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  1. #101

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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von hoffgang Beitrag anzeigen
    Doch, deswegen haben die Russen damit gedroht, nachdem die USA angekündigt hatten in Polen und Tschechien Teile des Raketenschilds zu stationieren, Iskander Kurzstreckenraketen (die nukleare Nutzlast tragen können) nach Kaliningrad zu verlegen. Die Drohung wurde mehrfach wiederholt, wäre aber der exakte Konter gegen diese Teile eines Raketenabwehrsystems.
    Wenn die Amis und die Russen Atomkrieg machen wollen , dann doch bitte zwischen Alaska und Sibirien.
    Das ist viel kürzer und stört niemanden xD .
    Sonst kriegt das alles wieder der " dumme " Ossi ab ^^

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  2. #102

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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von Bauschaum7 Beitrag anzeigen
    Sonst kriegt das alles wieder der " dumme " Ossi ab ^^
    Du hast die Folgen nicht bedacht.
    Nach einem Atomkrieg sind wir alle im Nirvana.

    Die Restkernstrahlung erledigt das zuverlässig und mit den Jetstreams wird das strahlende Zeug schön gleichmäßig um die ganze Welt verteilt.

    Der Nukleare Winter killt alle Pflanzen und nach zwei Jahren wird es ganz dünn mit sauberem Essen / Trinken.

  3. #103

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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Macht euch nicht zuviele Gedanken. Wenn es passiert dann passiert es. Wir hier können nichts dagegen tun. Genießt euer leben.


    Das ist doch mal eine Ansprache lol

  4. #104
    Avatar von Mahoy
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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von Slezer Beitrag anzeigen
    Macht euch nicht zuviele Gedanken. Wenn es passiert dann passiert es. Wir hier können nichts dagegen tun. Genießt euer leben.
    Bei "Leben genießen" mache ich mit, aber ansonsten: Nix da.

    Kosmische Katastrophen kann man schicksalsergeben hinnehmen, aber bei menschlicher Dummheit ist es ja wohl das Mindeste, dass wir die Vollpfosten, die uns umbringen, wenigstens wissen lassen, dass wir sie für Vollpfosten halten.
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  5. #105

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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Könnte das vielleicht mal jemand ins richtige Unterforum verschieben?
    Das hier ist doch keine Newsseite für politische Meldungen.

    Und was zum Teufel ist bitte ein "Rußland"?
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  6. #106
    Avatar von <<Painkiller>>
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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von Two-Face Beitrag anzeigen
    Könnte das vielleicht mal jemand ins richtige Unterforum verschieben?
    Das hier ist doch keine Newsseite für politische Meldungen.

    Und was zum Teufel ist bitte ein "Rußland"?
    Schon dabei.
    Ich werd auch gleich mal ausmisten. Der Thread ist etwas abgedriftet.

    Gruß
    Pain
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  7. #107
    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von BojackHorseman Beitrag anzeigen
    Die allergrößte Gefahr ergibt sich hier für die USA. Deren neue Flugzeugträger kosten bis zu 10 Milliarden Dollar pro Stück und die sind nahezu hilflos gegen Hyperschall-Raketen.
    Es gibt noch keine genauen Angaben (oder ich habe sie nicht finden können), aber große Zweifel daran, dass die neuen russischen Raketen zielsuchend sind. Mit Mach 6-10 anfliegen ist eine Sache - bei Mach 6-10 ein Ziel in größerer Entfernung orten und identifizieren können ein ganz anderes. Sollte die Ingenieure hier kein wahres Wunder vollbracht haben, lassen sich die neuen RVs genauso wie die älterer ICBMs nur gegen große, stationäre Ziele einsetzen, bei denen ein paar 100 m Zielgenauigkeit ausreichen und deren Position deutlich vor dem Start mit anderen Systemen festgestellt werden kann.


