[Test] Lackieren, der Große Vergleichstest

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[Test] Lackieren, der Große Vergleichstest

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Einen wunderschönen guten Tag.
Wie in einigen Threads schon angedetet, habe ich ein Problem:

Bei meinen Lackierungen platzt (speziell bei bei beanspruchten Stellen) der Lack ab.

Da mir nirgendwo konkret weiter geholfen werden konnte, hab ich mich kurzerhand entschlossen, eine eigene Testreihe durchzuführen.


1. Problemstellung und Testidee
2. Kandidaten und Struktur
3. Vorbereitungen
4. Durchführung
5. Ergebnisse

6. Fazit


*Update*
muckelpupp war so nett hinsichtilich dieses Tests und ein paar Tips die Farben von Belton "Molotow" gestestet. Diese sollen als "Geheimtip" gelten.
Sein erstes Fazit mit der Farbe und der passenden Grundierung gibt es: hier.


 
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Das Problem:

Also das Problem ist einfach:

Wenn ich etwas lackiere, sieht es nachher gut aus, alles ist bestens, aber speziell an stellen, wo schrauben eingesetzt werden, passiert es sehr leicht, dass der Lack rund um das Schraubloch wegplatzt. Und zwar nicht nur teilweise, sondern komplett und dann auch gleich runter bis auf das Metall.

In einem Schnelltest habe ich es mal Simuliert und es sieht folgendermaßen aus:

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Das ist jedoch noch harmlos gewesen. teilweise platzen bis zu 1cm Lack um das Loch weg. Das ist ärgerlich und unschön.


Die Idee:

Also als Ursachen für das Problem habe ich mehrere in Verdacht:
- Anschliff
- Grundierung
- Lack
- Anzahl der Schichten
- Trocknungszeit

Mein Test soll nun so aussehen, dass ich verschiedene Anschliffe, verschiedene Grundierungen, verschiedenen Lack, Schichten und Trocknungszeit teste.

Jede Testumgebung hat 2 Testlöcher, durch die nach Ablauf des Tests Schrauben gedreht werden.


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Die Testkandidaten:

Zuersteinmal möchte ich euch die Testumgebung vorstellen.
Ein Aluminiumbleck der Größe 50x25cm. Das Blech ist unbehandelt.
Zum Anschleifen wird ein normaler Schleifschwamm aus dem Baumarkt mit seiner gröberen Seite verwendet.


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Hier nun die Testkandidaten im Bereich "Grundierung":


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Von Rechts haben wir da:
- Auto K Filler/Haftgrund zum Sprühen, vermutlich auf Kustharzbasis (Altbestände meiner Freundin)
- Nigrin Haftgrund, Grau zum Sprühen, ebenfalls vermutlich auf Kustharzbasis (vom Real)
- OBI Classic Haftgrundierung zum Sprühen auf Kustharzbasis (vom OBI)
- Glasurit zum Streichen auf Acrylbasis, das Edelprodukt (vom OBI)




In der Kategorie "Lacke" treten an:


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Von Rechts:

- OBI Classic Sprühlack auf Kustharzbasis (von OBI)
- OBI Classic Streichlack auf Acrylbasis (vom OBI)
- Glasurit Buntlack 2in1 zum Streichen auf Acrylbasis (vom OBI)




Die Teststruktur:


Um für alle die gleichen vorraussetzungen zu Schaffen, werd ich jede Grundierung und jeden Lack möglichst gleich verwenden. Auch unabhängig der Basis werde ich Alles mit Allem Testen.

Die Grundierungen werde ich auftragen bis sie deckend sind und danach mindestens 24 Std trocknen lassen. Um den Sprühlack möglichst gleich zum anderen Lack zu verwenden, werde ich die flächen bei jeder Lackschicht in möglichst kurzer zeit so weit lackieren, dass sie deckend ist.
Jede Lackschicht bekommt wiederum 24 Std trocknungszeit.


