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Tesla: Weltweiter Serverausfall sorgt für verschlossene Autos

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Vielleicht solltest du deinen Horizont mal über "Standpunkt" erweitern. Nur weil du scheinbar Handweker/Paketzusteller/Hebamme/Pfleger/Hundefänger oder irgendwer anders aus der sehr beschränkten Gruppe von Berufen bist, die 99% der Zeit einen guten Grund haben, in der Stadt mit dem PKW rumzukurven, statt Fahrrad, Fuß oder ÖPNV zu nutzen, heißt das nicht, dass das jeder so macht.

Im Gegenteil. Die Hälfte der deutschen hat einen Arbeitsweg von unter 10 km und baucht ein Kurzstreckenauto nur einmal die Woche zum Einkaufen. Wie kommen die Mehrheit der Deutschen also auch nur in die Nähe der 13000 km durchschnittliche Jahresfahrleistung? Mit langen Urlaubs- oder zumindest Ausflugsfahrten. Und ein weiteres Viertel muss 10-25 km am Tag zurücklegen, was erneut sehr gut mit Bahn und in vielen Fällen auch noch mit dem Fahrrad geht, aber selbst bei Nutzung des Autos im Mittel nur 8000 km im Jahr ergibt. Der Rest? Erneut längere Touren.

Rund 2/3 der Deutschen haben also schon rein entfernungsmäßig einen Grund zu motzen und einige der Landbewohner, für die ein 50-100-km-Aktionsradius-Fahrzeug genau passen würde, meckern zusätzlich noch wegen Pferdeanhänger, etc.. Die Minderheit dagegen, für die "Batterieautofahren" die perfekte Mobilität darstellt, ist in Forendiskussionen natürlich schon allein deswegen unterrepräsentiert, weil sie halt keinen Gesprächsbedarf hat.



Gelöst? Mein Reichweiten- und Ladeziel lautet "1200 km in 12 Stunden". Undzwar in der Praxis, mit immer wenigstens 50-100 km Restservere für unvorhergesehenes und den Folgetag und in beliebige Mittelmeerländer, nicht im theoretischen Ideal entlang gut ausgebauter Strecken mit Fahren bis auf Batterie = leer.

Da hat sich seit dem S100 nicht mehr wirklich was als Annäherung getan und der schafft das nicht. Vielleicht ist der EQS noch einen Tick näher dran, aber nur wenn der 150+-kW-Ausbau weiter voranschreitet. Beides sind jetzt aber nicht unbedingt der angemessene Ersatz für einen Kompaktwagen. Weniger als 4,5 m dürften es dann doch bitte sein, sonst muss ich zumindest heimwärts noch eine halbe Stunde für Parkplatzsuche rausfahren.



Und jetzt rate mal, wo mehr km zusammengefahren werden: In Tempo-30-Zonen oder auf Autobahnen? :wall:




NRW ist schon von der Siedlungsdichte garantiert nicht das beste Beispiel. Am ehesten kenne ich unbeschränkte Autobahnen aus Bayern und den Neubaustrecken in den nicht-mehr-ganz-so-neuen-Ländern. Aber selbst wenn man da mal langkommt, macht der Fokus auf >>200 km/h bei einem Auto praktisch keinen Sinn, jedenfalls solange man verantwortungsvoll fährt.



Moderne Benziner haben in der Praxis und bei ähnlicher Auslegung kaum einen höheren CO2-Ausstoß als Diesel, die neuesten Selbstzünder sind endgültig gleich auf. Wieso sollte man die "künstlich" am Leben erhalten, wenn sie die klimatisch gleich mittelprächtige, gesundheitlich wegen der saubereren Abgase aber weitaus bessere Alternative zum Diesel sind? Das einzige Argument letztere überhaupt noch zuzulassen ist die alte Geschichte von der Rohölzusammensetzung.



Also mein Benziner dürfte auf <10%, vermutlich sogar <5% Stadtverkehr kommen und mir wäre keine Statistik bekannt, die deine Behauptung von >50% belegen würde.
Aber Quellen sind immer gern gesehen.
1.) Ich bin weder Handwerker,noch Paketbote und habe einen Arbeitsweg von 17km, trotz einer recht urbanen Wohngegend im Ruhrgebiet.
37,2 % hatten aber auch schon einen Arbeitsweg von über 25km!
Dazu kommt, dass ÖPNV in vielen Bereichen keine wirkliche Lösung ist, Fahhrad ist eben auch keine "elegante" Lösung (auch wenn ich selber schon zur Arbeit geradelt bin und mir sobald lieferbar, auch ein E-Bike für die schönere Jahreszeit gönnen werde), als Anzugsträger ist das schon schwierig, leicht verschwitzt auf der Arbeit anzukommen und nicht jeder wohnt auf dem "platten" Land.

2.) Tatsächlicherweise kann ich nicht sagen, wie sich der Anteil der 13tkm zusammensetzen, ich denke es wird in beiden Richtungen durchaus massive Abweichungen geben, sowohl nach unten werden Leute sehr sehr wenig fahren, als auch oben raus, sehr sehr viel. Verstehe allerdings den Punkt nicht, wo ist das Problem bei längeren Touren? Urlaubstrips mit 1000km sind auch elektrisch gar kein Problem, maximal zwei Stopps a 15 Minuten sollten bei so einer Fahrtstrecke wohl ohnehin notwendig sein, bei zwei Urlauben, also vier Fahrten im Jahr, kommen da vieleicht 1 Stunde Lebenszeitverlust zusammen (tanken muss man ja auch ab und zu und das dauert auch)

3.) Dein nächster Absatz ist mir irgendwie suspekt, er trifft doch eigentlich den Kern meiner Aussage, steht aber irgendwie im Widerspruch zu deinen sonstigen Aussagen, vieleicht verstehe ich ihn auch nur nicht.

