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Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

DaxTrose

Moderator
Teammitglied
Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Besteht die Möglichkeit, dass es in Zukunft wieder einen einheitlichen, langfristigen Sockel für die Mainstream Prozessoren gibt?
Dass es zurzeit drei aktuelle Sockel gibt (die beiden neuen unterschiedliche Features haben, die jeweils interessant wären) hat mich bislang vom Aufrüsten abgehalten und ich bleibe erst einmal beim, noch ausreichenden, Sockel 775.
 

Biosman

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Warum gibt es Sockel 1366 UND Sockel 1156?

Guten Tag,

Ich denke es gibt viele Menschen auf der Welt die sich die oben genannte Frage stellen.
Warum musste es so kommen? Gab es keinen weg einen "Einheits Sockel" zu entwickeln? Wäre dies nicht für Intel auch Kostengünstiger gewesen?
Die eigentliche frage ist hier:

Was hat gegen einen "Einheits Sockel" gesprochen?

Im Endeffekt Verunsichert grade diese Sockel frage viele User die umsteigen möchten/wollen aber am ende doch beim Sockel 775 Bleiben.

Unzählige Threads werden eröffnet in dennen immer wieder fragen gestellt werden ob man Sockel 1156 oder 1366 nehmen soll.
 

Arctosa

PC-Selbstbauer(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Der Frage schließ ich mich mal prompt an
 

Schienenbruch

BIOS-Overclocker(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Genau aus dem von Biosmann genannten Grund habe ich - noch - nicht aufgerrüstet und bin vorerst beim Sockel 775 geblieben.

Die Antwort interessiert mich auch sehr; ich hänge aber mal 'ne Frage an:

- ist mit einem Einheitssockel überhaupt zu rechnen?
 
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Die Abwendung vom Sockel 775 hat schlichtweg technische Hintergründe. Bringt man den Memory-Controller in die CPU und geht davon aus, daß die Anbindung eines Memorychannels ca. 200 Pins verbraucht landet man bei der Addition 775 + ca. 400 bei 1156. Da Core i7-9xx 3 Speicherkanäle hat werden dann also 1366 Pins benötigt.
Warum es nun mit 1156 und 1366 zwei verschiedene Sockel auf dem Markt gibt hat schlicht preisliche Hintergründe. Sockel 1156 ist in der Motherboard-Herstellung günstiger, weil dort der Mainstream Markt bedient werden soll.
 

Autokiller677

Software-Overclocker(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Ich persönlich hätte es schön gefunden, wenn alle CPU's ein Tripple Channel Interface bekommen hätten und somit auf einen Sockel gepasst hätten.
Naja, ich bin mit meinem AM2+ glücklich, da AMD nicht nur einen Einheitssockel hat sondern die CPU's der neuen AM3 Generation bisher sogar alle abwärtskompatibel sind und einfach weil AMD bei fast gleicher Leistung eine ganze Ecke billiger ist.
 

mmayr

BIOS-Overclocker(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Immer nur billig, billiger, billiger in der Herstellung!
Das zahlt eh alles der Endkunde!!

Einheitlicher Sockel für alle CPUs, haben halt einige ein paar "Leerpins". Somit wären Mainboards zu allen CPUs kompatibel!
Bei AMD gehts ja auch!

Tut mir leid, aber ich halt das für Bauernfängerei.
 

Genghis99

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Bis Socket 7 war ja auch Alles Eitel Freude. Aber das kann man bei Wiki nachlesen.
 

Biosman

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Hmm mein Thread wurde mit dem von DaxTrose "Verschmolzen" schade das mir das keiner gesagt hat, habe nur durch zufall gesehen wo mein Thread geblieben ist.

------------------------------

Als zusatz zu der Antword von Intel:

Ihr wisst doch ganz genau das der Mensch ein gewohnheits "Tier" ist. Es gibt nun 3 Verschiedene (Aktuelle) Mainboard Sockel Standards auf dem Markt. Die Aktuellsten sind sicherlich Sockel 1156 und 1366 aber der "Alte" 775ger ist ja noch lange nicht tod.

3 Sockel Standards stehen also zur Verfügung. Das ist doch zu viel für den "Kunden"

Man Hätte die Sockel 1366 Boards auch so Konstruieren können das dort i5 CPUs usw Platz finden aber halt nur mit den üblichen "Abgespeckten" Zusatzfunktionen.

