News Intel Raptor Lake: Non-K-CPUs lassen sich nicht mehr per BCLK übertakten

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Auf manchen Mainboards konnten Alder-Lake-Prozessoren noch per BCLK übertaktet werden, bei Raptor Lake ist das hingegen nicht mehr möglich. Wenn Intel kein Fehler passiert, dann dürfte das vermutlich auch so bleiben.

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"Laut einem Bericht von Tom's Hardware wird die entsprechende Funktion im UEFI einfach ausgeblendet, sobald ein Coe-13000-Prozessor installiert wird."

Kleiner Rechtschreibfehler im Kern. Naja, jedenfalls besser als Intel selbst mit ihrem Cock Speed.

Zum Thema selbst: Das ist kein Weltuntergang. :P

Intel will Kontrolle über die Zuverlässigkeit und Leistungsdaten ihrer Produkte und sie kriegen Kontrolle.
 
Anmerkung: Spezielle Firmware brauchen die Mainboards nicht, um den BCLK zu verändern. Das können beinahe alle. Aber die Management Engine schaltet ein System ohne K-CPU und Z-PCH bei mehr als 102,9 MHz wieder ab. Man muss der IME also entweder andere Hardware vorgaukeln, einen anderen BCLK oder aber man braucht eine Version, die (noch) nicht weiß, was eine nicht-K-CPU/ein nicht-Z-PCH ist.

Ausführliche Erfahrungsberichte kann man schon seit einiger Zeit im hinteren Verlauf dieses Threads nachlesen:
 
Die MBoards für ADL OC haben doch einen eigenen BCLK generator ?
hatte mal was gelesen. auch welche mit B660 also kein Z-PCH.
 
ohne K-CPU und Z-PCH bei mehr als 102,9 MHz wieder ab.
Bei non Z PCH kann man den BCLK Takt ohnehin nicht verändern, außer es ist ein externer Clock gen verbaut. Es gibt 1151 und 1700 non Z Motherboards mit externem Clock gen, diese können den BCLK verändern - mit K CPU auf einen Wert >103, mit non K CPU grundsätzlich nur bis 103. Außer es wird ein Microcode genutzt, welcher den notwendigen Bug besitzt damit es auch da geht (0x9 (evtl auch 0xD) bei alder lake, bei Skylake alles bis 0x74 + zusätzliche Mods am BIOS um PCU abzuschalten).
Zu den Boards zählen z.B.
ASRock H110M-DS/Hyper
ASRock B150M Pro4/Hyper, B150 Gaming K4/Hyper
ASRock H170 Pro4/Hyper, H170 Performance/Hyper
ASRock E3V5 Performance Gaming/OC (C232 Chipsatz)
MSI B660M Mortar Max
ASRock B660M PG Riptide
ASUS B660-G Gaming / B660-F Gaming
MSI B760M Mortar Max

Bei Alder Lake non K OC wird der passende Microcode + externer Takt Generator (zwingend) gebraucht. Bei Skylake ist der passende Microcode + Z Board / non-Z mit Clock gen + spezielles BIOS notwendig.

Die MBoards für ADL OC haben doch einen eigenen BCLK generator ?
hatte mal was gelesen. auch welche mit B660 also kein Z-PCH.
Ja, ist da notwendig (auch bei Z PCH).
 
diese können den BCLK verändern - mit K CPU auf einen Wert >103, mit non K CPU grundsätzlich nur bis 103. Außer es wird ein Microcode genutzt, welcher den notwendigen Bug besitzt damit es auch da geht (0x9 (evtl auch 0xD) bei alder lake, bei Skylake alles bis 0x74 + zusätzliche Mods am BIOS um PCU abzuschalten).
der interne BCLK ist ja noch auf 100. wie kann der Microcode denn auf den externen clock gen.zugreifen ?
evtl. wird der BCLK irgendwie ermittel/geschätzt, kostet sicherlich performance, oder es wird nur einmal gemacht, dann könnte man den ext.BCLK später erhöhen.
 
Die MBoards für ADL OC haben doch einen eigenen BCLK generator ?
hatte mal was gelesen. auch welche mit B660 also kein Z-PCH.

Die Betonung liegt dabei auf eigenen. Normalerweise sind BCLK und der Basistakt des restlichen Systems ein und dasselbe. Dafür hat natürlich jedes Mainboard einen Taktgenerator und natürlich könnte man den manipulieren (wenn man darf) und dadurch übertakten. Das war bis meiner Erinnerung nach Haswell relativ weit verbreitet, aber in seinem Umfang auch oft auf +10 bis +15 Prozent begrenzt, weil spätestens dann irgend eine der automatisch neben der CPU mit übertakteten Komponenten aufgegeben hat und das System von ganz alleine abstürzte. Seit Skylake hat Intel deswegen die Möglichkeit eingeführt, PCI-E(-&-Co)-Takt und CPU-BCLK voneinander zu trennen – aber nur für K-Modelle. Wer das ausnützen möchte, braucht dann aber eben auch einen zweiten Taktgenerator.

