstwasser sind somit theoretisch sinnlos und in der Praxis macht es sowieso keinen Unterschied: Staub beim Einfüllen oder schlichtweg der Kontakt mit Metalloberflächen lässt das Wasser wieder Ionen aufnehmen, die Leitfähigkeit steigt.
    Durch Verwendung von destilliertem Wasser liegt sie aber noch immer deutlich unter der von Leitungswasser und es gibt viele Berichte, in denen ein Wasseraustritt keinerlei bleibende Folgen hatte (meine -in dieser Hinsicht umfangreichen- Erfahrungen bestätigen das).
    .
    Wasserzusätze können das ändern. Z.T. haben sie keinen Effekt (PC Welt hat einmal demonstriert, wie ein PC nach einer 1-Liter-Dusche InnoProtect-Gemisch weiterläuft), z.T. wurden bei korrekt angemischten Farbzusätzen Leitfähigkeiten über der von Leitungswasser gemessen.
    .
    Kommt derartige Flüssigkeit auf die Hardware, sind Schäden natürlich wahrscheinlicher. (und Farbrückstände garantiert - imho ein weiterer Grund gegen buntes Wasser )
    Ganz ungeschützt ist die Hardware aber auch nicht:
    Die meisten Festplatten und Netzteile sind auf der Oberseite schlichtweg geschlossen. Platinen sind i.d.R. lackiert, so dass Wasser gar keinen Kontakt zu Leiterbahnen bekommt und die meisten Lötstellen gehören zu Bauteilen, an denen so niedrige Spannungen anliegen, dass nur Instabilitäten zu befürchten sind. Nach gründlicher Reinigung und Trocknung ist die meiste Hardware wieder einsatzbereit.
    .
    Natürlich ist es nie ganz auszuschließen, dass die 12V Zufuhr auf einmal mit der 1V-soll Versorgungsleitung des 500€ Prozessors kurzgeschlossen wird. Mit ein bißchen Vorsicht lassen sich solche Fälle aber vermeiden - für näheres siehe Schläuche und Anschlüsse


    2. Die Kühler

    Zeit, sich um die eigentlichen Komponenten zu kümmern. Kühler lassen sich nach zwei Kriterien aufteilen - "Zweck" und "Funktionsprinzip". Ersterer ergibt sich meist von selbst, auf letzteres gehe ich getrennt ein, da es bei der Wahl des optimalen Modells eine Rolle spielt.

    2.1 Kühlertypen
    .
    Kühler gibt es für alles mögliche - CPU, GPU, Grafikram, Grafikspannungswandler, Mainbordspannungswandler, RAM, Festplatten, Netzteile, Southbridge, Northbridge - selbst für Getränke, wobei das eher eine Warmhalteplatte ist , und natürlich gibt es auch Kühler, die mehrere Funktionen zeitgleich übernehmen. Da sich der Sinn der meisten Kühler von selbst erklärt, möchte ich nur ein paar diskusionswürdigere Aspekte hervorheben:

    2.1.1 Grafikkartenkühler:
    Für das Standardlayout nahezu jeder leistungsfähigeren Grafikkarte bringen diverse Hersteller Komplettkühler auf den Markt, die GPU, Speicher und Spannungswandler kühlen. Der Nachteil ist ersichtlich: Diese Kühler sind groß, schwer, teuer und aufgrund der Unterschiede zwischen den Generationen meist schnell veraltet.
    .
    Die Alternative ist eine Kombination aus günstigeren GPU-only Kühlern und Passiven Kühlern für den RAM. In einigen Fällen sind die Spannungswandler jedoch das K.O. Kriterium: Ohne starken Luftzug oder Wasser sind diese nicht immer ausreichend kühlbar, zumal viele Wasserkühlungsnutzer auch übertakten wollen. Zusätzlich gibt es teilweise Platzkonflikte zwischen den Anschlüssen der Kühler und den Passivkühlern auf dem Speicher.

    2.1.2 Festplattenkühler:
    Laut Google-Studie erreichen Festplatten bei 42°C ihre optimale Lebensdauer - das lässt sich problemlos mit einem langsam drehenden Lüfter erreichen. Je nach System sogar ohne.
    Einen Sinn haben Festplattenkühler somit erst dann, wenn die Festplatten zusätzlich isoliert, d.h. aus Lautstärkegründen in einer Dämmbox untergebracht werden. Das wiederum macht nur Sinn, wenn die Festplatten die lautesten Komponenten im System darstellen - für die meisten Nutzer sind Festplattenkühler deswegen sinnlos. (Den Silencern unter uns sei eine Google Suche nach "Bitumenbox" und die Überlegung, ob die Wassertemperatur in ihrem Kreislauf überhaupt zum "kühlen" reicht, nahegelegt)

    2.1.3 RAM-, Northbridge-, Southbridge-, Mainbord-Spannungswandlerkühler:
    Alle diese Bauteile haben eins gemeinsam: Ihnen reicht ein bißchen Luftbewegung und passive Kühlung, Spannungswandler brauchen im normalen Betrieb oft nicht einmal einen Kühlkörper. (Gigabyte hat öffentlich zugegeben, dass die SW-Kühlung des P35-DS4 nur existierte, weil die Kunden es so lieber kaufen, als die billigere DS3P Ausgabe ohne Kühler)
    .
    Ausgenommen sind:
    - Die Northbridge einiger High-End oder stark übertakteter Chipsätze. Bei diesen ist ein ausreichend leistungsfähiger Passivkühler zumindest nicht billiger als eine Wasserkühlung.
    - Die Southbridge vieler älterer Nvidia-Chipsätze (es handelt sich nämlich um den gleichen Chip, der auch als NF570 Northbridge eingesetzt wurde)
    - Einige Extreme RAM-Module mit sehr hohen Spannungen. Diese laufen mit zusätzlicher Kühlung stabiler, in der Regel ist aktive Belüftung aber die sinnvollere Lösung.
    .
    Ansonsten sind Wasserkühler für diese Bauteile eigentlich unnötig. Auf den meisten Boards müssen bei Umrüstung der Northbridgekühlung auch per Heatpipe angebundene Kühlkörper auf anderen Bauteilen entfernt werden. Insbesondere Nvidias NF200 PCIe-Switch sei hier erwähnt, da er aufgrund seiner geringen Fläche keinesfalls ohne Kühlkörper betrieben werden kann.
    .
    Zu beachten ist: Intels Single-Chip-Lösungen (PCH) aus der P55 und P67 Familie entsprechen in ihrem Funktionsumfang weitesgehend einer der früheren Southbridges (ICH??), nicht einer Northbriddge (IOH). Der Kühlungsbedarf ist entsprechend gering.

    .
    2.2 Funktionsprinzipien von Kühlern
    .
    Grob unterteilt findet man 3 Grundkonzepte von Kühlern in einschlägigen Diskussion. 3 weitere Prinzipien sind nur selten/gar nicht mehr anzutreffen. In ihrer Reinform sind sie nur noch selten anzutreffen, die Kenntniss der Vor- und Nachteile hilft jedoch bei der Interpretation von Testergebnissen und der Zusammenstellung eines stimmigen Kreislaufes.


    2.2.0 Background: Grenzschicht
    Strömt Wasser an einer Oberfläche entlang, bildet sich an der Grenze ein Geschwindigkeitsgradient. Unmittelbar an der Oberfläche steht das Wasser quasi, weiter außen strömt es ein bißchen schneller,... . Bis die Bewegung für einen effektiven Wärmetransport ausreicht, kann die Wärme nur mittels Wärmeleitung durch diese Schicht gelangen - und Wasser ist ein miserabler Wärmeleiter im Vergleich zu z.B. Kupfer. Eine Minimierung der Grenzschicht sorgt somit für eine spürbar bessere Kühlleistung. Da die Dicke der Schicht von der Fließgeschwindigkeit und von Turbulenzen abhängt, sind eine starke Strömung oder gezielte Verwirbelung beliebte Mechanismen zur Kühleroptimierung.


    2.2.1 Der Gleitschichtkühler:
    Dieser Kühlertyp besteht nur aus einer flachen Fläche. Eine Verbesserung der Kühlleistung wird höchstens mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit erreicht, die die Einflüsse der Grenzschicht minimiert. Dieses Prinzip findet sich heute nur noch im RAM-Bereich einiger Grafikkarten-Komplettkühler oder bei Mainboardkühlern, wo es sich zwangsläufig aus den Anforderungen an die Bauhöhe ergibt.

    2.2.2 Der Kernkühler:
    Kernkühler vergrößern die Oberfläche zur Wärmeabgabe, in dem das Wasser um einen (Kupfer)Kern strömen muss, der in die Kühlermitte ragt. Bei weiterentwickelten Modellen ist der Kern zusätzliche geschlitzt, mit Lamellen versehen,...
    .
    Diese Kühler wurden eine Zeitlang in großer Stückzahl angeboten, da sie auf einer Drehbank leicht zu fertigen und leistungsfähiger als Gleitschichtkühler sind. Die Leistung ist aus heutiger Sicht unzureichend und die wenigen Exemplare, die am Markt verbleiben, nutzen das Prinzip aus Designgründen.