4.) Dein Reichweitenziel von 1200km wird zum einen schneller kommen als dir bekannt ist, zum anderen gibt es das bereits bei Benzinern (die ich ja vornehmlich als "überholt" angesehen habe) nicht, außer du hast dir in den Kofferaum einen Zusatztank geschmissen. Aber auch dies muss ich leider sagen, ist oftmals eine Forderung von E-Auto Gegnern, dass Elektroautos erst einmal wesentlich mehr leisten müssen als Benziner um ihren Anforderungen gerecht zu werden. Das ich dies für Schmarrn halte, kannst du dir sicher denken.

5.) Auch beim nächsten Punkt springst du wieder in die typische Bresche, die aber eben deutlich lückenhaft ist. Ein kleines Auto will man haben und 1200km Reichweite? Mal ehrlich, wer viele Kiometer im Jahr abspulen muss, der wird sich kaum in einen Smart hocken, da reden wir also wirklich von Kompaktklasse (Golf, etc.) und ich kenne von nahezu jedem typischen "Vertreter" mit vielen Kilometern die Aussage, dass ein großes Auto schon sehr viel Sinn macht und er mit allem unter A4 (4,7m lt. Wiki und damit länger als ein Model 3) gar nicht anfängt. Also werden auch hier wieder (ich will das nicht generalisieren, aber in gewisser Weise schon typisieren) zwei bereits jetzt nicht miteinander kompatible Anforderungen verknüpft um den Kampf gegen E-Autos zu fechten.
(schau dir mal den ET6 von Nio an, über 1.000km Reichweite mit Feststoffzellen (40% höherere Energiedichte als Tesla)

6.) Äpfel und Birnenvergleich,

Der Vorteil besteht nur auf dem Papier: Bei gleicher Motorisierung stoßen Diesel-Pkw theoretisch bis zu 15 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) aus als Benziner. Die Realität sieht aber anders aus – SUV und hochmotorisierte Fahrzeuge werden meist mit Diesel-Motoren ausgestattet, um den Spritverbrauch in einem erträglichen Rahmen zu halten. So kamen und kommen diese Fahrzeuge mehr und mehr in den Markt. Inzwischen ist jeder fünfte neue Pkw ein SUV. Deren entsprechend höherer Verbrauch zehrt den CO2-Vorteil auf. Die Folge: Diesel haben insgesamt schlechtere CO2-Werte als Benziner.
Bringt mich nicht weiter, ich muss schon zwei identische Autos und Motorisierungen vergleichen und da steht eben der Diesel 15% vor dem Benziner, dazu kommt eben, dass meist Benziner "teilelektrisiert" werden, bei Diesel hab ich das jetzt in der Dichte nicht im Kopf.

7.) Wie schon gesagt, habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen. Ich kann nur für mich und mein Umfeld, sowie meine Beobachtungen reden, dass dies keine faktische Aussage sein muss, kann ich hinnehmen. Denke aber schon, dass dein Profil auch nicht unbedingt das Standardprofil ist, ich denke auch, dass du das weißt. Ob dann wirklich 50% und mehr fast ausschließlich im Stadtverkehr unterwegs sind? Kann ich nicht belegen, ändert aber in meinen Augen nichts wirkliches an der Aussage, dass ab einem gewissen Punkt ein Diesel rentabler als ein Benziner ist. Das hat sich in den letzten Jahren etwas verschoben, dennoch ist es weiterhin so.

Aber zum Schluss, habe ich hier das Gefühl einem glühenden Vertreter der Verbrennerfraktion gegenüber zustehen, alles was man sagt, kann und wird im Gegenteil dessen enden, was man sagt. Ich hoffe, dass ich mich hier irre, denn ich denke, dass wir nun endlich erkannt haben, dass der Weg zur E-Mobilität unabkehrbar und nicht "verhandelbar" ist. Gerade in DE müssen viele, sehr viele Probleme noch gelöst werden, daher habe ich auch mehreren Stellen schon gesagt, dass ich hier nicht den "Einzelnen" in der Pflicht sehe, der muss am Ende abwägen, was ihn wohin bringt und da kann in DE derzeit der Benziner noch eine echte Alternative sein, sondern die Politik, die Wirtschaft muss sich endlich strecken, es müssen flächendeckend Lademöglichkeiten geschaffen werden, es müssen Autos entwickelt und gebaut werden für jeden Einsatz (auch wenn ich der Meinung bin, herstellerübergreifend, haben wir mehr als genug Alternativen, vom Smart über Golf, über Model S, zu SUVs (ID4, E-tron) hin zu "Vans" , so sehe ich natürlich auch die teilweise typische deutsche Markenverträumtheit und den Hang zu einer Marke fürs Leben (ich bin schon bei der fünften Marke, mit dem sechsten Auto). Das E-Auto, ohne Wasserstoff und so einen Quatsch, wird die mittelfristige Zukunft sein und in 10 Jahren wird uns die Generation Z ( oder was kommt danach?) fragen, wie man nur jemals mit so stickenden Dingern durch die Gegend tuckern konnte.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
37,2 % hatten aber auch schon einen Arbeitsweg von über 25km!

Findest du es nicht ein Bisschen dreist, so eine Lüge unter einem Link zu einer "17%"-Quelle zu posten als Antwort auf ein Post mit einer weiteren "17%"-Quelle?

2.) Tatsächlicherweise kann ich nicht sagen, wie sich der Anteil der 13tkm zusammensetzen, ich denke es wird in beiden Richtungen durchaus massive Abweichungen geben

Schön, dass wir das geklärt haben und somit aufhören können, auf der Grundlage von "99% Stadtverkehr" zu argumentieren.

