Windows Server X Hyper V mit 3 Windows Guest

5ch4f

Schraubenverwechsler(in)
Hi!

Hier im Betrieb arbeiten wir an 3 Arbeitsplätzen: 1 fest Rechner und 2 Virtualisierte Arbeitsplätze, Virtualisiert wird gerade mit VirtualBox auf einem Linux Host. Durch ein update einer Software muss ich auf ein Natives Windows wechseln.
Der Server soll 3 Guest "Windows 10" System Aktiv Betreiben und auf dem Server muss die Software umziehen. (Diese Software ist dann als "Server" installiert und auf Server soll man ja bekanntlich nicht "Arbeiten")

Frage 1: Host Hardware updaten?
Momentane Hardware verbaut und selber zusammen gestellt:
CPU: AMD FX-8320E 8-Core CPU 3,2 ghz bis 4ghz
RAM: 32gb
HDD: Raid 1, 2TB Daten
SSD: 250gb
Ubuntu 14.04
Der rennt seit 4 Jahren stabil durch.

Soll man da auf aktueller Fertig Serverhardware umschwenken oder kann man die noch weiterhin verwenden.

Frage 2: Welche Windows Server?
2016 oder 2019, es gibt Standard, Essentials, Enterprise. Ich möchte gern mit Hyper V Virtualisieren, dazu benötige ich ja auch für jedes Guest System eine Lizenz. Ich habe mal gehört das es zu einer Windows Server Version auch gleich 5 Lizenzen zum Virtualisieren gibt.

Frage 3: Zusatzfunktionen
Was braucht alles der Windows Server und Hyper V zum Laufen? Rollen, Gruppenrichtlinen DNS, AD?
Der soll letztendlich ja als Stand Alone laufen und nicht Zuviel Schnickschnakk machen.

Frage 4: EinplatinenPC als "ThinClient"
Hat da jemand eine Empfehlung für ein ThinClient mit 2 Digitale Bildschirmausgänge wo man auch mal Videos von Youtube in Fullscreen ruckelfrei darstellen kann?


Hoffe das jemand mir vorallem zu dem Punkt 2 was sagen kann. Das ist nicht wirklich übersichtlich beschrieben wenn man was bestellen möchte was alles dabei ist.

Danke schonmal soweit.

mfg schaf
 
N

NatokWa

Guest
Meine Frage währe jetzt eher : WARUM müßen es jetzt unbedingt Virtuelle Clients sein ? Weil es schon immer so war ist KEINE vernünftige Antwort .

Was da bei euch derzeit als Server läuft hat die Bezeichnung eig. kaum verdient und währe durch nen NAS (Als Datenserver) und 3 Thins ala Intel-NUC oder ITX-Systeme WEIT besser ersetzt als so eine (für derart lokalem Einsatz) Frickellösung . Jedes System sein eigenes Betriebssystem und die Daten die gemeinsam verfügbar sein müßen auf die "Interne Cloud" AKA das NAS oder wenn's unbedingt sein muss auf ein 4. System welches als "Aktiver" Daten/Programserver arbeitet .
Da du uns keine Informationen gibst wie mit was für Daten gearbeitet wird , sind Details nicht wirklich möglich zur weiteren Lösungsfindeung , ICH gehe einfach nur davpn aus das es Daten gibt die alle Clients "Gleichzeitig" brauchen . Dafür reicht ein NAS .

Natürlich ist das MEINE Ansicht des ganzen bzw. währe das mein herangehen an das ganze .
 

kaepteniglo

Freizeitschrauber(in)
Es gibt von Hyper-V eine komplett kostenfreie Version.

Diese beinhaltet nur die Hyper-V Rolle.
Dies bedeutet, dass man für jedes virtualisierte Windows dann die entsprechende Lizenz benötigt.

Wenn du einen Windows Server kaufen willst musst du folgende Dinge bei der Lizenzierung beachten:

Die Serversoftware von Windows Server 2019 Datacenter und Standard wird pro Core lizenziert. Maßgebend für die Lizenzierung ist die Anzahl der physischen Cores im Server. Für jeden physischen Prozessor des Servers sind mindestens 8 Corelizenzen erforderlich. Ein Server mit nur einem Prozessor erfordert mindestens 16 Corelizenzen. Corelizenzen werden im Zweierpack verkauft.

