News GTA-Legende über KI: "Technik machte Spiele nicht billiger, sondern teurer"

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Rockstars Dan Houser warnt vor übertriebener Hoffnung auf KI in der Spieleentwicklung. KI könne helfen, aber keine Magie erschaffen. Entscheidend bleibe die menschliche Kreativität. Mehr Technik habe die Spiele zudem immer teurer gemacht.

Was sagt die PCGH-X-Community zu GTA-Legende über KI: "Technik machte Spiele nicht billiger, sondern teurer"

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
KI ist ein Werkzeug, und ob dabei erfolgreiche oder erfolglose Spiele rauskommen, hängt ausschließlich davon ab, wie man es nutzt. KI-Technologien sind gekommen, um zu bleiben, und wie alle anderen Technologien auch, werden auch sie sich weiter entwickeln und die Grenzen des Möglichen und Machbaren stetig verschieben.
 
Aus diesem Grunde wird sich das ganze Thema KI, nachdem sich der anfängliche Hype legt, wieder auf ein gewisses Maß zurecht rücken.

Noch interpretiern die meisten Leute etwas in KI rein, dass KI entweder gar nicht oder nur anders erfüllen kann.
Viele Leute können KI gar nicht vernünftig definieren (nein, ein ordinärer Algorithmus ist keine KI), halten es aber "weil es sich gut anhört und in aller Munde ist" für "the next best thing" und investieren massiv.

Ähnlich wie sämtliche vorangegangene Neuerungen wird es erst übergroß aufgeblasen, schrumpft sich dann -möglicherweise mit einem Knall- wieder zurück, um letztlich organisch wieder zu wachsen.
 
Setzt Rockstar auf KI, entsteht eine Themepark-Attraktion; setzt es auf KD im free roam, entbrennt ein echtes Schlachtfeld ... Adrenalin, Risiko und nackter Überlebenskampf. KD, nicht KI.
 
"Entscheidend bleibe die Idee hinter dem Projekt, nicht das Werkzeug."

Kenne niemanden, der je was anderes behauptet hat.
Evtl. bekommt man aber Anregungen zu Ideen, die einem vorher nie gekommen sind!

Genauso wie man seit Jahrzehnten die Google-Suche nutzt und nicht eine IP-Adresse nach der anderen eingibt auf der Suche nach der gesuchten Web-Seite, so sollte man (aktuell) LLM Modelle und Co. verwenden.
Wenn ich aus einer Zeichnung ein KI-Render-Bild generiere und daraus ein 3D-Modell für Blender und Co., dann habe ich mir eine Menge (Vor-)Arbeit bei der Modellierung gespart.
Die "Idee" zur der 3D-Figur stammt jedoch von der von mir erstellten Skizze. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ja mal gespannt wie viele Studios im Zuge des KI Booms auf der Strecke bleiben werden. Einfach weil man sich erhofft mit KI den großen Wurf zu landen obwohl man von Gaming nichts versteht.

Meine Befürchtung ist, dass der Spielemarkt mit seelenlosem AI Slop geflutet wird, genau so wie aktuell bereits Social Media. Einfach weil zu viele gierige Leute im Chefsessel sitzen, die sich einen Schei* für Gamer und Qualität scheren, sondern durch KI nur einen Geldspeicher im automatischen Refill Modus sehen.

Natürlich lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
 
Ich bin ja mal gespannt wie viele Studios im Zuge des KI Booms auf der Strecke bleiben werden. Einfach weil man sich erhofft mit KI den großen Wurf zu landen obwohl man von Gaming nichts versteht.

Meine Befürchtung ist, dass der Spielemarkt mit seelenlosem AI Slop geflutet wird, genau so wie aktuell bereits Social Media. Einfach weil zu viele gierige Leute im Chefsessel sitzen, die sich einen Schei* für Gamer und Qualität scheren, sondern durch KI nur einen Geldspeicher im automatischen Refill Modus sehen.

Natürlich lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Wird bestimmt welche geben, die dem KI-Zug genauso hinterherrennen wie dem Live-Service-Trainwreck zuvor. Bestimmt gibt es Aufgaben in der Spieleentwicklung, die man mit Sprachmodellen und GenAI übernehmen kann. Gerade Lokalisierung oder Sprachausgabe in zusätzlichen Sprachen scheint mir da ein guter Anwendungsfall. Später wird aber immer noch ein Mensch drüberschauen müssen oder das Resultat kann schnell sehr abwegig werden. Am Ende wird man wahrscheinlich nicht weniger Entwickler brauchen, ihr Output wird aber größer sein. Wer glaubt, die KI baut einem morgen GTA 7 mit ein paar Prompts überschätzt die aktuelle Technik allerdings massiv.
 
Im Prinzip haben diese Werkzeuge die heutige Spieleproduktion ermöglicht. Das fängt schon mit der Engine an. Heute kann jeder mit RPG Maker irgendwas zusammenklatschen, das früher erstmal massive Entwicklerkenntnisse erfordert hat. Man kann sogar was richtig gutes machen und das in einem Winzigen Bruchteil der Zeit.

Am Ende gilt das für alle Tools und sämtliche Programmiersprachen wurden für das eine Ziel entwickelt: inkompetent(er)en Leuten zu helfen besser zu sein, als es mit den bisherigen Mitteln möglich gewesen wäre. Das Ergebnis können wir heute beobachten.