Verstehe allerdings den Punkt nicht, wo ist das Problem bei längeren Touren? Urlaubstrips mit 1000km sind auch elektrisch gar kein Problem, maximal zwei Stopps a 15 Minuten sollten bei so einer Fahrtstrecke wohl ohnehin notwendig sein,

Ich würde sogar dreimal 15 Minuten einplanen. Das ergibt zwischen An- und Abkabeln jeweils rund 10 Minuten tatsächliche Ladezeit (wenn das Ladenetz in Relation zum Bedarf genauso gut ausgebaut ist, wie Tankstellennetz. Europaweit.). Gemäß typischer Ladekurven (sanftes Hochfahren, maximale Ladeleistung sowieso nur in einem engen Bereich) kann man in denen rund 30 bis 60 kWh Nachladen. Bei typischen Autobahnverbräuchen also schlimmstenfalls 100, bestenfalls 300 km. Bleiben 700 km plus Restmobiltitätsreserve, die bereits vor Abfahrt im Auto sein müssen.
Wenn du darin kein Problem siehst, dann musst du etwas kennen, das noch niemand anders gesehen hat: Ein Batterieauto, dass 700 km bei 100-130 km/h durchhält.

Die besten Berichte, die ich bislang für dreistellige Schnitte gesehen habe, waren 430-440 km, aber nur mit Glück. Bei schlechten Bedingungen berichten andere für das gleiche Modell teilweise von um die 300 km.

3.) Dein nächster Absatz ist mir irgendwie suspekt, er trifft doch eigentlich den Kern meiner Aussage, steht aber irgendwie im Widerspruch zu deinen sonstigen Aussagen, vieleicht verstehe ich ihn auch nur nicht.

Es wäre hilfreich, wenn du gezielt zitieren würdest. Du zitierst ein 9-Absätze Post mit 6 Abschnitten in 7 Unterpunkten. Keine Ahnung, was für dich der "3.)" ist - naturgemäß finde ich von meinen Absätzen keinen einzigen suspekt :) .
Im dritten Absatz absout weise ich daraufhin, dass sich die überwältigende Mehrheit der Deutschen aus gutem Grund über die ungenügenden Eigenschaften der verfügbaren Batterieautos beschwert. Du dagegen behauptest, es wäre eine "nervige "Ichhabdenlängsten" Debatte" und alle Probleme wären längst gelöst. Meine Feststellung der Fakten steht also im klaren Widerspruch zu deiner Meinung und nicht im Widerspruch zu meinen sonstigen Aussagen.

4.) Dein Reichweitenziel von 1200km wird zum einen schneller kommen als dir bekannt ist, zum anderen gibt es das bereits bei Benzinern (die ich ja vornehmlich als "überholt" angesehen habe) nicht, außer du hast dir in den Kofferaum einen Zusatztank geschmissen.

Bitte was? Denkst du, Benziner fallen nach 600 km auseinander oder müssen erst einmal zwei Tage in die Werkstatt? Ich bin sogar schon 1600 km an einem Tag gefahren, technisch überhaupt kein Problem. (Physiologisch aber nur dank richtig viel Glück mit der Verkehrslage zu schaffen)

Aber auch dies muss ich leider sagen, ist oftmals eine Forderung von E-Auto Gegnern, dass Elektroautos erst einmal wesentlich mehr leisten müssen als Benziner um ihren Anforderungen gerecht zu werden. Das ich dies für Schmarrn halte, kannst du dir sicher denken.

Ich fordere in vielen Fällen noch nicht einmal, dass sie das gleiche Leisten. Weder bei der Höchstgeschwindigkeit, noch bei der Flexibilität der Zwischenhalte (aktuell: Wenn ich muss, nicht wenn das Auto muss) noch bei deren Zahl. Aber wenn die innerhalb der zeitlichen Fahrtüchtigkeit realitisch erreichbaren Zielgebiete meine Auswahl an Urlaubszielen halbiert, dann erfüllt der Wagen meine Ansprüche nicht.
5.) Auch beim nächsten Punkt springst du wieder in die typische Bresche, die aber eben deutlich lückenhaft ist. Ein kleines Auto will man haben und 1200km Reichweite? Mal ehrlich, wer viele Kiometer im Jahr abspulen muss, der wird sich kaum in einen Smart hocken, da reden wir also wirklich von Kompaktklasse (Golf, etc.)

Ja. Natürlich rede ich wirklich von Kompaktklasse, wenn ich "Kompaktklasse" schreibe. Willst du mir jetzt ernsthaft eine "Lücke" und "Breschenspringen" unterstellen, weil ich ein Wort in korrekter Bedeutung benutze? Nimms mir nicht übel, aber ich komme mir zunehmend verarscht vor. Nicht von einem Standpunkt oder deinen Aussagen zur Technik, aber von deinem Umgang mit Diskussionspartnern und deinen ""Argumenten"".

und ich kenne von nahezu jedem typischen "Vertreter" mit vielen Kilometern die Aussage, dass ein großes Auto schon sehr viel Sinn macht und er mit allem unter A4 (4,7m lt. Wiki und damit länger als ein Model 3) gar nicht anfängt. Also werden auch hier wieder (ich will das nicht generalisieren, aber in gewisser Weise schon typisieren) zwei bereits jetzt nicht miteinander kompatible Anforderungen verknüpft um den Kampf gegen E-Autos zu fechten.

