1. #1311

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    AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

    Wird er gleichzeitig nutzen um die Überwachung aller Bürger auszuweiten.
    4 Kerne für ein Halleluja

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  2. #1312
    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

    Zitat Zitat von Don-71 Beitrag anzeigen
    Sorry meine Liebe,

    was willst du denn als Politik, Polizei, Gesellschaft oder Medien gegen solche Leute wie aus Halle und Hanau machen, die nie in ihrem Leben auffällig geworden sind?
    "Auffallen" kann jemand nur da, wo man hinguckt. Bekanntermaßen kann man in Deutschland als Rechtsextremist Polizistinnen erschießen, ohne dass das als rechter Terror auffällig wird. Hier wurde scheinbar eine rechtsextreme Internetseite betrieben, hingeschaut hat aber niemand. Rege Nutzung andere extremistischer Online-Inhalte war ebenfalls gegeben - unwahrscheinlich, dass dies ausschließlich passiv geschah. Aber in entsprechenden Foren und Netzwerken hat wieder niemand ein Auge offen gehalten.

    Aber unabhängig von der Vorhersehbarkeit der Motivation steht hier mal wieder die Frage nach dem Waffenrecht im Raum. Soweit nachvollziehbar war er nur Sportschütze, hatte also keinerlei Grund dafür, Munition und Waffe außerhalb des Schießstandes zu führen. Trotzdem durfte er, und alle anderen derartigen "Sportler" beides überall mit hinnehmen. Wozu? In diesem Fall zum Morden...


    Zitat Zitat von Don-71 Beitrag anzeigen
    Ich sitze nicht beim BKA, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn es Auffälligkeitein gegeben hätte, wir das jetzt wüßten (Halle), bei Amri und Ernst ist das ja sehr schnell herausgekommen.
    Ernst war mehrfach vorbestrafter Täter, wurde aber nach vermeintlichem Ende seiner kriminellen Karriere nicht mehr beachtet. Amri war islamistischer Extremist, das ist eine andere Kategorie, in deren Beobachtung primär die Union die letzten zwei Jahrzehnte massiv investiert hat. Aber mit allgemeiner Aufmerksamkeit auf dem rechten Auge ist es weiterhin nicht weit her, da sollte man sich von der einen Terrorzelle vor ein paar Tagen nicht täuschen lassen. Bislang sind die Staatsschützer schon reichlich damit beschäftigt, nur den Rechtsextremismus im Staatsapparat im Auge zu behalten.

    Das ganze erinnert mich als Analogie immer an Kindesmissbrauch, wo das Umfeld auch zu 90% dicht hält und man ohne Hinweise keine Chance hat, einzugreifen.
    Sexuelle Kindesmissbrauch, der vermutlich gemeint ist, findet intim statt. Politische Radikalisierung dagegen meist in einer und durch eine Öffentlichkeit.


    Zitat Zitat von Rotkaeppchen Beitrag anzeigen
    Bis zur Machtergreifung war er aber ein ganz "Normaler", als er "Mein Krampf" schrieb auch. Naja, so normal, wie einen die Gräuel des ersten Weltkrieges gelassen haben. Das Menschen an der Macht irre werden, ist eine andere Sache. Aber er war schon 1933 ein jämmerliches Arschloch.
    Man muss sich in Deutschland mal davon verabschieden, dass es Kategorien wie "normal" und "nicht normal" gibt. Alle Menschen mögen gleich berechtigt sein, aber es sind nicht alle Menschen gleich. Sondern eher alle unterschiedlich. Und Hitler war ein guter Netzwerker, ein voll handlungsfähiges Individuum, ein motivierender Redner und ein skrupelloses Arschloch mit einem enormen, irrationalen Hass. Für den er übrigens genau so viele und genauso gute Vorlagen hatte, wie sie heutige Rechtspopulisten heutigen Rechtsextremen liefern.
    Man kann vergleiche zum Durchschnitts-Michel und zum sabbernden Psychopathen in der Zwangsjacke ziehen, aber nur weil man jeweils Unterschiede findet, heißt das noch lange nicht, dass der eine oder der andere "normal" wäre. Bestenfalls ist einer "durchschnittlich".


    Zitat Zitat von Rotkaeppchen Beitrag anzeigen
    In den privaten Medien ist eindeutig eine Machtkonzentratioon zu erleben. Zu meiner Kindheit hatte fast jede Stadt eine unabhängige Tageszeitung, heute bestimmen eine handvoll großer Medienkonzerne das, was pupliziert wird. Auch da könnte der Gesetzgeber einschreiten und Machtkonzentrationen reduzieren sowie durch Subventionen und Steuervorteile kleine Zeitungen fördern.
    Die Einfluss einzelner Nachrichtenredaktionen/-organisationen auf die Berichterstattung ist zwar mittlerweile bedenklich, aber Ursache dafür sind nicht die verschwindenden Zeitungen. Sondern die verschwindendenen Leser. Und das nicht nur, weil das Zeitungssterben eine Folge des mangelnden Interesses der möchtegern Bürger an den Geschehnissen um sie herum ist, sondern ganz einfach weil viele Zeitungen, die sowieso keiner liest, auch nichts zur Meinungsbildung beitragen können. Erst recht keine Lokal- und Regionalzeitungen, die die Auswahl für den einzelnen in seinem jeweiligen Ort kaum erhöhen. Was wir bräuchten, sind mindestens ein halbes Dutzend deutschlandweite Tageszeitungsredaktionen und noch einmal soviele für Magazine-, für TV- und für Online-Nachrichten, die auch alle eine wenigstens jeweils sechsstellige Personenzahl erreichen sollten. Stattdessen haben wir afaik Springer, Burda, SZ, Spiegel und ÖR. Also gerade mal 4 statt 24. RTL, Pro7/Sat1 und TAZ existieren zwar noch auf dem Papier, produzieren aber entweder kaum eigenen Content beziehungsweise haben eine geringere Reichweite als Desinformationsangebote wie z.B. RT. Youtube scheffelt währenddessen Millionen mit Verschwörungstheorien.
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