Beim Sockel 775 Habt ihr doch auch alles richtig gemacht. Klar ist der Speicherkontroller nun in der CPU und deshalb sind gute 400+ Neue Pins Dazu gekommen aber man hätte den Ganzen Sockel 1366 und die CPUs so Konstruieren können das dort die Ganzen i3 / i5 / i7 sowie in Zukunft die i9 CPUs platz finden.

Im Grunde hätte dies Intel:

1. Eine Menge Koste erspart
2. Den Kunden würde es weniger Verwirren.

Selbst einfache Techniken wie von mmayr genannte "Leerpins" bzw. fehlende Kontakte auf den i5 CPUs wären sicher möglich gewesen!

MfG
 

Blackburn

Freizeitschrauber(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

glaube ich so nicht

wenn man den 1156 in den 1366 integrieren würde gäbe es ein preisliches problem dabei:
um den eigentlichen 1366 CPUs volle funktion zu gewähren hat man ja 3 oder 6 RAM slots.
Nun was jeder der sich damit beschäftigt weiß, warum die 1366 mainboards so teuer sind, ist weil die herstellung dieser boards teurer ist.
Diese bestehen auch aus mehr layern.

wenn du nun die mainstreamplattform 1156 auf den 1366 übertragen würdest, müssten die mainboards ja trotzdem noch mit mehr layern hergestellt werden.
von dem her wäre es glaub ich nicht so schlau

außerdem gibt es noch weitere gründe, das war nur einer davon

grüße
 

BiTbUrGeR

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Ich persönlich hätte es schön gefunden, wenn alle CPU's ein Tripple Channel Interface bekommen hätten und somit auf einen Sockel gepasst hätten.
Naja, ich bin mit meinem AM2+ glücklich, da AMD nicht nur einen Einheitssockel hat sondern die CPU's der neuen AM3 Generation bisher sogar alle abwärtskompatibel sind und einfach weil AMD bei fast gleicher Leistung eine ganze Ecke billiger ist.


dito

Als Endkunde ist es mir auch lieber 20 euro mehr für ein System auszugeben. Mit folgendem Hintergrund. Die Technik eines Motherboards verändert sich nicht so oft und so Maßgeblich als das ein Sockel/Systemwechsel nötig wäre...

Jetzt hat man den Scheideweg SATA III und USB 3.0 womit noch nicht mal gängige Boards ausgestattet sind, bis auf diverse neue boards.

Etwas billiger anbieten zu können mit einem weiteren sockel bedeutet aber wohlmöglich das der Kunde ggf. bei einem Upgrade diverse andere sachen hinzu kaufen muss... Und da schreckt es ab aufzurüsten als Enthusiast
 

Biosman

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

glaube ich so nicht
wenn man den 1156 in den 1366 integrieren würde gäbe es ein preisliches problem dabei:
um den eigentlichen 1366 CPUs volle funktion zu gewähren hat man ja 3 oder 6 RAM slots.
Nun was jeder der sich damit beschäftigt weiß, warum die 1366 mainboards so teuer sind, ist weil die herstellung dieser boards teurer ist.
Diese bestehen auch aus mehr layern.

Also ich habe mich gründlich mit diesem Thema beschäftigt und sicherlich kenne ich die Gründe Warum und Wieso P55 Mainboards Günstiger sind. Die Entwicklung für die P55 Mainboard und dessen Sockel 1156 CPUs hat sicher viel mehr gekostet als auf Mainboards mehr Layer bzw Leiterbahnen zu "verbauen" Aber im großen und ganzen kann das nicht der "Springende" Punkt sein.

wenn du nun die mainstreamplattform 1156 auf den 1366 übertragen würdest, müssten die mainboards ja trotzdem noch mit mehr layern hergestellt werden.
von dem her wäre es glaub ich nicht so schlau

Aha ist es "Schlau" einen Ganz eigenen Sockel Standard zu entwickeln? Ist es Schlau einen neuen Mainboard Chipsatz zu Entwickeln bzw einen vorhandenen anzupassen? UND! Ist es schlau CPUs die es schon gibt extra für einen anderen Sockel "Standard" umzubauen nur damit diese Passen?

Der Wichtigste Punkt aber noch ist ob es Schlau von Intel ist mit dem Angebot von 2 Sockeln nicht einige Kunden zu Verwirren oder in diese Fall ist besser sogar noch von "Abschrecken" die rede.

Ich bin in einigen Hardware Foren unterwegs und wenn man mal seine Augen aufmacht sieht man wie verwirrt viele Menschen dadrauf reagieren.

außerdem gibt es noch weitere gründe, das war nur einer davon

Und Welche?!