Ich kenne solche Aussagen auch von vielen Vertretern. Aber bis heute konnte mir niemand einen sachlichen Grund nennen, warum man mindestens einen 4,7-m-A4 braucht, in aller Regel sogar einen 5,0-m-A6, wenn man für genau die gleichen Zwecke in der Vergangenheit einen 4,5-m-A4 genommen hat und auch der nur bis zur Rückenlehne der Vordersitze verwendet wurde. Es stimmt zugegebenermaßen, dass VAG kleinere Autos grundsätzlich so baut, dass darin vier Erwachsene kurze Strecken überleben können, aber nie so, dass ein-zwei Erwachsene längere Strecken erholsam fahren können. (Leider. Von Verbrauch, Übersichtlichkeit und Platzangebot wäre der Golf VII mir sehr recht gewesen. Aber nach 200 km hatte ich Rückenschmerzen und deutlich bessere Sitze bei dem Konzern erst im Superb gesehen.) Aber man muss ja nicht VAG kaufen. Die vergangene BMW-1er-Generation unterscheidet sich z.B. bis kurz vor der (halt an anderer Stelle liegenden) B-Säule praktisch gar nicht vom 3er. Also warum fahren Vertreter, zu derem Profil eigentlich ein XL1 passen würde, letztere?
Ich kann nur mutmaßen. Aber alle diese Mutmaßungen kommen zu dem Schluss, dass genau diese Klientel auch keinen Ioniq Electric, sondern mindestens einen iX akzeptieren wird, obwohl ihre Mobilitätsbedarf eigentlich von einem Aptera gedeckt wäre.

(schau dir mal den ET6 von Nio an, über 1.000km Reichweite mit Feststoffzellen (40% höherere Energiedichte als Tesla)

Einen ET6 kann ich nicht finden. Nur Hinweise auf ET5 und ET7, die es aber noch lange nicht gibt, und einen ES6. Der hat 600 km NEFZ, was bei den meisten anderen Wagen um die 350-450 km real bedeutet. Bei einem 1,75 m großen SUV und Zielgeschwindigkeit 130 eher das untere Ende der Spanne.

6.) Äpfel und Birnenvergleich,

Bringt mich nicht weiter, ich muss schon zwei identische Autos und Motorisierungen vergleichen und da steht eben der Diesel 15% vor dem Benziner

Wo ist dieses ominöse "da"?

"Hier" z.B. nicht:
160 gCO2/km als Diesel149,8 gCO2/km als Benziner


149 gCO2/km als Diesel
151 gCO2/km als Benziner (und gerade mal 4 g mehr beim 1,5 mal so starken Selbstzünder, auf den ich mich bezog, zu dem es aber kein Dieselgegenstück gibt. Wozu auch?)

Am Markt gibt es zwar mehr sparsame Diesel und mehr schluckende Benziner als umgekehrt, aber das wenig mit dem allgemeinen Potential der Technik zu tun. Vom Prinzip her nimmt sich die Effizienz eine Turbo-Direkteinspritzers mit Kraftstoff A wenig zu der eines Turbo-Direkteinspritzers mit Kraftstoff B und es gibt eben mittlerweile sogar Selbstzünder-Benziner. In der Praxis ist es nur so, dass Benziner lange Zeit an die "Hauptsache billig"- oder die "Hauptsache es knallt"-Zielgruppen vermarktet wurden, während viele Diesel für "Hauptsache bei hohen Fahrleistungen günstig" optimiert wurden.

Versuche mal einen Benziner zu bekommen, der bei Tempo 130 mit weniger als 2500 Touren läuft. Zumindest als Handschalter fast unmöglich weil "nicht sportlich". Eher bekommst du einen mit knapp 3000 U/min. Aber genau die gleiche Marke verkauft dir selbst 1/3 so leistungsfähige Diesel mit einer Übersetzung für 2000 U/min @130, obwohl die da weitaus weniger Drehmoment haben. Oder suche nach Benzinern, die nicht auf über 100 PS/l aufgeblasen sind. Mittlerweile sind selbst (bzw. gerade) in Kleinwagen 150 PS/l keine Seltenheit. Der Diesel der gleichen Marke? 60-80 PS/l. Wer mit solchen Kisten einen Apfel-Birnen-Vergleich macht, wird natürlich erwartungsgemäß feststellen, dass der hochdrehende, überzüchtete Motor außerhalb seines extrem engen, auf Zyklus-nahe/Praxis-ferne Geschwindigkeiten Sweetspots viel mehr verbraucht, als der niedrigdrehende, entspannt aufgestellte Motor.
Aber das halt nichts damit zu tun, dass letzterer Diesel und ersterer Benzin verbrennt.

Löbliche Ausnahmen habe ich oben gezielt rausgepickt: Die 120-130 PS Ausbaustufen von VW 1,4/1,5 l EA211/Evo und eben Mazdas Skyactiv sowohl als 2 l Sauger als auch Kompressor-Selbstzünder gehören zu den Benzinern, bei denen man sich mal Mühe gegeben hat und z.T. werden sie auch mit angemessenen Getrieben kombiniert.
Umgekehrt kann man es z.B. bei den französischen Marken komplett vergessen, einen brauchbaren Benziner zu bekommen, weil die sich bis zum großen Rumms komplett auf Diesel konzentriert haben und der Rest nur abgeleiteter, schlecht optimierter Billigramsch war.


Jo, weiß ich. Deswegen findet man von mir auch keine Aussagen nach dem Muster "Technik XY ist gut" oder "Technik XY ist schlecht". Sondern nur "gut für" bzw. "schlecht für". Ich befürworte z.B. regelmäßig Batterieantriebe für Stop&Go-Szenarien wie Lieferdienste, Busse, etc.. Aber ich erachte sie eben auch bis auf weiteres als ungeeignet und Langstrecke und ich erachte sie bereits auf mittleren Entfernungen für umweltschädlich, solange Kohlekraftwerke laufen. Genau das schreibe ich aber eben halt auch ran.