    Zitat Zitat von Mahoy Beitrag anzeigen
    Beide Systeme haben einen allenfalls spärlichen strategischen oder taktischen Nutzen und dienen nur zur Provokation bzw. Düpierung, so nach dem Motto "Schau mal, was wir gebaut haben; das habt ihr nicht, ällerbätsch!"
    Leider haben dabei beide den Effekt einer aktuen Verschärfung des Risikos: Wenn ein vermeintlicher beschränkter Erstschlag erkannt wird und man weiß, dass bis zum Einschlag 10 Minuten vergehen und man selbst mit 1% des eigenen Arsenals sämtliche Zweitschläge des Gegners ausschließen kann, kann man sich eine dreifache Prüfung erlauben und hoffentlich Fehler vermeiden. Wenn die Flugzeit nur noch zwei Minuten beträgt und ein Abwehrsystem mit nicht genau definierter Leistungsfähigkeit übersättigt werden muss, gibt es nur noch den schnellen Schlag auf den einen, ganz großen Knopf...


    Zitat Zitat von Sinusspass Beitrag anzeigen
    Wenn wir jetzt mal die beiden Weltkriege heranziehen, haben Kernwaffen den Konflikt gut verhindert.
    Wenn wir mal die hundert Jahre vor den Weltkriegen und die gesamte Zeit danach heranziehen, dann sieht man keinerlei Unterschiede in den Kriegesmustern zwischen den heutigen Großmächten. Wer vor der Einführung von Atomwaffen Krieg gegeneinander erklärt hat (Indien, Pakistan; Russland, China), der hat es auch danach. Wer vor den Einführung von Atomwaffen nicht gegenseitig Krieg erklärt hat, hat es auch danach nicht, was also mutmaßlich nicht an den Atomwaffen lag. Nur bei den Kleinkrämern hat sich was geändert: Die Kims haben keine Angst vor niemanden und D vs US Runde 3 steht weiterhin aus.

    Was sich aber seit Ende des zweiten Weltkriegs verdammt positiv auf den Weltfrieden ausgewirkt hat, ist das Ende des Kolonialismus...


    Zitat Zitat von Sinusspass Beitrag anzeigen
    Keine, wie viele funktionstüchtige gab es denn vor Sommer ´45? Sobald es Kernwaffen gab, hat Japan ziemlich schnell kapituliert, sonst wäre es wohl noch zur Invasion der Hauptinseln gekommen und der Krieg hätte gut und gerne ein halbes-ganzes Jahr länger gedauert, da nach Nagasaki der japanischen Führung recht schnell klar wurde, dass die USA jede Stadt völlig zerstören könnten.
    Das dürfte der japanischen Führung auch schon nach Hiroshima klar gewesen sein, genauso wie ihnen in jeder anderen Hinsicht klar war, dass sie verloren hatten. Und den USA war klar, dass Japan keine Gefahr mehr darstellte und über kurz oder lang entweder aus Ressorucenmangel, wegen Dauerbeschuss (1000de Marschflugkörper standen bereit) oder aus Einsicht kapitulieren würde. Aber vorher wollte man noch schnell zwei neue, komplexe Waffensysteme im realen Einsatz testen und vor allem Stalin deren Wirkung demonstrieren. Ein paar 100000 Japaner waren dafür ein kleiner Preis...


    Zitat Zitat von INU.ID Beitrag anzeigen
    Hat eigentlich irgendwo mal irgendwer ausgerechnet, wieviel Arbeitszeit (Mannstunden) bzw. Geld und Ressourcen der dusselige Mensch in sein Militär und seine Kriege investiert hat?
    Sowohl Militärausgaben als auch Kriegsschäden sind recht gut erforscht, ja
    Aber insgesamt würden sie "nur" reichen, um entweder unsere heutigen Verteilungsprobleme zu lösen ODER der Zukunft ein paar Jahre näher zu sein. Schließlich basiert militärischer und ziviler Fortschritt beiderseits zu nicht geringen Teilen auf Kommunikations-, Verkehrs-, Fertigungs- und Erfassungsmethoden sowie neuen Materialien. Man spart also nicht die gesamten Ausgaben ein, wenn man den militärischen Teil weglässt. Gegenzurechnen wären noch der Wegfall von Kriegopfern, da gibt es afaik keine Zahlen zu. Aber eine Rentnerarme Generation und weniger Ressourcenverbrauch haben auch stimulierende Wirkung auf die Wirtschaftsentwicklung.


    Zitat Zitat von wuselsurfer Beitrag anzeigen
    Ja. was denkst Du denn, was nach einem Atomkrieg noch funktioniert?
    Die Satelliten werden als erstes ausgeschaltet.
    Die Kommunikation bricht zusammen.
    Die Halbleiterfabriken sind auch ein atomares strategisches Ziel, genau so, wie Strom- und Datenleitungen.