Die bislang verfügbaren non-K-OC-Platinen hatten natürlich einen solchen, denn wenn man sich den Aufwand macht, dann soll sich das doch lohnen. Aber weder der Taktgenerator noch der Code zur Freischaltung des Splits bei non-K-Modellen waren das revolutionäre, denn wie gesagt: Auch ohne hat man früher immer 105 MHz BCLK, oft auch 110 bis 115 MHz geschafft. 110 MHz BCLK würden bei einem i5-13500 für 5,3 GHz reichen, das wäre doch schon mal gar nicht so schlecht. Aber lange vorher, nämlich bei 102,9 MHz macht einem die IME einen Strich durch die Rechnung. Das zu umgehen ist die Pflicht, alles andere Kür.
 
der interne BCLK ist ja noch auf 100. wie kann der Microcode denn auf den externen clock gen.zugreifen ?
Der "interne" bclk kommt imho vom PCH in die cpu. Der "externe" wird durch einen zusätzlichen Chip am motherboard erzeugt, eben dem takt generator. Der kommt aber auch in die cpu rein, und dessen eigentliche Vorteile sind höhere / stabilere / genauere Takte, als der Interne erzeugen kann. Der ist für extrem oc mit K CPUs gedacht, da da dann ein genauer 100MHz vs. 99.8MHz einen Unterschied machen kann.
Bei alder lake gibt es in dem (/den) alten (pre Release Microcode(s) einen Fehler wobei der interne takt generator zwar auf die Einhaltung der maximal 103MHz Takt Grenze geprüft wird, jedoch das beim externen nicht gemacht wird (ob das ein Fehler von intel ist, oder ob Intel das aus anderen Gründen in dem alten Microcode hatte weiß keiner außer Intel selbst, jedenfalls hätte das nicht in offiziellen bios drinnen sein sollen, die neueren Microcodes haben alle diesen Bug / Feature nicht mehr)
Ich habe auch schon mal überlegt was passiert wenn man mit niedrigen bclk (100MHz) bootet und den dann erhöht, aber denke auch eher nicht dass das funktioniert (sonst gäbe es schon längst was dazu, mit irgendeiner cpu seit skylake / kabylake).


Seit Skylake hat Intel deswegen die Möglichkeit eingeführt, PCI-E(-&-Co)-Takt und CPU-BCLK voneinander zu trennen – aber nur für K-Modelle.
Nein. Seit skylake ist pcie / DMI und bclk getrennt. Bei jeder cpu. Da muss man selbst auch nichts machen, das ist von der Architektur her so.
Man kann teilweise auch den pcie / dmi takt erhöhen, das ist dann eine eigene setting im bios. Hatte mein Gigabyte Z490M, habs aber nie versucht, da das nur zu Instabilitäten führt.
Aber weder der Taktgenerator noch der Code zur Freischaltung des Splits bei non-K-Modellen waren das revolutionäre, denn wie gesagt: Auch ohne hat man früher immer 105 MHz BCLK, oft auch 110 bis 115 MHz geschafft.
Wie gesagt es wird bei non K nichts "gesplittet". Die Takte sind IMMER getrennt, seit skylake. Egal ob K oder non K oder Laptop. Das ist einfach die Architektur.
Bei Haswell konnte man trotz gekoppelter Takte bis zu 110MHz (oder auch mehr) bei non K cpu zusammenbringen, da es hier "nur" durch die Architektur (also den zusammenhängen von bclk und pcie/dmi) begrenzt war, und nicht wie seit skylake durch die ME / Microcode Begrenzung.
Wenn man die Grenze komplett umgehen könnte, wäre auch kein externer takt generator notwendig, da könnte man es mit jedem Z Motherboard machen (H/B können grundsätzlich keinen bclk verändern, da braucht es immer einen clockgen).

Bei Skylake gibt's ja auch die Möglichkeit bei nutzung eines der alten Microcodes (hier hatten auch die Release Microcodes den Bug, bis intel es 2016 "behoben" hat) und eines speziellen bios (welches einen Teil der CPU, die PCU (Processor Control unit), deaktiviert. Durchs deaktivieren gab es da auch die bekannten skylake non k bclk oc Nachteile wie iGpu funktioniert nicht in Windows, schlechte avx Leistung und sowas) eine non K cpu über den BCLK zu Übertakten. Hier ist auch kein externer clock gen notwendig, da es hier auch mit internem clock gen geht.
Bei alder lake ist der "Fehler" nur auf den externen clock beschränkt, daher ging es hier auch nicht mit einem "normalen / günstigen" Z690 mit dem bclk oc (wenn mans versuchen möchte kann man einfach das günstigste Z690 + 12400 kaufen, den 0x9 Microcode einfügen und versuchen den bclk auf 105 stellen, wird aber nicht funktionieren, sonst hätten die schon ein passendes bios).