Mein eigenes Profil erachte ich als erstrebenswert: - Wohnort so gewählt, dass der Bedarf für motorgetriebene Mobilität minimal ist
- Kürzere Strecken mit dem Auto nur zwecks Transport von Gegenständen (=> geht nur als Individualverkehr)
- Längere Strecken mit dem Auto nur auf Routen, auf denen sich ÖPV mangels weiterer Leute mit gleichem Fahrtwunsch nicht lohnen kann (z.B. in die Natur, wo ich ja explizit keine Menschenmassen vorfinden will, oder an Urlaubsziele die ich ebenfalls ruhig bevorzuge, sodass an dieses B in aller Regel niemand von meinem A will, erst recht nicht am gleichen Tag.)
(- Während Corona gilt zugegebenermaßen zusätzlich: Strecken, bei denen ich mir wünschte, kein anderer wollte sie auch fahren)

Das viele Leute dieses Profil nicht leben und es für ettliche z.B. wegen Umzug, Dickstirnigkeit beim Arbeitgeber, auch locker 10-20 Jahre Umstellung bedeuten könnte, ist mir durchaus klar. Deswegen ziehe ich diese Karte in der Regel auch nicht, wenn es um die Jetzt-Situation geht (außer jemand behauptet von sich, er wäre schon voll perfekt öko mit seinem Batterieauto), sondern nur wenn es um wünschenswerte Verkehrskonzepte für die Zukunft geht. Aus "wir haben keine Batterieautos und keinen funktionierenden ÖPV hier" folgt nämlich nicht "wir müssen jeden Cent in Batterieautos stecken".

Ob dann wirklich 50% und mehr fast ausschließlich im Stadtverkehr unterwegs sind? Kann ich nicht belegen

Dann solltest du es vielleicht nicht als Fakt darstellen, wenn es vielleicht auch nur 5% oder noch weniger sind. (Was wiederum ich für "fast ausschließlich" im Stadtverkehr annehmen würde, denn wer schon mal außerhalb des Ruhrgebiets war weiß, dass man trotz hoher Siedlungsdichte doch vielerorts alle 10-20 km auf Landabschnitte trifft.)

ändert aber in meinen Augen nichts wirkliches an der Aussage, dass ab einem gewissen Punkt ein Diesel rentabler als ein Benziner ist.

An DIESER Aussage würde es vermutlich nichts ändern, aber um diese Aussage geht es ja gar nicht. Sondern um folgende Zeilen eines gewissen BigBoymann, der irgendwie auf kritische Gegenfragen/Richtigstellungen und Ausweichmanövern und Gedächtnisslücken reagiert:
"Benziner fahren in der Regel ... dann doch eben meist Stadtverkehr." Kein Vergleich. Kein Diesel. Keine Betrachtung eines bestimmten Punktes. Und auch keine Rentabilität, denn der Kontext war "...-Antriebe sind die Zukunft" bzw. "...deutlich überm Verfallsdatum", also technisches Potential. Jedes einzelne Wort dessen, was du gestern noch behauptest hast, ist anders als das, mit dem du heute recht""behalten"" willst.
 

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Findest du es nicht ein Bisschen dreist, so eine Lüge unter einem Link zu einer "17%"-Quelle zu posten als Antwort auf ein Post mit einer weiteren "17%"-Quelle?
Ich Depp hab einfach die drei Angaben zusammengerechnet (>25km, 25-50km und >50km), macht bei der Nachbetrachtung natürlich keinen Sinn. Dennoch sind die 17% in meinen Augen fehlerhaft, wenn 14,5% einen Weg von 25-50km und 4,9% von über 50km haben, komme ich in Summe auf 19,40% mit mehr als 25km?

Einen ET6 kann ich nicht finden. Nur Hinweise auf ET5 und ET7, die es aber noch lange nicht gibt, und einen ES6. Der hat 600 km NEFZ, was bei den meisten anderen Wagen um die 350-450 km real bedeutet. Bei einem 1,75 m großen SUV und Zielgeschwindigkeit 130 eher das untere Ende der Spanne.
ET7, sorry

Gemäß typischer Ladekurven (sanftes Hochfahren, maximale Ladeleistung sowieso nur in einem engen Bereich) kann man in denen rund 30 bis 60 kWh Nachladen.
?
30-60kw/h nachladen? Naja, wenn man Steinzeittechnik vergleicht, vieleicht. Der Ioniq5 kann bis 80% Akku mit immer noch über 100kw/h laden, in der Spitze kommen deutlich jenseits der 200kw/h raus und das nicht nur für 1% Akkuladung. Meinen Model 3 (der schon nicht mehr zur technischen Speerspitze gehört) kann ich mit Schnellladern ebenfalls deutlichst über deiner Ladegeschwinidgkeit laden.

Jedes einzelne Wort dessen, was du gestern noch behauptest hast, ist anders als das, mit dem du heute recht""behalten"" willst.
Gut, dann halt keine Diskussion. Ich bin gerne bereit mich von einem anderen Standpunkt überzeugen zu lassen, wie schon erwähnt, habe ich gerade selbst einen Benziner kaufen müssen, eben weil es leider noch nicht für alles Alternativen gibt. Auch in der CO² Bilanz ist alles noch nicht fein und viele Aspekte zu berücksichtigen. Ich selber habe gerade den Auftrag für eine PV Anlage nebst Speicher abgegeben um eben genau diese drastisch zu verbessern. Für all das mache ich niemanden persönlich verantwortlich.

