Dual-Monitor Lösung in zwei Schritten, oder doch besser nur einer mit 25-27"

Karnstein

Komplett-PC-Käufer(in)
Dual-Monitor Lösung in zwei Schritten, oder doch besser nur einer mit 25-27"

Ich fülle mal zuerst den obligatorischen Fragenkatalog aus, bevor ich detaillierter auf die Problematik eingehe...

1.) Wie hoch ist dein Kapital bzw. der Preisrahmen in dem du dich bewegen kannst?

400-450€, wenn ich unter 300€ bleibe wäre es mir aber auch nicht unrecht. Wobei das jetzt rein für den ersten Monitor gilt, mehr Details siehe unten...

2.) Besitzt du noch einen alten Monitor bei dem du dir nicht sicher bist, ob sich ein Upgrade bzw. Neukauf lohnen würde?

Nein, denn der Monitor vor dem ich aktuell sitze (LG IPS235P) muß aufgrund eines nervigen Bildfehlers definitiv weg.

3.) Welche Grafikkarte ist in deinem PC verbaut? (Wichtig bezüglich der Auflösung!)

960GTX/4G, keine Pläne die in naher Zukunft zu ersetzen und damit also auch keine Ansprüche in mehr als Full-HD-Auflösung nebenher was daddeln zu wollen.

4.) Wie sieht der geplante Verwendungszweck schwerpunktmäßig aus? Gaming, Film/Foto-Bearbeitung, Office oder Allround?

- Casual-Gaming, Schwerpunkt auf Strategiespielen (z.B. X-COM 2, HOI4, Stellaris, Total War Serie) und RPGs (Skyrim, Deus Ex, Pillars, Witcher)
- Bildbearbeitung für die Präsentation der Fotos im Netz, besitze zwei MFT-Systemkameras mit 16MP Sensoren von Olympus und Panasonic
- für dieses Jahr ist auch mehr Videobearbeitung geplant, wobei hier die eine Kamera nur in 1080p aufzeichnen kann und ich das 4K Material der anderen definitiv auf 1080p konvertieren werde.

5.) Hast du spezielle Wünsche oder Anforderungen an das Produkt?

Siehe der nachfolgende Text...

Zur Ausgangslage:

Aktuell hängt wie erwähnt ein 23" Allround-Monitor von LG mit IPS Panel an meinem PC. Angeschafft wurde der ursprünglich mal fürs bequemere Arbeit daheim mit meinem 14" Uni-Laptop, das mittlerweile in Rente geschickt und gegen den PCGH-PC aus der Oster-Aktion 2016 ersetzt wurde. Zu dem Zeitpunkt als ich ihn mir gekauft habe, hatte Gaming mangels Leistung des Laptops null Priorität und mit der Digitalfotografie hatte ich damals auch nicht angefangen. Dummerweise habe ich auf den Monitor mittlerweile keine Herstellergarantie her und der seit einiger Zeit immer deutlicher werdende Bildfehler ist ziemlich nervig. Rechts schimmert so auf 1/5 der Bildfläche sichtbar das Gitternetz durch und der Monitor hat an der Stelle auch einen massiven Rotstich. Das ist weder schön anzuschauen, noch augenschonend und wie man sich denken kann für jegliche Form von Bildnachbearbeitung in Programmen unbrauchbar.

Ich würde mich heute nur noch als Casual-Gamer bezeichnen, der primär im Singleplayer Modus für sich zur abendlichen Entspannung unterwegs ist. Die Zeiten, wo ich stundenlang im Netz mit/gegen andere Ego-Shooter gespielt habe, sind definitiv vorbei. Ergo möchte ich mich dem GraKa-Aufrüstungs-Wahn soweit wie möglich entziehen. Ich habe also weder die Ambition mir über einen extra-breiten Monitor mit super Latenz-Zeiten irgendwelche spielerischen Vorteile zu verschaffen, noch den Anspruch alles in bester Bildqualität und am besten noch in 4k zocken zu können. Mir sind brauchbare Frames für kleines Geld bei Abstrichen was Auflösung und Grafikdetails angeht also wichtig. Aufgerüstet würde dann erst wenn es nicht mehr anders geht und dann auch nur im Mittelklasse-Segment (also das was aktuell mit der 1060GTX und der RX 480 abgedeckt wird).

Leider, und das ist mein Problem, beißt sich das mit meinen Film&Foto-Ambitionen etwas. Denn hier wäre ein deutlich größerer Monitor und eine höhere Auflösung durchaus von Vorteil, nur würde das dann bei einer Ein-Monitor Lösung zwangsweise das frühzeitige Aus für die 960GTX bedeuten und mich dazu zwingen, parallel zu einem neuen Monitor auch noch eine High-End-Karte wie eine 1070 oder 1080 zu kaufen und das Geld habe ich aktuell einfach nicht, bzw. ist es mir auch nicht wert. Vor allem da die meisten EBV-Programme keinen Mehrwert aus so eine Karte ziehen.

Sinnvoller erscheint mir da eher eine Zwei-Monitor Lösung, bei der ich mir zuerst jetzt zeitnah einen 24" Monitor mit Full-HD Auflösung und guter sRGB-Abdeckung gönne, der für meine Art von Spielen noch brauchbare Latenzen liefert und somit langfristig als primärer Monitor fürs Casual-Gaming dienen würde. Und in der zweiten Phase würde dann irgendwann ein großer Monitor angeschafft werden, der dann für die Bildbearbeitung gedacht ist und noch mehr Wert auf eine saubere sRGB-Farbraum-Abdeckung wert legt.

