[Vergleich]Hardware-, Onboard- und Software-Raid 5

TurricanVeteran

Volt-Modder(in)
Da hier im Forum ab und zu mal die Frage aufkam, auf welcher Basis man ein Raid 5 aufbauen sollte und jeder was anderes empfiehlt, habe ich das ganze einfach mal getestet. Zusätzlich habe ich auch noch den Streitpunkt Prozessorlast gleich mit gemessen.
Zu beachten ist aber, das man ein Software-Raid 5 nur unter den Server-Versionen von Windows bzw. unter Linux einrichten kann.

Zuerst aber zu meinem Testsystem:
Gigabyte GA-MA790GP-DS4H
Athlon II 235e
4GB Ram
Intel X25-M G2 80GB (für Kopiertest auf das Array)
3x Samsung F3 500GB (Platten für das Array)
3Ware 9650SE 8 LPML (für das Hardware-Raid)
Als Betriebssystem kommt Windows Server 2008 zum Einsatz.


Als Testfiles für den Kopiertest benutze ich ein 10,4 GB großes mkv (sequenziell) und einen 4,88 GB großen Ordner (random).Außerdem findet noch Sisoft Sandra Lite 2010 v16.11, HDTach v3.0.4 und CrystalDiskMark v2.2 als Benchmarks Verwendung.
Einen Kopiertest vom Array, um die Leseleistung zu testen, habe ich weg lassen müssen,da es mir an einem Laufwerk ermangelt welches diese Datenmengen schnell genug aufnehmen könnte.

Hier nun das Testfile bzw. der Testordner

Anhang anzeigen 174781 Anhang anzeigen 174780

[FONT=&quot]... und die Benchmarkwerte meiner SSD:

Anhang anzeigen 174771 Anhang anzeigen 174770 Anhang anzeigen 174772[/FONT][FONT=&quot]
[/FONT]
 
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So,nun aber zum eigentlichen Array.Ich habe,soweit mir möglich,die Stripesize auf 64kb eingestellt.Lediglich beim reinen Software-Raid des Betriebssystems konnte ich diese nicht beeinflussen.Was für eine größe Windows dort verwendet hat weiß ich dementsprechend nicht.Ich schätze aber mal,das Windows die Blockgröße des NTFS-filesystems angenommen hat.
Nun aber zu den
1.Benchmarks
1.1.Software-Raid
Anhang anzeigen 174792 Anhang anzeigen 174812 Anhang anzeigen 174794
Wie man auf dem Bild zu HDTach sieht,ließ sich dieser Verbund nicht Benchen da das Programm nur die einzelnen Festplatten erkennt.CrystalDiskMark scheint hingegen Probleme zu haben,korrekte Werte zu liefern.Die miese Schreibrate wird allerdings von Sandra bestätigt.

1.2.Onboard-Raid

Anhang anzeigen 174795 Anhang anzeigen 174796 Anhang anzeigen 174797
Hier schaut es ein wenig anders aus.HDTach erkennt nun das Array,bescheinigt ihm aber miserable Werte.CrystalDiskMark scheint ebenfalls nicht mit dem Array zu recht zu kommen und zeigt ähnliches wie bei der Softwarevariante.Sandra gibt hingegen ganz ordentliche Werte von sich.Welcher Benchmark am ehesten hinkommen sollte zeigt später noch der Kopiertest.


1.3. Hardware-Raid
Anhang anzeigen 174804 Anhang anzeigen 174805 Anhang anzeigen 174811
Hier kommen nun,bis auf die von HDTach,ganz ordentliche Werte heraus welche später wenigstens halbwegs hin kommen.Komisch finde ich lediglich,das HDTach mit demselben Treiber unter Windows 7 realistischeres ausgibt.
 
