Intel D1X: Fünf Fertigungs-Nodes in vier Jahren

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Intel hat die Mod-3-Erweiterung der DX1-Fabrik in Hillsboro, Oregon, gestern offiziell eröffnet. An dem Standort findet ein Großteil der Forschung und Entwicklung des Chipherstellers statt, die mehr Platz und Personal benötigen. Auf dem überarbeiteten Campus mit neuen Reinräumen sollen die Ingenieure nun Intels komplexe und eng getaktete Roadmap der nächsten Jahre umsetzen.

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Evtl interessant hier auch ist, dass der Start der Produktion von 18A nun mit H2 2024 präzisiert (laut Ian sogar vorgezogen) wurde und nun nicht mehr zwingend mit HighNA umgesetzt wird, sondern erst im Laufe der Zeit.

Außerdem scheint man beim Prozessdesign etwas mehr parallel zu entwickeln und die Probleme auf mehrere Teams aufzuteilen, damit man nicht mehr in ein Fiasko läuft wie mit 10nm. Also kurzum nicht mehr alles auf einmal probiert.

Mich würde vor allem aber mal interessieren, was sich im Bereich Foundry 2.0 tut.
 
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Die Prozessentwicklung läuft bei Intel grundsätzlich parallel in unterschiedlichen Teams. Die mögen sich zwar hier und da austauschen, aber es gibt separate Teams, die einen jeweiligen Prozess jeweils selbstständig und hauptverantwortlich zur Serienreife führen.

IDM 2.0 ist sicherlich nicht ganz so leicht zu beantworten, da solche Schwenks Jahre für die Hersteller bedeuten (sowohl für die Kunden als auch für Intel selbst, da es hier viel abzustimmen gibt) und gleichzeitig möchten die Kunden sich natürlich auch nicht alle Wege verbauen, indem die vorschnell kundtun, dass es wohl 2024+ gesichert Intel 18A werden wird o. Ä.
Interessant in dem Zuge vielleicht auch, dass Intel jetzt schon 18A-Test-Wafer für einige Kunden/Interessenten fertigt und auch kürzlich wurde erneut von einem Austausch zwischen Intel und nVidia gesprochen. Man wird sehen wie das läuft mit IDM 2.0/IFS, vermutlich aber erst so richtig ab 2024+.
 
Die Prozessentwicklung läuft bei Intel grundsätzlich parallel in unterschiedlichen Teams. Die mögen sich zwar hier und da austauschen, aber es gibt separate Teams, die einen jeweiligen Prozess jeweils selbstständig und hauptverantwortlich zur Serienreife führen.

IDM 2.0 ist sicherlich nicht ganz so leicht zu beantworten, da solche Schwenks Jahre für die Hersteller bedeuten (sowohl für die Kunden als auch für Intel selbst, da es hier viel abzustimmen gibt) und gleichzeitig möchten die Kunden sich natürlich auch nicht alle Wege verbauen, indem die vorschnell kundtun, dass es wohl 2024+ gesichert Intel 18A werden wird o. Ä.
Interessant in dem Zuge vielleicht auch, dass Intel jetzt schon 18A-Test-Wafer für einige Kunden/Interessenten fertigt und auch kürzlich wurde erneut von einem Austausch zwischen Intel und nVidia gesprochen. Man wird sehen wie das läuft mit IDM 2.0/IFS, vermutlich aber erst so richtig ab 2024+.
nun ich hab mich ungeschickt ausgedrückt, natürlich laufen solche Entwicklungen parallel.
Neu organisiert ist, dass qm seöben Prozess 2 unabhängige Teams mit unabhängigen Entwicklungen und Implementierungen beauftragt werden um das Risiko etwas zu minimieren.
Zwar gabs auch davor schon in der Entwicklungsgruppe verschiedene Teilaufgaben, aber die Kommunikation nach außen mit der Risikominimierung ist mir neu
 
Evtl interessant hier auch ist, dass der Start der Produktion von 18A nun mit H2 2024 präzisiert (laut Ian sogar vorgezogen) wurde und nun nicht mehr zwingend mit HighNA umgesetzt wird, sondern erst im Laufe der Zeit.

Interessant daran ist vor allem, dass 18A letztes Jahr auf dem Architecture Day noch als mit NA verfeinertes 20A dargestellt wurde. Bin gespannt, wie viele Vorteile da am Ende wirklich rumkommen – und ob die Daten gehalten werden. Meteor Lake soll vor einem Jahr sein quasi-Tape-Out gehabt haben und "ein Jahr nach Alder Lake" in die Serienproduktion gehen, nach aktueller Spekualtionslage wird diese erste Teil-Intel-4-CPU aber erst im Laufe des 1Q23 verkauft werden. Das klingt jetzt eher nach dem erwarteten "wir schaffen es nicht ganz, den Zeitplan einzuhalten" und weniger nach "Hey: Wir liegen 6 Monate vor den ohnehin schon straffen Ambitionen".

