News Holz stabiler als Stahl: "Superwood" soll die Bauindustrie revolutionieren

PCGH-Redaktion

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In den USA startet bald die Produktion von "Superwood" - einem modifizierten Holz, das stabiler als Stahl sein soll. Das soll vor allem die Bauindustrie voranbringen.

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So sehr ich Holz wegen der Optik, Haptik und dem Geruch auch liebe, aus Ingenieurssicht ist es eine extrem launische Diva.
Anisotropie, Ausdehnung, Alterung und wuchsbedinge Schwankungen in den Eigenschaften machen einem sämtliche Auslegungen zunichte, sodass man am Ende unglaublich hohe Sicherheitsfaktoren drauf schlagen muss.

Da ist Stahl schon deutlich angenehmer, weil man die passende Sorte mit exakt bekannten Werten nehmen kann.

Aber ich würde auch lieber in einem Holzhaus leben. Das Raumklima und diese Holznote in der Luft sind einfach toll.
 
Eigentlich ist Holz der ideale Baustoff. Isoliert schon als tragende Konstruktion und ist gespeichertes CO2. Im Gegensatz zu Beton, dessen Prodution große Mengen davon freisetzt. Es gibt schon seit Jahrzehnten Hersteller, die gewinnorientiert Holzhäuser bauen. Leider ist es zumindest in Deutschland eher eine Nische. Und noch was: Nur ein junger Wald ist eine CO2 Senke. Ein ausgewachsener ist im CO2 Gleichgewicht. Herabfallendes Biomaterial verrottet unter Freisetzung von Kohlendioxid.
 
Einige Probleme bei Nutzung von Holz bleiben, z. B.
Beim Roden wird neben der Abholzung der Bäume auch einiges an Kolateralschäden an Flora und Fauna verursacht.
Es dauert lange, bis ein Wald nachwächst.
Nutzwälder sind meist keine guten Wälder für Biodiversivität, da meist auf Effektivität getrimmt.
Wenn der Holzverbrauch höher ist als der Ertrag bei Nutzwäldern, steigt der illegale Abbau von Primärwäldern an.
Recycling von ganzen Holzstücken ist schwierig. Es bleibt daher nur eine Sekundärnutzung übrig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann vielleicht auch dazu verwendet werden, schnell wachsendes aber dadurch für den Bau "minderwertiges" Holz zu verbessern.
 
Hab auf die schnelle nix zur Zugfestigkeit gefunden.
Müssten aber dann ja etwa 600N/mm^2 sein.
 
Einige Probleme bei Nutzung von Holz bleiben, z. B.
Beim Roden wird neben der Abholzung der Bäume auch einiges an Kolateralschäden an Flora und Fauna verursacht.

Man muss nicht mit den Holzvollernter mitten rein.
Es geht mit der Maschine vielleicht schön schnell, aber die Schäden sind nicht wieder gutzumachen.
Man kann die Bäume auch mit der Motorsäge fällen und dann zum Wirtschaftsweg ziehen. Am Besten mit Pferden.

Es dauert lange, bis ein Wald nachwächst.
Nutzwälder sind meist keine guten Wälder für Biodiversivität, da meist auf Effektivität getrimmt.

Das Problem sind die Monokulturen wie Kiefer- und Fichtenwaldplantagen.
Da sollte man wieder mehr auf Mischwälder setzen.
Mischwälder haben viele Vorteile. Das Klima ist besser. Der Wasserhaushalt ist besser. Nachwachsende Sprößlinge können besser gedeihen weil genügend Sonne, Wasser und Nährstoffe aus dem Boden vorhanden sind.
Natürlich kann man die Laubbäume nicht alle 20 Jahre abholzen, aber das ist eventuell auch gar nicht nötig.
Für viele Bauelemente kann man auch Nadelholz nehmen.

Wenn der Holzverbrauch höher ist als der Ertrag bei Nutzwäldern, steigt der illegale Abbau von Primärwäldern an.

Wir haben in Deutschland sehr viele Waldgebiete die gar nicht genutzt werden.
Das hat etwas mit den Bewirtschaftungskosten zu tun.
Wenn Holz populärer wäre, hätten wir nicht so viele Wälder die ungenutzt bleiben.
Ich glaube nicht das wir deswegen unsere Wälder komplett abholzen würden.
Nur Holz als Material wäre im Bauprojekt sowieso nicht förderlich wenn es um größere Bauten geht.
Da sollte man wieder auf Stein, statt Beton setzen.

Recycling von ganzen Holzstücken ist schwierig. Es bleibt daher nur eine Sekundärnutzung übrig.

Das ist bei Beton nicht anders.
Aus Holz kann man wenigstens noch Heiz Pelletts machen oder das Holz zerkleinern und zu Platten pressen oder zu Spähnen verarbeiten ... etc.
 