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2.Kopiertest und Prozessorlast

Dabei habe ich gemessen,wie schnell das Raid Daten aufnehmen bzw. innerhalb des Verbundes kopieren kann und wie hoch die Prozessorlast dabei ist.Zusätzlich habe ich noch die Geschwindigkeit mit einem fehlendem Laufwerk (degraded) gemessen.
2.1. Kopiertest
Sequenziell auf das Array
attachment.php


Random auf das Array
attachment.php

Umkopieren innerhalb des Array`s eine Datei
attachment.php

Umkopieren innerhalb des Array`s mehrere Dateien
attachment.php

Sequenziell auf das Array (degraded)
attachment.php

Random auf das Array (degraded)
attachment.php


Bei den Kopiertests fällt auf,das die Software-Variante nicht wirklich mit den anderen beiden mithalten kann.Lediglich beim beschreiben eines beschädigten Verbundes ist sie etwas schneller als die Onboard-Variante.
Durch aktivieren des AHCI-Modus (ich will auf NCQ hinaus) hätte das Software-Raid durchaus noch ein wenig zu legen können,da ich aber Chancengleichheit wollte ist der Controller des Mainboards durchgängig auf Raid eingestellt gewesen.Inwiefern NCQ in diesem modus genuzt wird kann ich aber nicht beantworten.
 
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2.2 Prozessorlast

Diese hat es tendenziell in sich.Selbst die Hardware-Variante kommt nicht ohne aus,spielt aber in sachen Leistung in einer ganz anderen Liga.Ich denke aber,das der Großteil der Auslastung auf das Windowsinterne caching zurück zu führen ist.Schließlich bewegt sich die Prozessor- fast synchron zur Ram-Auslastung.
Allerdings wird der Prozessor nicht zu 100% belastet und die Routine,welche die Paritäten berechnet und das caching erledigt,scheint auch nicht Multithreating-fähig zu sein.Ich würde sogar soweit gehen,das selbst der Algorithmus für die Datenverteilung gleich im selben Thread mit steckt.Dies lässt zumindest der Auslastungsverlauf vermuten,da mein Dualcore nie effektiv über 50% ausgelastet war.(auf den ganzen Prozessor gesehen)
Für diese Tests habe ich übrigens Cool`n`Quiet deaktiviert,so das der Prozessor ständig mit 2,7 Ghz lief.Sollte ich mal wieder Zeit haben,dann schiebe ich natürlich noch einen Test mit weniger Taktfrequenz nach.;)
Software-Raid
Sequenziell auf das Array

attachment.php


Random auf das Array
attachment.php


Innerhalb des Array eine Datei
attachment.php


Innerhalb des Array Mehrere Dateien
attachment.php


Onboard-Raid
Sequenziell auf das Array
attachment.php

Random auf das Array
attachment.php

Innerhalb des Array eine Datei
attachment.php

Innerhalb des Array mehrere Dateien
attachment.php


Hardware-Raid
Sequenziell auf das Array
attachment.php

Random auf das Array
attachment.php

Innerhalb des Array eine Datei
attachment.php

Innerhalb des Array mehrere Dateien
attachment.php

 
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3.Fazit

[FONT=&quot]Mit ausreichend Rechenpower und von haus aus schnellen Festplatten ist ein Software- bzw. Onboard-Raid 5 durchaus empfehlenswert. Gerade die Onboard-Variante hat mich dann doch in sachen Geschwindigkeit überrascht. Zudem ist das ganze auch noch recht sicher und benötigt weniger Festplatten zum Aufbau wie ein Raid 0+1 bei gleicher Sicherheit.
Damit empfiehlt sich die Verwendung als Datengrab mit schneller Anbindung. Im Home-Bereich würde ich es ebenfalls als Ersatz für ein externes Backup sehen, da dank der Parität die Datenintegrität von Natur aus besser sein sollte als bei einer einzel-Platte. Wenn das Array aber als Server-Platte her halten muß, dann ist ein regelmäßiges Backup durchaus empfehlenswert.

Wer sich aber jetzt ein Array einrichten will sollte sich allerdings im Klaren sein welche Hardware bzw. Betriebssystem er nutzen will, da er auf lange Zeit gebunden ist.
Bei einem Onboard-Raid ist es z.b. nicht sicher, ob es von der nächsten Hauptplatine überhaupt noch erkannt wird. Bei einem Software-Raid unter Windows ist hingegen nach einer Neuinstallation bereits alles hinfällig, da der Verbund nicht mehr erkannt wird.
Einzig ein extra Controller schafft hier zuverlässig Abhilfe. Allerdings sollte da auch schon ein billiger mit Raid-Funktionalität und ohne Hardwareseitige Unterstützung reichen.
[/FONT][FONT=&quot] (im sinne von der Chip auf der Karte übernimmt den Rechenaufwand)[/FONT]
[FONT=&quot]
Hier nun die Vor- und Nachteile
Software-Raid
+sehr einfach bzw. fast intuitiv unter Windows einzurichten
+Das Array kann auch auf anderen Mainboards betrieben werden insofern man die Windowsinstallation portiert bekommt
-sehr lange,eigentlich schon indiskutable Initialisationszeit von 8-9h für das getestete Array (unter Windows)
-eher schlechte Schreibperformance (unter Windows)
-hohe CPU-Last
-man kann keine Stripe-Size festlegen (unter Windows)
-bei Neuinstallation von Windows ist das Array weg
-Festplatten,welche abgezogen wurden,werden nach dem wieder Anstecken nicht mehr als zugehörig erkannt
-Array ist Naturgemäß nicht Bootfähig

Onboard-Raid
+bei Amd-Systemen gibt es Fast-Init.Dadurch reduziert sich die Zeit für die Initialisation auf null
+recht gute Schreib- und Leserate
[/FONT][FONT=&quot]+Array ist Bootfähig
~
Festplatten,welche abgezogen wurden,werden nach dem wieder Anstecken nicht mehr vom AMD-Controller als zugehörig erkannt.Bei meiner alten ICH7 von Intel stellte dies jedoch kein Problem dar und sollte es bei neueren Southbridges von denen auch nicht.
-hohe CPU-Last
-das Array kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf das nächste Board umziehen (bei Intel-Systemen ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten das es klappt)

Hardware-Raid
+bringt die höchste Geschwindigkeit
+Systemwechsel ist kein Problem
+Initialisationszeit hält sich in Grenzen (3-3,5h für das getestete Array)
+Festplatten werden nach dem Abziehen und erneutem Anstecken wieder als zugehörig erkannt
~unerwartet hohe CPU-Last.Allerding sollte weniger zu keinem Einbruch der Performance führen
~Controller ist piniebel!!!Unregelmäßigkeiten im Verhalten der Festplatte werden sofort gemeldet und ziehen zumindest ein Verify nach sich.(ist aber eher selten und passiert auch,wenn sich der Rechner überm lesen bzw. Daten schreiben mit einem BSOD verabschiedet)
-eindeutig der Preis.Für die meisten werden min. 400€ für einen mit 8 Anschlüssen und min. 200€ für einen mit 4 Anschlüssen zuviel sein.

Ich hoffe,das ich mit diesem Vergleich ein paar gute Anhaltspunkte für all diejenigen liefern konnte,die sich mit diesem Thema beschäftigen wollen.
Aus meiner Sicht ist die Hardware-Variante die beste,da sie am performantesten und sichersten ist.Ich hatte mit meinem Verbund auch noch nie Probleme außer beim ersten Satz Festplatten (3,5 Zoll Samsung).Von denen hatte eine einen leichten Fehler,welcher beim Gegentesten am Mainboard zwar nicht auftrat aber vom 3Ware 9650SE bemerkt wurde. Glücklicherweise wurde diese Platte vom Händler getauscht und dann lief es.Mittlerweile habe ich auf 2,5 Zoll Platten (500GB pro stück,4 insgesamt) umgestellt und habe ebenfalls keinerlei fehler.Auch ist das Arry mittlerweile von einer Intel-Plattform auf eine von AMD umgezogen und das ohne jegliche Probleme.
[/FONT]
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

Zuerst mal netter und gut geschriebener Test.

Beim Onboard Raid kann man noch aufführen das die Initialisationszeit meist sehr hoch ausfällt.

Bei 3 x 1TB Samsung Spinpoint F3 dauerte es 2 Tage!!

Das mit dem penibel ist so eine Sache. Die Platten abstecken und wieder dran ist kein Problem.
Selbst von einem an den anderen Rechner geht (nur mit ICH10R getestet). Nur wenn Windows die Grätsche macht und er gerade auf dem Array schreibt,
kann es sein das er ein Rebuild beginnt. Und das dauert auch 2 Tage :(

Hab das beim ICH10R schon 2 mal erlebt, sehr nervig.

Die CPU Usage liegt bei mir bei ca. 2-3% auf einem Core, also kein großes Ding.

Hier mal noch nen schneller Test mit HDTune über das Raid5.
Allerdings liegen dort auch schon Daten und es liefen einige Anwendungen im Hintergrund die darauf zugreifen.
Die Werte über eine LiveCD sind nochmal 20MB/s besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zuerst mal netter und gut geschriebener Test.