    2.2.3 Der Kanalkühler:
    Hier wird die die Oberfläche durch einen langen, ggf. mehrfach gewundenen oder spiralförmig aufgewickelten Kanalvergrößert. Das Prinzip findet sich noch in sehr billigen Kühlern z.B. in einigen leistungsschwachen Einsteigersets. Aufgrund der äußeren Form basieren viele Spannungswandler- und RAM-Kühler auf diesem Prinzip, wofür die Leistung auch ausreichend ist.

    2.2.4 Der Feinstrukturkühler:
    Er ist in den meisten Fällen vom Kanalkühler abgeleitet, arbeitet aber mit einer Vielzahl paralleler Kanäle, oft durch feine Lamellen in der Bodenplatte gebildet. In seiner Reinform ist er aktuell bei verschiedenen Grafikkartenkühlern anzutreffen.

    2.2.5 Der Düsenkühler:
    Der Düsenkühler setzt auf gezielte Grenzschichtminimierung. Das Wasser wird durch eine Zwischenplatte mit feinen Löchern ("Düsen") geleitet. Der geringe Querschnitt führt zu einer Beschleunigung und das Wasser trifft mit einer hohen Geschwindigkeit auf die unter den Düsen liegende Kühlstruktur.
    .
    Dieser Aufbau hat zeitweilig die leistungsfähigsten Kühler hervorgebracht, war dank des geringen Materialaufwandes in einfacherer Fertigung aber auch in niedrigeren Preisklassen zu finden. Aufgrund des kleinflächigen, eher hohen Aufbaus kam das Prinzip fast nur für CPU-Kühler zum Einsatz. Aktuell sind noch einige Modelle in der Mittelklasse vertreten.
    .
    Aufgrund der feinen Düsen bieten Düsenkühler einen großen Widerstand und verlangen nach einer druckstarken Pumpe. Mehrere Düsenkühler in einem Kreislauf werden deswegen nur selten verwendet.

    2.2.6 Der High-Flowkühler:
    Das High-Flow-Konzept stammt direkt vom Gleichtschichtkühler ab und strebt einen möglichst geringen Widerstand an (hier wird also wieder Grenzschichtminimierung angestrebt). Die Kühler verfügen heutzutage über ein Pin-Muster, um zusätzlich die Oberfläche zu vergrößern.
    .
    High-Flow Kühler fordern auch vom restlichen System (Anschlüsse, Radiatoren, Schläuche) einen möglichst geringen Wiederstand und es werden durchsatzstarke Pumpen benötigt. Die resultierenden Einschränkungen bei Lautstärkereduzierung und Kühleranzahl haben das Konzept fast vollständig aus dem europäischen Markt verdrängt.
    .
    Abseits der CPU-Kühler finden vergleichbare Strukturen mit dem Ziel Verwendung, ausreichende Kühlleistung mit einem einfachen=billigen Aufbau zu realisieren, ohne andere Kühler im Kreislauf durch einen hohen Widerstand auszubremsen. Ein positiver Nebeneffekt ist die geringe Wahrscheinlichkeit von Verstopfungen.


    Die meisten erhältlichen Kühler kombinieren mehrere dieser Prinzipien. In den letzten Jahren hat sich inbesondere die Kombination aus einer Bodenplatte mit Feinstruktur und einer eng geschlitzte Zwischen-/Beschleunigerplatte bewährt (beispielsweise Watercool Heatkiller 3, EK Supreme HF, Aquacomputer Kryos).



    2.3 Weitere Eigenschaften von Kühlern
    .
    Neben der Kühlleistung und dem richtigen Verwendungszweck gilt es bei der Auswahl von Wasserkühlern noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten:
    .
    - Die Halterung:
    Genau wie bei Luftkühlern kann auch bei Wasserkühlern die Montage einfach oder fast unmöglich sein. Unterschiede im Anpressdruck können merklichen Einfluss auf die Kühlleistung haben, hier ist vor allem bei Halterungen ohne Federn vorsicht geboten, da sie dem Nutzer nur wenig Spielraum lassen.
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    - Kompatibilitätsprobleme:
    CPU-Wasserkühler haben extrem selten Kompatibilitätsprobleme mit Mainboards.
    Bei Grafikkartenkühlern ist jedoch zu achten, dass für ein bestimmtes (Referenz-)Layout entwickelt wurden. Für eigene PCB-Layouts der Hersteller, wie sie gerade in der oberen Mittelklasse häufig zu finden sind, gibt es teilweise gar keinen passenden Komplettkühler. Vor dem Kauf des Kühlers, besser noch vor dem Kauf der Karte, sollte also genau überprüft werden, um welches Layout es sich handelt (die zum Teil veralteten Bilder von Online-Shops sind hierfür nicht geeignet).
    Bei Mainboardkühlern ist die Kompatibilität im Gegenzug oft besser, als auf den ersten Blick angenommen. Die Mainboardhersteller verwenden immer wieder die gleichen Lochabstände und Kühlergrundrisse. Aufgrund der unüberschaubaren Marktvielfalt erfassen die Kompatibilitätslisten der Kühlerhersteller aber nicht alle Platinen - selber nachmessen kann sich auszahlen.
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    - Die Reinigung:
    Wie unter 1.6 angemerkt ist eine Wasserkühlung eigentlich wartungsarm. Kommt es aber doch zu einer Verunreinigung, sind es meist die feinen Strukturen in Kühlern, die als erste betroffen sind.
    High-Flow-Kühler sind naturgemäß seltener als Düsenkühler betroffen, allgemein sollte aber darauf geachtet werden, dass der Kühler zur Reinigung zerlegt werden kann - idealerweise ohne vollständigen Garantieverlust.
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    - Der Support:
    Gerade CPU-Kühler sind oft so flexibel und leistungsfähig, dass sie auch nach einem halben Jahrzehnt noch Verwendung finden können - vorrausgesetzt, der Hersteller bietet Halterungen an. Hier kann ein Blick auf die Zubehör-/Ersatzteilliste für ältere Produkte wertvolle Hinweise geben.


    3. Der Radiator

    Die Abgabe der Wärme an die Luft ist die zweitwichtigste Funktion in einer Wasserkühlung - der Auswahl des bzw. der Radiatoren kommt dementsprechend eine große Bedeutung zu.
    Aufgrund des ähnlichen Aufbaus lassen sich Radiatoren einfach nach Größenklassen einteilen:

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    3.1 Single, Dual, Triple. Manchmal Quad
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    Ähnlich wie bei Luftkühlungen verwenden Wasserkühlungen heutzutage primär 120mm und 140mm Lüfter. Exotischer sind Modelle mit 80, 92, 180 oder 200mm. Genau wie bei Luftkühlungen gilt auch hier: Fläche ist durch nichts zu ersetzen. Das heißt ein Dual 80 Radi ist naturgemäß nicht stärker, als ein Single 120 gleicher Bauart.
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    Zu beachten ist, dass die Umgangssprachliche Bezeichnung der Radiatoren nach aufaddierten Lüfterdurchmessern ("280er" = 140mm+140mm) nicht in gleichem Maße ansteigt, wie die eigentlich relevante Fläche. Auch ergeben sich unterschiedliche Werte je nach Lüfterdurchmesser. Ein "1080er" mit 9 120mm Lüftern kann auch mit 4 180mm Modellen bestückt werden und wäre dann ein "720er" - eine Bezeichnung, die auch für die Kombination aus zwei Triple-Radiatoren für 120mm verwendet werden könnte.
    Eigentlich müsste man das Quadrat der Durchmesser = die Fläche selbst aufaddieren. Aber "57600" (4x120) und "58800" (3x140) sind eher unhandliche Zahlen.
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    Da gute Luftkühler ähnliche Leistungen wie ein 120mm Single-Radi erreichen, setzt die Mehrheit der Wasserkühlungen mindestens auf ein Dual120/"240"er Modell, für mehrere Komponenten ist meist ein "Triple" Pflicht (siehe 1.1: Eine Wasserkühlung ist nur dann sinnvoll, wenn man ihre Vorteile auch nutzt.) Quad Radiatoren (480, 560) sind vergleichsweise selten, da für viele Gehäuse zu lang. Sollte mehr Kühlleistung benötigt werden (empfohlen wird meist einmal 120 mm oder äquivalent pro 75 bis 125 W TDP, je nach Lautstärke und Temperaturanspruch), kommen oft externe "Monster"radiatoren zum Einsatz:

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    3.2 "Monster"radiatoren
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    Obwohl der erste professionelle Vertreter dieser Klasse Aquacomputers EVO1800 für 15 120mm Lüfter war, wurde letztendlich der "MoRa" des Bastlers B@mbi namensgebend. Große Verbreitung fanden Radiatoren dieser Größe erst mit dem 9x120mm "Mora 2" (dann von Watercool). Der ursprüngliche MoRa hatte das Ziel, durch Vergrößerung bestehender Modelle einen Radiator zu schaffen, der für passiven Betrieb ausreicht.
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    Das Konzept ist bis heute beibehalten worden, der Anspruch ist aber mitlerweile ein anderer:
    Der Aufbau der meisten Ausführungen gleicht dem normaler, aktiver Radiatoren. Der Luftaustausch durch Konvektion und damit die Kühlleistung ist insbesondere bei vertikaler Montage an der Gehäusewand gering. Daher werden die Radiatoren aktiv eingesetzt (teilweise mit nur 4 oder 5 Lüftern) und bieten dann auch mit sehr schwachen, leisen Lüftern Leistung ohne Ende.
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    Aufgrund seines großen Lamellenabstandes etwas besser für den Passivbetrieb geeignet ist der Mora 3, der auch in einer Variante ohne Verkleidung erhältlich ist. Mit zwei Exemplaren wurde auch in vertikaler Position ausreichend Kühlleistung für einen aktuellen PC erreicht. Neben dem Einsatz mehrerer Exemplare empfiehlt sich beim Passivbetrieb derartiger Radiatoren aber die horizontale Montage.