Noch interpretiern die meisten Leute etwas in KI rein, dass KI entweder gar nicht oder nur anders erfüllen kann.
Viele Leute können KI gar nicht vernünftig definieren (nein, ein ordinärer Algorithmus ist keine KI), halten es aber "weil es sich gut anhört und in aller Munde ist" für "the next best thing" und investieren massiv.

Man kann sich die Ergebnisse von KI ganz bequem ansehen und die Resultate sind extrem. Da ist nichts mehr "next".

Ähnlich wie sämtliche vorangegangene Neuerungen wird es erst übergroß aufgeblasen, schrumpft sich dann -möglicherweise mit einem Knall- wieder zurück, um letztlich organisch wieder zu wachsen.

Eigentlich sind die ganzen Dinge immer exponentiell gewachsen, wenn sie Substanz hatten. Jetzt kommt natürlich der "neue Markt" und genau da liegt das Problem: keine Substanz. Was Substanz hatte, ist danach größer geworden.

PS: "organisch wachsen" ist dann auch wieder Businesssprech, mit dem das eigentliche verschleiert werden soll.

Ich bin ja mal gespannt wie viele Studios im Zuge des KI Booms auf der Strecke bleiben werden. Einfach weil man sich erhofft mit KI den großen Wurf zu landen obwohl man von Gaming nichts versteht.

Auch nicht mehr als früher.

Der große Unterschied ist, dass die Qualität steigt, siehe Pal World.

Leute, die mit irgendwelchem Müll das schnelle Geld verdienen wollen gibt es seit jeher in allen Geschäftsbereichen und das in unterschiedlichen Qualitätsstufen.
 
Ich bin da auch seiner Meinung: KI lernt ja vom Menschen und nicht umgekehrt. Moses hat ja auch nicht zum Felsen oder zum Busch gesprochen, sondern der Busch zu ihm. So war es richtig, denke ich. Es ist schon lange her, dass ich mich mit Religion beschäftigt habe.:hmm:
 
Es gibt immer Firmen die mit neuer Technologie als erstes am Markt sind. Lycos und Yahoo sind älter als Google, MySpace war vor Facebook. Aber nur weil man der erste am Markt ist, bedeutet das nicht, dass man einen Freifahrtschein hat auch den Markt zu dominieren.

KI ist in genau so einer Situation, die vor allem der Flut an frühen Suchengines sehr ähnlich ist. Jeder hat was, jeder kann ein bisschen was, aber wie man das effizient einsetzt um am Ende wirklich mehr Ertrag zu haben kann keiner sagen. Wer am Ende der Inbegriff von KI wird, lässt sich noch nicht sagen.

Das ist ja das verflixte an KI. Spiele wollen einen Wert schöpfen, der den Preis rechtfertigt den die Kunden zahlen. Gleichzeitig will der KI Anbieter sagen, dass die Arbeit die den Wert schöpft billiger von der Ki gemacht wird als vom Menschen, gleichzeitig aber den KI Anbieter wiederum so wenig kostet, dass er eine wahnsinnige Gewinnspanne hat mit der die Invenstorenblase weiter aufgepumpt wird.

Alles was KI erreichen kann unter diesen Voraussetzungen ist eine Entwertung von Dingen. Noch haben wir erst bei Musik und Bildern die Flut an KI Müll. Aktuell geht so die Flut an KI Müll Videos los und letztlich wird es auch Spiele treffen. Rockstar will aber Spiele für 70€+ verkaufen und nicht eine Technologie integrieren bei der ein Kunde keinen Wert mehr sieht.
 
KI hat in Spielen fast nichts zu suchen. Es gibt ein paar dezidierte wie breit gestreute Bereiche von Content und Assets, die jetzt leichter generiert werden können. Aber selbst das muss gut gemanaged werden.
Im Prinzip profitieren die grösseren und die ganz kleinen.
 
Wahrscheinlich hat er recht. Das menschliche Gehirn interessiert sich nicht für Dinge, die jeder kann. Alles, was eine KI beisteuert, wird in ein paar Jahren entweder zum Standard oder versinkt in Gleichgültigkeit. Ein erfolgreiches Spiel macht man damit auf jeden Fall nicht.
Auf YT gibt es einige Hörspielkanäle, die Horrorgeschichten erzählen. Gute Stimme, die ziemlich fehlerfrei und mitreißend Geschichten erzählt. Wenn man allerdings die dritte Geschichte vom Monster in der antarktischen Forschungsstation gehört hat, wird es beliebig und austauschbar.
Ich hab das Gefühl, dass KI in der Kunst nur durch ihre effiziente Arbeitsweise den Markt zerstört, dabei aber auch nur austaschbaren Müll generiert.
Ich bin jetzt schon gesättigt und mir tut es leid, um all die zukünftig arbeitslosen Künstler, deren echte Kunst keiner zu bezahlen mehr bereit ist.
Mal als Beispiel: welche Werbeagentur wird zukünftig noch Zeichner einstellen, die auf Grafiktablets Cover für Anzeigen (Werbung für Software, Spiele, Filme, whatever) in stundenlanger Kleinstarbeit anfertigen, wenn die KI nahezu kostenlos ein Bild in 2 Minuten generiert (und davon nicht nur eins).
Einer meiner Lieblingsyoutuber "Bikefarmer" sagt immer, es muss nicht das Beste sein, sondern "Good enough, for who it's for". Und darum geht es auch bei KI.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück