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[Test] K&F Carbonstativ BA225 (152cm)

Aeton

Komplett-PC-Käufer(in)
Beim Reisen soll es häufig möglichst klein und leicht sein. Wenn im Urlaub also ein Stativ dabei sein soll, wird hier oft zu leichtem Carbon gegriffen. Auch das BA225 von K&F ist solche ein Carbon Reisestativ mit kompakter Größe und geringem Gewicht.

Ob es sich in der Praxis gut schlägt und seinen Preis wert ist, will ich in diesem Test klären.

Danksagung
Zunächst möchte ich mich bei K&F für die Bereitstellung des Produkts bedanken.

Features und technische Details
Das BA225 ist ein Kohlefaserstativ mit einem integriertem Einbeinstativ und 360° Kugelkopf.
Die Rohre kommen mit einem Durchmesser von 22 Millimetern und bieten eine Tragfähigkeit von bis zu 8 Kilogramm bei einem Eigengewicht von knapp einem Kilogramm. Darüber hinaus kann man an einen Gegengewichthaken auch noch zusätzliches Gewicht hängen, um die Stabilität weiter zu erhöhen. Rutschfeste Gummifüße versprechen einen festen und sicheren Halt.

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Die fünfteiligen Säulenbeine mit Drehverschlüssen erlauben das Ausfahren des Stativs von 46 cm bis maximal 1,52 Metern bei einer Eigengröße von knapp 36 cm. Zudem lassen sich die Beine in drei Winkeln aufstellen.
Das Einbeinstativ lässt sich auf eine Größe von 37 bis 116 cm ausfahren und auch invertiert am Stativ für niedrige Winkel anbringen.

Verpackung und Lieferumfang
Das Stativ kommt in einer schwarz-orangenen Tragetasche, die zwar gut verarbeitet ist, dafür aber relativ unangenehm riecht und sich unangenehm anfassen lässt.

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Neben dem Stativ und der Tasche werden noch eine Kurzanleitung und unnötigerweise gleich zwei Inbusschlüssel mitgeliefert.

Erster Eindruck und Design
Nimmt man das Stativ zum ersten Mal aus der Tasche, bemerkt man direkt das relativ geringe Gewicht durch das verbaute Carbon, ansonsten besteht das Stativ größtenteils aus Aluminium.

Das Design des Stativs ist relativ schlicht in schwarz mit orangenen Elementen an den Verschlüssen und dem Kugelkopf gehalten, wenn auch schwarze Schrauben an den Stativbeinen optisch besser gepasst hätten als die silbernen.

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Die Verarbeitung des Stativs ist gut, an den Verschlüssen gibt es teils kleine Macken und kleinere Kratzer, außerdem ist eine Stellschraube am Stativkopf ein wenig locker. Das schränkt die Funktionalität aber nicht ein.

Praxistest
Die Kamera lässt sich einfach an der Schnellwechselplatte befestigen, ein Ring lässt die Schraube einfach und fest ohne extra Münze eindrehen. Eine Gummierung zum Schutz vor Kratzern ist ebenfalls vorhanden.

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Zwei kleine Stifte an der Platte sorgen dafür, dass die Kamera nicht aus der Halterung rutschen kann, was jedoch auch dafür sorgt, dass sie nicht gerade auf der Platte liegen kann, was in der Praxis stören kann.


Ansonsten läuft der Kugelkopf sehr flüssig und alle Schrauben lassen sich gut verstellen.
Schnell fällt aber auch auf, dass die Mittelsäule ein wenig Spiel in ihrem Gehäuse hat, was ziemlich nervig sein kann, wenn sie die Kamera auch fest und sicher halten kann.

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Der ganze Kugelkopf lässt sich aber natürlich auch vom Stativ abdrehen, um z.B. andere Köpfe auf dem Stativ verwenden zu können oder auch um ihn an dem Monopod zu verwenden, den man aus dem Stativ herausdrehen kann.

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Die Mittelsäule lässt sich zweigliedrig von 46 auf 79cm Höhe ausziehen und durch zwei gummierte Verschlüsse festdrehen.
Ganz ausgezogen aber dasselbe Spiel, die Mittelsäule ist etwas wackelig und in der Praxis würde ich meine Kamera dieser Konstruktion nicht anvertrauen.