Danke.Hab aber auch zusammen 2,5 tage an meinem erstlingswerk gesessen.:D

Bei 3 x 1TB Samsung Spinpoint F3 dauerte es 2 Tage!!

Auf intel-raid?Das ist heftig.Bei meinem amd-chipsatz war dem ja glücklicher weise nicht so dank fastinit.(die zeit hätte ich auch nicht gehabt)Da brauchte es nur ca. 45s wegen dem systemstart und nunja,eigentlich nichtmal die.;)
Die Platten abstecken und wieder dran ist kein Problem.
Selbst von einem an den anderen Rechner geht (nur mit ICH10R getestet).
Das habe ich schon öfters gelesen.Ich wollte es nur nicht so direkt rein schreiben,da es ja keine garantie dafür gibt.
Hier mal noch nen schneller Test mit HDTune über das Raid5.
Allerdings liegen dort auch schon Daten und es liefen einige Anwendungen im Hintergrund die darauf zugreifen.
Die Werte über eine LiveCD sind nochmal 20MB/s besser.
Damit sollten deine durchsatzraten ungefähr auf höhe der meinen liegen.
Was für ein betriebssystem benutzt du und was für einen prozessor?Die prozessorlast war bei mir während des benchmarks auch ziemlich weit unten (anhang prozessorlast von crystaldiskmark).Allerdings ist diese so nicht wirklich aussagekräftig weil wie man sieht,war sie beim kopiertest bedeutend höher.
 

Auf intel-raid?Das ist heftig.Bei meinem amd-chipsatz war dem ja glücklicher weise nicht so dank fastinit.(die zeit hätte ich auch nicht gehabt)Da brauchte es nur ca. 45s wegen dem systemstart und nunja,eigentlich nichtmal die.;)
Fastinit gibts nicht du kannst zwar auf die Platten während dem Build/rebuild schreiben, aber sonderlich schnell ist das nicht.

Das habe ich schon öfters gelesen.Ich wollte es nur nicht so direkt rein schreiben,da es ja keine garantie dafür gibt.
Gebe ich auch nicht ;) sollte aber meist gehen.

Was für ein betriebssystem benutzt du und was für einen prozessor?Die prozessorlast war bei mir während des benchmarks auch ziemlich weit unten (anhang prozessorlast von crystaldiskmark).Allerdings ist diese so nicht wirklich aussagekräftig weil wie man sieht,war sie beim kopiertest bedeutend höher.
BS ist Windows 7 x64 ohne Auslagerungsdatei. CPU ist nen 9550 @ 3,8.
Nen Kopiertest kann ich morgen mal machen, schaun was der sagt.

Mfg Deathman
 
interessanter test...

aber ein raid 5 mit 3 platten, das kann ja nix werden. bei den aktuellen plattenpreisen sollte man da doch lieber auf 0+1 setzen.
mein fazit zu dem test, was im übrigen meiner bisherigen meinung entspricht:
raid 5 nur mit hardware-controller und mindestens 5 platten.

übrigens, was niemand vergessen sollte:
wenn man ein raid auf basis des onboardcontrollers aufbaut und dann mainboard wechselt, kann man in der regel sein raid vergessen.
im privatbereich kann ich jeden nur davon abraten. da lieber in den sauren apfel beissen und spiegelung über windows verwenden. alles andere bedeutet nur ärger beim hardwarewechsel.
 
Kompliment zum Test :daumen:

Kannst du noch eine Ergänzungsrunde machen? Mich würde interessieren, wie Zwei-Platten RAID0-Verbünde (oder gleich 4 Platten RAID10, wenn du genug Platten hast - aber eigentlich sollte die Geschwindigkeit recht ähnlich sein) in den drei Szenarien abschneiden. (Stichwort "günstige Alternative")


Das habe ich schon öfters gelesen.Ich wollte es nur nicht so direkt rein schreiben,da es ja keine garantie dafür gibt.

