Special Vollständig passiv gekühlt: Arctics neuer und lüfterloser Under-Desk-PC Senza im Test

PCGH_Jan

Redakteur
Teammitglied
Arctic bringt mit dem Senza einen Under-Desk-Office-PC, der vollständig passiv gekühlt ist. Eine Desktop-CPU und kein Lüfter? Wir haben die spannende Konstruktion genauer unter die Lupe genommen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Vollständig passiv gekühlt: Arctics neuer und lüfterloser Under-Desk-PC Senza im Test

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Ich habe beruflich viel mit solchen passiv gekühlten Lösungen experimentiert und es ist dabei immer ein Problem aufgetreten welches ich auch bei dieser Lösung sehe. Die Überhitzung der Mainboard Komponenten. Das Problem ist, das sich die Wärme in der Mainboard Kammer staut, noch begünstigt durch den heißen umliegenden Kühlkörper. Da gehen M.2, Chipsatz und Spannungswandler früher oder später auf 80+ Grad. Ganz besonders bei 75W TDP. Die CPU Temperatur hingegen war nie das Problem. Die pegelte sich bei 65 bis 70 Grad ein.
 
Interessantes Konzept, definitiv.
Nicht so wirklich interessant. Solche Konzepte gabs schon öfters und dann nur ein oller 5700G. Mit einem normalen Kühler, wäre das Ding wesentlich kleiner und hätte der eine ordentliche Qualität, wäre er auch leise genug gewesen. Diese Lüfterlosen Konzepte, sind schon vor 10 Jahren aufgrund des hohen Stromverbrauchs nicht aufgegangen und werden es jetzt auch nicht. Ist eine weitere sinnlose Entwicklung.

Damit man mich nicht falsch versteht,

Die Kühlung wird so für den normalgebrauch schon funktionieren. Aber was will man mit einem solchen Gerät anstellen ? Zum zocken ist das Ding mit der integrierten Grafik nur bedingt geeignet und im Office Betrieb brauch man sowas nicht, da mit 699 Euro auch viel zu teuer.
 
jo , keiner hat was gegen mini lüfter den eh keiner hört ... oder man mus eben alles bedecken mit so ein kupfer ding.. dann ginge das auch länger gut
 
Ich habe beruflich viel mit solchen passiv gekühlten Lösungen experimentiert und es ist dabei immer ein Problem aufgetreten welches ich auch bei dieser Lösung sehe. Die Überhitzung der Mainboard Komponenten. Das Problem ist, das sich die Wärme in der Mainboard Kammer staut, noch begünstigt durch den heißen umliegenden Kühlkörper. Da gehen M.2, Chipsatz und Spannungswandler früher oder später auf 80+ Grad. Ganz besonders bei 75W TDP. Die CPU Temperatur hingegen war nie das Problem. Die pegelte sich bei 65 bis 70 Grad ein.
Ja. Solche Konzepte waren schon immer zum scheitern verurteilt und viel zu teuer ist das Ding halt auch noch.
 
@Maddoc6
Arctic setzt auf ein eigens angefertigtes Mainboard. Jan wollte das System leider nicht zerlegen, aber da keine Spannungswandler auf der Oberseite zu sehen sind, liegen sie wohl allesamt unten und haben direkte Verbindung zum Gehäuse. Einen I/O-Hub, der überhitzen könnte, gibt es zudem gar nicht erst – das hier ist beinahe AM4-SoC-Betrieb pur, nur ein USB-Controller hebt die Ausstattung minimal über das Niveau eines Notebooks. Davon abgesehen kann man auch bei anderen Passiv-PCs für die Ableitung von Mainboard-Wärme sorgen, auch wenn da sicherlich einige Angebote Sorgfalt vermissen lassen.