Mir fallen Zich Gründe ein Warum es Quatsch war 2 CPU und 2 Mainboard Standards zu entwickeln.

Ich zahle z.b lieber 5 Euro mehr dafür das mein Mainboard ein paar Leiterbahnen mehr verbaut hat ich dafür aber nicht gezwungen bin einem anderem Sockel Standard auszuweichen.

Ich bin Mal ehrlich zu dir!

Ich wollte am liebsten ein Sockel 1366 Mainboard (Hätte hier auch gerne paar Euro mehr bezahlt kein Thema.) Aber dafür eine Mainstream CPU ala i5 750.

Ich möchte gerne Triple Channel nutzen was aber mit einer 1156 CPU nicht funzt. Beim 1366
Zahl ich aber für HT bzw SMT mit was ich überhaupt nicht nutzen möchte o_O also wo bleibt die Relation zueinander?! Evtl. Möchte ich erstmal eine Mainstream CPU kaufen wie den i5 und Später dann auf den "6 Kerner" umsteigen. Tjo so was geht auch nicht. Ich bin Gezwungen mich für die Vor- und Nachteile der Sockel zu entschieden.

Es gibt sicher viele die ähnlich denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
DaxTrose

DaxTrose

Moderator
Teammitglied
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Also ich bin, was das angeht, eher Laie, aber hätte es nicht genügt ein Sockel für High-End Systeme raus zu bringen und für den Mainstream-Markt hat man ja noch den Sockel 775, der ja noch lange nicht tot ist. Ich denke der Preis für den neuen Sockel hätte sich dann bei den Board-Herstellern selbst geregelt, so wie bei den ersten P35 und X38 Boards. Ich glaube Intel verliert mit dieser Fahrweise Kunden an den Konkurrenten.
 

BiTbUrGeR

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Naja Laie wenn ich mir deine Sig anschaue:schief:

recht haste aber... nen sockel 1366 oder nen 1156? hm und da intel lieber technisch trennt um marktfähig zu bleiben, geh ich auch lieber wieder zu AMD beim nächsten mal, aber wer weiss was die vor haben...

eine sockel kompatibilität wäre aber wünschenswert, sollte doch gerade beim LGA prinzip einfach zu realisieren sein -.-
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Als Endkunde ist es mir auch lieber 20 euro mehr für ein System auszugeben.

Dir&20€.
Hier gehts aber um ~75€ vs ~125€, also 50€ Preisunterschied (billigste 1156 vs. billigste 1366 Boards) und nicht für dich, sondern z.B. für eine Charge von 2000 Büro-PCs.
Dem Großkunden, der eh nie aufrüstet, ist es dann nicht unbedingt lieber, 100.000€ extra auszugeben.

Was ihr bei eurer Kompatiblität (und Intel beim Pincount ;) ) außerdem vergesst, ist das verlagerte PCI-E Interface - und die verlagerte IGP. Onboardgrafik hat in den letzten Jahren einiges an Rechenleistung zugelegt und ist mitlerweile extrem durch die (nahezu konstante) Speicherbandbreite beschränkt. AMD verbaut mitlerweile dedizierten Speicher für IGPs, weil die Plattform den Speichercontroller vom Rest trennt. Intels-Lösung, alles in die CPU zu integrieren, ist da sehr sinnvoll - stellt aber komplett andere Anforderungen an den Sockel, als eine Dual-CPU-Workstation-Plattform wie der So1366.
 

BiTbUrGeR

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

kann man so nicht rechnen, gäbe es den anderen sockel nicht wäre deren entwicklung garnicht im preis enthalten und man müsste sich nicht von der hauseigenen konkurrenz abheben, und im großkundenbereich dürfte sich wohl kaum entscheidungszwang wiederfinden ;)
 

Genghis99

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Wer sagt, das Grosskunden nicht überlegen, von herkömmlichen Bürorechnern auf die ITX-Atom-Ion Plattform zu wechseln ? Die Leistung reicht für 95% der Bürorechner aus, die Teile sind Preisgünstig und der geringe Stromverbrauch könnte etliche Millionen an Stromkosten sparen.
 

Schienenbruch

BIOS-Overclocker(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Hi!

Ich sehe da noch ein anderes Problem:
Es ist sicher kein Thema - auch preislich nicht - einen Sockel in das Mainboard zu setzen, wo statt 1156 eben 1366 Pins drauf sind; das dürften nur ein paar Cent sein, die evtl. durch den Mengenvorteil wieder ausgeglichen werden.

