Neuer Build: CPU Temperatur steigt sofort auf >90°C

S1ardust

Schraubenverwechsler(in)
Hallo und guten Tag,

ich habe einen PC aus einzelnen Komponenten zusammengestellt und in Betrieb genommen.
So etwas mache ich nicht häufig und dementsprechend ist meine Erfahrung in dem Bereich gering.

Ich habe zum ersten Mal eine Wasserkühlung (AiO) verbaut.
Es handelt sich um eine Arctic Liquid Freezer II 280. Diese wurde penibel und nach Anleitung installiert. Die Folie am Kühlkörper wurde entfernt und natürlich auch Wärmeleitpaste verwendet.


Ich möchte Testen, ob und wie gut die Kühlung funktioniert. Da ich damit keine Erfahrung habe wollte ich fragen, ob das folgende Verhalten normal ist:

Via HWINFO beobachte ich den Wert für "CPU Die (average)".
Im Leerlauf bleibt dieser Sensor stabil auf ca. 40°C.

Starte ich einen Stresstest um die CPU auszulasten steigt die Temperatur sofort und ohne Verzögerung auf knapp über 90°C.

Zur besseren Veranschaulichung habe ich dazu via Screen-Recorder ein Video (Animiertes GIF) aufgenommen:

Animation.gif



Als Laie hätte ich erwartet, dass die Temperatur langsam steigt.

Ist dieses Verhalten so normal?
Teste ich falsch oder habe ich den falschen Sensor?

Vielen Dank!
 
Ist normal und ein Stresstest ist eben das, wofür er da ist, er stresst die CPU, GPU, RAM usw.

Aber wie gesagt, der sprunghafte Temperaturanstieg ist normal, sofern alles richtig funktioniert und angeschlossen ist. Aber das merkst Du ja auch innerhalb von ein paar Minuten, wenn es der Kiste zu warm wird.
 
Ich hätte gerne geprüft, ob die Kühlung sauber funktioniert, ob die Radiatorgröße ausreichend ist und ob die konfigurierte Lüfterkurve ein gutes Verhältnis zw. Leistung und Lautstärke hat.

Wie kann ich da am Besten vorgehen?


Läuft die Pumpe überhaupt?

Ich kann die einfache Frage nicht hundertprozentig beantworten.
Die "Arctic Liquid Freezer"-AiO hat nur einen einzigen Anschluß. Die Pumpendrehzahl wird nicht über diesen zurückgegeben.
Wenn ich die Schläuche in der Hand halte, dann meine ich aber zu spüren, dass was durchgeht. Insbesondere beim Wechsel zw. Leerlauf und Volllast.
 
Ich hätte gerne geprüft, ob die Kühlung sauber funktioniert, ob die Radiatorgröße ausreichend ist und ob die konfigurierte Lüfterkurve ein gutes Verhältnis zw. Leistung und Lautstärke hat.

Wie kann ich da am Besten vorgehen?




Ich kann die einfache Frage nicht hundertprozentig beantworten.
Die "Arctic Liquid Freezer"-AiO hat nur einen einzigen Anschluß. Die Pumpendrehzahl wird nicht über diesen zurückgegeben.
Wenn ich die Schläuche in der Hand halte, dann meine ich aber zu spüren, dass was durchgeht. Insbesondere beim Wechsel zw. Leerlauf und Volllast.
Irgendwelche Übertaktungstools oder uefi Einstellungen aktiviert?! PBO zb. Was für ein Gehäuse nutzt du? Gerade Silent oder Bling Bling Gehäuse speichern die Temperaturen gut. Hast du beim zocken auch solch hohe Temperaturen?
 
Irgendwelche Übertaktungstools oder uefi Einstellungen aktiviert?! PBO zb. Was für ein Gehäuse nutzt du?

Im UEFI ist noch fast alles im Auslieferungszustand. (Asrock-Board)
Bei den CPU-Settings habe ich nichts angefasst. Da steht fast alles auf "Auto".
Irgendwelche Tuning-Tools nutze ich auch nicht.

Das Gehäuse ist ein Fractal Define 7. (Normale Größe)

Hast du beim zocken auch solch hohe Temperaturen?

Ich bin KEIN Spieler. Ich frage dennoch hier im PC GAMES Hardware Forum, das ich meinte, dass die Leute hier am ehesten Erfahrung damit haben.

Ich konnte leider noch nicht viel Testen. Im Normalbetrieb habe ich noch keine Temperaturen über 60°C via dem genannten Sensor "CPU Die (average)" gesehen.

Wenn ich den CPU-Kühler, die Schläuche oder den Radiator anfasse, bemerke ich keine Wärme.


Ich hätte dennoch gerne gewusst, wie man am Besten vorgeht, ob die Kühlung sauber funktioniert, ob die Radiatorgröße ausreichend ist und ob die konfigurierte Lüfterkurve ein gutes Verhältnis zw. Leistung und Lautstärke hat?

Wie testen/vergleichen die Zeitschriften die AiO-Geschichten?
 

Vielen Dank für den Lesestoff. Da war in der Tat einiges Interessantes dabei.

In Post #4 von @LastManStanding wird darauf hingewiesen, dass die CPU-Temperatur NICHT gemessen, sondern errechnet wird. Wenn ich das richtig interpretiere widerspricht sich das im genannten Blogbeitrag. Zitat:
ZEN-CPUs haben daher sehr viel mehr und schnellere Temperatursensoren verbaut ...

tl;dr ist, wenn deine CPU im Cinebench im Bereich von etwa +-5% zu Werten anderer Tester abschneidet, ist alles in Ordnung.