Es ist für mich nur faktisch so, dass nahezu (auch hier habe ich mich im Laufe der Diskussionen belehren lassen) jeder Anwendungsbereich aus rein technischer Betrachtung (und nur darum geht es mir)abzudecken ist.
Mein eigenes Profil erachte ich als erstrebenswert: - Wohnort so gewählt, dass der Bedarf für motorgetriebene Mobilität minimal ist
Ja, aber nicht für alle machbar. Ich persönlich will nicht im dichtesten Innenstadtdschungel wohnen und erachte ein Stück Natur in Form eines Gartens als erstrebenswert. Von daher finde ich es auch ein wenig engstirnig von dir (meine engstirnigkeit weise ich nicht zurück), dass deine ideale Welt der Maßstab sein soll. Ich denke jedem sollte in Deutschland ein Stück Freiheit gewährt bleiben, denn wenn wir alles nur "ideal" leben, dann wohnen wir demnächst alle in Berliner Plattenbauten auf 30m² ohne Fenster, zentraler Lüftungsanlage, begrenzten Wasser/Energieverbrauch.
 

JoM79

Trockeneisprofi (m/w)
Ich Depp hab einfach die drei Angaben zusammengerechnet (>25km, 25-50km und >50km), macht bei der Nachbetrachtung natürlich keinen Sinn. Dennoch sind die 17% in meinen Augen fehlerhaft, wenn 14,5% einen Weg von 25-50km und 4,9% von über 50km haben, komme ich in Summe auf 19,40% mit mehr als 25km?
Das sind aber nicht alle Altersgruppen enthalten.
Somit gilt das nur für die Gruppe 25-34 jährige.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Ich Depp hab einfach die drei Angaben zusammengerechnet (>25km, 25-50km und >50km), macht bei der Nachbetrachtung natürlich keinen Sinn. Dennoch sind die 17% in meinen Augen fehlerhaft, wenn 14,5% einen Weg von 25-50km und 4,9% von über 50km haben, komme ich in Summe auf 19,40% mit mehr als 25km?

Die feiner aufgelösten Angeben in deinem Link sind für "25- bis 34-jährige" ;)
Ich weiß zwar nicht, warum die eine gesonderte Betrachtung wert sind, aber 2% Abweichung bei einer Betrachtung von ~1/6 der Gesamtgruppe kommen schnell mal zusammen.

ET7, sorry

Ah, okay.
Hmmm...
Sind 1000 km NEFZ, davon bleiben in der Praxis ja meist nur 50-60% und das ganze ist auch noch eine Prognose für ein Modell, dass erst in einem Jahr erscheinen soll. Mal gucken, was es dann tatsächlich bringt - 600 km Realreichweite wären ja, verlichen mit vielen heutigen Batterieautos, auch nicht schlecht. Aber eben auch keine Revolution und bei Strecken, bei denen man "nachtanken" muss von der Gesamtdauer her immer noch weit schlechter als bei Verbrennern.


?
30-60kw/h nachladen? Naja, wenn man Steinzeittechnik vergleicht, vieleicht. Der Ioniq5 kann bis 80% Akku mit immer noch über 100kw/h laden, in der Spitze kommen deutlich jenseits der 200kw/h raus und das nicht nur für 1% Akkuladung. Meinen Model 3 (der schon nicht mehr zur technischen Speerspitze gehört) kann ich mit Schnellladern ebenfalls deutlichst über deiner Ladegeschwinidgkeit laden.

"kW/h"? Das ist eine Schwachsinnsangabe. Wenn du "kWh/h" meinst, dann bitte nochmal nachlesen:
Ich Spreche von drei Pausen zu 15 Minuten mit je effektiv 10 Minuten eingestecktem Stecker. Um in diesen insgesamt 30 Minuten 60 kWh nachzuladen, muss man also im Schnitt auf 120 kW, was schon über den von dir genannten 100 kW liegt. Aber zumindest bei nicht-Teslas knallt die Ladesäule keine 120 kW ab dem Moment rein, in dem man den Stecker einsteckt und man zieht ihn am Ende auch nicht einfach raus. Sondern die Ladeleistung wird langsam im Dialog zwischen Säule und Auto hochgefahren und am Ende wird der Ladevorgang gemäß Protokoll laaangsam beendet. Von 10 Minuten Steckerzeit steht die volle Ladeleistung also mit Glück 5 Minuten zur Verfügung, eher weniger. Da braucht es dann schon die von dir als Maximum genannten 200 kW Peak, um während ohnehin stattfindender Pinkelpausen die von mir errechneten 60 kWh nachzuladen. Schafft das Auto gar keine 200 kW Peak, was derzeit für die meisten gilt und für die wenigen Ausnahmen meist auch nur zwischen 20% und 60% Ladestand, oder steht maximal ein 100-kW-Lader oder gar nur 50 kW zur Verfügung (an den meisten Rastplätzen liegt bislang nicht mal ein Kabel, dass mehr als eine WC-Beleuchtung versorgen kann!), dann hat man eher die von mir als unterer Schätzwert genannten 30 kWh.

Alle Ladevorgänge darüber hinaus bedeuten zumindest bei meinem Fahrprofil zusätzliche oder deutlich verlängerte Stopps. (Die 15 Minuten waren ja schon mit Bonus. Solange stehe ich teilweise nicht einmal, wenn ich Tanke. Nur Pinkeln sind 10 Minuten mit Beifahrerin, 5 Minuten ohne.)

Ja, aber nicht für alle machbar.

Doch. Technisch ist das für 99% machbar. Wir haben rund 50% Bürokräfte, die können technsich mit 0 km auskommen. Und Läden & Co, die Personal vor Ort brauchen, gibt es naturgemäß immer da, wo genug Leute wohnen und wo es somit auch Wohnungen gibt. Fabriken wiederum haben alle einen so großen Personalbedarf, dass sich eine ÖPV-Anbindung lohnt - viele nutzen ja sogar eigene Werksbusse.