Das Problem ist eher das Mainboard bzw. der Chipsatz.

Der Chipsatz muss ja an den Sockel angebunden werden, was auf Grund der hohen Anzahl an Pins nicht einfach ist und mit jedem zusätzlichen Pin schwieriger wird.
Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo eine zusätzliche Schicht (Layer) an Leiterbahnen notwendig wird, und ab da kostet es dann richtig Geld.

Dann hätte ich ein Mainboard, dass einen Chipsatz wie einen X58 hat, aber die Leute brauchen nur Leistung, die auch mit einem X55er Chipsatz erreicht werden kann.
Und da sagen dann die Käufer - also im Prinzip wir - 'warum soll ich was zahlen/kaufen, was ich nicht brauche? Das ist mir zu teuer.'

Dazu kommt: die weitere Entwicklung ist über einen längeren Zeitraum kaum absehbar.
Es war ja bsp. auch nicht unbedingt zu erwarten, das der Speichercontroller in die CPU wandert.

Was wird in fünf Jahren sein?
GPU in der CPU? Ram?

Und da das eben kaum abzuschätzen ist - im Rahmen der Entwicklung ergeben sich ja erst viele Möglichkeiten oder werden verworfen - ist es kaum machbar, jetzt einen Sockel zu bauen, der in fünf Jahren noch ausreicht.
Und selbst wenn es diesen Sockel gäbe: der 'Anhang' - also Mainboard, Controller, Chipsatz & Co - lassen sich nicht jetzt schon für die CPU's von übermorgen auslegen.

Sicher wäre es von Vorteil, wenn ich auf ein 1366er Mainboard auch einen i5 setzen könnte.
Das würde mir die Möglichkeit geben, später nur die CPU zu wechseln.

AMD hat das vorgemacht.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Noch hat AMD nicht vorgemacht, wie man auf ein und derselben Plattform 150€ CPUs und CPUs der i7 975xe-Leistungsklasse betreibt ;)



kann man so nicht rechnen, gäbe es den anderen sockel nicht wäre deren entwicklung garnicht im preis enthalten und man müsste sich nicht von der hauseigenen konkurrenz abheben, und im großkundenbereich dürfte sich wohl kaum entscheidungszwang wiederfinden ;)

Es wurde hier ja schon mehrfach genannt, was ein Mainboard so alles teuer macht.
Du kannst dir sicher sein, dass du ein So1366 Mainboard keine 50€ billiger wird, nur weil du dir die Entwicklung des So1156 sparrst.
 

Timelezz

Kabelverknoter(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Ich wäre für einen Sockel ähnlich wie des S755 ; mit Conroe angefangen und mit Penryn aufgehört und die Zeitspanne beträgt sicher 3 oder mehr Jahre. Jetzt muss man aufs Board genau so achten wie auf die CPU (i5 o. i7) und das überfordert manche (mich eingeschlossen) sicherlich.
 

craxity

Schraubenverwechsler(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Ich muss jetzt hier Stellung nehmen und ein paar Argumente für die verschiedenen Sockel anführen.
Es ist sicherliche keine Bauernfängerei seitens Intel. Ihr müsst bedenken, dass der allergrößte Teil der verkauften CPUs in Komplettrechner verbaut wird, die niemals aufgerüstet werden. Man könnte da die CPUs auch verlöten, aber der Sockel macht die Konfiguration für die Systemhersteller einfach. Der Markt für Aufrüster und selbst zusammengestellte Rechner macht nur einen sehr kleinen Bruchteil aus. Geht man von diesen Grundverständnis des PC-Marktes aus, ist es doch klar, dass es verschiedene Sockel geben muss. Wenn ich einen Komplettrechner für 400€ zusammenbauen will, muss das Mainboard möglichst günstig sein. Es muss möglichst wenige Layer haben. Wenn ich aber einen Server oder eine Workstation bauen will, ist der Preis nicht so wichtig, weil mit diesen Systemen auch viel Geld verdient wird. Da kommt aus auf die Leistung an.