Ich habe den Cinebench 2024 Multi-Core Benchmark ausgeführt und als Ergebnis einen Score von "855" erreicht.
Ein Vergleichbarer Score der selben CPU wurde mir leider nicht im Ergebnis angezeigt.

Auf cpu-monkey wird für die CPU ein Score von "885" angezeigt. (Source)
Auf cgdirector wird für die CPU ein Score von "921" angezeigt. (Source)


Das Temperaturdiagramm dabei wie ein Rechtecksignal von 40 auf 90°C ohne Übergang. Das dürfte anhand des Blogbeitrags dann wohl so sein.
Temp-Diagramm.png



Ich habe daneben noch mit einem IR-Thermometer diverse Messungen gemacht:

Messergebnis.png


Die Temperaturen während des Benchmarks lt. Messung also minimal Kühler als im Leerlauf. Wahrscheinlich wegen der, mit voller Drehzahl angesteuerten, Lüfter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Starte ich einen Stresstest um die CPU auszulasten steigt die Temperatur sofort und ohne Verzögerung auf knapp über 90°C.
Die Masse des Chips ist minimal, der Bereich. in denen Temperatursensoren sitzen genau der, wo es besonders heiß wird. Natürlich wird das ganz schnell warm.

Dass Deine Kühlung funktioniert, siehst Du daran, dass es mit der Zeit kaum wärmer wird. Was Du nochmal schauen solltest ist, ob Windows auf "ausgegleichen" oder "Höchstleistung" steht. Unter Höchstleistung hatte ich bei mir ein ähnliches Verhalten wie Du es hast, montierte mehrmals den Kühler und irgendwann stellte ich von Höchstleitung auf die mittlere Stufe und schwups war alles vorbei. Seitdem komme ich kaum über 80°C anstatt 95°C
In Post #4 von @LastManStanding wird darauf hingewiesen, dass die CPU-Temperatur NICHT gemessen, sondern errechnet wird. Wenn ich das richtig interpretiere widerspricht sich das im genannten Blogbeitrag. Zitat:
Sie wird gemessen, aber die Anzeigeprogramme sind nicht kalibiert. Wie auch. Es gibt da also einen kleinen Graubereich, das kann mehr oder weniger sein. Aber es wird gemessen. Gemessen wird aber eine Spannung oder ein Widerstand. Das muss dann natürlich "berechnet" werden, um mit einer Kalibrierkurve zur Temperatur zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke somit ist das Thema für mich gegessen.
Ein Danke an alle Beteiligten, die mir die Informationen zugespielt haben.
Hab' wieder ein bisschen was dazugelernt.

Das für mich relevanteste zusammengefasst:
  • Ein sprunghafter Temperaturanstieg von ca. 40 auf 95°C, wenn von Leerlauf auf Volllast gewechselt wird, ist nichts Außergewöhnliches.
  • Die Kühlung funktioniert. Das sieht man, da die generelle Temperatur auch unter Last relativ konstant bleibt. Wenn sie das nicht täte, dann würde wahrscheinlich die Temperatur z.B. am Radiator nach einiger Zeit Volllast deutlich höher sein.
  • Die Radiatorgröße bzw. mein Kühlsystem scheint für meine aktuelle CPU wohl überdimensioniert zu sein. Das passt schon vielleicht kommt mal was besseres rein. Die AM5 Plattform ist ja auch noch nicht am Ende ...
  • Die Lüfterkurve kann ich wohl noch so anpassen, dass die Lüfter erst bei höheren Temperaturen schneller drehen.
Sorgen macht mir die im Vergleich scheinbar schlechte Cinebench-Score. Vielleicht mache ich dazu einen eigenen Thread hier auf, nachdem ich mich mit den Bios/UEFI-Settings etwas auseinandergesetzt habe.

Was Du nochmal schauen solltest ist, ob Windows auf "ausgegleichen" oder "Höchstleistung" steht.

Ich habe das geprüft und der Energiesparplan steh bei mir auf "Ausbalanciert" und NICHT auf "Höchstleistung".
 
Die Radiatorgröße bzw. mein Kühlsystem scheint für meine aktuelle CPU wohl überdimensioniert zu sein.
Es gibt bei einer Kühlung kein "überdimensioniert"!

Mehr Radiatorfläche bedeutet immer geringere Lüfterdrehzahlen!

Erst wenn du dein System komplett passiv (ohne Lüfter) laufen lassen könntest, wärst du am Ende angelangt, wo noch mehr Radiatirflöche nichts mehr bringen würde.

Aber davon bist du noch weit weit weg.


Sorgen macht mir die im Vergleich scheinbar schlechte Cinebench-Score. Vielleicht mache ich dazu einen eigenen Thread hier auf, nachdem ich mich mit den Bios/UEFI-Settings etwas auseinandergesetzt habe.

evtl. Aktive Hintergrundprogramme?
zb. Die Software die deine temps ausliest?

Schalte mal alle Hintergrundprogramme aus!

Und mach mal (falls eingeschaltet)
Die Windows "Kernisolierung" aus.

Bei mir und meinem 13900k verliere ich bis zu 1000 punkte, wenn ich die "Kernisolierung" aktiviere.
 
..

Sie wird gemessen, aber die Anzeigeprogramme sind nicht kalibiert. Wie auch. Es gibt da also einen kleinen Graubereich, das kann mehr oder weniger sein. Aber es wird gemessen. Gemessen wird aber eine Spannung oder ein Widerstand. Das muss dann natürlich "berechnet" werden, um mit einer Kalibrierkurve zur Temperatur zu kommen.

Danke:)
Hab das zu plump daher gesagt/bzw hätte ich es erklären sollen was ich meine.
 
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