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    3.3 Passivradiatoren
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    Nachdem klar wurde, dass ein Mora an der Seitenwand keine zufriedenstellende Passivkühlung ermöglicht, brachten die Firmen Innovatek und Cape die einander stark ähnelnden Konvekt-O-Matic (mitlerweile mehrfach weiterentwickelt) und Cora (heute als "HF" aus dem Hause Alphacool, dank des modularen Aufbaus beliebig skalierbar) auf den Markt.
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    Beiden gemeinsam ist das Grundprinzip: Ein Strangprofil bildet in der Mitte ein Rohr, durch dass das Wasser fließt und drum herum grobe, große Lamellen in Längsrichtung. Das Resultat ist ein Kühler, der im vertikalen Betrieb die Konvektion optimal ausnutzt und somit bestmögliche Kühlleistung im Passivbetrieb liefert.
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    Aber auch das ist bei aktuellen Oberklasse-Systemen nur für den Idle-Betrieb ausreichend. In Verbindung mit der Materialwahl (beide Hersteller verwenden Aluminium), dem für die gebotene Leistung eher hohen Preis und der Tatsache, dass ein komplett lüfterloses System aus anderen Gründen extrem aufwendig ist, finden diese Radiatoren nur wenige Liebhaber. Statt dessen werden konventionelle Radiatoren mit stark gedrosselten Lüftern bevorzugt.

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    3.4 Unterschiede zwischen Radiatortypen
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    Bisher wurde der Eindruck erweckt, Radiatoren unterscheiden sich nur in der Zahl der Lüfter. Tatsächlich ist der restliche Aufbau wenig variabel, aber es gibt zwei weitere Kriterien: Dicke und Lamellenabstand.
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    Beide beeinflussen die tatsächlich verfügbare Kühloberfläche, im Falle eines geringen Lamellenabstandes massiv zu Lasten des (Luft-)Widerstandes, im Falle der Dicke zu Lasten des Platzverbrauches, in geringem Maße des (Luft-)Widerstandes und oft zu Lasten des Preises.
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    In der Praxis kann ein Radiator mit geringem Luftwiederstand trotz geringer Oberfläche einen dickeren oder mit engeren Lamellen versehenen bei niedrigen Lüfterdrehzahlen (z.B. 600rpm) klar schlagen. Bei 1200rpm ist er aber ebenso klar unterlegen da hier die größere Oberfläche des andern Modells den Ausschlag gibt.
    Als Faustregel gilt, dass Radiatoren mit engen Lamellen stärkere Lüfter brauchen, um ihr Potential zu zeigen. Dickere Radiatoren sind bei gleichem Lamellenabstand und schwachen Lüftern meist nur minimal schlechter als baugleiche dünnere Modelle, legen dann bei starken Lüftern aber deutlicher zu.
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    Ein Sonderfall sind sehr dicke Radiatoren mit großem Lamellenabstand - ursprünglich von Thermochill und Feser (TFC) populär gemacht.
    Diese können z.T. Radiatoren der nächst höhere Klassen schlagen (Dual Thermochill schlägt Triple Black ICE bei langsam drehenden Lüftern) und sind ihren Größenkollegen in jeder Hinsicht vorraus: Mit starken Lüftern. Mit schwachen Lüftern. Beim Platzverbrauch.. Und natürlich beim Preis...

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    3.5 Montageoptionen
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    Der Platzverbrauch wurde schon mehrfach angesprochen und tatsächlich ist er bei der Wahl des Radiators oft das wichtigste Kriterium: Wenn man den Platz hat, ist ein günstiger Triple einfach die bessere Wahl, als ein teurer Dual, der mit Müh und Not die gleiche Leistung erreicht.
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    Im Laufe der Zeit haben sich folgende Montageoptionen herauskristallisiert:
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    - Unter dem Deckel: Der Klassiker, der aber genug Platz im Gehäuse erfordert - oft ist das Netzteil im Weg. Außerdem muss in den meisten Gehäusen ein Loch gesägt werden.
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    - Auf dem Deckel: Haben Radiator und Lüfter (oder einer von beiden) keinen Platz im Gehäuse, kann man sie auch von außen am Loch anbringen. Die Anordnung Lüfter->Gehäuseblech->Radiator (innen->außen) ist hierbei oft der beste Kompromiss zwischen dem fehlenden Platzangebot in einem Midi-Tower und Ansprüchen an die Optik
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    - Über dem Deckel: Reicht der Platz nicht mal aus, um Luft aus dem Gehäuse anzusaugen oder will man große Blecharbeiten vermeiden, können Radiator und Lüfter auch mit Abstand über dem Gehäuse positioniert werden.
    Nachteilig ist, dass die Lüfter so nicht zur Gehäuseentlüftung beitragen.
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    - Hochkant in der Front: Mit der zunehmenden Zahl von Gehäusen mit vielen 5,25" Schächten montieren immer mehr Leute den Radiator in eben diesen. Dabei gehen zwar extrem viele Laufwerksschächte verloren, aber es sind in meist keinerlei Blecharbeiten erforderlich.
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    - Unten im Gehäuse: Wenn das Gehäuse auf Füßen steht, können die "Deckel"-Optionen auch am anderen Ende angewandt werden, problematisch ist der Staubeintrag.
    Ein Sonderfall sind 2-Kammergehäuse mit einem getrennten Netzteil&Festplattenbereich. In diesem lassen sich Radiatoren liegend montieren, die durch die Seitenwand Luft ansaugen.
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    - Seitlich am Gehäuse: Ursprünglich nur für MoRas und passive Radiatoren verwendet, wird diese einfache Variante zunehmend auch für andere Radiatorgrößen entdeckt - mit optisch nicht immer überzeugendem Ergebniss.
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    - Unabhängig: Vollkommen Extern kann ein Radiator natürlich auch einfach neben dem Rechner stehen oder in einem Regal hängen (letzte Hoffnung für Passiv-Fans), Schnelltrennkupplungen ermöglichen dem eigentlichen Rechner einen Rest von Mobilität.
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    In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal auf die Möglichkeit hingewiesen, mehrere Radiatoren zu verwenden. Wenn man keinen Platz für einen Triple-Radiator hat, kann man die gleiche Oberfläche auch mit einer Kombination aus Single und Dual erreichen. Solange es die Be- oder Entlüftungsmöglichkeiten des Gehäuses zulassen, sollte man aber darauf achten, dass kein Radiator die Abluft des anderen ansaugt. Die Kühlleistung eines derartigen Sandwhichkonzeptes von zwei z.B. 240er Radiatoren entspricht in der Praxis nicht der eines 480ers, sondern eher der wesentlich niedrigeren eines extrem dicken 240ers. (siehe auch diesen Vergleichstest verschiedenster Sandwich-Konzepte)


    4. Die Pumpe

    Kein Kreislauf ohne etwas, dass ihn am laufen hält - die Pumpe ist sicherlich das Bauteil, dass die meisten Grabenkämpfe verursacht hat. Dabei sind die Eigenschaften (Förderhöhe und Pumpleistung, letzere ist fast egal) direkt vom Hersteller angegeben und der Markt überschaubar:

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    4.1 Andere Hersteller
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    Ein merkwürdiger Anfang - aber es kommen immer wieder neue Firmen an den Markt. Leider muss man sagen, dass im Laufe der Jahre ebensoviele wieder gegangen sind, nachdem sich ihre Produkte als unzureichend erwiesen. Vor allem die Lebensdauer der Lager hat sich als Schwachstelle erwiesen. Deswegen werden Hersteller, von denen noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen, an dieser Stelle nicht behandelt. (Aktuell z.B. die von EK und Phobya unter eigenem Label vertriebenen Pumpen des chinesischen Billigherstellers Jingway)

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    4.2 Hydor
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    Auch bei Pumpen dieser Marke gibt es einige schlechte Erfahrungen mit lauten Lagern oder Totalausfällen. Trotzdem oder gerade deswegen sind diese Pumpen im Vergleich zu ihrer Leistung so unverschämt billig, dass sie ihre Käufer finden.

