Meine Güte, jetzt hast du aber mal wild gebrainstormt.^^Maniss auch folgendes sehen und erkennen: - Steam funktioniert. Es ist so gut wie immer verfügbar.
- Das was man zur Nutzung erworben hat, ist auch weiterhin nutzbar, selbst wenn es nicht mehr im Shop ist.
- Selbst Spiele die nicht mehr aktuell sind, sind weiterhin verfügbar. Sofern die Besitzer es nicht aus dem Shop nehmen, steht es weiterhin auf der Plattform bereit. Wenn das im Monat maximal 5 Leute kaufen, ist das nicht die Welt um Kosten zu decken, wäre es nur das einzige was dort angeboten wird.
- Wer auch immer da veröffentlichen will, kann auf einen großen, funktionierenden Marktplatz zugreifen ohne große Investitionen in Vertrieb und Produktion zu tätigen, weil das bereits getragen wird durch die Abgaben anderer.
- Selbst wennn dein Projekt nicht finanziell so gut ist, ist das nicht deine Pleite, es wird vom großen Ganzen getragen.
Und weit vor Steam, da haben Spiele auch bereits 50-60€ gekostet. Kleinere Produktionen auch 30-50€. Ganz klassisch, so wie ich es kannte, auf CD und DVD. Mein Onkel erzählte noch von Zeiten mit den Disketten und dass er teilweise bis zu 100 Mark bezahlt hat.
Xbox, Playstation, Nintendo und andere die in Teilen oder gar nicht bei Steam vetreten sind, da ist es teils sogar noch teurer.
Zum anderen sind die Kosten bereits gesunken. Keine Läden die mehr bedient werden, keine CD, DVD, keine Logistik, keine Extraverträge, weil andere noch was vom Kuchen wollen.
Steam ist nicht heilig, aber es funktioniert.
Die Preise für Spiele sind auch schon recht niedrig. Die Preise sind in den letzten 25 Jahren so gut wie kaum gestiegen für den Verbraucher. Am Ende müssen viele Studios es halt mit der Masse wieder reinholen.
2012 habe in der Lehre 50€ für bestimmte Spiele gezahlt, heute sind es 60€. Mein Lohn ist aber um ein paar mehr Euro gestiegen und die Spiele nur um 10€ bis jetzt.
2005 habe ich auch 50€ für ein Vollpreisspiel gezahlt.
Und mal einfach so reingeworfen: Ich habe maximal 1450€ für mich im Monat, da ich für ein gemeinsames Kind Unterhalt bezahle. Gehe auch Vollzeit arbeiten. Sind Spiele zu teuer? Nein. Viel zu günstig. Aber ich will gute Spiele spielen und die Plattform auf der ich es nutze, die soll verfügbar und funktional sein.
Gibt genug wo der Preis niedrig ist, aber das bringt mir auch nichts, wenn es nichts taugt. Zumal der Preis relativ ist. Da kann jeder ranschreiben was man haben will. Es gibt kein Gesetz für Preis X bei der Software.
Und wenn man sichs nicht leisten kann, dann ist das halt so. Andernfalls müsste die Hardware ja auch in allen Belangen günstig sein, damit man ein Spiel auch in vollem Umfang auskosten kann. Sei es Grafik oder vom grad der Simulation mit all seinen Dingen die dort funktionieren sollen.
Hat was von dem Meme wo die Leute einen Gerry Weber Grill kaufen für teuer Geld, aber dann zur 5€ Billigbratwurst greifen die qualitativ einfach bäh ist.
5000€ Rechner aber Spiele bidde nur 20€ mit allen Extras und viel Sahne.
Es soll niemand im Wald nur mit Pilzen spielen, aber Massenkonsum ist kein Anspruch. Wenn die Kröten nicht locker sitzen, dann halt gezielter kaufen. Oder eben nicht die aktuellsten Titel.
Gibt doch bei Epic so viel umsonst, Steam hat oft Rabattaktionen und auch so gibts viel rabbatiert. Mal abgesehen davon gibts noch GoG und auch viele give aways, wenn man die Augen offen hält.
Auf der einen Seite wird andauernd auf Steam geschimpft und im selben Atemzug schauen die Leute sich nicht um und warten darauf, dass ein Big Player den Leuten die gebratene Gans zu füttert. lol
Kritik gibts genug, dass will ich nicht abstreiten, aber die Faulheit die manche an den Tag legen, ne, nehme ich so nicht hin.
Fast alle haben Smartphones, viele nen Laptop oder Computer, dann kann man auch suchen und gucken, was man haben will und wo. Es gibt Möglichkeiten, dann muss man die auch nutzen und nicht nur immer mit dem Finger zeigen.
Ich versuche mal das etwas zu sortieren.
Zu dem Preisvergleich:
Diablo 1 galt damals als extrem erfolgreich, trotzdem wurde Diablo 4 jetzt sicherlich 20-30 mal häufiger gekauft, und dazu kommen noch die Mikrotransaktionen und "jährliche" Addons.
Gleichzeitig sind natürlich die Produktionskosten bei vielen Spielen angestiegen.
Insgesamt gesehen kann man das kaum vergleichen.
Nun pauschal zu sagen "Früher waren die Spiele so und so teuer, darum muss das heute auch so sein." macht einfach keinen Sinn. Einige Dinge waren mal viel billiger, während andere Dinge, wie zum Beispiel Fernseher und andere Elektroartikel wesentlich teurer waren.
Jetzt kommen von dir mehrmals Aussagen wie:
"Sind Spiele zu teuer? Nein. Viel zu günstig."
Warum auch immer du das denkst, damit verfehlst du das eigentliche Thema.
Die Frage ist warum Valve mehr als doppelt soviel kassiert, als für einen gesunden, gewinnbringenden Betrieb nötig wäre.
Die Antwort ist einfach: Sie haben praktisch das Monopol und keine Konkurrenz. Und das ist der Grund, warum sie uns fleissig ausnehmen können.
Wäre dies nicht so, würden die 30% Anteil, die Steam erhebt, ganz schnell auf angemessenere 15% sinken.