Arctics Schwachstelle ist in meinen Augen eher die antiquitierte Hardware. Jan mag den 5700G zwar, aber Zen 3 hat mittlerweile den vierten Geburtstag hinter sich und hier ist auch noch eine beschnittene Variante. Wer so etwas schon hat, kommt damit sicherlich noch einige Zeit aus – aber Technik aus 2020 im Jahre 2025 neu verkaufen? Das wird schwierig, zumindest wenn ein 700-Euro-Preisschild dranhängt. Woanders kriegt man für den Preis einen 8500G. Der ist zwar nicht passiv gekühlt, aber Kunden die 200 Euro Aufpreis für eine besondere Kühlung akzeptieren, wollen vermutlich selten die billigste Hardware.
 
Ich habe mir gerade eben einen Intel NUC 12 Enthusiast kit gegen einen MINISFORUM BD790i getauscht, da der mir die Lüfter zu oft angeworfen hat und man keine Kontrolle über sie hat.
Davor hatte ich einen M1 Mac mini, der von der nicht vorhanden Lautstärke unschlagbar ist, aber nach einen Jahr MacOS hatte ich die Nase voll und beim ESP32 Kompilieren war er mir auch zu langsam.

Jetzt läuft der BD790i mit zwei 12cm Noiseblocker Black Silent PRO PL-PS Lüfter , die zwar irgendwann hörbar werden wenn die CPU voll ausgelastet ist, was aber selten ist und dann auch nur durch leichtes rauschen hörbar werden, wenn es ansonsten absolut ruhig im Raum ist.
Im Gegensatz zu vorher muss ich immer auf die Power LED schauen ob er an oder aus ist :ugly: da der Unterschied zu 98% nicht hörbar ist.
Ganz ohne wärmeabfuhr geht es nur mit angezogener Handbremse, daher mein Kompromiss der jeden Euro Wert ist und trotzdem moderne Rechen power im oberen Bereich bringt. Der eingebaute 7945hx ist echt ein Hammerteil.
Ich habe auch einen vollwertigen PCI-E 5.0 Anschluss, aber leider aktuell keine GPU zum Testen.
Leise ist zwar toll, aber nicht zu jeden Preis.
 
Sieht vom Design her fast aus wie mein Tischgrill, nur dass bei dem Tischgrill das Design sogar noch etwas schöner ist. Mit der richtigen Hardware könnte man den hier sicher auch für ein Barbeque nutzen :D

Verstehe nicht so ganz, wieso hier noch zwei USB2 Anschlüsse dran sind, wieso nicht einfach viermal USB3 bei dem Preis?
 
Siehe oben: Kein I/O-Hub = kaum USB-Anschlüsse. AM4-Prozessoren stellen nur viermal USB bereit, schon für die insgesamt sechs vorhandenen Ports muss entweder ein Zusatzcontroller oder ein Hub verbaut worden sein. (Vermutlich letzteres – 1-auf-4-Hubs ergeben genau die 7 USB-Kanäle, die inklusive WLAN-Slot gebraucht werden.) Arctic allenfalls bei der Geschwindigkeit zulegen und die 2.0er auf 3.0 oder ggf. sogar 3.1-Geschwindigkeit heben. Aber Maus + Tastatur machen davon ja eh keine Verwendung, also ist die gewählte Lösung durchaus pragmatisch.

Für alles, was darüber hinausgeht, braucht es entweder zusätzliche Chips oder verlötete Prozessoren. Warum man nicht einfach letzteren Weg gegangen ist, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, aber ersteres wäre nur eingeschränkt sinnvoll gewesen: USB-Hubs kann man bei Bedarf genauso gut extern anschließen und da der PC per Definition an schlecht erreichbaren Stellen montiert werden soll, ist das sogar die bessere Idee. Nur PCI-E-basierte Zusatzcontroller für höhere Geschwindigkeiten wären ein echter Mehrwert gewesen. Da bin ich auch allgemein etwas enttäuscht, dass Arctic 10 bis 11 Lanes einfach so in die Tonne tritt. Zwei bis drei weitere M.2- oder auch ein ×1-Slot kosten nun wirklich nicht die Welt und hätten den Senza nicht nur aufgewertet, sondern auch komplett neue Absatzmärkte erschlossen. Zwei große QLC-SSDs rein, fertig ist der lautlose Home-Server/Media-Player. Noch ein Quad-Gigabit-B-Key-Modul dazu und man hat einen Luxus-Router integriert.
 
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