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    4.3 Oase
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    Obwohl keine ernsthaften Probleme bekannt sind, konnten sich die von Alphacool als erste nicht-230V Modelle in den Markt eingeführten Pumpen der Firma Oase nie durchsetzen. Gründe dürfte der unverhältnissmäßig hohe Preis der kleineren Modelle und die hohe Lautstärke und z.T. aufwendigen Handhabe (24V Netzeil) der großen Modelle (die noch immer zu den stärksten überhaupt gehören) sein.

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    4.4 Laing
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    Laing hat als erster (und einziger) Hersteller eine Pumpe speziell für Wasserkühlungen entwickelt. Diese "Laing DDC" fand natürlich Aufmerksamkeit - nicht zuletzt dank der vergleichsweise großen Förderhöhe. Dazu kommt eine sehr kompakte Bauweise und dass native 12V Design.
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    Zum Endgültigen Durchbruch verhalfen ihr optisch ansprechende Plexiglas- "DDC Deckel" (von Watercool und kurze Zeit später Alphacool eingeführt, seitdem vielfach kopiert), die die Montage zum Kinderspiel machen und das einzige größere Manko -keine G1/4" Gewinde- beheben. Einige Nutzer berichten auch von einer geringeren Lautstärke mit alternativem Deckel. Die meisten DDCs werden mitlerweile direkt damit ge-/verkauft.
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    Heute stellt die Laing DDC und das stärkere Gegenstück DDC+ den einzigen, aber großen Konkurrenten für Eheim-basierte Pumpen da, denen sie eigentlich nur in Bezug auf die Lautstärke unterlegen sind. Vereinzelt werden auch D4 oder D5 Pumpen eingesetzt, vor allem für High-Flow-Systeme.
    Die Firmen Koolance und Swiftech vertreiben Laing Pumpen unter eigenem Namen.
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    Dank des nativen 12V Designs lassen sich Laings durch eine Drosselung der Spannung mit verringerter Leistung betreiben. Zum Anlaufen werden aber weiterhin hohe Spannungen benötigt und die benötigte Stromstärke liegt ebenfalls sehr hoch, so dass eine Lüftersteuerung in der Regel überfordert ist. Abhilfe schaffen Speziallösungen wie Aquacomputers PowerAdjust.
    Den meisten Berichten zu Folge ist eine Laing in gedrosseltem Zustand lauter, als eine Eheim1046 (12V Varianten mit erhöhtem Takt) mit gleicher Leistung.

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    4.5 Eheim basierte Pumpen
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    DIE Wahl der WaKü-Pioniere und bis heute stark am Markt vertreten, ist die Firma Eheim. Vor allem Leute, die mehr wert auf Lautstärke als Leistung legen, suchen sich ein Modell aus der großen Produktpalette:

    4.5.1 Eheim Compact/Station
    Klein, einfach, ausreichend stark (vergleichbar Eheim1046) und günstig wird die Eheim Compact quasi nur als "Eheim Station" gekauft, da sie nur als Tauchpumpe einsetzbar ist. Der getauchte Betrieb hilft hierbei auch, das endenziell etwas lautere Laufgeräusch des im Vergleich zu den großen Geschwistern einfacheren Lagers zu auf ein vergleichbares Niveau zu dämpfen.
    Der integrierte Ausgleichsbehälters sorgt für ein exzellentes Preis/Leistungsverhältniss.

    4.5.1 Eheim 1046
    Die "46er" (eigentlich "Eheim Universal 1046-790 230V") war die erste Pumpe, die in großem Stil für Wasserkühlungen verwendet wurde - und in Sachen Lautstärke und Haltbarkeit ist sie bis heute der Maßstab.
    Die Pumpe ist gelegentlich auch in einer 12V Ausführung mit externer Wandlerplatine erhältlich ("12V" heißt 12V Wechselstrom, man braucht also einen Wechselrichter zum Betrieb im PC).
    Bei der 230V Version ist auf den Zusatz "-790" oder auch "Vollkeramik" zu achten. Diese Verfügt über ein Lager, bei dem sowohl die Lagerbuchse im Rotor wie auch die Achse aus Keramik sind. Eine (meist) günstigere Variante mit Graphitrotor hat eine geringere Lebenserwartung.

    4.5.2 Eheim 1048, 1250,...
    Die großen Geschwister der 1046 wurden einige Zeit lang von Overclockern verwendet. Da sie aber merklich lauter, vibrationsstärker und teurer sind, wird heute die Laing DDC+ bevorzugt.

    4.5.3 Eheim 1046 12V basierte Pumpen
    Auf Basis der 46er 12V haben verschiedene Firmen eigene Produkte entwickelt. Die Wandlerplatine wurde in das Pumpengehäuse integriert (bei Innovatek mit Buckel), außerdem wird mehr Leistung und eine größere Laufruhe bzw. der Wegfall eines "50Hz Brummens" versprochen. (weil "mit nativen 12V gearbeitet wird", tatsächlich vibriert die Eheim 1046 mit den 50Hz ihres Antriebes)
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    Unerwähnt bleibt allerdings, dass die zugrunde legende 12V Version der Pumpe auch mit Wechselstrom arbeitet (halt AC 12V) und die Pumpen somit genauso virbrieren, aufgrund der höheren Frequenz aber nicht mit 50Hz. Tests waren bislang nicht in der Lage, einen signifikanten Lautstärkeunterschied bei gleicher Stärke nachzuweisen.
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    Dafür bieten die Pumpen die Möglichkeit, die Frequenz des Wechselstroms und damit Drehzahl und Leistung der Pumpe zu verändern. Das macht auch den Hauptunterschied zwischen den Modellen aus:
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    - Innovatek HPPS+
    Es stehen ein Silent, Standard und Powermodus zur Auswahl (55, 66 und 72Hz). Diese müssen bei Bestellung ausgewählt werden, für eine nachträgliche Änderung sind (leichte) Lötarbeiten erforderlich.
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    - Eheim 1046-Watercool Edition 12Volt
    Die Pumpe lässt sich mit einem Potentiometer in der Rückseite zwischen 40 und 80Hz regeln.
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    - Aquacomputer AquastreamXT
    Der Regelbereich liegt zwischen 45 und 100Hz (wobei 94Hz als typisches Maximum angegeben werden), die Ansteuerung erfolgt per USB und Software. Die teureren Varianten Advancend und Ultra bieten zusätzlich Funktionen einer einfachen Lüftersteuerung.

    4.5.4 Weitere Eheim Pumpen
    Innovatek bietet zusätzlich die HPPS i an, die eine höhere Leistung als die normale HPPS liefert, und die Eheim-basierte PCPS mit integriertem AGB an. Mit beiden Pumpen liegen keine/kaum Erfahrungen vor, von letzterer ist nicht einmal die zugrundeliegende Technik bekannt.

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    4.6 XSPC
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    Die Pumpstation von XSPC erfreut sich seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit. Sie ist zwar tendenziell lauter und nicht wesentlich stärker, aber meist billiger als die ähnlich konzipierte Eheim Station. Negative Erfahrungen mit der Haltbarkeit liegen noch keine vor.
    Die 5,25" Lösungen sind, aufgrund fehlender Entkopplungsmöglichkeiten, jedoch nicht zu empfehlen.

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    4.7 Die richtige Pumpenwahl
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    OK: ganz so übersichtlich ist der Markt auf den ersten Blick doch nicht, aber auf den zweiten:

    Der primäre Nachteil von 230V Pumpen ist, dass man eine Master-Slave oder Schaltsteckdose verwenden muss, da man sonst garantiert mal das Einschalten vergisst. (was aber auch keine Katastrophe ist, die Temperaturen steigen langsam)
    Die 12V Pumpen sind beim Befüllen des Systems im Nachteil - um sie zum laufen zu bringen müssen zwei Pins am Netzteilstecker überbrückt werden, vorher das komplette System vom Netzteil getrennt werden. (Damit es nicht ungekühlt startet)
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    Beides sind keine wirklich großen Probleme, weswegen in den meisten Fällen zwei eigentlich unabhängige Faktoren den Ausschlag geben:
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    - Das externe Kabel bei 230V Pumpen
    - Die Features/Mehrleistung einiger 12V Pumpen

    Die Leistung wird allgemein überbewertet. Viele Tests zeigen, dass der Unterschied zwischen einer "schwachen" 1046 und einer "starken" Laing DDC zwar z.T. 80% und mehr beim Durchfluss aber selbst bei extremen Düsenkühlern nicht mehr als 3-4K in der Temperatur ausmacht.
    Bei weniger pumpenabhängigen Kühlern liegen die Temperaturänderungen z.T. innerhalb der Messgenauigkeit und aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten, dass selbst eine Verstopfung, die den (ohnehin schon niedrigen) Durchfluss auf 1/3 absenkt, keine Temperaturprobleme nach sich ziehen muss. Die Antwort auf die allseits beliebte Frage "Reicht (meine) Pumpe XYZ für ABC?" lautet in allen Fällen "Ja".
    .
    Bei der Ausstattung muss letzten Endes jeder selbst wissen, was er braucht - pumpen tun sie alle.

