News Große Ehre für Keen Games: Enshrouded ist bestes deutsches Spiel

PCGH_Oliver

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Beim Deutschen Computerspielpreis ging das Frankfurter Entwicklerstudio Keen Games siegreich hervor und konnte mit Enshrouded zwei Preise entgegennehmen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Große Ehre für Keen Games: Enshrouded ist bestes deutsches Spiel

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Der Deutsche Computerspielpreis ist das nicht der Preis den keiner so richtig ernst nimmt weil da tlw. auch Politiker mit Einfluss nehmen wenn ihnen das Spiel nicht passt was gute Chancen hat zu gewinnen...? Oder sich darüber echauffieren das ein USK18 (also phöses Killaspiel 11Elf!!!!) gewonnen hat?


Kritik

Kritiker bemängeln, dass durch die Einschränkung auf pädagogisch wertvolle Spiele nur ein geringer Teil der Titel am Markt in die engere Auswahl der Preisanwärter gelangt. An dieser Vorbedingung zeige sich, dass Computerspiele in Deutschland nicht als Medium für Erwachsene akzeptiert würden.

Die Bevorzugung von pädagogisch wertvollen Computerspielen ist allerdings nicht eindeutig festgelegt und wurde mit der Zeit nur als eines von mehreren Auswahlkriterien gehandhabt. So wurde 2012 mit Crysis 2 erstmals ein Ego-Shooter ohne Jugendfreigabe als „Bestes Deutsches Spiel“ ausgezeichnet. Die Preisvergabe wurde wiederum von Politikern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion kritisiert, die in dem Titel ein „Killerspiel“ sehen. Der medienpolitische Sprecher von CDU/CSU Wolfgang Börnsen hatte bereits die Nominierung des Spiels scharf verurteilt: „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion distanziert sich von der Entscheidung der unabhängigen Jury, in der Kategorie 'Bestes Deutsches Spiel' ein sogenanntes Ballerspiel zu nominieren. Wir halten diese Nominierung für unvertretbar.“ Laut Börnsen stehe die Unionsfraktion in letzter Konsequenz sogar einer „Neubesetzung der Jury offen gegenüber“.

Im Mai 2014 traten die beiden Videospieljournalisten Andre Peschke und Heiko Klinge aus Protest über eine neue Regelung aus der Jury zurück. Die Regelung sollte es erschweren, dass Videospiele mit der Alterseinstufung „Keine Jugendfreigabe“ (USK 18) prämiert werden, indem eine 2/3-Mehrheit an Befürwortern für ein solches Spiel durch nur drei Gegenstimmen wieder gekippt und das Spiel aus der ursprünglichen Nominierungskategorie als Sieger gestrichen werden konnte.

Auch die Präsentation des Preises wurde kritisiert. So wurde die Gala zum Preis 2019 als „Selbstinszenierungsversuche von Politikern und eine Moderatorin“ bezeichnet, die „Gamer-Klischee“ bediene und sich durch die Ahnungslosigkeit der Moderatorin auszeichnet. Bereits der Auftritt von Barbara Schöneberger 2018 sei mit altbackenen Witzen durchsetzt gewesen, die Moderation 2019 durch Ina Müller aber ein absoluter Tiefpunkt.

Öffentliche Wahrnehmung

Nach der Verleihung des Preises im April 2019 wurde in einer Reihe von Medien die Veranstaltung kritisch bewertet. Spiegel Online stellte anlässlich der „stellenweise schlicht niveaulosen“ Moderation von Ina Müller fest:

„Der Computerspielpreis hatte schon immer eine zu große Nähe zur Politik und zu viele Fremdschäm-Momente, um von Spielern ernst genommen zu werden.“

Golem.de resümierte, der Deutsche Computerspielpreis 2019 sei eine Veranstaltung gewesen, an der „kaum jemand wirklich an Games interessiert zu sein schien.“

Petra Fröhlich, die zugleich Jury-Mitglied des DCP ist, kritisierte im Branchenmagazin GamesWirtschaft neben der Moderation auch Inszenierung und Ablauf. Die Veranstaltung sei mit 2,5 Stunden Dauer „aus dem Ruder gelaufen“. „Das Preisgeld wirke [...] wie Schmerzensgeld“.
 
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