Wenn hier der Sockel775 so gefeiert wird, kann ich das eigentlich garnicht verstehen. Zwar ist der Sockel unverändert geblieben, aber es gab unzählige Veränderungen an der gesammten Plattform. Soweit ich mich erinnere fing es doch mit DDR2-667 und FSB 533 an und ging dann über FSB 800, FSB 1066, FSB 1333 bis zu FSB 1600. Es gab 6 Genarationen von Chipsätzen. Es gibt kein ursprünglich eingeführtes Board, das auch nur halbwegs aktuelle Prozessoren aufnimmt. Es liegt ja auch auf der Hand: Wenn sich die Fertigungstechnik weiterentwickelt, brauchen CPUs weniger Strom. Die Mainboards können einen weiten Spannungsberreich aber nicht effektiv liefern. Es müssen andere Spannungswandler her. Dass es bei AMD scheinbar anders aussieht, ist nur ein Trugschluss. Neue CPU laufen auch nur auf relativ neuen Boards. Es läuft ja nicht jeder AM3-Prozessor auf jedem AM2-Board. Und wenn doch, dann gibt es Limitierungen bei der Anbindung oder den restlichen Komponenten. Ich würde zB keinen Phenom II 965 auf eine Noard mit der SB600 draufsetzen auch wenn er darauf läuft...
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Ich wäre für einen Sockel ähnlich wie des S755 ; mit Conroe angefangen und mit Penryn aufgehört und die Zeitspanne beträgt sicher 3 oder mehr Jahre.

Der So775 wurde nicht vor 3 Jahren mit Conroe, sondern vor über 5 Jahren unter Prescott eingeführt. (damit war er sogar länger im Einsatz, als der Sockel A und hat Chancen, sogar noch den Sockel 7 zu schlagen)
Solche Zeitskalen sind mit IMC und sogar integriertem PCI-E aber kaum noch zu erwarten. Dafür braucht man die Flexibilität eines FSB.

Wenn hier der Sockel775 so gefeiert wird, kann ich das eigentlich garnicht verstehen. Zwar ist der Sockel unverändert geblieben, aber es gab unzählige Veränderungen an der gesammten Plattform. Soweit ich mich erinnere fing es doch mit DDR2-667 und FSB 533 an und ging dann über FSB 800, FSB 1066, FSB 1333 bis zu FSB 1600. Es gab 6 Genarationen von Chipsätzen. Es gibt kein ursprünglich eingeführtes Board, das auch nur halbwegs aktuelle Prozessoren aufnimmt. Es liegt ja auch auf der Hand: Wenn sich die Fertigungstechnik weiterentwickelt, brauchen CPUs weniger Strom. Die Mainboards können einen weiten Spannungsberreich aber nicht effektiv liefern. Es müssen andere Spannungswandler her.

FSB800 gab es bereits für den So478 und wurde von Anfang an für So775 genutzt (und das bis heute für die kleineren Pentiums und Celerons). FSB533 waren nur einige Modelle, die schon für ihre Zeit rückständig waren (von Nvidia wurden sie z.B. als so unbedeutend eingestuft, dass man den NF4ie als FSB800-only einführte... schlechte Entscheidung bezüglich der Publicity :ugly: ). FSB1600 am anderen Ende gabs genau einmal. Damit bleiben FSB800, 1066 und 1333 - wobei 1066 bereits kurz nach Beginn für den Pentium 4EE 3,43 eingeführt wurde.
An Speicher wurde anfangs auch DDR1 unterstützt und auch oft genutzt. (DDR2 533 war teurer und nicht schneller als DDR400)
Bei der Stromversorgung gab es genau eine Änderung, mit der Einführung des Conroe wurde die Ansteuerung verändert und verfeinert (aber anfangs nicht im Bereich geändert. Prä-Conroe Boards konnten eigentlich die Spannungen liefern, die der Conroe brauchte.)
Allerdings ist die neue Regelung abwärtskompatibel, so das einige der aktuellen Boards alle jemals für den So775 erschienen Prozessoren unterstützen. (Intel selbst hat den Support eingestellt und vallidiert die Chipsätze nicht mehr selbst. Aber da die Technik die gleiche ist, ist der Aufwand für die Mainboardhersteller praktikabel)

