Verlegung der Leitung:
Nun die Fortsetzung der Einbau-Session.
Jetzt werdet ihr euch wahrscheinlich an den Kopf fassen. Was macht der denn da?

Kurzum: Ich musste irgendwie das Usb-Kabel nach außen an die Gehäuserückseite schaffen.
Zwar gab es die Möglichkeit, das LCD direkt am Mainboard anzuschließen, jedoch ist mein P35 DS4 voll ausgebucht, was das betrifft. Die Front-Usb-Anschlüsse des Gehäuses haben sich breit gemacht. Auf die möchte niemand verzichten.
Also kam auch hier wieder das, nennen wir es mal Grobmotoriker-Werkzeug, der Seitenschneider zum Einsatz. Mit Gefühl habe ich das Rasterblech durchgeknippst.
Hier sollte der Usb-Stecker durch. Grobe Gewalt hin oder her. Das Blech muss weg. Sieht alles noch sehr gefährlich aus, da hier scharfe und spitze Kanten den Mantel des Usb-Kabels verletzen könnten.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... Man könnte denken, hier hätte eins am Gehäuse geknabbert

Mit der Kombizange habe ich diverse Überstände und scharfe Kanten zurecht gebogen.
Zu guter Letzt ruft man den scheuen Usb-Stecker liebevoll. Er ist, wenn man ihn nicht anschreit, wirklich sehr Handzahm. Ohne Probleme lässt er sich durchschieben. Eckt nicht an und meine Finger sind auch noch heile.
Direkt in den noch freien - ok, es sind jetzt alle frei, aber am Ende unbelegt

- Steckplatz.
Jetzt kommen sie zum Einsatz: Kabelbinder. Eine Bereicherung für die Menschheit. Unabdingbar beim Verkabeln bzw. Verlegen von Leitungen. Ich liebe sie. Hier und dort einige gesetzt und stramm gezogen. Zum Schluss den Überstand mit einem Seitenschneider abgeschnitten.
Das Usb-Kabel läuft am äußeren Rand des 120 Millimeter Gehäuselüfters, über das Netzteil bis hin zum großen Kabelbaum der Hauptstromleitungen zum LC-Display. Alles wurde mit gewissenhaftem Einsatz von Kabelbindern umgesetzt.
Der Kreislauf ist geschlossen. Das LCD ist angeschlossen und darf sich lange Zeit im Gehäuse wohl fühlen. Hier auch gut zu erkennen ist in der Mitte des LCD-Rahmens eine Kerbe, die noch zusätzlichen Halt bieten und als Arretierungshilfe dienen soll.
Schmerzfreie Entjungferung: Die Schutzfolie wird sanft entfernt. Die Folie ließ sich rückstandslos und ohne großen Widerstand entfernen.
So sieht der Koloss zum Schluss aus. Blau, blauer, Alphacool

Der schwarze Alurahmen des Alphacool LC-Displays schmiegt sich passend zum Aussehen des Gehäuses an.
Viele werden meine Methode als Unschön betrachten. Ich sehe es praktisch. Jetzt fällt das herausstehende Usb-Kabel doch nicht mehr so auf, oder? Zur Erinnerung: Neben dem grauen Lan-Stecker befindet sich der Stecker des LCDs. Es wurde auch darauf geachtet, dass das Kabel nicht zu stramm ist, damit es auf Dauer nicht zu unerwünschten Kabelbrüchen oder ähnlichen kommt.
So, das war's vorerst mit einer Ladung praktischer Tipps und Bilder.
Demnächst wende ich mich der Softwareseite zu - der eigentliche Knackpunkt. Außerdem noch eine Menge Bilder und Videos. Es gibt viel zu entdecken