1. Jeder physische Prozessor wird mit mindestens acht Kernen gewertet.
2. Jeder physische Server wird mit mindestens 16 Kernen gewertet.
3. Alle physischen und aktiven Kerne im Server müssen unter Berücksichtigung der ersten beiden Punkte lizenziert werden, damit ein Standard Server zwei und ein Datacenter Server unlimitierte VM-Rechte besitzt.
4. Um mit der Standard Edition zwei weitere VM-Rechte zu erhalten, müssen alle physischen aktiven Kerne erneut lizenziert werden.

Windows Essentials:
- Keine Virtualisierungsrechte (1x physikalisch oder 1x virtuell installierbar, jede VM muss zusätzlich mit den entsprechenden Lizenzen gekauft werden)
- max. 25 User / 50 Geräte
- max. 2 CPUs
- max. 64 GB RAM

Standard:
- 2 virtuelle Maschinen oder 2 Hyper-V Container (wenn alle physischen Kerne lizenziert sind)

Datacenter:
- Unlimitierte virtuelle Maschinen und Hyper-V Container

Standard / Datacenter:
- max. 24 TB RAM
- unlimitierte Kerne
- CALs entsprechend notwendig

Wenn du nur Hyper-V betreiben willst, brauchst du nur die Hyper-V Rolle.


Wenn ich das richtig verstanden habe, willst du eine VDI bereitstellen, dann lies dir folgendes durch:

Willkommen bei den Remotedesktopdiensten in Windows Server 2016 | Microsoft Docs
 
TE
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5ch4f

Schraubenverwechsler(in)
@NatokWa
Ich nehme mal an das waren jetzt die Antworten zu punkt 1 und 4. Da wir hier ein Handwerksbetrieb sind mit 4 Aktiven Arbeitsplätzen im Büro (3 Vollzeit besetzte AP die auf der VM Arbeiten sollen, + einen Mobilen (Laptop, kein VM) für andere Tätigkeiten und ein weiterer kommt noch hinzu der maximal 1h Pro Tag genutzt wird durch nicht einem Büro Arbeiter)
Da wir eine komplexe Kalkulationssoftware verwenden mit einer sehr großen Datenbank wird vom Softwarebereitsteller empfohlen die Software auf einem Server zu installieren und per Virtualisierte Guest direkt auf die Daten zugreifen zu können. Dadurch wird der Traffic im Netzwerk wegfallen und Daten werden "Lokal" Abgerufen -> Performance gewinn. Und jetzt bitte nicht auf die schlechte Programmierung rumjammern, das tuh ich selber auch schon. Softwarewechsel geht nicht weil die Firma führend ist in dem Bereich.

@kaepteniglo
Danke für die ersten Informationen. Jetzt habe ich auch das mit Container vs. VM gelesen, klingt auch ganz interessant. Werde aber beim Klassischen VM bleiben weil wir mit Datenbanken arbeiten, so eine Empfehlung aus einem Artikel von t3n.
Okay, was brauche ich jetzt genau wenn ich 1e CPU mit 8 Kernen hab und sag ich mal mind. 3 VM-Guests laufen lassen will? CALs brauche ich nicht, soweit hab ich schon was rauslesen können. Was ich da jetzt nehmen soll steig ich nicht ganz durch.
Es kann auch eine Windows Server 2012/16/19 sein, vorzugsweise mit Geizahls/Preisvergleich Seite oder Händler des Vertrauens.

Wenn das jetzt auch nichts ist werde ich auf dem Server ein Windows 10 pro installieren und bei VirtualBox bleiben...

mfg schaf
 

taks

PCGH-Community-Veteran(in)
Da wir eine komplexe Kalkulationssoftware verwenden mit einer sehr großen Datenbank wird vom Softwarebereitsteller empfohlen die Software auf einem Server zu installieren und per Virtualisierte Guest direkt auf die Daten zugreifen zu können. Dadurch wird der Traffic im Netzwerk wegfallen und Daten werden "Lokal" Abgerufen -> Performance gewinn. Und jetzt bitte nicht auf die schlechte Programmierung rumjammern, das tuh ich selber auch schon. Softwarewechsel geht nicht weil die Firma führend ist in dem Bereich.

Könntest du denn nicht mal die Software nativ auf einem Client installieren und die Geschwindigkeit testen?
Einfach um den Ansatz von NatokWa nicht von Anfang an aus zu schliessen?

