Parabellum Diskussion

Amnesie

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo liebe User.

Vielleicht habt ihr schon von dem neuen,kostenlosen Onlinespiel "Parabellum" gehört,welches von einem Entwicklerteam aus dem Schwarzwald stammt.
Ich habe in dem Forum Golem.de ,welche meines wissens auch das Spiel unter ihre fittiche nehmen,eine sehr interessante Diskussion "miterlebt",bzw verfolgt.Der Vertreter des Games heißt in dem Beitrag "gbtroll",also dies ist ein Mitarbeiter vom Spiel.Das Game wird in erster Linie von einem User namens "Wenigschreiber" sehr kritisiert.
Ich bitte euch um eure Meinungen zu den Beiträgen von Wenigschreiber,als auch zu dem Beitrag von gbtroll.Ich bitte euch auch,euch als erstes folgenden Beitrag durchzulesen,da es hauptsächlich um dieses Thema geht:
Parabellum: Kostenloser Onlineshooter aus dem Schwarzwald - Golem.de

Nun der Link zum Start der Diskussion auf Golem.de:
Golem.de-Forum :: Parabellum: Kostenloser Onlineshooter aus dem Schwarzwald :: again: Kranke games nun auch Made in Germany?

Ich werde es hier aber auch noch Zitieren,falls einer Probleme mit der "Wegfindung" hat und damit man nicht jedes mal auf den Link zugreifen muss.



06.12.08 - 19:52 Autor: Wenigschreiber

... da soll man nun also ganz stolz sein auf die Jungs aus Villingen-Schwenningen?

Im ernst: Wem im Kontext von historischen wie aktuellen Kriegs- / Terrorfeldzügen bei derlei Grafik nicht automatisch speiübel wird, hat als Baby wohl zuviel Testosteron abbekommen oder ist wohl anderweitig unterbelichtet.

Jeder soll seinen Spaß haben - und Zensur ist sicher nicht der Weg. Dass mit dieser shooter Kacke "kleine-jungs Phantasien" bedient werden sollen, meinetwegen - dass derlei Simulation jedoch nicht spurlos an der Verdrahtung des Kleinhirns vorbeigeht steht ausser Frage.
Bei Nivellierung und Banalisierung von realen Kriegs- und Tötungshandlungen hört der Spaß auf...
Aber den Jungs die tatsächlich Spaß dabei empfinden ist wohl kaum zu helfen - die verstehen nicht was die Aufregung denn überhaupt soll.

Und dann sollen mit diesem Krampf per Micropayment auch noch ein paar cents verdient werden? Es geht kaum noch erbärmlicher.

@Golem: wenn solche kritischen posts in die "Trollwiese" geschoben werden ist diese ebenso unprofessionell wie armselig.
Daraufhin:


06.12.08 - 20:36
Autor: gbtroll

Lieber wenigschreiber,
Ich respektiere Ihre Aussage(n) im Rahmen der freien Meinungsäußerung durchaus, allerdings möchte ich doch sagen, dass sie recht einseitig argumentieren.
Natürlich mögen sie Recht haben, dass gewalttätige Spiele bei labilen Jugendlichen zu psychischen Problemen führen können, aber gleich so aggressiv gegen dieses Spiel zu wettern halte ich für übertrieben.

Es gibt genug Spiele, bei denen man die Rolle eines Terroristen (z.B. Counter-Strike), oder einer Spezialeinheit (Counter-Strike, Rainbow six..) einnimmt, einen Krieg ausficht (Call of duty...) und die durchaus einen Realitätsnahen Hintergrund (z.B. den 2. Weltkrieg) haben.

Ich habe diese Spielserien teilweise gespielt, und mir ist darüber nicht Speiübel geworden. Trotzdem halte ich mich weder für Testosteron überschwemmt noch für unterbelichtet. Ich sehe diese Spiele viel mehr als einen Weg seine Aggressionen aus dem Alltag abzulassen ohne dass dabei Menschen zu Schaden kommen.

Sie sollten damit klar kommen, dass es schon immer einen Umbruch in den Generationen gab, und dieser Umbruch schließt auch Wertvorstellungen mit ein. Trotzdem sollten wir alle darauf hoffen, dass die Gewalt des Spiels da bleibt wo sie sein soll. Im Spiel. Und nicht in der Realität.

Noch eine letzte Anmerkung: Ich weiß nicht ob sie schon einmal programmiert haben, aber ein ganzes Spiel zu machen, Texturen zu zeichnen usw. ist eine riesige Arbeit. Dies sind Leute die diese Arbeit auf sich genommen haben, die etwas geschaffen haben. Jedes Spiel ist für sich gesehen auch ein Kunstwerk, ein Ausdruck einer Person. Und schockierende Kunst gab es schon immer, das ist kein Phänomen der Zeit.