Zu RAID5 kann ich da nichts sagen, aber zumindest RAID0-Umzüge klappen bei Intel i.d.R. vollkommen problemlos. (in meinem Fall sogar von ICH5R auf ICH10R, also ein halbes Jahrzehnt und grundlegende Technologiewechsel dazwischen -andere Busse, andere NB-SB Verbindung, andere Laufwerksanschlüsse und vor allem: Matrix-RAID, d.h. andere Protokolle)
 
interessanter test...

aber ein raid 5 mit 3 platten, das kann ja nix werden. bei den aktuellen plattenpreisen sollte man da doch lieber auf 0+1 setzen.
Wenn ich mal wieder zeit habe teste ich das.Allerdings sehe ich das ganze ein wenig anders wie du.Bei 3 versus 4 platten geht deine rechnung vieleicht noch auf,aber bei 4 versus 6 platten schaut es kostentechnisch doch schon ein wenig anders aus.(vor allem wenn speicherplatzfanatiker z.b. 2 GB große platten verbauen)
übrigens, was niemand vergessen sollte:
wenn man ein raid auf basis des onboardcontrollers aufbaut und dann mainboard wechselt, kann man in der regel sein raid vergessen.
im privatbereich kann ich jeden nur davon abraten. da lieber in den sauren apfel beissen und spiegelung über windows verwenden. alles andere bedeutet nur ärger beim hardwarewechsel.
Wenn du dir mal das fazit durch liest,wirst du feststellen,das da das selbe steht.;)

Kannst du noch eine Ergänzungsrunde machen? Mich würde interessieren, wie Zwei-Platten RAID0-Verbünde (oder gleich 4 Platten RAID10, wenn du genug Platten hast - aber eigentlich sollte die Geschwindigkeit recht ähnlich sein) in den drei Szenarien abschneiden. (Stichwort "günstige Alternative")
"Ergänzungsrunde" ist schlecht.Dazu reichen schon allein die 2 reserve-posts nicht.:D Das wird wohl ein extra thread und leider auch erst dann,wenn ich mal noch ne 4. platte kaufe und zeit habe.:(
Zu RAID5 kann ich da nichts sagen, aber zumindest RAID0-Umzüge klappen bei Intel i.d.R. vollkommen problemlos. (in meinem Fall sogar von ICH5R auf ICH10R, also ein halbes Jahrzehnt und grundlegende Technologiewechsel dazwischen -andere Busse, andere NB-SB Verbindung, andere Laufwerksanschlüsse und vor allem: Matrix-RAID, d.h. andere Protokolle)
Überrede intel dazu,das sie es garantieren und ich ändere es ab.Aber wenn du das schaffst,könntest du auch gleich noch amd dazu bringen das ihr nächster onboard-controller das auch kann.:ugly:
Es spielt übrigens keine rolle,was für einen array-typ du einrichtest.Wenn ein raid 0 array unter verschiedenen ICH-southbridges erkannt wird,dann auch ein raid 5.
BS ist Windows 7 x64 ohne Auslagerungsdatei. CPU ist nen 9550 @ 3,8.
Nen Kopiertest kann ich morgen mal machen, schaun was der sagt.

Mfg Deathman
Ich bin gespannt,zumal dein prozessor pro kern mehr als 1,5 mal so schnell ist wie meine test-cpu.
 
schöner test:daumen:
er zeigt mir das man auch mit onboard variante gut fahren kann.

ich selber bin an einem raid 0 aus 2hdds interessiert (mit 3.hdd als backup)
hast du da erfahrung?


mfg
 
schöner test!!
Hatte auch Jahre lang ein Raid 0 (onboard) zuerst auf einem 939 Board und dann bei meinem ICH10R und keine Probleme die Leistung zur einzelnen Platte war viel höher, nun steige ich um auf SSD, ich denke da bekomme ich dann doch die bessere Leistung für eine Systemplatte. Ich habe ja noch 3 TB für die Daten und 1T extern...
 
Ein paar Dinge als Ergänzung:

~Festplatten,welche abgezogen wurden,werden nach dem wieder Anstecken nicht mehr vom AMD-Controller als zugehörig erkannt.Bei meiner alten ICH7 von Intel stellte dies jedoch kein Problem dar und sollte es bei neueren Southbridges von denen auch nicht.