So eine Lösung kostet mich zwar wahrscheinlich am Ende nicht viel weniger als wenn ich mir jetzt einen 27" Monitor gönne + einer Grafikkarte die bei dessen höherer Auflösung spieletaugliche FPS-Werte schafft, nur verteilen sich hier zeitlich die Kosten besser und ich hätte die Option, bei den Monitoren jeweils Schwerpunkte zu setzen. Sprich beim 24" Monitor für brauchbare Latenzwerte zu sorgen und bei der Farbraumabdeckung gerade soweit zu gehen, daß ich nach dem Erwerb des zweiten Monitors nicht das Bedürfnis verspüre alle alten Bilder neu "entwickeln" zu wollen, weil die Farben auf dem neuen Monitor völlig unecht wirken. Und dann beim größeren Monitor keine Rücksicht mehr auf Latenz-Werte zu nehmen, sondern mich rein auf die Farbgenauigkeit ab Werk konzentrieren zu können.

Irgendwer welche Ideen oder Vorschläge, bzw. gibt es zufällig jemand der Hobby (oder gar Berufs) Fotograf/Designer ist und nebenher etwas daddelt?
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Dual-Monitor Lösung in zwei Schritten, oder doch besser nur einer?

21:9 ist jetzt nicht so meine Wunschvorstellung, ich hab mir zu dem Thema aber noch mal paar Gedanken gemacht.

Ich denke ich werde doch lieber direkt auf 25-27" mit 1440p einsteigen und dann bei den wenigen von mir aktuell gespielten Spielen, die zu grafiklastig sind und bei denen meine 960GTX nicht mitmacht, die Kröte "Interpolation" notfalls schlucken. 4k werde ich mir aber definitiv sparen, da ich hier keinen Vorteil für mich sehe aus folgenden Gründen:

1. Ich hab an vielen Stellen gelesen, daß der Sprung bei der Wahrnehmung im Bezug auf die Bildqualität von 1080p auf 1440p größer ausfällt als der von 1440p auf 4k, solange man nicht zu den Leuten gehört die mit der Nase direkt am Bildschirm kleben.
2. Auf 27" Monitoren ist 4k laut prad.de keine optimale Kombination aus Auflösung&Fläche und größer als 27" soll/muß der Monitor nicht werden, ich hab noch genug andere offene Baustellen und keinen Goldesel im Wandschrank versteckt.
3. Je höher die Auflösung wird, desto häufiger muß ich bei spielen interpolieren lassen (habe ich früher immer vermieden als ich noch viel gezockt habe), oder Geld in Oberklassengrafikkarten stecken.
4. Ich hab wie erwähnt gar nicht vor meine Videos in 4k auszugeben, alles was ich mit der Auflösung wird auf 1080p runtergerechnet, bzw. dient als Qualitätsreserve beim Crop.

In der engeren Wahl hab ich jetzt zwei Monitore von Dell, da beide laut Prad.de auf recht hohe sRGB Werte ab Werk kommen und spätestens nach Einsatz eines Kolorimeters für meine Hobby-Ansprüche mehr als ausreichen dürften. Besser als mein aktueller LG IPS235 sind sie auf jeden Fall.

Zum einen den Dell U2515H und seinen großen Bruder, den U2715H. Letzterer hat zwar mittlerweile einen Nachfolger (2717D), bei dem habe ich aber was die Latenzen angeht so meine Bedenken und ich bin nicht davon überzeugt, das für meinen Laien-Einsatz die nochmalige Steigerung bei der Farbtreue zum aktuellen Zeitpunkt den weiteren Aufpreis wert ist.

Für den U2515H sprechen aus meiner Sicht drei Faktoren:

- mit rund 330€ keine riesen Investition, nachdem ich die Tage erst einmal Geld versenken mußte um an meinem Rechner auch die mit dem Wechsel von Telekom zu UM erworbene Mehrleistung der Internetanbindung ankommen zu lassen.
- Mit einer Signalverzögerung von unter 3ms und einer addierten Latenz von ~11 Sekunden ist er nicht schlechter als mein aktueller Monitor, mit dem ich keine Probleme hatte was das Spielen angeht (auch nicht bei FC4)
- er ist lokal bei der örtlichen Filiale von notebooksbilliger erhältlich, ich könnte also bei einem Montagsmodel einfach wieder zum Laden hinfahren und müßte nicht den Monitor wieder einschicken

Gegen den Monitor spricht für mich bisserl das Bedenken, ob WQHD auf 25" für meine schlechten Augen (Kurzsichtigkeit+ausgeprägte Anisometropie, da das linke Auge deutlich stärker kurzsichtig ist als das rechte) nicht zu beanspruchend wirkt.

Für den U2715H sprechen aus meiner Sicht folgende Faktoren:

- WQHD und 27" wird häufig als gute Kombination beschrieben. Die Pixeldichte ist geringer als bei FHD auf 24", aber nicht so extrem wie bei 4k auf 27".
- 27" ist im Alltag schon nett, ich hab jetzt aushilfsweise den größten Teil der Woche bisher an einem 27" Monitor tagsüber sitzen dürfen (wenn auch nur FHD-Auflösung) und das Mehr an Fläche im Vergleich zu meinem heimischen 23" Monitor ist spürbar
- die sRGB Werte beim Prad-Test sind besser als die des U2515H, der Preisunterschied (440 vs 330€) erscheint mir noch human.
 
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