Vom chinesischen PCOnline (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) kommt die Meldung über eine GeForce GTX 1030, welche am 17. Mai antreten soll. Zur Technik der neuen Karte ist noch gar nichts bekannt, aber gemäß der niedrigen Nummer sowie des angegebenen chinesischen Verkaufspreises von 499-599 Yuan (umgerechnet 68-82 Euro) kann es sich nur um eine echte LowCost-Lösung handeln – möglicherweise in Konkurrenz zu AMDs Radeon RX 550 auf Polaris-12-Basis, welche gemäß aller Vorab-Informationen als nochmals schwächer als die Radeon RX 460 eingeschätzt wird. Somit ist eine nochmalige Verwendung des GP107-Chips von GeForce GTX 1050 & 1050 Ti bei der GeForce GTX 1030 eher unwahrscheinlich und dürfte hierbei eher der lange vermisste GP108-Chip zum Einsatz kommen. Jener wurde schon recht früh im Zuge der Vorschau auf die Pascal-Generation erwähnt, fand im Gegensatz zu den anderen Pascal-Chips bislang aber keinen offensichtlichen Einsatz.
Zur Technik des GP108-Chip lassen sich eher nur Vermutungen anstellen – die letzten LowCost-Chips von nVidia in Form von GK208 und GM208 kamen beiderseits mit 384 Shader-Einheiten an einem 64 Bit Speicherinterface daher, was exakt die Hälfte des GP107-Chips wäre. nVidia könnte hierbei schlicht mit dem Taktratengewinn der Pascal-Architektur wuchern, alternativ wäre auch eine gewisse Hardware-Aufrüstung auf 512 Shader-Einheiten und/oder ein 128 Bit Speicherinterface denkbar, wenngleich aufgrund des klaren LowCost-Ansatzes nicht unbedingt wahrscheinlich. Echte Performance braucht man sich vom GP108-Chip sicherlich nicht versprechen, mit diesem wird nVidia schlicht und ergreifend nur das teilweise vorhandene Bedürfnis nach "echten" Grafikkarten im Gegensatz zu integrierten Beschleunigern bedienen, die erreichte Spiele-Performance ist dabei wirklich nahezu egal. Oder anders formuliert: Aus dem GP108-Chip wird nVidia vorzugsweise echte LowEnd-Modelle in Fortführung der "Tradition" von GeForce GT 620/630 und GeForce GT 720/730 ziehen – nur eben nun auf die neue 14/16nm-Fertigung gebracht. Augenscheinlich ist jene inzwischen günstig genug für nVidia, um auch diese sehr preissensitiven Chips darunter herstellen zu lassen.