Alles in allem werde ich folgende Kriterien testen:

Anschliff: gar nicht, leicht, stark
Grundierung: gar nicht, Auto K, Nigrin, OBI Classic, Glasurit
Lack: OBI Classic Sprühlack, OBI Classic Streichlack, Glasurit 2in1
Schichten: 1 Schicht, 2 Schichten, 3 Schichten
Trocknungszeit: mind. 24 Std, mind. 48 Std., mind. 72 Std.

Jede Testumgebung hat 2 Testlöcher, macht also insgesamt:
3*5*3*3*3*2 = 810 Testlöcher



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Zuerst einmal habe ich gestern mal angezeichnet:
In Schwarz sieht man die 3 Reihen für den Anschliff und die 5 Reihen für die Grundierung. Jedes der Kästchen ist dann in drei Lack Arten mit 3 Schichten unterteilt.

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Danach wurden die Einzelkästen noch in kleinere Kästen unterteilt. Diese sind für die verschiedenen Trocknungszeiten. Jedes Kästchen bekommt dann zwei Testlöcher:


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Danach wurden massiv, in einer Art Akordarbeit, Löcher gebohrt ^^


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Die Rückseite sieht nun übel aus. Das muss erstmal alles sauber gemacht werden.


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Hier gehts nun um: Anschleifen, Grundieren und Lackieren des Testträgers.

Zuerst wurde der Testträger nach der Vorbereitung (Löcher bohren und Entgraten) geschliffen.
Geschliffen wurden drei Arten: gar nicht, leicht und stark.

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Die unterschiedlichen Anschliffe kann man gut erkennen.


Danach wurden die 4 verschiedene Grundierungen aufgetragen.
Ein Bild nur von der Grundierung hab ich leider verpennt, aber es ist erst ein streifen Blau lackiert.
Von Links: Auto K, Nigrin, OBI Classic, Glasurit, gar nichts.

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Die 3 Sprühlackierungen sehen nur von Nah unterschiedlich aus. Sie machen auch eine schöne glatte Fläche. Die Glasurit Grundierung fällt auf, da sie Weiss ist. Diese ist aber zum streichen und hat damit so seine eigenen Probleme. Streichlacke haben einfach das Problem, dass man immer den Pinselstrich sieht. Naja... erstmal egal, denn es geht vorwiegend um die Festigkeit des Lacks, nicht um die Struktur.


Danach wurde lackiert. Immer schön abgedeckt und neu lackiert. hab immer kurz antrocknen lassen und dann alles bis auf den zu lackierenden Bereich abgedeckt.

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Danach wurde der OBI Lack zum Pinseln aufgetragen. Den muss man auch antrocknen lassen und dann mindestens 2x streichen. Groß abgeklebt hab ich nicht, da Farbkleckse nicht so schlimm sind.
Aber beim Streichlack gilt generell, dass man immer die Pinselstriche sieht. Also die Deckkraft ist super, aber die Struktur ist nicht so schön glatt wie beim Sprühen.

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Als letztes wurde der Glasurit Lack aufgetragen. Ebenfalls mit Pinsel. Der lässt sich ähnlich zum OBI Lack verteilen.

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Alles in allem ließen sich alle Lacke und Grundierungen gut verarbeiten. Jedoch ist Sprühlack von der Struktur schöner, da das Ergebnis glatter ist.
Wenn jedoch ein Streichlack am Ende das bessere Ergebnis erzeugen wird, dann werde ich mal gucken, wie weit man den Lack per Airbrush verteilen kann.

Ich habe mich außerdem entschieden, nicht verschiedene Lackschichten zu testen. Der Lack ist nun so aufgetragen, dass es immer deckend ist. Dabei will ich es belassen und lasse den Lack nun 24, 48 und 72 std. trocknen.



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5. Ergebnisse


Ergebnisse und Zwischenfazit


Also erstmal vorne weg:
Das Ergebnis des Tests beschränkt sich nun doch nur auf verschiedene Lackschichten des Sprühlackes mit verschiedenen Grundierungen.
Wieso nur das?
Ich habe nach 24 Std Trocknung Tests mit allen Lacken bei den verschiedenen Grundierungen und den verschiedenen Anschliffen gemacht.