Und wegen Haswell... Bei den K CPUs gab es hier auch die Möglichkeit einen höheren bclk zu nutzen, indem man Straps nutzt. Dabei wird die cpu z. B. Auf 125MHz betrieben, der pcie/dmi aber nur auf 100MHz. Gibt da aber nur ein paar Möglichkeiten, wie 125, 166 und sowas. Und bei den non K geht das auch nicht, die Option ist im bios nicht vorhanden und auch ein mod bios mit aktivierter Funktion funktioniert nicht(habs mal probiert auf Z87 board).
 
Okay, da wir kaum B & H testen, fehl(t)e mir da wohl der Überlick. Zum Skylake-Launch wurde es seitens eines Mainboard-Herstellers so dargestellt, dass die Trennung ein K-Feature ist beziehungsweise im Umkehrschluss, dass bei nicht-K-Modellen eine künstliche Koppelung vorgenommen wird.

Bezüglich nachträglichen Übertaktens: Die IME müsste so etwas permanent überprüfen. Ich kenne aber niemanden, der es schon einmal mit deaktivierter IME versucht hat. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung schalten entsprechende UEFI-Switches die Managament Engine zwar nicht komplett ab, da sie für die CPU-Initiatlisierung unerlässlich ist, sie soll sich aber nach erfolgtem Systemstart komplett verabschieden. Der Logik nach könnte sie dann auch keine Abschaltbefehle wegen unpassendem BCLK mehr umsetzen.
 
Ja zuerst dachte man, dass es nur bei den K CPUs entkoppelt ist. Aber da nie mehr als 102.x möglich war (vorher ging ja 110MHz, und es war auch abhängig von GPU) war es schon komisch, da bei den Vorgängergenerationen bei fast jeden System unterschiedliche Ergebnisse waren, aber bei skylake alle gleich. Dann fand supermicro (oder einer deren overclocker) heraus, dass es eine Möglichkeit gibt den bclk höher zu stellen, wenn man am bios was macht. Iirc gab es auch schon Monate davor cpu z Screenshots von non K skylake mit hohen bclk takt.
Das erste skylake non K oc Board war das supermicro H170 Board mit externem clock gen (da H Board).
Deswegen alle CPUs haben getrennte Takte, aber bei non K wird es mittels Microcode / ME blockiert den zu weit zu erhöhen (bclk governor, der Teil der bei skylake bclk oc deaktiviert wird (und andere Teile auch, da die alle in der gleichen Einheit sind, daher auch die Nachteile bei dem non K skylake oc))

Ich habe schon mal ein bios mit deaktivierter ME (mit Coffeetime deaktiviert) versucht, aber normales BCLK oc (also im bios erhöhen) hat damit zumindest nicht funktioniert (i5 7500 auf z270 gaming k4). Und mein Asrock Motherboard bietet auch keine Möglichkeit mit niedrigen bclk zu booten und den dann zu erhöhen, wie es andere Boards auch teilweise als bios Einstellung haben.
 
Auf UEFI-Ebene wären mir solche Optionen auch nur von High-End-OC-Boards bekannt, was die Übung relativ sinnlos macht. Hat ja auch niemand ein Z690 Tachyon oder Apex genommen, um sich den Aufpreis vom 12400F auf 12600K zu sparen. :-)

Wenn dann müsste man das nachträglich via Software-Tool ändern. Da bin ich aber tatsächlich kein Fachmann für. CPU-OC machen @PCGH_Stephan oder @PCGH_Dave, ich habe mit dem physischen Teil und der Firmware von Mainboards genug zu tun. Und da gilt: Der Killswitch in der IME, wie man ihn z.B. mit CoffeeTime aktivieren kann, führt nur dazu, dass sich diese nach Übergabe an das Betriebssystem deaktiviert. Wie vollständig ist z.T. sogar umstritten, aber die Hardware-Überprüfung wurde schon lange vorher mal durchgeführt. Bis dahin muss man auf alle Fälle unter 103 MHz bleiben. Nur ob später vielleicht mehr gehen könnte oder ob ein permanenter Watchdog im Hintergrund aktiv bleibt, dass weiß ich nicht.

Schade, dass es bis auf weiterem niemanden gelungen ist, die neueren, x86-basierten IME-Versionen (ab Skylake) komplett zu ersetzen/den Initialisierungscode zu knacken.
 
Jup, diese Funktion kenne ich nur von meinem Asus Z170 Board.

Das mit Software zu ändern ging zumindest bei meinem ASRock Z270 nicht, da die Software hier den BCLK nicht verändern kann / lässt. Ich weiß aber auch nicht ob das nur über die IME blockiert ist, und nicht auch noch anders geprüft wird.

Ich wollte mal am ASUS Z170 probieren ob ich da mit einer non K irgendwelche Möglichkeiten habe da zu übertakten (außer ein altes Skylake non bios), mit der K kann ich da nichts testen, die kann eh BCLK overclockd werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hehe, das Problem kennen wir: Intel bemustert überwiegend bis ausschließlich K-Modelle, die non-K haben wir nur selten und quasi nie als Dauerleihstellung zur Hand. Das macht es mir, selbst wenn ich die zusätzliche Zeit investieren wollte, i.d.R. unmöglich, Optionseinschränkungen systematisch auf mehreren Platinen zu überprüfen.
 
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