AW: Anthem: Voraussetzungen für die Teilnahme an der VIP-Demo
Der Vorstand von EA reflektiert ja auch nicht Entwickler- und Spieler-Interessen, er repräsentiert die Interessen derer, die Mechanismen besitzen ihre Vertreter in Führungspositionen zu bringen. Das sind ganz klar die Aktieninhaber und politische Gegengewichte gibt es zu diesen nicht. (vgl. Gewerkschaftsvertreter in deutschen Vorständen).
Das Interesse von jemandem der Geld für Aktien ausgegeben hat um bei EA abstimmen zu dürfen ist mehr Geld zu machen. Die Interessen von Entwicklern, Designern etc. bei EA eine Karriere zu haben und Produkte zu entwickeln werden nicht repräsentiert und diese Jobs weiter heruntergebrochen auf reine Söldnerarbeit die man ebensogut beim nächsten Publisher leisten könnte mit den gleichen Aussichten. Gerade weil in den oberen Positionen die Anstellungszeiten immer kürzer werden, konzentriert sich die Ausrichtung der Firma auf immer kürzere Zeiträume. Somit hat mindestens EA langfristige Entwicklungen immer wieder verschlafen und ist nur bei neuen Arten Geld zu verdienen aggressiv und innovationsfreudig. Die Aussicht auf viel Geld mit wenig Aufwand wird verfolgt, das Erschließen neuer Märkte und Anschluss halten an neue Spielergenerationen wird verschlafen. Selbst dort wo Leute langfristig an der Spitze stehen (Activision) muss das kein Zeichen für langfristiges Denken sein.
Den deutlichsten Unterschied sieht man bei Ubisoft. Keine Aktienmehrheit die Yves Guillemot überstimmen könnte und der Unterschied zu EA könnte nicht größer sein. Klar kann auch Ubisoft seine Kunden auf die Palme bringen, aber ansonsten ist Ubisoft weit vorne. Die haben ein Hollywood Special Effekt Studio hochgezogen (
Home | HYBRIDE | VFX Studio | A UBISOFT Division) das nicht nur eng mit James Cameron arbeitet, sondern im Abspann von vielen Blockbustern mit enthalten ist (Bsp. Star Wars). Die sind ganz breit mit dem Kundenkreis aufgestellt von Let's Dance bis Egoshootern. Es gibt wenig Berührungsängste mit neuen Titeln und man schafft es auch diese auszuliefern anstatt sie wie Blizzard halbfertig liegenzulassen weil man nicht weiter machen will, oder kann. Sogar Fortsetzungen schafft man. Zudem liegt man vor allem beim Erstellen von großen Maps vor der Konkurrenz. Besonders EA und Activision die sich für die Größten halten, bringen ja nichts mit Maps von der Größe und Komplexität eines RedDead, Assassin's Creed oder Breath of the Wild. Das machen andere Studios und von denen hat auch nur Ubisoft diese hohe Frequenz an Spielen mit solchen Welten.
Von den Entwicklern sehen wir jetzt schon eine klare Reaktion. Dass EA und Activision in vielen Feldern technisch nicht mehr mithalten können, ist kein Zufall. Machen wir uns doch nichts vor warum bei CoD und BF immer häufiger die Kampagnen wegfallen und auf Microgrößen schrumpfen, während woanders damit gewuchert wird. Denen fehlen jetzt schon die Leute dafür. Nicht jede Unternehmenskultur kann jedes Spiel hervorbringen. Das muss noch nicht einmal zu sehr am Fokus auf schnelles Geld liegen. Auch Blizzard musste Project Titan zu Overwatch einstampfen.