    Da kommt ein Mehrfachsprengkopf drauf und es wird ganz schnell dunkel.
    Das bleibt dann zwei oder mehr Jahre so.

    Wenn wir Pech, haben, trifft so ein Sprengkopf "zufällig" einen oder mehrere Supervulkane.
    Dann bleibt es noch ein paar dutzend Jahre mehr dunkel.
    Supervulkane liegen unter Gesteinsschichten, gegen die jeder Atombunker ein Stohhaus ist und Chipfabriken sind garantiert keine strategischen Ziele (wenn auch ggf. in der Nähe selbiger gelegen). Für die nicht-Unterhaltungskommunikation haben wir auch einige gesicherte sowie Fallback-Systeme, die könnte nach ein paar Monaten wieder stehen und der Verlust von den 80-90%, die für Katzenvideos, Youporn und DSDS gebraucht werden, könnte die Menschheit vermutlich verkraften. Ich tippe auf einen effektiven Anstieg des intellektuellen Niveaus

    Was ein viel größeres Problem wäre: Die Versorgung. Bei der kann sich die industriealisierte nämlich keine Unterbrechung von auch nur mehreren Wochen leisten und sie baut ein mittlerweile globales Netz ununterbrochener, sehr empfindlicher Verkehrswege auf. Davon würde es viele zerlegen, außerdem gäbe es große Probleme die Nutzbarkeit diverser Ressourcen sicherzustellen. Vermutlich würden bei einem globalen Atomkrieg mehr Menschen verhungern, in der Nähe der Einschlagsorte auch verdursten, als an den Strahlung sterben.


    Zitat Zitat von hoffgang Beitrag anzeigen
    Lies das. Hypersonic Weapons können nicht mehr oder weniger als aktuelle Raketen. Das Ganze ist ein enormes Hypethema.
    Aktuelle Raketenverteidigungen können nichtmal effektiv andauernden Beschuss durch aktuelle Raketenmodelle abfangen, das zeigt Patriot und das zeigt Iron Dome (deswegen tracken die Israelis auch jedes Geschoss und bekämpfen nur einen geringen Anteil, alles was in unbewohntem Land runtergeht lassen die fliegen).
    Iron Dome wird mit 100000 $ pro abgefangener Granate veranschlagt. Technisch wäre mit dem System ein 99%iger Schutz machbar, aber niemand hat vor soviele Anlagen zu bezahlen und erst recht nicht, es so intensiv einzusetzen.


    Zitat Zitat von BojackHorseman Beitrag anzeigen
    Mir ist schon klar dass der Artikel völlig inkorrekt mit großen Zahlen wie 27facher Schallgeschwindigkeit hantiert. Der Vorteil von Hyperschall-Flugkörpern soll daraus resultieren, dass man sie von Flugzeugen abfeuern kann und sie dann unter effektiver Radarhöhe ins Ziel fliegt.
    Gibt es dafür in Bezug auf Avangard irgendwelche Hinweise auf Tiefflugfähigkeiten? Das ist ein ICBM-RV, Mach 27 wird nur beim Wiedereintritt erreicht. Neu ist, dass es auch in der anschließenden, deutlich langsameren aber immer noch hypersonischen Phase manövrieren kann. Aber Hyperschall in Bodennähe...
    Mehr als Mach 2 gilt da schon als Herausforderung. >Mach 6 unter dem Radar ist absolut abwegig. Das wäre eine Neuauflage von Pluto und der Flug gefährlicher als der Sprengkopf.