Ein größeres Problem ist da schon die Chipsatzgestaltung:
Angefangen hats mit i915/i925.
Kurze Zeit später steigerte Intel eben den Takt des EE-Topmodells auf FSB1066, wofür der i925XE nötig wurde.
Dann wurden die Pentium Ds eingeführt, für der Dual-Core kompatible i945 benötigt wurde. Merkwürdig dabei: Einige Hersteller haben auch So775 Boards mit dem alten i865 Chipsatz (aus So478 Zeiten) rausgebracht (wegen AGP-Unterstützung). Diese Unterstützten afaik heute alle den Pentium D, was mit 99,99%iger Sicherheit bedeutet, dass der i915/i925 künstlich beschnitten wurde, so dass Aufrüster zum Neukauf eines i945 Boards gezwungen wurde.
Wer das dann hatte, konnte mit der Einführung der Pentium (D) 9x5-Extreme Edition nochmal auf den i955 aufrüsten, da nun Dual-Core und FSB1066 kombiniert wurden. (fairerweise muss man aber sagen: Intel hat bereits für den 840EE den i955 "zwingend" vorgesehen und die meisten Boardhersteller haben FSB1066 auf dem i945 ermöglicht)
Dann kam als nächstes der i975/X975, für alle die zusätzlich noch Crossfire wollten. Diejenigen, die gleich das Intel-Board nahmen, waren damit dann auch eine Weile versorgt. Die meisten anderen mussten nach der Conroe-Einführung wieder ein neues Board kaufen (wahlweise mit 965 oder X975), weil eben die Spezifikationen der Spannungsversorgung geändert wurden.
Mit der Erhöhrung auf FSB 1333 wurde dieses Päärchen dann offiziell durch P35/X38 abgelöst und mit der FSB1600 folgten P45/X48 (wobei der P45 immerhin die Crossfire-Möglichkeiten des X975 erhielt und damit einen echten Mehrwert gegenüber dem P35 bietet).

Fazit: Den Sockel hat Intel kein einziges Mal angetastet, der 100% (abwärts)kompatibel
Die Spannungsversorgung hat man einmal in 5 Jahren angetastet, was im Vergleich zu Slot1, So370, So423, So478, So754 und So940 für Desktop okay ist, ich aber bis heute nicht verstehe.
Dank einer "geschickten" Chipsatzpolitik konnte ein So775-Nuter, der immer das beste wollte, musste aber im Worst Case bis zu 8 mal ein neues Mainboard kaufen. Wer sich anfangs zufällig richtig (ganz billig) und beim zweiten mal ordentlich was investiert hat (FSB1333 taugliches 965/975 Board), konnte aber die gesamte Bandbreite an non-Extreme-Versionen auch mit zwei Mainboards abdecken.

(ich persönlich hätte es beinahe geschafft, den kompletten ****** So775 zu überspringen, aber ein dreiviertel Jahr vor So1156 / ~300€ vor So1366 musste mein ****** P4C800 den Geist aufgeben :motz: )
 

Genghis99

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

Vllt. wäre es gar nicht so doof, den Speicherkontroller wieder aus der CPU herauszunehmen. Es gibt schnelle P2P Verbindungen (z.B. SATA, USB3.0) die einfach in die CPU zu integrieren wären, und mit geringem Aufwand an Leiterbahnen ein Viel-Kanaliges Interface ermöglichen (Also 8,16 oder 32 Kanäle zwischen Northbridge und CPU)
Technologisch würde das Sinn machen, wenn immer mehr Kerne auf die - Northbridge zugreifen. Der Heutige 2 oder 3 Kanalige RAM Controller in den CPU könnte trotz Bandbreite mangels Parallelität zum Flaschenhals werden. Bei den Grafikkarten war das ja auch einer der Gründe zum Wechsel vom Parallelen AGP Bus zum PCIe Interface mit 8 bzw. 16 P2P Verbindungen.

Auch der Aufwand an Leiterbahnen ist bei solchen Verbindungen viel geringer als bei einem 64 oder 128 Bittigen Speicherkontroller. Das lässt die Mainboards nicht zu Aufwendig werden (Layerzahl). Aus diesem Grunde glaube ich auch nicht, das 256 oder gar 512 bittige Speicherkontroller in der CPU die Lösung sind. Es wäre ein langer Signalweg und sehr viele störanfällige Hochfrequenz Leiterbahnen müssten solchen Speicher versorgen. Dazu käme nochmals eine störanfällige Verbindung im CPU Sockel. Lieber dann nur den Weg zur Northbridge so versorgen.

Damit könnte man die Mainboards wieder "langlebiger" gestalten, wäre ein FSB Ersatz ohne Flaschenhals. Man darf eben nicht auf einem Fleck stehenbleiben. Der in die CPU integrierte Speicherkontroller hat ja nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel - wurde für die Athlon 64 mit einem oder 2 Kernen konzipiert. Das Intel diese Lösung erst mit der Corei Serie Eingeführt hat und gleich einen Dritten Kanal hinzugefügt hat - zeigt, das auch sie einen zukünftigen Flaschenhals dort vermuten.
 
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