Aber ich lass mich gerne überraschen, wie Intel zwischen Frühjahr 2023 und Herbst 2024 binnen 6-7 Quartalen drei komplette Full-Nodes raushauen will. Für die letzten zwei haben sie 6-7 Jahre gebraucht.
 
@Rollora: Nicht falsch verstehen, das war kein Rüffel, nur eine Ergänzung bzw, etwas weiter ausgeführt.
Ich finde den Punkt nur daher erwähnenswert, weil das immer das Thema der typischen Hater ist/war, die postulierten, dass das, was man bei Intels 10nm-Entwicklung sah, auch zwangsweise bei deren 7nm-Entwicklung (jetzt Intel 4 und Intel 3) eintreten muss ... sprich Intel wird bald bankrott sein. ;-)
Bereits die 7nm-Verschiebung war sehr überschaubar und wäre das 10nm-Debakel nicht gewesen, hätte Intel das möglicherweise gar nicht mal explizit kommuniziert, nur sah man sich hier wohl gezwungen vollkommene Transparenz im Lichte der vergangenen Probleme an den Tag zu legen. Zudem war es abwegig, dass 7nm ein derart großes Problem darstellen sollten, denn 7nm mit massiver EUV-Nutzung löst bereits implizit etliche Probleme auf, die 10nm zu einem derartigen Eiertanz werden ließen.
Und natürlich haben sie an dem Thema auch weiter optimiert, ihre Learnings gezogen und sich zwangsweise verbessern und teilweise neu aufstellen müssen, denn zu der eigenen Fertigung kommen nun noch mit IDM 2.0/IFS komplett externe Anforderungen hinzu, die die Wichtigkeit dieses Bereiches weiter erhöhen, denn bspw. Foundry-Kunden oder auch nur potentiellen Interessenten kann man natürlich nicht erklären "Der Prozess wird Ihnen zur Verfügung stehen ... wenn er fertig ist." ;-)
Btw., in dem Kontext ein sehr interessantes Interview mit Dr. Ann Kelleher, die den Bereich verantwortet:
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@PCGH_Torsten: Allgemein würde ich es so interpretieren, dass man sich der kritischen Abhängigkeit von der Lieferfähigkeit von ASML bewusst ist und daher versucht High-NA von dem wichtigen 18A-Prozess zu lösen. ASML hat schon im März unmissverständlich erklärt, dass man hier mit Lieferverzug zu rechnen hat.
Was das am Ende an Zugewinnen in der ersten 18A-Iteration kosten wird, wird man abwarten müssen, aber die Nutzung von High-NA war ja nicht das einzige Feature von 18A.

Btw, weiß du was konkreteres zum erwartbaren Zeitrahmen von Meteor Lake oder warum schreibst du 1Q23? Ein so frühes Release würde so einiges implizieren ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich rede zwar manchmal mit Intel über kommende Produkte, habe aber keine besonderen Informationen, die ich weitergeben könnte.
1Q23 ist zum jetzigen Stand einfach die frühest mögliche Interpretation und ich wollte mit meine Zweifel an der Intel-Roadmap nicht noch mit Worst-Case-Szenarien auffüllen. "Viel später" erwarte ich aber auch nicht: Zwischen Mai und August launcht Intel normalerweise nicht, erst recht keine komplette Plattform. Entweder CES (unwahrscheinlich, da Raptor Lake wohl erst im Herbst kommt), März/Anfang April oder September-Oktober-November (mittleres in Jahren mit nur einer Neuvorstellung, ersteres und letzteres, wenn man zwei Launches im zweiten Halbjahr unterbringen muss). Oktober 23 wäre aber viel zu spät für Intel 4 und Meteor Lake, wenn man den 2024er Termin für Lunar Lake in 18A und dazwischen noch Arrow Lake mit 20A verkaufen will. Also tippe ich auf März 23 oder die ersten Aprilwochen – wenn Intel die Versprechungen, um die es hier unter anderem geht, einhält.
 
Ergänzend, weil es gerade hier hinein passt: Der Consultant IC Knowledge LLC scheint mittlerweile davon auszugehen, dass Intel's Fertigungsplanung tatsächlich in der Form aufgehen könnte (man beachte den Konjunktiv ;-)):

Deine Überlegungen zu Meteor Lake erscheinen plausibel und zweifellos wäre das auf jeden Fall eine Planung, die Intel unter den gegebenen Umständen in der Form realisieren wollen würde. Man darf gespannt sein, ob der Zen4-Konkurrent so zeitnah vorgestellt werden wird.
 
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