Ein letzter Abschnitt zu Ihrer Äußerung des Geld verdienens:
Ein Spiel kostet auch im laufenden Betrieb etwas. Server bezahlen sich nicht von selber, und Fehler im Gameplay (Bugs) werden auch nicht von selbst behoben. Das sind viele Stunden Arbeit, und Arbeit sollte doch auch bezahlt werden, oder?

tl;dr

MfG

M.
Die Antwort kam prompt:


06.12.08 - 22:54
Autor: Wenigschreiber

Hallo "gbtroll",

obwohl ich wenig Lust verspüre Ihr schablonenhaftes Geschreibsel
zu kommentieren, kann ich es andererseits einfach nicht so stehen lassen.

gbtroll schrieb:
-------------------------------------------------------
> Lieber wenigschreiber,
> Ich respektiere Ihre Aussage(n) im Rahmen der
> freien Meinungsäußerung durchaus, allerdings
> möchte ich doch sagen, dass sie recht einseitig
> argumentieren.

Einseitig? Kann schon sein.
Ausgewogenheit hört da auf wo die Dinge beim Namen genannt werden müssen. Wo offenbar keine andere Instanz greift muss klar Stellung bezogen werden.
Einseitigkeit per se, sagt nichts über die Qualität der Aussage aus.

> Natürlich mögen sie Recht haben, dass gewalttätige
> Spiele bei labilen Jugendlichen zu psychischen
> Problemen führen können, ...

Ja, das soll dann nun als Feigenblatt der ausgewogenen Argumentation herhalten - indem Sie Binsenweisheiten zitieren?
Alles was wir tun hat Auswirkungen auf unser Wertesystem - das bloß auf die "labilen Jugendlichen" zu begrenzen ist Unsinn.
Wirkt Werbung auch nur auf labile und sensible?

> aber gleich so aggressiv
> gegen dieses Spiel zu wettern halte ich für
> übertrieben.

Übertrieben? Ich habe noch gar nicht so recht ausgeholt... das ist hier wohl kaum die richtige Plattform.

> ...Ich habe diese Spielserien teilweise gespielt, und
> mir ist darüber nicht Speiübel geworden.

Es reicht sogar schon wenn man darüber Nachdenkt um einem übel zu werden zu lassen.
Das hat weniger mit intensivem gameplay zu tun, sondern, unter anderem - um nur ein Beispiel zu nennen - mit Respekt vor unserer historischen Vergangenheit...

> halte ich mich weder für Testosteron überschwemmt
> noch für unterbelichtet.
Aber wer hält sich denn schon selbst für unterbelichtet, so schlau ist man selten ;)
Das war von mir sicher etwas polemisch-provokant aber dennoch nicht völlig falsch...

> Ich sehe diese Spiele
> viel mehr als einen Weg seine Aggressionen aus dem
> Alltag abzulassen ohne dass dabei Menschen zu
> Schaden kommen.

Na dann. Da können wir ja froh um diese Spiele sein!
Wieviele Menschen wurden da wohl schon vor Schaden bewahrt?
Sorry aber das ist dermaßen (schablonenhafter) Stuss...

> Sie sollten damit klar kommen, dass es schon immer
> einen Umbruch in den Generationen gab, und dieser
> Umbruch schließt auch Wertvorstellungen mit ein.

Werte sind relativ und nicht in Stein geschrieben, da stimme ich zu.
Werte sind Kulturgut für die man sich auch durchaus einsetzen kann.

> Trotzdem sollten wir alle darauf hoffen, dass die
> Gewalt des Spiels da bleibt wo sie sein soll. Im
> Spiel. Und nicht in der Realität.

Ja, dann hoffen wir mal ganz fest zusammen und verschließen bei der Gelegenheit auch ganz fest die Augen vor den Erkenntnissen der Hirnforschung...

> Noch eine letzte Anmerkung: Ich weiß nicht ob sie
> schon einmal programmiert haben, aber ein ganzes
> Spiel zu machen, Texturen zu zeichnen usw. ist
> eine riesige Arbeit. Dies sind Leute die diese
> Arbeit auf sich genommen haben, die etwas
> geschaffen haben.

"Geschaffen" - ein großes Wort...
Tatsächlich geht, was Spielidee und Umsetzung angeht, die kreative Leistung doch gegen null.
Also ein weiteres Unreal-Engine klon - etwa so notwendig wie weitere Linux distri... das soll also anerkennenswert sein?


> Jedes Spiel ist für sich gesehen
> auch ein Kunstwerk, ein Ausdruck einer Person.
> Und schockierende Kunst gab es schon immer, das ist
> kein Phänomen der Zeit.

Ja, deshalb versucht der eine oder andere Künstler verzweifelt zu schockieren - denn dass muss per Definition dann doch Kunst sein oder?
Das fähige Leute manchmal den größten Mist produzieren ist einfach nur tragisch...

> Ein letzter Abschnitt zu Ihrer Äußerung des Geld
> verdienens:
> Ein Spiel kostet auch im laufenden Betrieb etwas.
> Server bezahlen sich nicht von selber, und Fehler
> im Gameplay (Bugs) werden auch nicht von selbst
> behoben. Das sind viele Stunden Arbeit, und Arbeit
> sollte doch auch bezahlt werden, oder?

Nun, ob es bezahlt wird entscheidet der Markt. Das ist nicht der Punkt.

Freundliche Grüße.
Wie ist eure Meinung zur Antwort des Entwicklerteams und wie seht ihr das ganze?Ich würde mich über zahlreiche Feedbacks freuen,jede Meinung ist willkommen,sowohl Pro,als auch Kontra.
 
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