Anschliff:
Generell gilt, dass ein besserer Anschliff mehr Haftung bringt. Dies hat sich bestätigt. Aber selbst ohne Anschliff hat man nicht gleich abplatzenden Lack. Damit ist der Anschliff als Ursache raus. Man sollte am besten gründlich anschleifen. Dafür sollte man sich zeit lassen. Speziell kleine Flächen und stellen mit viel Belastung (Schraubenlöcher, Auflageflächen, etc) sollten gut geschliffen sein um dort vorzubeugen.

Trocknungszeit:
ich glaub keinem hier muss ich sagen, dass Lack trocknen muss... steht ja sogar drauf ^^
Ich würde bei mehr trocknungszeit maximal eine Verbesserung vermuten, jedenfalls war das die Grundlage dieses Testkriteriums. Da die Ergebnisse aber schon so stark varrierten und teilweise selbst nach 24 Std schon sehr gut waren, sehe ich keinen grund da länger zu warten.

Lacke:
Also ich teste nun nur noch den Sprühlack auf Kustharz-Basis. Die Unterschiede bei den Lacken waren bei jeder Grundierung nahezu gleich. Es gab keinen nennenswerten Unterschiede. Generell neigt Acryl-Lack eher zum Kleben und ist etwas Gummi-artig. Er reibt sich aber genauso ab wie Kunstharz-Lack. Außerdem ist er (jedenfalls in meinem OBI) schwerer als Sprühlack zu finden.


Der Test:
Ich hoffe jedem Leser sind die PC Schrauben mit dem etwas groberen Gewinde bekannt. Damit werden meist Festplatten, Gehäuseteile oder Netzteile befästigt. Diese Schrauben haben an der Unterseite des Kopfes eine geriffelte Fläche. Ich nehme diese Schrauben, da diese Fläche der absolute Super-GAU für Lack ist. Diese Riefen wirken etwa wie grobes Schmirgelpapier. Somit versteht die Ergebnisse bitte nicht falsch. Ich hab dem Lack wirklich etwas ganz böses angetan. Etwa so, als würde man den Lack seines Autos mit einer Gartenharke bearbeiten und nachher gucken, ob es Kratzer gibt. Natürlich hat keine Lackierung diese Tortur überlebt. Es geht jedoch darum, wie viel mehr als die Grundfläche des Schraubenkopfes abgerieben wurde, also wie viel Lack noch ohne direkten mechanischen Kontakt abgeplatzt ist.

Ergebnisse:
Hier nun Ergebnisse der verschiedenen Grundierungen bei 2 Lackschichten Sprühlack und bei 3+x Schichten Sprühlack auf sehr gut geschliffenem Untergrund.
Ich beginne so, wie ich die Grundierungen auch aufgesprüht habe:

Auto K


2 Schichten
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Bei den rechten beiden Löchern sieht man ein leichtes abplatzen rund um die Löcher. Trotzdem haben 4 von 6 Löchern die Tortur recht gut überstanden.


3+x Schichten
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Es platzt mehr ab als bei 2 Schichten, aber im Grunde ist es weiterhin gut. Der Lack hat es weitestgehend überlebt.


Nigrin:

2 Schichten
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Wieder haben 2 Löcher Abplatzungen. Eins aber nur sehr leichte. Die 4 anderen Löcher haben fast optimalen, kreisrunden Abrieb ohne weiteren Lackverlust.


3+x Schichten
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Bei mehr als 2 Schichten gibt auch die Nigrin Grundierung langsam auf. Das Ergebnis ist etwas schlechter als bei Auto K.



OBI-Classic:

2 Schichten
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Das Sorgenkind, das diesen Test überhaupt verursacht hat. Ich möchte anmerken, dass ich auch hier ebenfalls die Schrauben von Hand so fest angezogen habe, wie ich konnte. Das ist somit die Gleiche Tortur, die die anderen Grundierungen auch aushalten mussten.
Zum Ergebnis muss man wohl wenig sagen ^^


3+x Schichten
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Tja... das Obi Hörnchen ist sehr gründlichen. Noch ein paar schichten mehr und ich krieg den Lack komplett runter. Also das Ergebnis ist einfach grauenhaft.