Das Fixieren von CO2 ist (mal wieder) ein grüner Schwindel. Bitte geht dem nicht auf den Leim. Unsere Deppenregierung mag euch noch so viel von unterirdischen Speichern und Nachhaltigkeit daher fantasieren. Einfach mal die Grössenordnungen angucken und auch den Rest der Welt betrachten.
Man kann alles so kleinrechnen, dass es "auch nichts bringt". Aber schon, dass man den Verbrauch anderer, deutlich energie- und rohstoffintensiverer Baustoffe dadurch deutlich reduzieren kann, ist doch ein Riesenvorteil. Und ich finde sowieso, dass der Wandel auf eine nachhaltige Wirtschaft auch ökonomisch eine riesige Chance ist, gerade für ein Land mit so wenigen endlichen Rohstoffen wie Deutschland.
 
dass man den Verbrauch anderer, deutlich energie- und rohstoffintensiverer Baustoffe dadurch deutlich reduzieren kann, ist doch ein Riesenvorteil.
Dagegen sagt ja niemand was.
Und ich finde sowieso, dass der Wandel auf eine nachhaltige Wirtschaft auch ökonomisch eine riesige Chance ist, gerade für ein Land mit so wenigen endlichen Rohstoffen wie Deutschland.
und hier wird es wieder rhetorisch unsauber. Nein, gerade Deutschland kann sich keine grünen Luftschlösser im wörtlichen Sinne leisten. "Nachhaltig" ist in der Regel ein Schwindeletikett. Cap and Trade/Emissionshandel = Schwindel. CO2 Speicher = Schwindel. Usw. Nachhaltig ist in der Regel auch teurer und die Vorteile sind meist fragwürdiger Natur.
Holz anstatt Stahl ist theoretisch erstmal cool. Ich habe schon vor 20 Jahren gesagt, das wäre für mich der Weg. Theoretisch. Obs nicht so giftig wird wie E-Auto Akkus steht auf einem anderen Blatt. Dazu kommen Kosten und Skalierbarkeit.
 
Den Ansatz zum Superholz gibt es schon länger, nur hat es sich bisher nicht gelohnt oder war nicht im großen Maßstab kostengünstig/kostendeckend machbar.

Man entfernt ja chemisch nicht gewollten Zwischenraum und presst diese weg. Macht man nicht die Fasern kaputt beim Pressen?
Ich frage mich, ob es wirklich so gut ist, wenn es über längerem Zeitraum verbaut ist. Was ist, wenn es z.b. über 20 Jahre wieder die alte Form annimmt und sich dabei vollsaugt wie ein Schwamm.
Wäre blöd es mal wieder ein "Hype"-Produkt ist, was hinterher ein Schwindel ist. Davon gibt es heutzutage viel zu viele.

seufz..

Das Fixieren von CO2 ist (mal wieder) ein grüner Schwindel. Bitte geht dem nicht auf den Leim. Unsere Deppenregierung mag euch noch so viel von unterirdischen Speichern und Nachhaltigkeit daher fantasieren. Einfach mal die Grössenordnungen angucken und auch den Rest der Welt betrachten.
Man kann den Leuten wirklich alles verkaufen solange man es zur Heilsreligion erklärt und das Unterfangen als schlau und verantwortungsbewusst etikettiert. Dazu noch die Dämonisierung der "Andersgläubigen"; funktioniert in der BRD eigentlich immer.

Ansonsten finde ich das Konzept aus allen möglichen Gründen spitze.
Ist es nicht. Was er geschrieben hat stimmt.

Das Problem das du hast ist ein ganz anderes und zwar bei dem Bäume gepflanzt werden um anderswo CO² Neutral zu sein. Das ist Schwindel.
Cap and Trade/Emissionshandel = Schwindel. CO2 Speicher = Schwindel.
Das nämlich. :D
Übrigens sind E-Fuels genauso Schwindel.

E-Autos sind die Zukunft, Lithium/CO² Bilanz hin oder her.
Denn Strom und Wärme ist das einzige was wir von außerhalb der Erde gewinnen können mit Sonnenenergie.
Lithium könnte man recyclen, wenn nicht heute dann morgen.
So schlimm wie eine >4 Fach laminierte Verpackung aus 4 verschiedenen Stoffen wie z.b. eine Chipstüte oder Milchverpackung sind Batterien nicht.
 
Am Ende wird es alles eine Geldfrage. Wenn das händisch gefällte und per Pferd gezogene Holz nachher zu viel kostet, wird wieder illegal aus Russland, China, ect. importiert. IKEA kann da übrigens ein ganz langes Lied von singen...
 
Am Ende wird es alles eine Geldfrage. Wenn das händisch gefällte und per Pferd gezogene Holz nachher zu viel kostet, wird wieder illegal aus Russland, China, ect. importiert. IKEA kann da übrigens ein ganz langes Lied von singen...

Wie wäre es mit Bambus?
Der wächst unglaublich schnell, so das man mehrere Ernten pro Jahr haben könnte und wenn man diesen verpresst wird er richtig wiederstandsfähig.
 
In Amerika, wo gefühlt jedes zweite Haus, ein Vollholzhaus ist, bestimmt ein Markt.
Bei uns in Europa und speziell in Deutschland mit seinen Bauvorschriften wohl eher weniger ein Gamechanger...
 
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