    Ein paar konkrete Empfehlungen:
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    - Wem das letzte 1/10 Grad zusätzliche Lautstärke wert ist, dem sei die Laing DDC+ empfohlen. (alternativ lässt sich die DDC zur DDC+ modden und damit Geld sparen)
    .
    - Wer schlichtweg nicht genug Platz für eine Eheim hat, der nimmt die normale DDC
    .
    - Wer mit dem zusätzlichen Kabel leben kann und "nur" eine Pumpe will, der nimmt die Eheim Station oder die 1046 in der 230V Version (je nach dem, ob ein seperater Ausgleichsbehälter gewünscht ist)
    .
    - Wer 12V und geringe Lautstärke will, muss anhand der Features zwischen HPPS+, Watercool-Edition und AquastreamXT entscheiden. (dabei den Lieferumfang beachten, der Preisunterschiede kompensieren kann))
    .
    -Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt die AquastreamXT. Die ist zwar die teuerste, kann im Zweifelsfall aber fast alles.
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    -Wer eine halbe Lüftersteuerung will, nimmt die AquastreamXT Ultra
    Geändert von ruyven_macaran (21.02.2012 um 18:12 Uhr)
    neflE und septimus7 gefällt dieser Beitrag.
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    Verkaufs- & Suchthread (updated 07.03.12)

    [Langzeittagebuch]Vom Flugzeug zum 0db-Wakü-PC; 31.8.11: Stufe 4.0 Fanless

  3. #3
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    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Wasserkühlungsguide Stand 1.11.08

    5. Der Ausgleichsbehälter

    5.1 Aufgabe
    .
    Ein AGB ist nicht zwingend nötig, kann in einer Wasserkühlung aber 3 Funktionen erfüllen:
    .
    - Ausgleich von Füllstandsschwankungen
    Z.B. durch Erwärmung/Abkühlung aber natürlich auch durch langsames Verdunsten (Wasser diffundiert durch die Schläuche) ändert sich der Füllstand einer Wasserkühlung. In den meisten Fällen würde die Elastizität der Schläuche für einen Ausgleich ausreichen.
    .
    -Erleichterung des Befüllens
    Der AGB stellt eine bequeme Einfüllöffnung zur Verfügung. Alternativ kann man auch das offene Ende eines T-Stücks in Kombination mit einem Trichter oder einem sogenannten "Fillport" verwenden, fehlende Entweichmöglichkeiten für die noch im System befindliche Luft sind aber ein Problem.
    .
    -Entlüften des Systems
    Um den Kreislauf vollständig zu füllen, muss die Luft raus. Im verwinkelten Inneren von Radiatoren und Kühlern können sich aber immer ein paar Luftblasen halten, die ggf. erst Stunden oder Tage später herauskommen. In der Pumpe führen sie dann zu deutlicher Geräuschentwicklung, in einem Kühler ggf. zu Leistungseinbußen.
    Unter den relativ ruhigen Bedingungen eines AGBs können sie sich dagegen sammeln und absetzen.

    .
    5.2 Auswahl
    .
    AGBs gibt es in den verschiedensten Formen und Größen.
    Bei einem Bauteil, dass man sogar weglassen kann, gibt es natürlich keine optimale Variante. Erlaubt ist, was gefällt. Zu beachtende Faktoren wären:
    .
    - Aufsteck-/AufsatzAGBs passen natürlich nur auf die entsprechende Eheim1046 bzw. Laing DDC
    .
    -Bei Verwendung sehr starker Pumpen (z.B. Laing DDC+) und kleinen AGBs mit nah beeinander liegenden, baulich nicht getrennten Ein- und Auslässen (z.B. viele Laing-AufsatzAGBs) kann es passieren, dass Luftblasen direkt wieder angesaugt werden oder sich sogar ein Strudel bildet. Die Entlüftungsfunktion ist dann natürlich nicht mehr gegeben.
    .
    -Ein größerer AGB kann einen größeren Wasserverlust ausgleichen.
    Bei typischen Kreislaufvolumen von ein einigen 100ml sind 2l Ausführungen aber sicherlich überdimensioniert.


    6. Anschlüsse und Schläuche

    Eng miteinander verknüpft ist die Wahl des Schlauches und des passenden Anschlusses. Man unterscheidet sogenannte Tüllen-, Verschraubungs/Schraub- und Plug&Cool/Legris-Anschlüsse, wobei natürlich alle 3 Typen in den Kühler/Radiator/... eingeschraubt werden. Hier hat sich das G1/4" Gewinde durchgesetzt, vereinzelt findet sich aber auch noch das kleinere G1/8" und das größere G3/8".
    Zu beachten ist, dass gerade Firmen aus dem anglo-amerikanischen Raum auch die Schlauchgröße in Zoll (") angeben, " 3/8" Anschluss" muss also kein G3/8" Gewinde meinen.
    .
    Ein Sonderfall stellen Mikrosysteme dar, die einige Hersteller für die Kühlung kleiner Komponenten (z.B. RAM, Spannungswandler) entwickelt, mitlerweile aber größtenteils wieder aus dem Programm genommen haben. Aufgrund der geringen Abmessungen kommen hier feste Tüllen oder M5 Gewinde zum Einsatz.
    .
    Weitere Gewindetypen finden sich insbesondere bei Strömungsmessern (zur Zeit max. G1/2"), Verschlussdeckeln (z.B. 1" oder 3/8") und Pumpen. (in Eheim basierten Pumpen findet sich z.B. oft ein 1/8" Gewinde am Auslass, dessen Dichtungsfläche und Länge aber nicht zu normalen 1/8" Gewinden kompatibel ist und einen passenden Adapter erfodert). Hier kommen auch gelegentlich Außengewinde (AG) statt der üblichen Innengewinde (IG) zum Einsatz. Die Anschlüsse müssen dann ihrerseit ein Innengewinde ("IG" oder "für AG") haben.
    .
    Zu guter letzt spielt die Länge des Gewindes eine Rolle. Einige Hersteller verwenden in ihren Kühlern und insbesondere in Adaptern sehr kurze Gewinde, die nur wenige Millimeter tief sind. Anschlüsse, die über mehr Windungen verfügen, lassen sich dann nicht so weit einschrauben, dass der O-Ring abdichtet. Abhilfe schaffen Distanzringe oder dickere O-Ringe.
    Generell gilt hierbei, dass ein (zu großer) O-Ring, der auf der Außenseite nicht geführt wird über ein zu kleine Auflagefläche am Anschluss rutschen kann, wenn der Anschluss fest angezogen wird.

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    6.1 Plug&Cool
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    Plug&Cool Anschlüsse, auch Legris genannt, dichten den Schlauch auf der Außenseite ab.
    Damit das klappt, muss der Schlauch exakt rund sein, weswegen nur harte PUR-Schläuche in Frage kommen. Auch bei diesen muss darauf geachtet werden, dass der Schlauch nicht zu stark zur Seite gezogen und dabei verformt wird oder schräg im Anschluss sitzt. In beiden Fällen wären Undichtigkeiten die Folge. Diese Anforderungen erschweren das Verlegen von Schläuchen bei Plug&Cool Systemen deutlich, weswegen das System kaum noch Liebhaber findet.
    Von Vorteil ist, dass der Innendurchmesser des Schlauches keine Rolle spielt, es im Anschluss zu keiner Querschnittsverengung kommt, (andere Anschlüsse müssen in den Schlauch hineinpassen, sind somit auf der Innenseite enger) und dass alles abgedichtet wird, dass ausreichend rund und hart ist - einschließlich Rohren.

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    6.2 Tüllen
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    Im Falle von Tüllenanschlüssen wird der Schlauch einfach drüber gesteckt und dabei gedehnt, was zu einer guten Abdichtung führt. Einige Tüllen sind zusätzlich leicht konisch oder/und strukturiert, um den Effekt zu verstärken. Zur Sicherung werden Kabelbinder oder eine Schlauchschellen verwendet.
    .
    Ein Sonderfall sind sogenannte "Perfect Seal"-Tüllen. Hier liegt der Schlauch großflächig auf der unstrukturierten Außenseite auf. Da der Durchmesser größer ist, als angegeben, reicht die Haftreibung nach den Berichten vieler Nutzer für einen sicheren Halt aus. Soll der Schlauch einmal entfernt werden, oft der Einsatz von Messern nötig. Umgekehrt wird zur Schonung der Hardware empfohlen, den Schlauch vor dem Aufstecken in einem Wasserbad warm und elastisch zu machen.
    Anm.: Unter der "PS"-Bezeichnung sind derzeit mindestens zwei Typen von Tüllen erhältlich, die aber ähnliche Eigenschaften aufweisen.
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    Vorteil aller Tüllen ist, dass der Außendurchmesser des Schlauches keine Rolle spielt. Außerdem ist die Herstellung sehr einfach, weswegen Tüllen für die meisten Schlauchgrößen günstig verfügbar sind. Das Material der Schläuche spielt ebenfalls keine Rolle.