Glasurit:

2 Schichten
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Glasurit war vorher mein Geheimfavorit. Die Grundierung war zwar mit Abstand die Teuerste, denn sie kostete fast das dreifache der Günstigsten, aber dafür liefert sie 6 quasi perfekte Löcher. Mit 6 Schrauben drin sieht man gar keine Makel, sondern nur sauberen Lack. Es war übrigens die einzige Grundierung auf Acrylbasis.
Einziges Manko ist, dass sie nur zum Streichen ist. Streicht man sie mit einem groben Pinsel erhält man die Struktur des Pinsels. Aber sie ist wasserverdünnbar und könnte in verdünntem Zustand sicherlich per Airbrush gesprüht werden. (günstige Airbrush Sets gibts ab 25€ von Revell)


3+x Schichten
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Ich bin hin und weg. Nach so vielen Schichten sieht man nichtmal mehr die Struktur der Grundierung durch. Trotzdem Juckt das die Grundierung von Glasurit gar nicht. Kein abplatzen und immer noch 6 perfekte Löcher. Ich glaube das Zeug ist unverwüstlich.


Ohne Grundierung:

2 Schichten
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Wirklich überlebt hat das nur ein Loch. die anderen haben alle leichte Ausfransungen. Man sieht direkt den Sinn von Grundierung als Bindemittel.
Damit ist es aber immer noch besser als die Grundierung vom OBI :what:


3+x Schichten
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Bei so vielen Schichten merkt man nun, dass kein Haftgrund da ist. Nun ist "Ohne" auf dem gleichen Level wie Obi. So viele schichten ohne Grundierung überlebt kein Lack sauber.


Fazit:

Im Fazit beurteile ich nur die Grundierungen. Wie schon erklärt sind die Einflüsse der anderen Testkriterien dagegen fast nebensächlich.
Lediglich zu den Lackschichten will ich kurz noch ein paar Worte verlieren.

Lackschichten:
Es gilt wohl der Spruch "The more, the worse". Damit hat sich der User "Schnitzel" hier auch eine Erwähnung verdient, denn er hat schon früh in diesem Test auf dieses Pferd als Verdächtigen gesetzt. Der alleinige Täter ist es zwar nicht, aber je mehr Lackschichten man aufsprüht, desto mehr kann wegplatzen. Durch die Dicke der schicht wird die schicht zwar robuster, aber sie verteilt die wirkenden Kräfte auch auf eine größere Masse. Somit muss die Grundierung mehr Lack vor dem Ablösen hindern, da der Lack sich seitlich besser festhält. Bei wenig Lack wird einfach die belastete Fläche aufgegeben und der Rest wird festgehalten.
Beispiel: Papier! In dünnes Papier könnt ihr mit dem Finger ein Loch stechen, wenn es straff gehalten wird. Bei Pappe aber, die aus mehr schichten besteht könnt ihr nicht auf anhieb alle Schichten durchstechen, sondern die Kräfte verteilen sich. Ihr kriegt es zwar vllt nicht durch, aber das Papier hat nachher einige größere Knicke. Papier ist weich, Lack ist hart. Die Knicke werden beim Lack somit zu Rissen und schon platzt es weg.



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Nun aber genug dazu und zu meinem Fazit:

6. Fazit

Auto K: 7,5/10 Punkte
Die Grundierung ist robust, sie ist stark und man kann sie gut sprühen. 4/6 Löchern (2 Schichten) ist bei der Quälerei ein gutes Ergebnis. Das Ergebnis wurde aufgewertet, da das Ergebnis bei vielen Schichten noch gut bleibt.

Nigrin: 7,5/10 Punkte
Vom Ergebnis ist die Grundierung leicht schlechter als die von Auto K. Auch hier sind 4/6 Löchern (2 Schichten) ohne Verluste. Bei mehr Schichten gibt die Grundierung aber auf. Dennoch gibs gleich viele Punkte wie Auto K, da dieser mit 5,99€ der günstigste Testkandidat war.