    Zitat Zitat von Strikeeagle77 Beitrag anzeigen
    Dazu kommen noch Stellvertreterkriege und kleinere Aktivitäten, wo extrem viel altes und konventionelles Kriegsmaterial eingesetzt wird. Amerikanische F-15 (entwickelt in den 70ern) bombardieren Stellungen in Syrien und Irak. Russische Mig 23/25(Material aus den 60ern?) fliegen in Syrien Bodenangriffe. Ich habe das Gefühl, da wird erprobt, ob der alte Kram noch taugt, was im Lager rumsteht und abgeworfen, was sonst teuer entsorgt werden muss, um die Lager mit frischen, wieder 20-30 Jahre haltbaren Bomben aufzufüllen.
    ?? Die F15E ist ein aktueller Jagdbomber der US-Streitkräfte, das letzte Exemplar wurde keine zwei Jahre vor dem ersten Eurofighter ausgeliefert. Und die Russen fliegen TV-Aufnahmen primär mit Su-27, die 21er und 23 sind die eigenen der Syrer und z.T. tatsächlich sehr alt. MiG-25 habe ich noch keine gesehen und es gibt bei den derzeitigen Kämpfen auch kein Einsatzszenario für einen Langstrecken-/Höhenabfangjährer. Liegt vielleicht eine Verwechslung mit der optisch ähnlichen, aber noch aktuellen MiG 31 vor? (Die 25er wären trotz ihres Alters aber immer noch der schnellste Vogel am syrischen Himmel )

    Was machen dann wesentlich ärmere Staaten, die mit moderner Munition beregnet werden?
    Modernere Munition ist, von Streubomben abgesehen, in dem Fall ein Segen. Im zweiten Weltkrieg wurden absichtlich Verzögerungszünder als defacto Sprengfallen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt und eine Funktionsrate in den mittleren 90ern galt als ausreichend für die Zünder. Zusammen mit den extrem vielen Flächenbombardements sorgt das für extrem viele Blindgänger in den Böden. Bei modernen Kriegen sind eher Minen ein Problem.

    Evtl sollte man das Säbelrasseln einfach mal ignorieren und nicht alles nachplappern, was zur Verbreitung angedacht ist. Ja, die Teile können Kernwaffen tragen, ja, an der Grenze zum Weltraum ist alles sehr schnell unterwegs. Aber nur weil es diese Sachen gibt, heißt das nicht, dass diese überhaupt eine militärische , strategische oder taktische Bedeutung haben werden. Kennt man übrigends auch aus dem Ende des WW2. V1, V2, V3, Me262, Me163, He162, AR234, Panzer Maus, Natter, UBoot Typ 21 nicht zu vergessen.
    [/B]
    Alles entweder eine Fehlkonstruktion oder ein Fehleinsatz gewesen oder aber an der schlechten Infrastruktur gescheitert, aber nichts davon war schlagbar.
    (Außer die V1, die technisch auch als Erfolg gelten kann, bei Kriegsende aber technisch überholt war. Zumindest in Europa, in den USA wurde ein Nachbau für Angriffe auf Japan in Serie gefertigt )
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  8. #108
    Avatar von Mahoy
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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von ruyven_macaran Beitrag anzeigen
    Es gibt noch keine genauen Angaben (oder ich habe sie nicht finden können), aber große Zweifel daran, dass die neuen russischen Raketen zielsuchend sind. Mit Mach 6-10 anfliegen ist eine Sache - bei Mach 6-10 ein Ziel in größerer Entfernung orten und identifizieren können ein ganz anderes. Sollte die Ingenieure hier kein wahres Wunder vollbracht haben, lassen sich die neuen RVs genauso wie die älterer ICBMs nur gegen große, stationäre Ziele einsetzen, bei denen ein paar 100 m Zielgenauigkeit ausreichen und deren Position deutlich vor dem Start mit anderen Systemen festgestellt werden kann.
    Wobei bei taktischen Kernsprengköpfen so viel Genauigkeit nicht erforderlich ist.
    Russland hat - ebenso wie die USA - bereits seit Ewigkeiten die Option, Seezielflugkörper mit Kernsprengköpfen zu bestücken,um damit ganze Verbände auszuschalten. Diese sind zwar zielsuchend, haben jedoch eine vergleichsweise geringe Reichweite, Geschwindigkeit und Traglast und können durch luftgestützten Begleitschutz auf mittlere und einer starken Point Defense auf kurze Entfernung recht gut abgewehrt werden, wenn der Angriff nicht gerade massiert erfolgt.
    Hyperschallraketen sind in der selben Situation praktisch nicht abwehrbar und für die Zielaufklärung und den Angriff müssen die Trägersysteme sich auch nicht in Gegenschlagdistanz begeben. Die Daten von Seeaufklärungssatelliten genügen vollkommen und die Raketen können von sonst wo herkommen.