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    6.3 Verschraubungen
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    Die beliebtesten Anschlüsse sind Verschraubungen. Hierbei handelt es sich prinzipiell um kleine Tüllen, die zusätzlich über ein Gewinde verfügen. Auf dieses lässt sich eine Überwurfmutter schrauben, die den Schlauch fest eingeklemmt.
    Bei der Wahl der Anschlüsse muss also sowohl der Innen- wie auch der Außendurchmesser des Schlauches beachtet werden. (Abweichungen bis 0,5mm sind meist kein Problem)
    Vorteil von Verschraubungen ist neben dem sehr guten Halt bei gleichzeitig guter Lösbarkeit auch die geringere Länge. Bei der Montage von Schläuchen kann es hilfreich sein, diese auf der Außenseite zu befeuchten, um ein Mitdrehen beim Festziehen der Überwurfmutter zu erschweren.

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    6.4 Schläuche
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    Mit der Entscheidung für Plug&Cool steht das Schlauchmaterial bereits fest, bei Tüllen und Verschraubungen hat man dagegen ein bißchen mehr Auswahl. Schläuche aus Silikon oder Gummi sind aufgrund ihrer Eigenschaften (zu weich, hohe Diffusionsrate) nicht mehr am Markt zu finden, aber es gibt ein reichhaltiges Angebot an PVC-Schläuchen.
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    Das wichtigste Kriterium ist natürlich die Größe: Das lange Zeit übliche Format mit 8mm Innen- und 10mm Außendurchmesser ("8/10", "10/8" bzw. "8x1") wurde vollständig von 8/11 und 10/16 verdrängt. Der Grund ist die hohe Knickempfindlickeit von dünnwandigem PVC (1mm Wandstärke relativ zu 8mm Innendurchmesser). Auch 10/13 oder 13/16 finden aus diesem Grund kaum noch Freunde.
    Die großen Formate werden aus optischen Gründen eingesetzt, ein Leistungsvorteil von 10mm Innendurchmesser gegenüber 8mm wird nur selten gemessen. Bei Schläuchen mit einem Außendurchmesser von 16mm und größer kommt es gehäuft zu Platzproblemen aufgrund des großen Durchmessers der Anschlüsse, was die Verwendung von Tüllen erzwingt.
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    Ein zweiter Faktor kann die Qualität/Marke/Material sein.
    PVC an sich ist ein relativ harter, spröder Kunststoff. Für den Einsatz als flexibler Schlauch wird er mit Weichmachern versehen, das heißt PVC Schläuche gleicher Abmessungen können unterschiedliche Eigenschaften haben. Als besonders hochwertig (zumindest -preisig) gelten Schläuche von Saint-Gobain, die unter dem Markennamen "Tygon" vertrieben werden. Bei den in Wasserkühlungsshops angebotenen Versionen handelt es sich in aller Regel um PVC-Derivate. Auch die Firma Masterkleer vertreibt PVC unter eigenem Namen.
    Diesen Schläuchen werden wahlweise engere Biegeradien, Unempfindlichkeit gegenüber Verfärbungen oder anhaltende Klarheit nachgesagt (PVC kann mit der Zeit trüb werden), allerdings sind keine eindeutigen Testergebnisse zu diesen Fragen bekannt und Erfahrungen zum Teil wiedersprüchlich.
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    "Farben" spricht ein drittes Kriterium an: Schläuche sind in verschiedenen Farbtönen und mit UV-Effekt erhältlich. Hiermit lassen sich deutlich intensivere Farben als mit Wasserzusätzen erreichen.


    7. Verkaufsarten & Bezugsquellen

    Wasserkühlungsartikel sind in verschiedener Form aus verschiedenen Quellen erhältlich.

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    7.1 Komplettsets von Luftkühlerherstellern
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    Eine große Marktpräsenz haben Sets, die von klassischen Luftkühlungsherstellern vertrieben werden (Thermaltake, Zalman). Diese sind bei nahezu allen größeren Online-Shops erhältlich.
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    Allerdings konnte in der Vergangenheit kaum ein Set überzeugen. Die meisten weisen Defizite bei der Materialwahl, der Kühlleistung, der Verarbeitung oder der Qualität der Pumpe auf und die wenigen akzeptablen Sets haben einen Preis, der merklich über vergleichbaren Angeboten reiner Wasserkühlungshersteller liegt.
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    Vorsicht ist insbesondere bei sehr kompakten, billigen Angeboten angesagt. Diese bieten oft nur wenig bessere (oder gar schlechtere) Kühlleistung, als gute Luftkühler. Aufgrund der minderwertigen Pumpe lässt sich die Mehrleistung nicht einmal in geringere Lautstärke umsetzen - die minderwertige Pumpe übertönt die Lüfter.
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    Als Einstiegspaket sind solche Sets ebenfalls ungeeignet. Zum einen macht es bei Nutzungsdauern von vielen Jahren im Wakübereich wenig Sinn, erstmal etwas billiges zu kaufen. Zum anderen verwenden die Hersteller für ihre Komplettsets oft ungewöhnliche Anschlüsse, so dass eine Aufrüstung kompliziert wird.

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    7.2 Komplettsets von Wasserkühlungsprofis
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    Viele Wasserkühlungshändler und auch einige -hersteller (Liste) bieten Zusammenstellungen aus Komponenten an, die sonst auch einzeln verkauft werden. Qualität und Leistung schwanken zwar je nach Set, aber das Preis/Leistungsverhälniss ist meist akzeptabel, die Erweiterbarkeit ist gegeben und es kommen keine minderwertigen Komponenten zum Einsatz.
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    Die Preisersparniss ist aber oft klein und wenn wer noch eine Komponente austauschen möchte, sollte vorher genau durchrechnen, ob eine eigene Zusammenstellung nicht billiger kommt.

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    7.3 Eigene Zusammenstellungen
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    Der umständlichste, aber meist zufriedenstellenste Weg zu einer Wasserkühlung ist eine individuelle Zusammenstellung. Das Wissen dafür liefert z.B. dieser Guide hier. Als Bezugsquelle kommen die erwähnten Shops in Frage.
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    Für einen ersten Überblick sei das große Sortiment von Aquatuning.de beim Namen genannt. Bei der eigentlichen Bestellung sollte man aber aufmerksam Preise vergleichen. Gerade wenn ein Großteil der Komponenten von einem bestimmten Hersteller stammt, lohnt sich auch ein Blick auf dessen Website - die meisten Hersteller unterhalten eigene Shops. Diese sind zwar nicht unbedingt billiger, aber der Support ist i.d.R. besser und direkter, als bei einem Händler.

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    7.4 All-in-One
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    Es gibt drei Ansätze, (möglichst) alle Komponenten einer Wasserkühlung in einem Gehäuse zu vereinen und dem Kunden die Montage so leicht wie möglich zu machen:
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    - Einige Hersteller vertreiben Mini-Waküs, die nicht größer als ein herkömmlicher Luftkühler sind und komplett auf der CPU oder als zusätzliche Steckkarte neben einer Grafikkarte montiert werden. Wie in 3.1 beschrieben können solch kompakte Lösungen gar keinen Sinn machen.
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    - Die nächst größere Variante teilt alle Komponenten auf zwei, oft dauerhaft verbundene, Einheiten auf. Die Pumpe wird wahlweise über einen Hilfsrahmen an den Radiator gekoppelt, mit diesem in einen 5,25" Einschub integriert oder in den CPU-Kühler integriert. Auch hier ist zu wenig Platz vorhanden, um große Luftkühler deutlich zu schlagen. Hochwertige Ausführungen sind somit eine interessante Alternative, wenn High-End-Luftkühler aus Platz- oder Gewichtsgründen nicht möglich sind, aber man erhält keine "vollwertige" Wakü. Einige Leute stufen diese Lösungen deswegen seperat als "Flüssigkeitskühlung" ein. (siehe auch [Sammelthread & FAQ] Kompaktkühlungen)
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    - Externe Lösungen, die Radiator, Pumpe und AGB in einem Gehäuse unterbringen:
    Diese Variante wurde zuerst von Luftkühlungsherstellern als praktischere Form der unter 7.1 erwähnten Sets eingeführt - mit den gleichen Nachteilen.
    Mitlerweile haben professionelle Wasserkühlungshersteller nachgezogen und mit dem Aquacomputer Aquaduct bzw. Watercool HT Fusion finden sich zwei sehr hochwertige Produkte am Markt. Als Bezugsquelle bietet sich ganz klar der Hersteller selbst an, da der Käufer zusätzlich nur noch einen Kühlkörper benötigt. Die Nachteile hochwertiger Sets gelten entsprechend, die Preise fallen aber oft noch deutlich höher aus.

