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Software-Overclocker(in)
Ein sehr günstiges Gehäuse mit ordentlich Platz in bewährter Fractal-Design-Qualität möchte das Core 2300 des skandinavischen Herstellers sein.
Trifft das auf den günstigsten Midi-Tower der Core-Reihe zu?
Willkommen zum Review!
Vielen Dank an Fractal Design für die Bereitstellung des Samples!
Inhalt:
1. Das Zubehör
2. Das Core 2300 von außen
3. Das Core 2300 von innen
4. Einbau der Hardware
5. Messwerte
6. Fazit
1. Das Zubehör
In einer kleinen Pappbox befinden sich fünf Kabelbinder, mehr als ausreichend viele Schrauben für die Montage der Hardware und ein kleines Faltblatt, dass auf diverse Installationsmöglichkeiten eingeht.
Inhalt der Box:
9 Befestigunsschrauben für das Mainboard, 12 Schrauben für 3,5"-Laufwerke, 9 Abstandshalter, 16 Schrauben für 2,5"-Laufwerke, 4 Schrauben für die Befestigung des Netzteils, 8 Schrauben für 5,25"-Laufwerke, 1 Vorhängeschlossbügel, 4 zusätzliche Schrauben für einen Frontlüfter und 5 Kabelbinder
2. Das Core 2300 von außen
Fractals Core 2300 ist schwarz lackiert, lediglich die weißen Slotblenden und die in gleicher Farbe gehaltenen Impeller der Lüfter sorgen für einen schönen Kontrast.
Die Abmessungen belaufen sich auf 195 x 431 x 450 mm (Breite x Höhe x Tiefe).
Grafikkarten können bis zu 380 mm lang sein, während CPU-Kühler mit bis zu einer Höhe von 162 mm unterstützt werden.
Das Gehäuse besteht größtenteils aus leider recht dünnem Stahl.
Das Frontpanel kommt im Look von gebürstetem Aluminium daher, entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber als Plastik.
Unten am Panel prangt ein unauffälliges Fractal-Design-Logo. Beide Seiten der Front besitzen Meshgitter mit integriertem Staubfilter.
Auf der Oberseite befindet sich das I-/O-Panel mit einem Power- (weiß beleuchtet) und einem Resetbutton, 2x 3,5-mm-Klinke, einer extremst hell leuchtenden HDD-LED sowie einem USB-2.0- und einem USB-3.0-Anschluss.
Die beiden Knöpfe verfügen über einen guten Druckpunkt, wobei der Resetbutton meiner Meinung nach zu nah am Powerbutton sitzt.
Wenn der Blick weiter an der Oberseite entlang gleitet, dürften einem die 2 Lüfterplätze auffallen, welche 120-mm- oder 140-mm- Luftschaufler unterstützen.
Diese beiden Plätze erleichtern dem Staub den Eintritt sehr, da dort kein Filter sitzt und die Löcher relativ groß sind.
Die Rückseite bringt keine großen Überraschungen mit sich, außer, dass auf Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung verzichtet wurde.
Fractal verbaut dort einen 120 mm großen Silent Series LT, der die warme Luft aus dem Gehäuse möglichst schnell abführen soll.
Zu den Seitenteilen gibt es nicht mehr viel zu sagen, außer dass man auf der linken Seite einen 120-mm-Lüfter verbauen kann.
Betrachtet man die Unterseite, entdeckt man einen großen Staubfilter, der sämtliche Belüftungslöcher verdeckt.
Leider lässt er sich schlecht entfernen.
Das Gehäuse steht auf vier nicht entkoppelten Plastikfüßen.
Wagen wir also einen Blick ins Innere

3. Das Core 2300 von innen
Im inneren sticht sofort die demontierbare Schiene auf der rechten Seite ins Auge.
Dort werden die 3,5- und 2,5"-Laufwerke befestigt.
Erstere werden durch drei Gummiunterlegscheiben entkoppelt.
Die Abstandshalter im Mainboard-Tray muss der Besitzer selber eindrehen. Schade, dass Fractal auf eine Eindrehhilfe verzichtet.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es zwar Kabeldurchführungen gibt, diese allerdings nicht gummiert wurden.
Löblich ist, dass die Slotblenden nicht, wie es leider viel zu oft in dieser Preisklasse üblich ist, zum Herausbrechen sind, sondern mit Rändelschrauben befestigt sind.
So lassen sie sich einfach entfernen und sind wiederverwendbar.
Bei geöffnetem Gehäuse kann man noch den vorderen Fractal Silent Series LT begutachten.
Die Silent Series LT erinnern sowohl vom Anschlusskabel, das ein schwarzes Flachbandkabel ist, als auch von der Form der Lüfterblätter und von der Maximaldrehzahl sehr stark an den BitFenix Spectre.
Ein Schelm, wer böses denkt