    Nun hat bringt zwar auch der Einsatz taktischer Kernwaffen gewisse politische Implikationen mit sich, aber so lange man damit nicht gerade auf das Heimatland des Gegners zielt, wird da keine strategische Reaktion erfolgen. Erschreckenderweise ist das auch völkerrechtlich kaum zu beanstanden: Trägerverbände mit taktischer nuklearer Option sind auch ein valides Ziel für eine solche - um so mehr, je näher sich der attackierte Verband am Staatsgebiet des Angreifers befindet.

    Das dürfte auch die implizite Ansage Russlands an die USA sein: Falls diese einen Trägerverband in der russischen Interessensphäre "falsch parken" sollten, könnte es geschehen, dass dieser das schnelle Knöllchen nicht übersteht.
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  9. #109
    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von hoffgang Beitrag anzeigen
    Präventivschlag gegen Command & Control Fähigkeiten des Gegners + dessen Land- und Seegestützten Raketen - dezimiert die Schlagkraft des Gegners.
    Der Schild soll dann den Rest der noch übrig ist abfangen.
    Egal, wie du die Wirkung deines Erstschlags zu maximieren versuchst: Um einen Gegenschlag zu verhindern, müsste sie binnen weniger Minuten eintreten. Ich weiß nicht, wie die aktuellen Alarmstatusse sind, aber bei entsprechender Vorbereitung im Zuge einer zunächst verbalen oder konventionellen Eskalation können Gegenschläge seit Jahrzehnten in weniger als 5 Minuten ausgelöst werden. Heutzutage vermutlich in weniger als einer, wenn es sein muss und man Fehlreaktionen auf Fehlalarme als das kleinere Problem ansieht. Und diese Zeit zählt ab Start, da nützt es also herzlich wenig, dass man die Zeit bis zum Einschlag von >15 auf >10 min reduziert hat. Zumal du ungefähr 70 Jahre zu spät kommst, um als erster auf die strategische Bedeutung von Kontrollzentren hinzuweisen. Dementsprechend sitzen die heute alle in Bunkern, die zumindest eine Seite als unknackbar betrachtet und auch wenn immer neue Waffensysteme vielleicht den Hauch einer Chance auf eine Durchdringung suggerieren:
    Der Angreifer verwettet wortwörtlich seine gesamte Nation darauf. Dafür bräuchte es statt einer Chance eine Garantie.

    Das ist extrem vereinfacht, aber im Kern der wesentliche Punkt bei dem die Gleichung kippt. Wenn ich der Meinung bin mit einem Erstschlag soviele Raketen zu zerstören dass ich meinem Schild zutraue den Rest abzufangen, dann wird ein Nuklearkrieg gewinnbar weil die eigene Verwundbarkeit wegfällt. Deshalb sind Programme wie SDI oder jegliche Verteidigung gegen ICBMs so gefährlich. Egal wieviele Sprengköpfe man besitzt, solange man verwundbar bleibt ändert sich nichts am eigenen Risiko. Je stärker man die eigene Verwundbarkeit reduziert, desto eher ist man geneigt Risiken einzugehen.
    Im Gegensatz zu SDI sind die heutigen Schutzschirme nur gegen beschränkte geographische Räume gerichtet. Russland hat weiterhin nur seine Schutzeinrichtungen rund um Moskau, die USA schützen nur die nördliche Westküste und neuerdings Teile der Anflugslinien über Osteuropa. Die Arktis steht aber weiterhin offen für direkten Beschuss von Land und U-Boote könnten aus jeder beliebigen Richtung angreifen.


    Zitat Zitat von RX480 Beitrag anzeigen
    Im modernen Krieg rechnet sich Klasse statt Masse! Man brauch net mehr soviele Raketen.
    Atomarer Vernichtungskrieg ist nicht modern und benötigt für die totale Vernichtung des Gegners heute genauso viele Sprengköpfe wie früher. Und die für deren Transport nötige Zahl an Raketen steigt im Zuge von Abrüstungsverhandlungen (bis in die 90er) bzw. Bedenken wegen Gegenmanövern (heute) sogar wieder, weil man die Zahl der Köpfe pro Rakete eher reduziert.