Die einzigen, die wirklich zu ihrem Arbeitsplatz fahren müssen, sind Bauarbeiter im Nahbereich (auf Montage dagegen muss nur einmal hingefahren werden) und Handwerker/Servicemitarbeiter für Tätigkeiten vor Ort. Letztere werden für die meisten Anwendungsbereiche wiederum so oft benötigt, dass bei gleichmäßiger Verteilung (= man nimmt den Auftrag bei sich im Ort, statt in der Großstadt 100 km entfernt Konkurrenz machen zu wollen) selten mehr als 10 km Anfahrtsweg entstehen.

Zustimmen würde ich deiner Aussage in abgewandelter Form:
"das ist nicht für alle Ad hoc machbar".

Aber das sagte ich ja schon: Die entsprechenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandlungen würden, wenn man sie mit nicht-schmerzhafter Geschwindigkeit umsetzt, sicherlich 10-20 Jahre dauern. Das ganze ist also nur ein Thema für "den Verkehr der Zukunft" - aber genau über den reden wir ja. Batterieautos z.B. werden auch frühestens in 10-20 Jahren umweltfreundlich, wenn endlich die Kohlekraftwerke abgerissen werden.


Ich persönlich will nicht im dichtesten Innenstadtdschungel wohnen und erachte ein Stück Natur in Form eines Gartens als erstrebenswert.

Welcome to the club. Ich kenne niemanden, der das Gegenteil von sich behauptet. Aber in Deutschland leben 83 Millionen Leute.

Von daher finde ich es auch ein wenig engstirnig von dir (meine engstirnigkeit weise ich nicht zurück), dass deine ideale Welt der Maßstab sein soll.

Ich habe den Zustand nur als erstrebenswert bezeichnet. Wer ein anderes Konzept hat, muss es dann aber eben auch komplett durchdenken. Zu sagen "ich fordere X und dafür braucht es Y, was nur Z bieten kann, deswegen ist Z DIE ZUKUNFT" ist Cherry Picking.

Wollte man dein Lebensmodell als Leitbild für die Zukunft nehmen, würden sich die Pendelentfernungen wegen der lockeren Siedlungsdichte dramatisch steigern. Fahrrad wäre meist zu langsam, die Dichte für Bus oder gar Bahn zu gering. Der Bedarf an PKW-Kilometern würde somit explodieren, im Prinzip beschreibst du eine US-Siedlungsstruktur aus der US-Mobilitätsverhalten resultiert. Vollkommen ungeachtet der Fahrzeugart: Wo soll dafür die Energie herkommen? Und woher die für den deutlich steigenden Heizungsbedarf bei lauter Einzelhäusern? Oder siehst du irgendwo die Billiarden, die nötig wären, um so etwas als Plus-Energie zu realisieren? Wir reden hier in der Summa locker um eine Verdrei- bis vierfachung des privaten Energiebedarfs. Und wir haben 20 Jahre gebraucht, um erneuerbare für vielelicht 10-15% des bisherigen Verbrauchs (inkl. Wärme) aufzubauen. Beim derzeitigen Ausbautempo wäre dein Lebensentwurf nicht vor dem Jahre 2600 CO2-neutral möglich.
Und da ist noch das kleine Problem verglichen mit dem enormen Platzverbrauch.

Von daher: Nein, ich erhebe mein Modell nicht zum Maßstab. Aber es gibt eine ganze Menge andere Modelle, denen man von vorneherein eine Absage erteilen kann. Um das Wohnen in einer Stadt kommt kein zukunftstauglicher Plan herum - aber man kann z.B. darüber reden, wie man diese Lebenswert bekommt. (Ich z.B. wäre dafür, wieder deutlich höher zu bauen, dafür aber die Abstände zwischen den Häusern zu vergrößeren. Lieber gucke ich aus dem 20. Stock eines Ossi-Plattenbaus auf einen Park als aus dem 3. Stock einer westdeutschen Arbeiterwohnung auf die 10 m entfernte Wand des nächsten Legehennentrakts.)
 

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Sind 1000 km NEFZ, davon bleiben in der Praxis ja meist nur 50-60%
So schlimm ist es wirklich nicht, das Model 3 schafft hier im ADAC Test 425km, bei angegebenen 580km, also 73,27%, schon recht weit entfernt von den 50-60%. Zum Model 3 kann ich dann meinen persönlichen Senf dazugeben und im Stadtverkehr komme ich im Leben nicht auf die angegebenen 20kw/h /100km, meine Reichweite dürfte daher eher höher ausfallen, wirklich realistische Angaben kann ich aber nicht machen, da ich noch nie von 100% gestartet bin und noch nicht in die Nähe der 0% gekommen bin und mir tatsächlich nicht die täglichen KM aufschreibe. Ich würde aber schätzen, dass ich bei rein innerorts eher in Richtung 500km gehen würde.


bei Strecken, bei denen man "nachtanken" muss von der Gesamtdauer her immer noch weit schlechter als bei Verbrennern.
Das klassiche Vorurteil halt und das KO Kriterium für alle. Ich sehe es halt komplett anders, bin in meinen jungen Jahren zwar auch Strecken von 1500km durchgeheizt, allerdings kommt man im Alter, mit Familie etc. zu dem Schluss, eine Tankfüllung fahren (auch elektro) und dann kann man auch einfach mal ne Pause machen. Hab ich schon vor dem Model 3 gemacht, die Tour nach München bspw. verbringe ich immer mit einem großzügigen Mittagessen und einem Spaziergang für die Seele in der Mitte. Daher stört mich der Umstand nicht.
Fraglich allerdings, wo genau jetzt deine Vorteile beim Benziner sein sollen? Langstrecken sind Dieselrevier und hierzu habe ich ja nun mehrfach anklingen lassen, dass ich den Diesel noch für aktuell brauchbar halte, da es technisch eben mit Elektro nicht möglich ist, extreme Touren ohne Unterbrechung zu machen (Urlaub halte ich für unproblematischer, als bspw. klassische Vertreterjobs).