AMD Chipsätze binden defakto die Laufwerke nicht mehr ein, erst wenn man dem Controller sagt dass die Platte dazu da ist (Reserve/Sparing)
Mir ist es bei einem WaKüSystem passiert dass der Schlauch das Kabel einer Platte abgezogen hat.
Interessehalber dann mit Raid 10 und Raid 5 probiert:
Falls ein Reserve Laufwerk definiert ist, geht das vollautomatisch und im Hintergrund.
Falls das Laufwerk ab und angesteckt wird muss man dem Controller das Laufwerk als freigeben und zum LDx hinzufügen, danach kann man die Sync/den Rebuild starten.

Bei 7x0 SBs geht das mit dem Raidexpert Tool recht konfortabel und schnell (Grösse der Platte durch Schreibleistung der Platte).

Bei nVidia Chipsätzen geht es wie bei Intelcontrollern nach ICH5R über den Treiber bzw vollautomatisch bei Raid5.
Bei einem Raid 10 muss man auch hier das "neu" angesteckte Laufwerk zuweisen.



Sehr schön gemachter Test! Hoffentlich amüsierst du dich auch mit den 0,1 Raids. :D
 
ich selber bin an einem raid 0 aus 2hdds interessiert (mit 3.hdd als backup)
hast du da erfahrung?

mfg
Ich habe in meinem aktuellen und im letzten spielerechner ein raid 0 und muß sagen,das es für den system- bzw. spielestart nix bringt.Durch das array steigt zwar die max. transferrate,leider aber die bei zufälligen zugriffen nicht sonderlich. Dadurch wirst du beim windows-start nichts merken.Hantierst du hingegen mit großen dateien,wird es schon ein wenig schneller gehen.
Die 3. hdd,welche du als backup nehmen willst,sollte aber so groß sein wie die festplatten des arrays zusammen.Hast du also 2 platten a 500 GB im raid 0 benötigst du wenigstens 1000 GB für das backup,da sich im raid 0 die festplattenkapazität addiert.Ansonsten geht nur ein selektives backup mit ggf. bestmöglicher komprimierung.
Wenn alle festplatten gleich groß sind hättest du sonst nur noch die möglichkeit eines raid 5,falls dein controller das unterstützt.Dann hättest du die ausfallsicherheit von einer platte,aber wahrscheinlich etwas weniger performance als bei raid 0.Außerdem verkompliziert sich dann der umzug auf ein anderes mainboard erheblich.

schöner test!!
Hatte auch Jahre lang ein Raid 0 (onboard) zuerst auf einem 939 Board und dann bei meinem ICH10R und keine Probleme die Leistung zur einzelnen Platte war viel höher, nun steige ich um auf SSD, ich denke da bekomme ich dann doch die bessere Leistung für eine Systemplatte. Ich habe ja noch 3 TB für die Daten und 1T extern...
Wenn die ssd einmal im rechner steckt und du davon bootest wirst du dich in sachen geschwindigkeit aber umgucken und feststellen,das nach dem wilkommen-bildschirm ab sofort der user das langsamste am system ist.:ugly::devil:
Ich benutze als systemplatte die am anfang des test aufgeführte intel-ssd und habe eine bootdauer von ca. 35s.Dabei wird gdata internetsecurity,demontools, everest ultimate und noch ein paar andere tools mit geladen.

AMD Chipsätze binden defakto die Laufwerke nicht mehr ein, erst wenn man dem Controller sagt dass die Platte dazu da ist (Reserve/Sparing)
Mir ist es bei einem WaKüSystem passiert dass der Schlauch das Kabel einer Platte abgezogen hat.
Interessehalber dann mit Raid 10 und Raid 5 probiert:
Falls ein Reserve Laufwerk definiert ist, geht das vollautomatisch und im Hintergrund.
Falls das Laufwerk ab und angesteckt wird muss man dem Controller das Laufwerk als freigeben und zum LDx hinzufügen, danach kann man die Sync/den Rebuild starten.
Das ist ja die krux an der sache.Der intel-controller scheint sich die laufwerke zu "markieren" und kann dadurch jeder zeit und überall die festplatte einem bestimmten array zuordnen.Beim amd-controller hat es sich so verhalten,als wenn ich eine neue hdd einbinden will und das finde ich nicht so toll.Schließlich kann man sich dadurch ein array zerlegen falls unbeabsichtigt mal mehr als 1 platte abgezogen wird oder die stromversorgung für diese min. 2 stück ne meise hat (z.b. stromversorgungskabel für die platten nicht richtig am netzteil dran oder ein wackeliger)