    Man sollte auch net den Fehler machen 1:1 aufzurechnen. Gerade die Russen fliegen doppelt soviele Kampfeinsätze
    wie die Nato-Pendants.
    Haupttestgebiet der USA sind nicht NATO-Manöver, sondern die eigenen Kriege im mittleren Osten sowie natürlich Israel. Einziger Erfahrungsvorteil Russlands dürften die Eroberungskriege unter gemäßigten und borealen Bedingungen (insbesondere auch im Winter) sein, während die USA einen sehr großen Anteil an Wüstenkriegen haben.


    Zitat Zitat von hoffgang Beitrag anzeigen
    Was soll mit den U-booten sein?
    Russische strategische Boote sind gegenüber den US Jagdubooten deutlich im Nachteil, zudem gibts sehr viel weniger von den Teilen als bisher.
    Borei gilt als deutlich leiser im Vergleich zur Viriginia-Klasse. Die weiterhin geringe Zahl der ICBM-Träger würde ich auch nicht zu weit oben an den Nagel hängen, denn Russland hat auch nukleare Marschflugkörper und mittlerweile sogar langstrecken Unterwasserwaffen, die von sämtlichen Booten der Flotte aus eingesetzt werden können, einschließlich Sprengköpfen die offiziell für die langfristige Vereuchung ganzer Regionen gedacht sind.

    Die USA müssten jederzeit die gesamte sowjetische Flotte sowohl im Atlanik wie auch Pazifik beschatten (und zwar wohlgemerkt jeweils die GESAMTE, denn Russland braucht nur wenige Tage von einer Seite zur anderen, während die US-Navy gerade in Krisenzeiten den Panamakanal nicht nutzen möchte und ohne längerfristige Anmeldung allgemein nicht nutzen kann), um vor einem Gegenschlag sicher zu sein. Das können die nicht, auch wenn sie mit 19+1 aktuellen Booten (um die LAs dürfte sich Russland wohl kaum noch sorgen machen) einen leichten Zahlenvorteil haben.


    Zitat Zitat von Rotkaeppchen Beitrag anzeigen
    Und alle U-Boote werden gleichzeitig vernichtet? Amerikanische Jagd Uboote im Schwarzen Meer?
    Weder gibt es strategische Uboote im schwarzen Meer (k.A., ob es da überhaupt nukleare gibt), noch wären die ein Thema. Wer vom schwarzen Meer aus die USA angreifen will, muss die gleichen Flugbahnen über Osteuropa nutzen wie landgestützte Einheiten im Kaukasus. Das heißt quer durch einen gute ausgebauten Abfangschirm und mit Flugzeiten von einer halben Stunden und mehr. Gefährlich sind Boote vor der Karibik, östlich von Hawaii, etc. (jedenfalls für den Westen. US-Waffenträger im schwarzen Meer wären dagegen eine extreme Bedrohung für Russland, aber die potentiellen Zugangswege sind ja leicht im Auge zu behalten)


    Zitat Zitat von Mahoy Beitrag anzeigen
    Wie kürzlich schon erwähnt, hat das nicht damit zu tun, ob es jemandem genehm ist oder nicht: Schornsteine sind per Definition Anlagen zur Abführung von Rauch, oder korrekter, von Rauchgas. Edelgase und staubgebundene radioaktive Stoffe sind bekanntlich kein Rauchgas.

    Die Dinger am Kernkraftwerk wären also, deiner und Rotkaeppchens Erklärung folgend, eher eine Art senkrecht ausgeführte Ventilationsschächte. Und dank dir haben wir nun auch den korrekten Begriff dafür, also keinen Grund zum Streit.
    Also wenn ihr schon besserwissen wollt, dann bitte richtig: Rauch ist eine Suspension von Feststoffen in einem Gas. Also mach "Rauchgas" schonmal rein gar keinen Sinn und wenn man von C14, Jod und möglicherweise weiteren, in den meisten Verbindungen nicht gasförmigen Stoffen spricht bzw. sogar explizit von Staub und anhafteten Substanzen, dann ist es wohl eine Form von "Rauch", die durch die Schlote abziehen soll