Was für eine Datenbank ist es denn?
 

kaepteniglo

Freizeitschrauber(in)
@5ch4f
Du willst Windows 10 Desktops virtualisieren, wenn ich das richtig verstanden habe.

Der Hypervisor ist egal, da geht Hyper-V Core (gratis), ESX oder was auch immer.

Kompliziert wird es mit der Lizensierung der Windows 10 Versionen. Du brauchst dafür spezielle Lizenzen, die meist nur im Zusammenhang mit bestimmten Volumenlizenzen zu erwerben ist.

Lass dich dahingehend am Besten von den entsprechenden Experten beraten.

z.B. Lizenzierung von Microsoft Windows Virtual Desktop Access (VDA) | Lizenzen, Services, Preise | Software-Express
SOS Software, Zoschke, etc.

PS: Ist diese Kalkulationssoftware keine Client-Server Software? Erinnert mich an unser Warenwirtschaftssystem, was über eine Freigabe vom Server gestartet werden muss, aber verwendet trotzdem SQL Server als DB und trotzdem performant.
 
TE
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5ch4f

Schraubenverwechsler(in)
Eigentlich möchte ich nicht mehr weiter auf die Software eingehen. Die ist extrem alt, stabil und langsam. Wir können nur mit dieser Software arbeiten, da gibt's kein Drumherum keine Alternativen. Die Datenbank ist Bockalt und geschlossen, also kein MySql o.ä. die Software wird nur ausgeführt, es gibt keine Server-Client Modell. Momentan läuft ein Linux Samba mit Dateifreigabe, aufgrund eines Updates kann das nicht mehr Linux basierend sein weil die Datenbank umgezogen wird auf ein SQL-basierte-Serverlösung, ja es gibt eine Linux Version der Datenbank Software wird aber nicht durch den Hersteller supportet. Heißt also: Datenbank Software wird durch einen Techniker auf Windows Installiert und Umgezogen und Migriert, da bin ich raus - im Umkehrschluss muss das Windows sein.

Wenn auf diesem Windows HyperV Installiert wird und die Ordner "Freigegeben" wird, gehen die Daten nicht über das Netzwerk an die Clients sondern direkt von Windows (mit der Datenbank) über die VM an das Guestsystem lokal und per RDP wird auf den Guest vom Arbeitsplatz zugegriffen. Das ist die Empfehlung des Herstellers und so möchte ich gern das auch haben. Deswegen steht eigentlich nur zur Diskussion welches OS: Windows Server als Host mit mind. 3 Virtuellen Guest Maschinen

@kaepteniglo
Genau Windows 10 sollen dann laufen.

Danke für die Hilfe und die liste der Dienstleister, ich schreibe parallel einer der Firmen an für ein Angebot.
Das alles mit den Lizenzen ist eine Katastrophe, welche Server Edition was machen darf und was man braucht.
Hab mich gerade über den Windows Server HyperV Core 2019 Informiert.
Zum Verständnis/Zusammenfassung, diese Core Version ist "Headless", es gibt ein Zugriff via PowerShell/CMD mit rdp und ein Webinterface, da kann ich beliebig viele VMs Installieren benötige aber dennoch für jede Win10 eine Lizenz.

Frage, diese Lizenz, kann das irgend eine retail/oem Lizenz sein für das Win 10?

Da ich auf dem Core nicht selber Arbeiten kann, muss ich eine VM erstellen wo dann die Software installiert wird.
 

kaepteniglo

Freizeitschrauber(in)
Auf dem HyperV-Core benötigt jede VM die entsprechende Lizenz, das ist korrekt.

Die HyperV-Verwaltung kannst du ganz einfach von (fast) jedem Client aus machen, der den Hyper-V-Manager unterstützt (Win7 - Win10).

Das Windows Admin Center, womit dann die Server-Verwaltung im Browser geht, kann man auch auf einem Client installieren: Welche Art der Installation ist fuer Sie geeignet? | Microsoft Docs

Aber wenn du dein SAMBA nicht mehr nutzen kannst und auf Windows AD umsteigen willst (was ich bei so wenigen PCs nicht machen würde), würde ich den Essentials nehmen.

Aber wie gesagt, lass dich lieber bei den Dienstleistern beraten. Die helfen einem sehr gut durch die ganze Lizenzierungsgeschichten.