Ich Spreche von drei Pausen zu 15 Minuten mit je effektiv 10 Minuten eingestecktem Stecker.
Gut, dazu fällt mir leider nur ein "ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt", was glaubst du denn musst du machen um so einen Stecker reinzustecken? Wie lange brauchst du um den Tankrüssel in den Hahn zu stecken? Ach halt, das geht ja bestimmt in Sekundenschnelle? Richtig? Also aus einem kürzlichen Selbstversuch kann ich dir verraten, dass Tanken inkl. Bezahlen etwas mehr als 6 Minuten bei Benzin / Diesel benötigt (Diesel müsste gar etwas schneller gehen, da ich meine der Sprit fließt dort schneller als bei Benzin), beim Elektroauto brauchst du schätzungsweise 30 Sekunden für aussteigen und den Rüssel reinstecken (genau wie bei Benzin halt). Die Ladekurven sind nicht sofort bei 100% Ausgangsleistung, da gebe ich dir recht, aber du kürzt alles zusammen in einem sehr extremen Maßstab, 30 Sekunden statt 5 Minuten für den Stecker, die Ladekurve ist nach schätzungsweise 5 Sekunden bei Vollast, bleiben also über 14 Minuten Vollgasladen.


Schönes Video, nach der Zeit liegt das nachgeladene Niveau bei über 50%, das ist aber schon nicht mehr der aktuellste Stand, der zitierte Ionic ist nochmal fixer. Die neueren Autos kommen allesamt mit 800V Technik, Laden geht da nochmal fixer.

Und nochmal, mein Vorwurf in Richtung Industrie, geht genau in die Richtung, technisch machbar ist das alles schon, es hat nur niemand umgesetzt, mein Vorwurf lautet ja, dass man aus technischer Sicht einen Benziner heute nicht mehr brauchen würde, wenn es von Industrie und Politik entsprechend umgesetzt wäre. Von daher muss ich bei meinem Gedanken vom technisch machbaren ausgehen und nicht vom aktuellen "Durchschnitt". Denn ich habe nun mehrmals betont, dass der aktuelle Durchschnitt auch für mich dazu führte, dass ich einen Benziner neu kaufen musste, weil es elektrisch das Fahrzeug nicht gab.

ch habe den Zustand nur als erstrebenswert bezeichnet. Wer ein anderes Konzept hat, muss es dann aber eben auch komplett durchdenken. Zu sagen "ich fordere X und dafür braucht es Y, was nur Z bieten kann, deswegen ist Z DIE ZUKUNFT" ist Cherry Picking.
welcher Zustand ist erstrebenswert? Podliving? Danke, dann gehe ich schnell von dieser Welt, da hab ich keinen Bock drauf. Ich behaupte dazu nicht, dass mein Denken das beste für die Zukunft ist, das wäre Schwachsinn, auch stelle ich mich hier nicht hin und verurteile irgendjemanden. Gar nicht die Absicht meiner Posts, hoffe das ist nicht falsch rübergekommen. Jeder soll seinen Weg suchen und finden, ideale Wege gibt es in meinen Augen ohnehin nicht, gerade in Deutschland denke ich sogar, dass der ideale Weg von der Politik verbaut wird. Sinnlose Förderungen, sinnvolle werden abgeschafft oder gar nicht erst entwickelt. Aber wie gesagt, soweit soll mein Post nicht reichen.

Und wir haben 20 Jahre gebraucht, um erneuerbare für vielelicht 10-15% des bisherigen Verbrauchs (inkl. Wärme) aufzubauen.
Ein absolut großes Problem, absolut. Aber ich denke, dass viele der Probleme lösbar sind. Bspw. bei dezentralen wohnen (also ein eigenes Dach für jede Familie), gibt es sicherlich genug Dachfläche um Warmwasser / Strom damit zu erzeugen. Ich selber nutze bereits aktuell eine Solaranlage für die Warmwassererwärmung inkl. Heizungsunterstützung und habe verbunden mit einer Dämmung, neuer Fenster (Kernsanierung) usw. den Energieverbrauch mal eben halbiert. Denke, dass dies der Weg ist, den man sehr kurzfristig gehen kann, eine Solarthermieanlage ist ja nichtmal teuer (5k), erspart aber sehr sehr viel Engerie, ich glaube deutlich mehr als jede Photovoltaikanlage in gleicher Größe.
Aber zu deiner These, wir haben seit 2009 6,5% Energieverbrauch zu 2019 auf eneuerbare Energien umgestellt, klingt nach nicht viel, ist es aber. Im Jahr 2020 lagen wir nun aber schon bei 19,7% erneuerbarer Energie, bis 2030 sollen über 40% des Gesamtverbrauches aus erneuerbaren Energien kommen, ich habe da nicht einmal Zweifel, dass wir das schaffen (wir haben dann zwar flächenweise nur DLS Light, aber die Energiewende findet tatsächlich statt).

Um das Wohnen in einer Stadt kommt kein zukunftstauglicher Plan herum

Hoffentlich lebe ich nicht so lange, dass ich das erleben muss, wobei Stadt kann ja so und so aussehen. Ich wohne ja auch in der Stadt, dennoch habe ich Garten und einen Rückzugsort. Aber ich denke dein Plan sieht ja eher so aus, dass man die grünen Stellen nur noch mit der Lupe finden wird und da muss ich sagen, dass ist der falsche Plan und die falsche Entwicklung. Es gibt sicherlich vieles was falsch läuft, aber die komplette Zentralisierung ist in meinen Augen auch keine echte Lösung, schau dir bspw. Frankreich an, da läuft diese extreme Zentralisierung in Paris schon ein paar Jahrzehnte, ich will dort nicht leben.
 
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