OBI-Classic: 1/10 Punkte
Ganz klassisch durchgefallen. Das Ergebnis ist Katastrophal. Abplatzen gab es auch schon bei dünner Lackschicht. Nicht nur Bereich direkt um das Loch platzt weg, sondern die Grundierung nimmt mehr weg als überhaupt belastet wird.
Den Gnadenpunkt gibts weder für den Preis von für die Leistung, sonern weil auf der Dose so ein lustiges OBI-Hörnchen ist.
Bei mehr schichten wird das Ergebnis nur noch viel schlechter... Ich vermute ab 10 Schichten könnt ich die ganze Testfläche wieder vom Lack reinigen.

Glasurit: 9/10 Punkte
Der klare Testsieger. 6/6 Top Löcher, egal wie viele Schichten. Bei keiner Grundierung sahen der Lack bei eingeschraubten Schrauben besser aus. Leistungstechnisch hab ich da keine weiteren Wünsche. Einziges Manko ist die erwähnte Struktur beim Streichen. Wenn ich es noch schaffe die Grundierung per Airbrush zu sprühen, dann verdient die Grundierung definitiv 10 Punkte. Die 15€ ist sie absolut wert.

Ohne Grundierung: 4/10 Punkte
Naja, keins der 6 Löcher hat überlebt, allerdingt sah auch keins der Löcher so schlimm aus wie nach der Attacke des OBI-Hörnchens. Die 4 Punkte gibts für optimale Preis/Leistung. 0€ sind halt 0€, da gibts nachher nix zu meckern ;)
Wenn das Geld sehr knapp ist, kann man das sicher machen, aber dann ist vorsicht bei allen Stellen geboten, die mechanisch belastet werden.


Zum Abschluss nun noch ein schönes Vergleichsbild.
Links ist der Verlierer, rechts der Gewinner des Tests, also Obi vs. Glasurit bei vielen Lackschichten.

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Man sieht klar, was es ausmacht, wenn man 5€ mehr investiert!!!

Noch was in eigener Sache:
Die Schrauben mit der Struktur, die ich hier beim Test verwende sind absolute quälerei für jeden Lack. Besorgt euch z.B. Polyamid U-Scheiben. Die sind aus Kustsoff, durchsichtig und es gibt sie für 3,50€ (100 Stk) in der Bucht.
Einfach M3 nehmen, die passen für alle PC Schrauben.


Ich hoffe der Test hat euch gefallen und er hilft dabei, beim nächsten mal stabilere Lackierungen zu produzieren.



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Auf jeden Fall. Viel Erfolg bei dem Test, auf das wir schlauer werden! :)
 
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Meinst du der Lack geht wegen den Schrauben ab?

Wenn ja nimm doch Gummiunterlegscheiben.

Ansonsten viel Spaß beim testen. ;)

MfG DanielX
 
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Meinst du der Lack geht wegen den Schrauben ab?

Wenn ja nimm doch Gummiunterlegscheiben.

Ansonsten viel Spaß beim testen. ;)

MfG DanielX

klar, U-Scheiben nutz ich auch bei meinem Mod nun. das Löst das Problem zwar, macht mich aber nicht schlauer. Ich will ja wissen, wieso das passiert. Irgendwo dran muss es ja liegen. Der Lack an meinen Regalstangen vom Baumarkt platzt auch nicht ab, wenn ich ne Schraube rein drehe.
 
AW: [Test] Lackieren, der Große Vergleichstest

@Fifadoc

Deine Regalstange ist bestimmt nicht lackiert sondern eher Pulverbeschichtet. ;)

Ich denke nicht das du den Lack so fest bekommst das du ohne Unterlage da Schrauben ohne Schäden fest machen kannst.

Aber wollen wir mal sehen was bei dir raus kommt.