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Neben der Möglichkeit als Monopod kann die Mittelsäule auch noch invertiert werden, wofür man nur den Gewichtshaken herausdrehen muss. Für sehr niedrige Winkel ist das sehr praktisch und funktioniert auch, wenn auch hier wieder mit ein wenig Spiel. Hier sei allerdings gesagt, dass man beim Invertieren ein kleines Plastikteil im Verschluss hineinfummeln muss, was nicht nur dauert, sondern auch nervt.

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Weiter geht es zu den Stativbeinen. Diese lassen sich unabhängig in drei verschiedenen Winkeln aufstellen und bieten damit die Möglichkeit für diverse Standpositionen, auch auf unebenem Boden.
Leider werden hier nicht einrastenden Schnallen, sondern Verschlüsse verwendet, die man selbst herausziehen und hineindrücken muss. Wenn man das andere System kennt, ist das sehr nervig, da es auch einfacher und schneller geht.
Ganz zusammengeklappt rasten die Beine auch nicht ein, womit sie sich, zum Beispiel befestigt an einem Rucksack, möglicherweise lösen.

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Normal zusammengeklappt kommt das Stativ auf eine Höhe von 48cm, invertiert man noch die Beine, kommt man auf eine Gesamthöhe von nur 35cm. In dieser Position gibt es allerdings mehr Reibungspunkte, die zu mehr Verschleiß führen könnten.

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Nächster wichtiger Punkt an den Stativbeinen sind die Schraubverschlüsse, welche im Gegensatz zu Klemmverschlüssen leider ein wenig länger beim Auf- und Abbau dauern.
Die Verschlüsse lassen sich durch den Gummigrip zwar schnell und leicht öffnen bzw. schließen, man weiß jedoch nicht, wann sie ausreichend aufgedreht sind und ab wann sie schon fast aus der Fassung fallen.

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Mit allen Beinen ausgefahren steht das Stativ auf 1,52m schon nicht mehr so stabil, vor allem die dünnsten Beinchen mit gerade einmal 1cm Durchmesser machen nicht gerade einen vertrauenswürdigen Eindruck, wenn auch leichtere Kameras ohne Probleme darauf stehen können.
Auf maximaler Höhe ist das alles aber eine schon sehr wackelige Angelegenheit, der Stativkopf lässt sich um bis zu 2cm seitlich bewegen, weshalb ich diese Höhe in der Praxis mit schwereren Kameras niemals nutzen würde.

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Bei den Standfüßen wurde auf leicht spitz zulaufende Gummifüße gesetzt, welche auf so gut wie jedem Untergrund für einen sicheren Stand sorgen.

Fazit
Zu einem Preis von derzeit knapp 90€ gehört das BA225 zu den günstigen Carbonmodellen in dieser Größe.
Es kommt mit einem praktischen Lieferumfang, wenn die Tragetasche auch sehr unangenehm riecht. Zusammengeklappt ist es sehr kompakt und gepaart mit dem geringen Gewicht für Reisen sehr gut geeignet, wenn einem die maximale Höhe von 152cm ausreicht. In der Praxis wird man diese Höhe aber eher nicht nutzen, da die Stabilität des Stativs zu wünschen übrig lässt.
Der Kugelkopf hingegen ist sehr praktisch und erfüllt seinen Zweck, läuft flüssig und lässt sich gut feststellen. Ob einen die nicht flach liegende Schnellwechselplatte stört, muss jeder selbst für sich wissen.
Weitere praktische Features sind der integrierte Monopod oder auch die intervierbare Mittelsäule, welche niedrige Makroaufnahmen ermöglicht.

Trotzdem kommt das Stativ auch mit vielen Negativpunkten. Dazu zählen vor allem die nicht ganz vertrauenswürdige Stabilität und das Wackeln der Mittelsäule im Stativ. Dazu kommen teils kleine Verarbeitungsmängel, die nicht ganz praktischen Drehverschlüsse und die eher umständlich zu bedienenden Schnallen, welche nicht einrasten.

Da diese Punkte immer wieder in der Praxis stören werden, gibt es für den Preis oder sogar noch günstiger sicher bessere Stative als dieses hier. Man wird mit diesem Stativ hier zwar arbeiten können, aber sich sicher fragen, ob das Geld in einem anderen Dreibein nicht besser investiert wäre.

Links
Hier kommt ihr zur Website von K&F Concept

Und hier zu dem BA225 Carbonstaitv
 
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