Und noch ne abschließende Frage: Was für ein Budget steht dir zur Verfügung?
 
TE
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5ch4f

Schraubenverwechsler(in)
AD werde ich sicher nicht machen, dieses Fass mache ich nicht auf. Mir war das anfangs nicht ganz klar welche Features noch durch HyperV benötigt wird.
In Essentials ist es nicht möglich HyperV Guest zu erstellen. Jetzt möchte man für ein Windows bezahlen und eine Funktion nutzen die nicht unter Essentials geht, muss jetzt also die Kostenlose Version "Windows Server HyperV 2019" installieren und günstige "Windows 10" virtualisieren?

Budget, sollte natürlich, wenn es nach den Chefs geht, nix kosten. Da mir eine Lizenz noch fehlt ist da die Überlegung gewesen einen winserver zu holen.
Die Maßnahme muss zur Relation stehen. Klar ist das geil ein Serverschrank mit USVs, redundanten Server und Switches zu installieren und eine Perfekte IT-Umfeld zu erstellen. Theoretisch brauchen wir nicht mal Word oder Excel oder eine Dateiablage, das bringt alles Integriert mit der Software.

In 5-10 Jahren soll die Webversion von der Software kommen. Und "soll" ist bekanntlich nicht so aussagekräftig, vor allem weil sie die letzten 5 Jahren die Ansätze immer wieder einstampfen weil sich das web mit html5 und co schnell weiterentwickelt...
 

kaepteniglo

Freizeitschrauber(in)
Hyper-V ist in Essentials genauso enthalten, wie in den Standard / Datecenter-Versionen.

Hier die kurze Übersicht, was in den Versionen drin ist: Windows Server 2019 Editionsunterschiede – Thomas-Krenn-Wiki

Der Unterschied bei der Virtualisierung / Lizenzierung ist, dass man bei Essentials sich entscheiden muss, ob man es in einer VM oder Physikalisch betreibt. Bei den höheren Versionen darf man es auf beiden ;)

Und "günstig" Windows 10 Virtualisieren ist auch nicht drin. Eine VDA-Lizenz kostet mindestens 180€, aber wie gesagt, bitte beraten lassen, damit es dann auch korrekt ist.
 
TE
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5ch4f

Schraubenverwechsler(in)
Das ist konfus was mich auch die ganze Zeit beschäftigt:
"Virtualisierungsrechte
Keine, Installation 1x physikalisch oder 1x virtuell"
Ich hab keine Virtualisierungsrechte, darf aber trotzdem physikalisch oder virtuell nur 1x Virtualisieren!??!?
Wie darf ich das verstehen?

Und wenn nur 1x virtualisieren darf, darf ich dann mehrere Guest benutzten, auf was ist das 1x bezogen?
Hier geht die Definition auseinander, für mich ist 1x Virtualiesieren = 1x Guestsystem aufsetzten, benötigen tu ich aber 4x Guests

Hab jetzt einen Kontakt aufgebaut mit einer Firma die mich beraten lassen würden.
 

kaepteniglo

Freizeitschrauber(in)
Virtualisierungsrecht bedeutet, dass die mit der gleichen Lizenz 1x phsisch und 1-unbegrenzt VMs betreiben darfst.
Gastsysteme darfst du installieren, wenn du die entsprechenden Lizenzen hast.

Bei der Essentials Version musst du dich entscheiden, ob du es mit dieser Lizenz auf einem physischen Host betreiben willst oder in einer VM.
Dafür ist die Essentials ja auch günstiger, hat aber auch die genannten Einschränkungen.

Wenn man genau weiß, dass man nie über die 25 User/Geräte kommen wird, ist es eine super Sache.
Aber sobald man Nummer 26 anbinden will, ist Schluss, dafür braucht man dann mindestens die Standard-Edition + CALs. Und da ist man dann im Lizenzmodell der Core-Lizenzierung, welche echt verwirrend sein kann.

Richtig verwirrend war dann für mich die Lizensierung eines SQL Servers, den wir für eine Webanwendung brauchen.
Da denkt man: Hey, ich als SA und die Webanwendung wollen auf den SQL Server zugreifen, also brauche ich 2 CALs. Microsoft sieht das anders und verlang für jeden User, der mit der Webanwendung arbeitet, und damit indirekt auf die DB zugreift, eine CAL.