    Zitat Zitat von Mahoy Beitrag anzeigen
    Wobei bei taktischen Kernsprengköpfen so viel Genauigkeit nicht erforderlich ist.
    Russland hat - ebenso wie die USA - bereits seit Ewigkeiten die Option, Seezielflugkörper mit Kernsprengköpfen zu bestücken,um damit ganze Verbände auszuschalten. Diese sind zwar zielsuchend, haben jedoch eine vergleichsweise geringe Reichweite, Geschwindigkeit und Traglast und können durch luftgestützten Begleitschutz auf mittlere und einer starken Point Defense auf kurze Entfernung recht gut abgewehrt werden, wenn der Angriff nicht gerade massiert erfolgt.
    Hyperschallraketen sind in der selben Situation praktisch nicht abwehrbar und für die Zielaufklärung und den Angriff müssen die Trägersysteme sich auch nicht in Gegenschlagdistanz begeben. Die Daten von Seeaufklärungssatelliten genügen vollkommen und die Raketen können von sonst wo herkommen.
    Naja, Trägersysteme wie "eurasische Platte" versenken auch US-Flugzeugträger nicht so schnell
    Aber im Kriegmodus behalten Trägerkampfverbände ihren Kurs meines Wissens nach nicht über längere Zeit bei und erst recht, nicht, wenn gerade der erkannte Start eines Erstschlags gemeldet wurde. Auch mit Hyperschall bleiben danach noch 5 bis 10 Minuten, um rechtwinklig zum bisherigen Kurs das weite zu suchen. Das sind dann zwar nur 5-10 km, aber auf die Entfernung würde ich trotzdem nicht darauf wetten, dass das gesamte Flugdeck abgeräumt oder gar der Träger versenkt wird. (Crossroads hat vergleichbare Schiffe nur auf ein paar 100 m versenkt und auch wenn heutige Sprengköpfe größer sind, reden wir hier von keinen Castle-Instelbustern) Ganz zu schweigen davon, dass in einer sich anbahnenden Krisensituation vermutlich 2-4 Maschinen für Notstarts bereit gehalten werden würden, die noch vor der Explosion abheben.

    Nun hat bringt zwar auch der Einsatz taktischer Kernwaffen gewisse politische Implikationen mit sich, aber so lange man damit nicht gerade auf das Heimatland des Gegners zielt, wird da keine strategische Reaktion erfolgen. Erschreckenderweise ist das auch völkerrechtlich kaum zu beanstanden: Trägerverbände mit taktischer nuklearer Option sind auch ein valides Ziel für eine solche - um so mehr, je näher sich der attackierte Verband am Staatsgebiet des Angreifers befindet.

    Das dürfte auch die implizite Ansage Russlands an die USA sein: Falls diese einen Trägerverband in der russischen Interessensphäre "falsch parken" sollten, könnte es geschehen, dass dieser das schnelle Knöllchen nicht übersteht.
    Solange noch kein heißer Krieg am laufen ist, dürfte es wegen der zu erwartenden internationalen Reaktion auf einen Kernwaffeneinsatz attraktiver sein, mit konventionellen Waffen nur einen kleinen Schaden zu verursachen, um seinen Unmut kundzutun. Selbst wenn man Putin heißt.
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  10. #110
    Avatar von Rotkaeppchen
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    AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

    Zitat Zitat von ruyven_macaran Beitrag anzeigen
    Wer vom schwarzen Meer aus die USA angreifen will, muss die gleichen Flugbahnen über Osteuropa nutzen wie landgestützte Einheiten im Kaukasus.
    Es geht doch nur darum, unbekannte Raketenbasen zu haben. Was auf dem Land steht, ist bekannt und wird im Erstschlag vernichtet. Einzig U-Boote sind nicht so einfach auszuschalten. Die Flugbahn geht natürlich nach norden. Sphärische Geometrie wird an Schulen heute leider nicht mehr unterrichtet. Es geht darum, dass U-Boote im Schwarzenmeer ziemlich sicher vor amerikansichen U-Booten sind.

    Aber wie gesagt, den Hinwies von Hoffmann, dass gar keine U-Boote mit Interkontinantalraketen im Schwarzen Meer sind, nehme ich zur Kenntnis, suche aber noch nach Belegen. Ich habe noch den Artikel im Kopf, dass russische Kriegschiffe die Dardanellen passierten, darunter auch U-Boote. Mit der Grund, warum die Türkei in der Nato bleiben "muss", um den Russen im Falöl des Falles den Zugang zum Mittelmeer zu blockieren

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