Bis auf ein leichtes Lagerschleifen handelt es sich um einen soliden Lüfter, der nicht mal besonders laut ist. Solange man kein Silent-Freak ist oder keine allzu hitzköpfige Hardware verbaut hat, muss man die Lüfter eigentlich nicht austauschen.
Wenn wir das Gehäuse schonmal offen stehen haben, können wir es ja füllen, deshalb geht es jetzt mit dem Einbau der Komponenten weiter

4. Einbau der Hardware
- Es empfiehlt sich, zuerst die mit drei Rändelschrauben gesicherte Schiene zu entfernen.
- Im zweiten Schritt werden dann die Abstandshalter an den passenden Stellen in den Mainboardtray gedreht.
- Es folgt die Montage des IO-Shields, danach kann das Mainboard befestigt werden.
- Als nächstes wird die passende Zahl an Slotblenden entfernt und die Grafikkarte wird nach ihrem Einbau mit Rändelschrauben befestigt.
- Nun kann das Netzteil ins Gehäuse einziehen.
- Es folgt die Zeit des Kabelmanagements.
- Nun wird / werden die Festplatte(n) an der Schiene angebracht und die Schiene wieder ins Gehäuse gebaut.
- Im letzten Schritt bekommen auch die Festplatten ihre Kabel.
- Nun kann das Gehäuse geschlossen und der PC in Betrieb genommen werden.
Insgesamt klappt der Einbau wie am Schnürchen, es ist auch genug Platz für Kabelmanagement vorhanden.
5. Messwerte
Folgendes Testsystem wurde verwendet:
AMD FX-6300
Gigabyte GA-970A DS3P
8 GB G.Skill Ares DDR3-2133
MSI R9 270X Hawk
AMD Boxed @ 80% rpm
Scythe Kaze Master II
be Quiet! SP E9 400 Watt
Seagate ST1000DM003
SanDisk Ultra II
BitFenix Alchemy 2.0 blau
Die Standard- sowie die Referenzlüfter (2x Noctua NF-S12A PWM) wurden @ 1000 rpm betrieben. Die CPU wurde mit Prime95 Small-FFTs 28.5 aufgeheizt und ihre Temperatur mit HWinfo ausgelesen. Die Grafikkarte wurde mit Furmark ausgelastet (1920 x 1080, 4x AA) und ihre Temperatur mit der integrierten Anzeige ausgelesen.
Gigabyte GA-970A DS3P
8 GB G.Skill Ares DDR3-2133
MSI R9 270X Hawk
AMD Boxed @ 80% rpm
Scythe Kaze Master II
be Quiet! SP E9 400 Watt
Seagate ST1000DM003
SanDisk Ultra II
BitFenix Alchemy 2.0 blau
Die Standard- sowie die Referenzlüfter (2x Noctua NF-S12A PWM) wurden @ 1000 rpm betrieben. Die CPU wurde mit Prime95 Small-FFTs 28.5 aufgeheizt und ihre Temperatur mit HWinfo ausgelesen. Die Grafikkarte wurde mit Furmark ausgelastet (1920 x 1080, 4x AA) und ihre Temperatur mit der integrierten Anzeige ausgelesen.
Das Core 2300 zeigt den Konkurrenten die kalte Schulter; die CPU bleibt im Fractal am kühlsten.
Bei der GPU-Temperatur ordnet sich der Testkandidat ganz hinten ein.
Auch mit Referenzlüftern ausgestattet beeindruckt die Kühlung der CPU des Core 2300.
Im Furmark darf die 270X Hawk im Fractal wieder am meisten schwitzen.
Fazit
Fractal Design macht beim Core 2300 vieles richtig; die Lüfter sind durchaus brauchbar, im Inneren herrscht genug Platz auch für ausladende Komponenten, es können viele Lüfter verbaut werden und die Verarbeitungsqualität ist gut.
Natürlich gibt es auch Kritikpunkte, aber angesichts des günstigen Preises kann man einfach kein perfektes Gehäuse erwarten.
Vor- und Nachteile auf einen Blick:
+ viel Platz im Innern
+ qualitativ ordentliche Lüfter
+ Power- und Resetbutton mit gutem Druckpunkt
+ einfache Montage der Hardware
+ viele Lüfterplätze
+ kurze, aber ausreichende Anleitung
+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ saubere Verarbeitung
+ genug Platz für Kabelmanagement
- Blechstärke der Seitenteile zu gering
- sehr staubanfällig, da oben keine Staubfilter verbaut wurden und das Gitter sehr grobmaschig ist
- erhöhte GPU-Temperatur
- zu helle HDD-LED
- keine gummierten Kabeldurchführungen
- Staubfilter lässt sich schlecht entfernen
- nur ungummierte Plastikfüße
Das Fractal Core 2300 ist ein gutes Gesamtpaket zum fairen Preis und verdient sich hiermit den Silber-Award!
Links:
Fractal Design: Fractal Design
Die Geizhals-Seite des Core 2300: Fractal Design Core 2300 (FD-CA-CORE-2300-BL) Preisvergleich | Geizhals Deutschland
Die komplette Core-Serie von Fractal: Fractal Design
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