Da steht man dann vor der Wahl, die SQL Server Lizenz + CALs oder die SQL Server Core Lizenz zu nehmen, da sind dann alle CALs mit abgedeckt. Ab 34 Usern ist die Core-Lizenz dann günstiger als die Lizensierung mittels Server + CALs.

Aber sehr gut, dass du dich beraten lässt.
Darf ich fragen, welche Firma du gewählt hast?
 

taks

PCGH-Community-Veteran(in)
Richtig verwirrend war dann für mich die Lizensierung eines SQL Servers, den wir für eine Webanwendung brauchen.
Da denkt man: Hey, ich als SA und die Webanwendung wollen auf den SQL Server zugreifen, also brauche ich 2 CALs. Microsoft sieht das anders und verlang für jeden User, der mit der Webanwendung arbeitet, und damit indirekt auf die DB zugreift, eine CAL.

Genau das musste ich letztens auch feststellen. Die Microsoftseite ist da nicht unbedingt hilfreich :ka:
Und dem Kunden muss man auch erklären wieso er neben dem bestehenden SQL-Server von einer anderen Software noch einen Zweiten mit genau gleichviel CALs braucht :stick: :ugly:
 

kaepteniglo

Freizeitschrauber(in)
Genau das musste ich letztens auch feststellen. Die Microsoftseite ist da nicht unbedingt hilfreich :ka:
Und dem Kunden muss man auch erklären wieso er neben dem bestehenden SQL-Server von einer anderen Software noch einen Zweiten mit genau gleichviel CALs braucht :stick: :ugly:

Dafür gibt es ja dann die Unternehmen, die einen Beraten.
Unser Kundenbetreuer hat dann seinen Kollegen zu Rate gezogen, der auf die Lizenzierung von Microsoft-Produkten spezialisiert ist. Der hat dann die entsprechende Passage aus den Lizenzbestimmungen rausgesucht.

Und ja, wenn ich die VM mit dem SQL Server via Replication oder Fail-Over betreiben würde, müsste ich nochmal das gleiche Lizenzpaket kaufen, da es ja zwei unterschiedliche Hosts sind.

Die großen Unternehmen wissen schon, wie man Geld verdient. Der große Umschwung kam ja als Oracle angefangen hatte, von der CPU- / Sockel-Lizensierung auf die Kern-Anzahl zu gehen. Auf einmal musste man fast das doppelte zahlen, nur weil man statt 2x CPU-Sockel mit á 8 Kerne nun 16 Kerne lizensieren musste.
Oder der Wegfall des SBS bei Microsoft. SBS hat rund 1500€ gekostet, das gleiche nun mit Windows Server und Exchange ist mehr als doppelt so teuer, da man sowohl Windows CALs als auch Exchange CALs benötigt.....
 
N

NatokWa

Guest
Ich finde deine Lösung mit der Virtualisierung für so wenige Systeme TROTZDEM für absolut unnötig und Kompliziert . NUR wegen dem dann wegfallenden Netzwerk-Trafik ? Soll das eig. ein Witz sein ? Gigabit Netzwerk (oder wenns sein muss schneller) und gut ist , die Hardware dafür dürfte insgesammt billiger sein als die Lizenzen und der AUfwand das zum laufen zu bringen . NUR weil der Hersteller einer Bockalten Software sagt das es "Virtuell" besser ist , heist das noch lange nicht das es WIRKLICH so ist , erst recht in einem derart kleinen "Netzwerk" . Der EINZELNE Rechner der da die Virtuallisierung übernehmen soll hat am ende auf die Clients gerechnet eine durchschnittlich niedrigere Geschwindigkeit beim zugriff auf die DB als wenn da ein vernünftiger DATENSERVER (egal ob Aktiv oder Passiv) der über mehrere Leitungen angesprochen wird .
Du hast da eig. das übliche Scenario für einen "One-Blade-Server" , damit könntet ihr auch WEIT einfacher weitere Clients einbinden wenn es benötigt wird , Clients die NUR das BS+das Progi brauchen , ohne irgendwas besonderes oder Spezielle Lizenzen .
 
TE
TE
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5ch4f

Schraubenverwechsler(in)
@kaepteniglo Hier lokal gibt es eine Firma, die haben wir angefragt. Antwort steht noch aus.