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    7.5 eBay&Co
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    Eine billige Alternative ist der Gebrauchtkauf, z.B. in Foren oder bei eBay. Das Angebot zu einem einzelnen Zeitpunkt ist zwar eher klein, aber gebrauchte Kühler werden oft für 1/3 bis 1/10 des Neupreises verkauft.
    Da Kühler und Radiatoren keinem Alterungsprozess unterliegen, ist nach einer gründlichen Reinigung oft kein Unterschied zu Neuware mehr spürbar. Vorsicht ist nur bei Angeboten aus Aluminium geboten, da man nie weiß, wie gut der Korrosionsschutz beim Vorgänger war. (siehe 1.4)

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    7.6 Basteln & Eigenbau
    .
    Wenig Beachtung findet die Option des Eigenbaus.
    Gerade Ausgleichsbehälter sind nichts weiter als ein Kunststoffgefäß mit 2 G1/4" Gewinden und einem wasserdichten Deckel. Wasserdicht verschließbare Gefäße führt jeder Supermarkt, G1/4" IG (zum z.B. einkleben) gibt es in Form von G3/8"auf G1/4" Adaptern in den meisten Baumärkten im Gaszubehör, alternativ sind G1/4" Gewindebohrer und passende Kernbohrer bei einigen Wasserkühlungshändlern und im Werkzeughandel erhältlich.
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    Als Radiator eignet sich prinzipiell alles, was eine ausreichend große Oberfläche hat. 50l Fässer, wie in den Anfangstagen der Wakübastelei, sind nicht mehr ganz ausreichend, aber z.B. Auto- oder Klimaradiatoren bleiben ein billiger Anlaufpunkt für alle, die von einem Passivsystem träumen. Zu beachten ist auch hier die Korrosionsproblematik. Insbesondere bei Heizkörpern sind Filter empfehlenswert, um ein Verstopfen feiner Wasserkühler durch Rostpartikel zu verhindern. (Auch hohe Konzentrationen von Korrosionsschutzmitteln bieten hier keinen hundertprozigen Schutz.)
    .
    Kühlkörper in Eigenbau sind unterdessen nur noch für den Bastelspaß oder für Spezialanwendungen von Interesse. Die Leistung eines kommerziellen CPU- oder Grafikkartenkühlers ist für einen Heimwerker dagegen nicht erreichbar.


    8. Zusammen- und Einbau

    Nachdem nun alle Komponenten und ihr Umfeld bekannt und gekauft sind, muss noch ein System draus werden.
    (wem nur-Text zu dröge ist, der findet die wichtigsten Punkte auch in CoXxOnEs bebilderten HowTo)

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    8.1 Reinigung
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    Vor dem Zusammenbau ist es allgemein zu empfehlen, das Innere der Komponenten zu reinigen/spülen, da z. T. noch Rückstände von Produktionsmitteln enthalten sind. Besitzer von tauchfähigen Pumpen (Hydor, Eheim 230V) können einfach einen Behelfskreislauf mit einem Eimer aufbauen, allen anderen sei zu Badewanne, Schlauch und Wasserhahn geraten. Kühlkörper lassen sich zur Reinigung auch einfach auseinandernehmen (siehe 2.3, Garantiebestimmungen beachten).
    Bei Reinigungszusätzen ist Vorsicht geboten. Reiniger, deren Wirkung auf Sauerstoff/Oxidation oder Säure ("Citrus", "Essig") basiert, können insbesondere Aluminium leicht angreifen, aber bei längerer Einwirkzeit auch Kupfer anlösen oder zu elektrochemischer Korrosion zwischen eigentlich unbedenklichen Metallen führen (siehe auch 1.4 Korrosion). Auch Kunststoffe können geschädigt werden, beispielsweise reagiert Plexiglas empfindlich auf Ethanol.
    Für die Reinigung von Radiatoren sei in jedem Fall ein fettlösender Reiniger empfohlen, da diese oft Reste von Lötfett enthalten. (siehe auch [HowTo]Wasserkühlung reinigen)

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    8.2 Radiator
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    Einbaupositionen wurden bereits unter Montageoptionen behandelt, deswegen hier nur zwei kleine Tipps:
    - Große, schwere Radiatoren an der Seitenwand können große Kräfte ausüben. Bei Gehäusen mit dünnwandigen Seitenteilen muss die Befestigung gegebenenfalls verstärkt werden, um Beulen zu verhindern.
    - Zur Montage über dem Deckel kann man spezielle Abstandshalter oder Halterungen kaufen, lange Schrauben/Gewindestangen und Muttern oder Rohrstückchen gehen aber auch.

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    8.3 Die Kühlkörper
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    Wasserkühler werden genauso montiert, wie Luftkühler - die Montage ist oft sogar einfacher, da die Kühler nicht so unhandlich sind.
    Wichtig: Bei Grafikkartenkomplettkühler muss darauf geachtet werden, ob Spannungswandler und RAM mit Wärmeleitpads oder Wärmeleitpaste versehen werden sollen. Das macht einen Höhenunterschied von 0,5-1,5mm aus und im schlimmsten Falle werden einige Komponenten gar nicht gekühlt, weil andere Komponenten in der Umgebung eine zu dicke Auflage haben.

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    8.4 Die Pumpe und der Ausgleichsbehälter
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    Die Position von Pumpe und AGB kann frei gewählt werden.
    Wichtig ist nur, dass das Wasser allein durch Schwerkraft aus dem AGB in die Pumpe fließen kann (siehe 8.5) bzw. dass die Kombination aus Pumpe & AGB zum befüllen bequem zugänglich ist.
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    Bei der Halterung der Pumpe sollte unbedingt auf gute Entkopplung geachtet werden, da alle Modelle stark bis sehr stark virbrieren. Trotz relativ guter Retail-Produkte ist die beste Lösung hierfür immer noch das Shoggy-Sandwhich. Auch die Verschlauchung in Pumpennähe muss bei der Entkopplung berücksichtigt werden. Berührt ein von der Pumpe kommender oder zur Pumpe führender Schlauch nach wenigen cm die Gehäusewand oder endet an einem am Gehause verschraubten AGB, so können auch auf diesem Wege Vibrationen übertragen werden.

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    8.5 Die Verschlauchung
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    Auch hier gilt "Erlaubt ist, was gefällt (bzw. einfach zu realisieren)". Solange der Schlauch nicht knickt, funktioniert der Kreislauf. Auch die Reihenfolge der Komponenten spielt keine Rolle, da sich die Wassertemperatur in den meisten Kreisläufen an verschiedenen Stellen um nicht mehr als 2°C unterscheidet.
    Ausgenommen hiervon sind lediglich drei Dinge:
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    - Der AGB muss direkt vor der Pumpe kommen, der Wasserspiegel in ihm muss sich oberhalb der selbigen befinden. Grund: Kreiselpumpen sind nicht selbst-ansaugend, das Wasser muss beim Befüllen also allein durch Schwerkraft bis in die Pumpe laufen. (Ist der Kreislauf erst gefüllt, kann die Position des AGBs geändert werden)
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    - Im Interesse einer zügigen Entlüftung empfiehlt es sich, nicht zu oft von oben nach unten zu gehen. An jedem "Hochpunkt" kann sich Luft sammeln, die dann mit dem Wasserstrom abwärts transportiert werden muss.
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    - Wasserkühlungskreisläufe werden "in Reihe" aufgebaut. Y-/T-Stücke sind zwar verfügbar, ein Aufbau mit parrallel eingebundenen Kühlern ist aber in fast allen Fällen die schlechtere Lösung. Das Wasser nimmt den Weg des geringsten Wiederstandes - diesen bietet meist der einfachere Kühler auf der weniger kühlungsbedürftigen Komponente. Durch die Abzweigung mit höherem Wiederstand fließt ggf. nicht genug Wasser, um für ausreichend Kühlung zu sorgen.
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    An dieser Stelle noch ein allgemeiner Tip:
    Wer bereits beim Zusammenbau der Wasserkühlung an spätere Bastelarbeiten denkt, kann sich viel Ärger ersparen. Ausreichend lange Schläuche zur Grafikarte ermöglichen es, diese testhalber gegen eine luftgekühlte auszutauschen, ohne den Kreislauf zu öffnen. CPUs lassen sich bei richtiger Planung ebenfalls ohne Arbeiten an der Kühlung wechseln. Muss der Kreislauf doch einmal geöffnet werden, stellt sich die Frage nach dem Wasser ablassen. Eine Verbindung in der Nähe des Gehäusebodens oder gar außerhalb, die man über einem Eimer öffnet ist hier die günstige Alternative zum Durchschneiden von Schläuchen. Optimal dagegen ist ein T-Stück mit Ablasshahn am dritten Schenkel.