MfG DanielX
 
AW: [Test] Lackieren, der Große Vergleichstest

Mal ne Theorie.
Beim Bohren von Blech entsteht fast immer eine minimale Trichterform,selbst wenn man ein Stück Holz unterlegt.
Schraubst du jetzt eine Schraube mit Flachkopf in das Loch liegt die quasi nur mit dem Rand auf und auch nur da geht der Druck beim festziehen hin.
Ergo platzt da der Lack ab.
Tendenziel auch eher je dicker der Lack ist.

Teilweise vermeiden lässt sich das indem du die Mutter und nicht den Schraubenkopf anziehst oder,wie DanielX schon geschrieben hat,eine U-Scheibe verwendest um den Druck zu verteilen.

Und schau dir mal deine Regalstange an.
Die Löcher sind angesenkt und auch die Spaxe mit denen die Stange festgeschraubt ist haben einen Senkkopf.
Also wieder eine Vergrößerung der Auflagefläche um den Druck zu verteilen
 
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ich stimm dir völlig zu.
die gleichen gedanken hatte ich ja auch erst. Klar ist Pulvern robuster. Aber es kann echt nicht sein, dass der Lack 1cm um das Loch wegplatzt, nur weil ich ne Schraube anziehe. Das muss der Lack aushalten. Dass der Lack "unter" der Schraube zerkratzt ist alles keine Frage, die Fläche deckt die Schraube ja ab. Mir geht es einfach um die Bereiche, die eben nicht mehr abdegedeckt werden.

Und genau dafür versuche ich nun den Verarbeitungsfehler zu finden. irgendwo dran muss es liegen, denn so anfällig darf eine lackierung einfach nicht sein.

btw: kapitel 1 und 2 sind nun eingefügt. Kapitel 3 ist angefangen, muss aber nu erstmal weg.
 
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@schnitzel:
stimmt auch, aber löst immer noch nicht die frage, warum der lack auch beim HDD schacht rund um die löcher wegplatzt. Und zwar immer bis aufs metall. das DARF nicht passieren, wenn die Lackierung gut ist.
Und die Flächen sind gerade, da ist nix mit Absenken.


€:
@DanielX:
danke für die Profilnachricht. Habs verpennt reinzuschreiben. Es sind ja nur 4 Grundierungen, aber ich teste 5. Die fünfte ist dabei natürlich ohne Grundierung. Werd das nachher noch ändern.
 
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Falls du mit dem lackieren keinen Lösungsansatz findest.
Es gibt für Dartpfeile ganz kleine Gummiringe damit sich die Schraubverbindungen nicht dauernd lösen.
Kosten im 50er Pack ca.3-4€.
Die sind im angezogenem Zustand nicht sichtbar und würden dafür sorgen daß
der Schraubenkopf nicht direkt auf dem Blech aufliegt.
 
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@Schnitzel

Genau die meinte ich mit Gummiunterlegscheibe. ;)

MfG DanielX
 
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ich bin schon gespannt wie das ausgeht, der Testaufwand ist ja von den Varianten her enorm ;)

hoffentlich bringt uns die Versuchsreihe positive Ergebnisse

mfg Klemens
 
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Wie gesagt, U-Scheiben hab ich. Das löst aber halt nicht die Frage. Ich möchte ja das problem nicht nur lösen, sondern auch das "Warum" des Problems klären.
Irgendwo wird das problem schon herkommen.
 
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Lack ist nunmal Spröde und neigt dazu bei Belastung abzuplatzen.
Diese Neigung nimmt mit steigender Schichtdicke immer weiter zu.

So sind zumindest meine Erfahrungen.
 
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ja, dieses tut er aber rein physikalisch dann mehr, je geringer die haftung zwischen material und lack ist.
das ist ähnlich wie das ankleben eines handtuchhalters an die Badezimmer wand. Dieser neigt dazu runter zu fallen. Diese neigung steigt aber enorm, je schlechter der kleber ist.

Also je besser die grundierung am Metall haftet, desto weniger platzt ab.
Erst recht dürfen einfach keine großen flächen abplatzen.
 
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