@NatokWa
Durch Virtualisierung sehe ich mehr Vorteile als Festrechner.
- Mit Netzwerktraffic einsparen meine ich das generell das Netzwerk durch Datenbank abfragen nicht "belastet" wird, jedes mal wenn ich die Datenbank auf mache oder einen Auftrag öffne werden mehrere Hunderte mb geschaufelt, und Aufträge müssen alle 5-10 Minuten geöffnet und geschlossen werden. Und dadurch wird Wartezeit summiert. Softwareordner liegt bei über 14gb, davon sind 8,5gb nur Datenbank, und auch wie gesagt, durch die sehr alte Datenbank ist das hier verdammt langsam, da ist jeder Performance gewinn ein Segen. btw der Festrechner der via Netzwerk gbit dran hängt ist nicht schneller...
- Verlangt wird mind. ein i5, 3 Rechner mit i5, 8gb Ram Fanless Gehäuse weil der Staub hier schnell angesammelt wird, - mit unter auch ein Vorteil der Wartung der Kisten. Bei Thinclients ist die Hardware Wartung bei 0.
- Updates, Sicherung, Installation, Softwarewartung fällt nur einmal an (Klonen und Key eingeben bei den anderen VMs)
- Sicherungen der Systeme ist nur ein klick, eine Wiederherstellung auf Notfall Rechner ist schnell sicher gestellt. Gesichert werden die VMs auch auf einer NAS gesichert. Also bei Serverausfall hab ich Backup lösung, bei Festrechner muss eine ganze Kiste neu eingerichtet werden. Bei einer VM zieh ich mir nur den Guest auf einen Rechner, starte eine der Guest und weiter geht's.
- Ich bin nicht Vollzeitadmin, ich kann nicht ständig nach den Kisten schauen, und den Büraarbeitern auf die Finger schauen, das ist nicht meine Hauptaufgabe.

Der Server rennt, seit der Einrichtung vor vielen Jahren, Stabil, keine Ausfälle oder Probleme, "Selfmade"Server, Guestsystemen und Ausrangierte Altrechner mit einer leichten Distro mit RDP. Weitere Überlegung wäre ein Spannungswandler aus dem Caravanbereich mit USV Funktion, Batterien dran und die Komplette Büro IT mit Router dranhängen, somit wären wir Arbeitsfähig und unabhängig. Das ist aber OFFTOPIC
Durch die Verwendung halte ich mein Wartungsaufwand im Betrieb sehr gering.
Klar ist eine Virtualisierte Umgebung hier vielleicht OP, aber hier Läuft alles, bis auf den bevorstehen Umzug durch den Softwarehersteller mit dem Update.

Wenn ich hier nur PDFs Drucke, mit Word liebes Briefe schreibe und PieCharts mit 120 Zelleneintragungen bei Excel erzeugen muss würde ich ggf auch sagen das jeder nen Popel Festrechner bekommt. Aber so ist das hier eben nicht, wir haben diese Software mit der wir arbeiten müssen in einem Büro wo max 4 Leute, davon 3 Vollzeit aktiv, daran arbeiten. Wir schieben Bilder umher und müssen auch mal PDFs umsortieren. Word und Excel wird ca nur 4h Pro Woche verwendet. Die Büro Mitarbeiter sind alles Familien Mitglieder, brauche daher keine Gruppenrichtlinen oder Rollen für Restriktionen.

Aber so wie es aussieht bleibt die vorhandene Hardware, nur kommen dann 2 Thinclients mit jeweils 2 Monitore hinzu. Software wird dann mit dem Berater geklärt.

Danke vielmals an kaepteniglo für die Aufklärung und aufdröselung der Lage mit Windows Server und direkte und kompetente Antworten.

Ich weiß, bei manchen Fragen von Threadstarter kann man mit Hintergrundinformationen ggf. einen anderen Lösungsansatz verfolgen, aber in diesem/meinem Fall spielten die Background Infos keine rolle.

Frage 1 war darauf bezogen ob die Windows Server besser mit anderer Hardware harmonieren oder Systeme schon vorbereitet sind für Virtualisierung, oder Hardware mit Software ausgeliefert wird. Habe mich da nicht genau ausgedrückt, aber die Frage diente subtil auch für viele die Fragen was für Hardware verbaut ist. somit ist die frage Irrelevant geworden.

Frage 2 und 3 wurde mir ja beantwortet.

Frage 4 habe ich bereits meine Lösung gefunden.

mfg schaf
 
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