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    8.6 Das Befüllen
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    3 einfache Schritte:
    - AGB füllen
    - Pumpe einschalten
    - Nachkippen, bis der Kreislauf voll ist.
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    Sollte es zu schwer oder aus Platzgründen nicht möglich sein, kontinuierlich zu kippen, kann man die Pumpe auch wieder ausschalten, den AGB füllen, Pumpe einschalten,...
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    Besitzer von 12V Pumpen müssen für den Betrieb ihrer Pumpe entweder ein extra Netzteil verwenden oder alle Systemkomponenten vom Netzteil trennen und den Power-On Pin am ATX Stecker auf Masse kurzschließen. Das Netzteil läuft dann auch ohne Mainbord. (Ggf. muss eine Mindestlast angeschlossen sein. Ein Laufwerk reicht meist aus)

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    8.7 Entlüften
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    In den meisten Fällen ist der Kreislauf nach dem Befüllen nicht restlos voll. An verschiedenen Stellen haben sich Luftblasen gehalten. Wenn die Pumpe läuft, werden diese nach und nach ausgetrieben und sammeln sich im AGB.
    Dieser Vorgang dauert je nach Größe des Systems und Stärke der Pumpe wenige Sekunden bis mehrere Stunden, in sehr großen Systemen kann auch nach mehreren Tagen noch das eine oder andere Luftbläßchen im AGB erscheinen. Ein sinkender Wasserspiegel im AGB muss also kein Anzeichen für ein Leck sein (nachgucken sollte man trotzdem). Die Kühlleistung reicht aber schon nach kurzer Zeit aus, um das System einzusetzen.
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    Es gibt drei Optionen, um die Sache zu beschleunigen. Bei allen sollte man sicherstellen, dass sich keine Luft in der Pumpe befindet und auch keine hineinlangt - eine teilweise mit Luft gefüllte Pumpe (am "rasseln" erkennbar) bringt nur einen Bruchteil ihrer Leistung und kann dann auch keine Luftblasen bewegen:
    - System flach hinlegen. Wenn die Luft nicht "bergab" muss, bewegt sich sich deutlich schneller
    - System drehen & schwenken. Luftansammlungen in Radiatoren lassen sich am besten Entfernen, in dem man den Radiator samt System auf den Kopf stellt.
    - Pumpe ein-/ausschalten. Wird die Pumpe für kurze Zeit (<<1 Minute) ausgeschaltet, schließen sich kleinere Luftblasen zu größeren zusammen, die besser von der Strömung mitgerissen werden. Der Vorgang muss oft viele Male wiederholt werden, bis die letzten Reste ausgespült sind. Einige 12V Pumpen bieten hierzu einen automatischen "Entlüftungsmodus".


    9. Weitere Informationen und Tests

    Leuten, die nach diesem Guide immer noch Fragen haben, kann vermutlich eh nicht geholfen werden, aber hier ein paar Tipps :

    9.1 FAQs & Sammelthreads
    .
    Parallel zu diesem Thread pflegt <Bash> eine Liste von Beispiel-Zusammenstellungen.
    Die passen natürlich nicht auf jeden 100%ig, sind aber ein guter Ausgangspunkt.
    .
    Wer nur noch ein passendes Zuhause für seine Wasserkühlung sucht, wird vielleicht in der Wakü-Case-Liste-II fündig.
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    Zu einer High-End-Kühlung gehört für viele auch ein High-End-Wärmeleitmittel. Der Liquid-Metal-Sammelthread beantwortet einige der häufigsten Fragen.

    .
    9.2 Tests & Artikel hier im Forum
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    Ebenfalls gleich um die Ecke findet sich eine Reihe privater Wasserkühlungs-Tests von Forenmitgliedern:

    Radiatoren
    Watercool HTF 4 420 / Phobya G-Changer
    Cape Cora HF 1042
    Mora 2 Pro / HTSF Triple / Thermochill 120.4 / Swiftech MCR 420 und 480er: TFC X-Changer / Magicool Xtreme / XSPC RX / Black Ice SR1 / Phobya G-Changer & Xtreme / EK-Coolstream XT / Koolance HX H & V
    TFC Monsta / TFC X-Changer 480 / Mora 2 Pro / MagiCool Xtreme 360 / Black Ice GTX lite 360
    TFC X-Changer 480 / Mora 2 Pro
    HTF3 Triple / X-Changer 360 / MO-RA 2 Pro / PA120.3 / MagiCool SLIM 360 / evo 1080

    Kühler
    ~vollständige Marktübersicht mit Komplettkühlern (für HD6970)
    OCZ Hydroflow (/ Ybris A.C.S. BLACK PEARL Cromo / EK Supreme)
    EK Supreme / Ybris A.C.S. Black Pearl Cromo

    Pumpen
    DDC+ / D5
    PCPS / XSPC / DDC+ / Station600
    Danger Den CPX-1

    Sonstiges
    Laing DDC Dämmbox von Alphacool
    Schnelltrennkupplungen Phobya und CPC
    Laing-Aufsatz-AGBs
    Tecnofront-AGB
    diverse Farbzusätze (Langzeittests)
    weitere Erfahrungen mit Wasser- und Farbzusätzen
    verschiedene Beispiele für Durchflusswerte
    Alphacool HF 38 Cape Cyclone 150 Ausgleichsbehälter


    .
    9.3 Tests woanders
    .
    Natürlich testen auch andere Leute Wasserkühlungen - google&yahoo sind Freund und Helfer bei der Suche, aber auch ein Blick ins Zeitschriftenregal kann helfen.
    Aber egal wer testet, man sollte immer die Augen offen halten und idealerweise 2-3 verschiedene Tests lesen. Beliebte Fehler sind:
    .
    - ungleichmäßiger Anpressdruck: Wasserkühler haben meist Schraubhalterungen. Je nach dem, wie fest man sie anzieht, schwankt die Kühlleistung. Gute Tester machen 3-5 Tests pro Kühler, damit diese Schwankungen nicht unbemerkt bleiben.
    .
    - Das gleiche gilt auch für die Wärmeleitpaste. Bei den zum Teil sehr niedrigen Temperaturunterschieden zwischen Wasser und CPU kann eine gute und richtig aufgetragene Paste einige Plätze mehr oder weniger bedeuten.
    .
    - Ein Unterschied ist nicht das gleiche wie ein Unterschied. Wenn Wasserkühler sich nur um Zehntelgrad unterscheiden, aber schon Messungen an einem Kühler Schwankungen von einem Grad aufweisen, dann kann man sich eine Reihenfolge eigentlich sparen. Die meisten geben aber trotzdem eine an und dann wird ganz schnell ein Kühler mit einem Award gelobt, der einfach nur Glück hatte.
    .
    - Pumpenstärke: Wie weiter oben erwähnt kann die Pumpe bei einigen Kühlern einen Unterschied von 1-2 Grad ausmachen, andere bleiben aber unbeeinflusst. Man muss immer drauf achten, mit was für Komponenten eigentlich getestet wurde.
    .
    - Verlustleistung: Ein nicht übertakteter 32nm Core i3 ist nicht das gleiche wie ein 90nm Dualcore-Pentium 4 mit erhöhter Kernspannung. Man sollte sich immer überlegen, ob die Unterschiede in der Kühlleistung im eigenen System nicht vielleicht viel größer oder vernachlässigbar klein wären.
    Geändert von ruyven_macaran (16.04.2012 um 09:30 Uhr)
    EyeForce, septimus7 und eff eff gefällt dieser Beitrag.
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    Verkaufs- & Suchthread (updated 07.03.12)

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  4. #4
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    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Wasserkühlungsguide Stand 1.11.08

    (ich bin ein Platzhalterpost)
    PCG&H-Statistik: 25235 Post, 380 Threads, 17091 Antworten (0,677/Post, 44,876/Thread) since 18:04, 26.09.2001

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  5. #5
    Software-Overclocker Avatar von el barto
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    AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 1.11.08)

    Hervorragende Guide!!

    Sehr Umfangreich und bisher alle wichtigen Aspekte dabei.

    Endlich mal wird alles Zusammengefasst, wird sicher Waküinteressierten viele Fragen beantworten und so einigen "welche wakü für mein System" Thread überflüssig machen

    Riesen Lob für die top Arbeit ruyven_macaran

  6. #6
    Komplett-PC-Aufrüster Avatar von Nighthawk33
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    AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 1.11.08)

    SUPER !!!


    KLASSE !!!

    EXORBITANT !!!
    (was für ein Wort....)
    mfg Nighthawk33

    >>> FORENREGELN<<<


  7. #7
    Software-Overclocker Avatar von Fifadoc
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    AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 1.11.08)

    Klasse Guide, sieht sehr ausführlich aus. ich spar mir das, alles zu lesen

    aber bei einer stichprobe hab ich einen zusatz gefunden:
    Bei Hydor Pumpen kannst du als positives erwähnen, dass diese sich mit 1-2 Handgriffen in Tauchpumpen umbauen lassen.

    Meine alte Hydor eignet sich bei mir damit perfekt für einen schnellen aufbau mit 10L eimer zum Durchspülen von Teilen.

  8. #8
    Moderator & PCGH-EOS-Gründer Avatar von der8auer
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    AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 1.11.08)

    Absoluter Hammer Hast dir echt eine Menge Arbeit gemacht aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

  9. #9
    Moderator Avatar von DaxTrose
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    AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 1.11.08)


    Das hätte ich im Mai gut gebrauchen können! Aber egal, so habe ich meine eigenen Erfahrungen gemacht, die sich mit diesen hier sehr gut decken!
    Respekt für so viel Einsatz!
    GeForce GTX 580 @ 975/1950/2300 - Core2Quad Q9650 @ 4,0 GHz - 4x2GB G.Skill PC2-8800 DFI LanParty DK P45 T2RS Plus - Creative X-Fi Titanium Fatal1ty - BeQuiet! DarkPower P8 750W
    Manche bringen Freude, wohin auch immer sie gehen - andere, wann auch immer sie gehen.

  10. #10
    Volt-Modder Avatar von nemetona
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    AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 1.11.08)

    Schönes Roundup, voallem für Leute die sich erstmalig mit dem Thema Wasserkühlung auseindersetzen.
    Geändert von nemetona (15.09.2010 um 18:24 Uhr)

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