Hoffentlich amüsierst du dich auch mit den 0,1 Raids. :D
Ich befürchte das dauert noch eine weile.Du könntest mir höchstens zeit schenken (aber bitte schön mit ner roten schleife drum),dann würde es schneller gehen.:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Allerdings sehe ich das ganze ein wenig anders wie du.Bei 3 versus 4 platten geht deine rechnung vieleicht noch auf,aber bei 4 versus 6 platten schaut es kostentechnisch doch schon ein wenig anders aus.(vor allem wenn speicherplatzfanatiker z.b. 2 GB große platten verbauen)
Wenn du dir mal das fazit durch liest,wirst du feststellen,das da das selbe steht.;)

meinte ja auch nur bei 3 platten lieber ne vierte dazu und 0+1 machen. danach macht dann ein 5er sinn.

sorry, das du schon darauf hingewiesen hast, hab ich wohl überlesen.


ansonsten bleib ich bei meiner meinung...
wenn man sich nicht über alle konsequenzen im klaren ist, dann besser finger weg von raid (abgesehen von 0 und 1, das kann man noch durchgehen lassen)

ruyven_macaran schrieb:
Zu RAID5 kann ich da nichts sagen, aber zumindest RAID0-Umzüge klappen bei Intel i.d.R. vollkommen problemlos. (in meinem Fall sogar von ICH5R auf ICH10R, also ein halbes Jahrzehnt und grundlegende Technologiewechsel dazwischen -andere Busse, andere NB-SB Verbindung, andere Laufwerksanschlüsse und vor allem: Matrix-RAID, d.h. andere Protokolle
wenn das da so ist, dann ist das ne feine sache. aber dann ist man auch gezwungen immer bei intel zu bleiben.
 
Also das Software-RAID unter Windows hört sich ja reichlich unkomfortabel an. Weiß zufällig jemand warum es so lange zum Einrichten braucht und nach einer Neuinstallation nicht mehr verwendbar ist? Wie sieht es beim Ausfall einer Festplatte aus, dauert das dann auch wieder stundenlang?
Da könnte man ja auch gleich RAID0 nehmen und ab und an Backups machen, weil RAID5 hilft in dieser Form nur noch gegen Hardware-Defekte (und selbst bei denen muss man hoffen das es nur eine Festplatte erwischt, Windows verkraftet ja auch meist einen Mainboard-Wechsel nicht …).
 
Als bremsenden Faktor sehe ich hier Windows.

Sehr gelungener Vergleich :daumen:

Deine Negativunkte fuer das Softraid unter Windows
[FONT=&quot]-sehr lange,eigentlich schon indiskutable Initialisationszeit von 8-9h für das getestete Array (unter Windows)
-eher schlechte Schreibperformance (unter Windows)
-hohe CPU-Last
-man kann keine Stripe-Size festlegen (unter Windows)
-bei Neuinstallation von Windows ist das Array weg
-Festplatten,welche abgezogen wurden,werden nach dem wieder Anstecken nicht mehr als zugehörig erkannt
-Array ist Naturgemäß nicht Bootfähig
[/FONT]

Unter Linux kann das SoftRaid gleich genutzt werden, das Sync der Platten geschieht im Hintergrund und kann auch durch neustarten unterbrochen werden :ugly: Was die Performance angeht:Mangels Benchmarkprogramm fuer Linux habe ich es mit dem zugegeben etwas primitiven HDParm gestetet. Da kommt bei 3x 1,5TB im RAID5 annaehrend das doppelte einer einzelnen Platte raus was fast Idealwert ist. Allerdings steigt die CPU Last bei einem Core auf sagenhafte 5% ;)

Eine Neuinstallation ist auch kein Problem, man brauch nur die Konfigurationsdatei. Auch das vertauschen der Anschluesse auf dem Mainboard spielt keine Rolle (beides schon getestet, wenn auch unfreiwillig)

Das Einzige was bei Linux auch zutrifft ist das bootfaehige. Grub kann nicht vom MD (MultiDisk / SoftRaid) devices booten. Soll sich mit der neuen Version aber auch aendern.;)

Leider hat MS das wieder vermurkst.

Wenn jemand einen guten Benchmark fuer Linux weis, dann her damit. Das kann ich demnaechst mit meinem alten Server testen (ausser Hardware mit seperatem Controller, ich habe einfach keinen)
 
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