So wie ich das verstehe erklären sie die Grenze für Vollfarbwechsel auf 60 Hz aber bewegungen können locker bei 100 Hz noch als flimmern erkannt werden. Hier wird keine Medizinische obergrenze genannt sondern nur ein beispiel.
Ich habe nämlich dieses Röhrenflimmern und das nervt(e) höllisch. Zum glück wird das nicht mehr üblich verbaut.
Ja- Das gibt es. Die Sache ist die, dass je nach Intensität des Lichtimpulses auch Unterscheidungen bis zu 220Hz "erzwungen" werden können laut einer Studie, die Dustin D Brand von Blur Busters referenziert.
War angeblich ein USAF- Test.
Auf meine Rückfrage bei der Airforce und auch auf eine Bitte um Rücksprache mit Dustin D Brand bekam ich als erstes die Info, dass es eine derartig gelagerte Studie nicht gäbe. Und bei Blur Busters sind meine Anfragen vermutlich in Ablage P gewandert. Keine Reaktion auf Anrufe, EMails und sogar Briefe.
Die Air- Force selber hat mich freundlicher Weise aber auf einen Artikel der Navy gelotst, der dem ganzen in deren Augen am nähesten gekommen wäre (nur noch im Archiv verfügbar mit Klick auf den folgenden Waybackmachine- Link):
Es gab lt. Dustin Brand wohl Versuche, wo man die Lichtempfindlichkeit mit Geisterbildern getestet hatte:
The USAF, in testing their pilots for visual response time, used a simple test to see if the pilots could distinguish small changes in light. In their experiment a picture of an aircraft was flashed on a screen in a dark room at 1/220th of a second. Pilots were consistently able to "see" the afterimage as well as identify the aircraft. This simple and specific situation not only proves the ability to percieve 1 image within 1/220 of a second, but the ability to interpret higher FPS.
Das Versuchskonzept war aber: Dunkler Raum- 10 Minuten nichts sehen. Dann einen Lichtblitz mit x- Tausend Lumen projezieren. Mit gesteigerter Lumenzahl des Lichtimpulses war es wohl Probanden noch möglich im Nachbild, welches mit hoher Intensität eingebrannt wurde, die dort projezierten Flugzeugtypen mit einem 220tel einer Sekunde Blenddauer identifizieren zu können.
Wir reden hier von den absoluten Extremen der Wahrnehmungsschwelle und einer punktuellen Überreizung des Sinnesorgans und der Ausnutzung der niedrigen Impulsfestigkeit bei höchster Flankensteilheit des Signals bezüglich der Verarbeitung durch den Sehapparat. Daraus lässt sich eben genau nicht ableiten, dass das menschliche Auge im Alltagsszenario generell die zeitliche Auflösung hat, um 220Hz verarbeiten zu können.
Das hat mit normalem Sehverhalten und natürlicher Reizverarbeitung jeweils aber wenig zu tun.
Um wieder auf das Beispiel Sound umzuschwenken. Wenn das Gehör bei 16KHz einen Abfall um 20 dB hat, dann kannst Du das, was Du nicht mehr wahrnehmen kannst mit einem Boost um 20dB dort für Dich wieder hörbar machen - Ist ja in ungefähr auch das Prinzip von Hörgeräten die kaputte Hörfrequenzkurve wieder "aufzufüllen".
Da liegen wir aber dann eben wieder außerhalb der natürlichen Veranlagung der Sinnesorgane.
Wie gesagt- Bin sehr an diesem Thema interessiert und verfolge jede Spur. Bis auf das mir gegenüber von diversen Augenärzten postulierte "bei sample and hold im besten Falle 120Hz/144Hz", welches von den wissenschaftlichen Materialien, die ich bis jetzt dazu aufstöbern konnte gestützt wird, konnte mir noch keiner Quellen liefern, die über diese Zahlen hinausgehen.
Zumal man auch prinzipbedingt selten mit dem peripheren Sichtfeld "auf" den Bilschrim starren wird, bei welchem die zeitliche Flimmerauflösung aus evolutionären Gründen beim Menschen am ausgeprägtesten ist (im äußeren) Blickwinkel bewegt sich plötzlich Dinosaurier, Antilope&co.
Das hatte also durchaus eine Relevanz fürs Überleben.
Deshalb wäre ich auch sehr an den
medizinisch sauber aufgebauten und nachvollziehbaren und peer reviewed studien
...interessiert gewesen, die der User soonsnooki leider nicht mit Quelle hinterlegt hat, die aber wiederum seine Aussagen stützen sollen.
Seis drum...