Verunstaltete Print-Zeitungen: Ransomware sorgt für fehlende Inhalte und ungewohnte Darstellung

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Die Verlagsgruppe Madsack hatte bestimmt schon ruhigere Wochenenden erlebt: Denn eine Ransomware sorgte kurzerhand dafür, dass bei etlichen regionalen Tageszeitungen ganze Inhalte fehlten und dadurch die Darstellung durcheinander gebracht wurde. Als kurzfristige Reaktion auf das Chaos hob man für das Wochenende die Bezahlschranke beim Online-Angebot auf.

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Da hat wohl jemand auf einen Link geklickt...
Da hat schon viel früher jemand nicht mitgedacht. Warum muss das Satz- und Drucksystem auf direktem Weg mit der Redaktion oder gar dem Internet verbunden sein?

Artikel schrieb:
Da setzt man sich sonntagmorgens an den Frühstückstisch, nimmt nichtsahnend die Tageszeitung in die Hand und dann das: Irgendwie ist die ganze Ausgabe ein einziges Chaos.
Das war dann wohl ein exakt auf die Druckerei zugeschnittener Trojaner, wenn der Fehler beim Andruck nicht aufgefallen ist und nur sporadisch auftrat.

Artikel schrieb:
Glücklicherweise soll die Software von den eingesetzten Virenschutzprogrammen erkannt und erfolgreich entfernt werden.
Offensichtlich ja nicht, sonst hätte dieser Fehler nicht passieren dürfen. Ein Virenschutzprogramm , der erst Tage/Wochen nach Infektion anschlägt, kann man auch gleich deinstallieren.
 
Satzarbeit bzw Vorstufe ohne Internet ist undenkbar.
Andrucke? Achja, da war mal was aus der Zeit in der man als Drucker noch Geld verdient hat. In meinen letzten 6 Jahren als Offset Drucker (davor 7 Jahre Fachrichtung Digitaldruck) hab ich gerade mal vier andrucke gemacht. Proofs werden auch meist gespart.
Warum wurde da die Freigabe Datei nicht kontrolliert? Ist ein preflight fehlerfrei durchgelaufen? Arbeiten da nur Bäcker und Metzger an der Maschine?
Wurden wirklich standardisierte (ohne pseudosinnvolle Abänderungen) PDFs abgeliefert wie zb x1a?
Hat sich jemand die Mühe gemacht die PDFs vor Weitergabe anzusehen? Hat niemand Kontrolle gelesen von der Druckdatei?

Ich denke, da sucht man nicht nach einem Versagen sondern da stimmt was ganz ordentlich nicht in der Produktionskette.
 
Madsack betreibt seit Jahren massive Tarifflucht und Lohndumping. Ebenso wie die Konkurrenz um bspw. Aschendorff, Bertelsmann. Organisierte Mitarbeiter und Kollegen aus der Branche wissen das. Ich denke, dass sind wohl die faulen Früchte, die man nun erntet.

Wirklich spannend wird es zu beobachten, welche Schlüsse daraus gezogen werden. Ein Umdenken halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich. Eher wird man die Pandemie als Vorwand für weitere, massivere Sparmaßnahme heranziehen.

Ich denke, das wird nicht der erste und letzte Einschlag gewesen sein.
 
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