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Tesla ist VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Albatros1

Software-Overclocker(in)
1.) Du siehst das falsch!

Mehrfach habe ich das ganze betont und wurde das hier diskutiert. Es ist ganz normal, dass die Infrastruktur wächst, das bedeutet zwangsläufig wird es in Zukunft mehr Ladesäulen geben. Wenn das Verhältnis so bleibt wie es heute ist, wirst du niemals im Leben nicht in die Bedrängis kommen, keine freie Ladesäule vorzufinden.

Warum?
Ganz einfach, so eine Ladesäule kostet nix! Im Vergleich zu einer Tankstelle, einer Tanksäule, dem Personal ist eine Ladesäule quasi geschenkt. Daher wird deren Anzahl einfach massiv erhöht werden. Noch dazu wird das ganze immer weiter entzerrt, war vor wenigen Jahren noch 50kW Schnellladen der Heiland auf der deutschen Straße, gibt es jetzt schon 300kW Schnelllader. Diese schaffen es rein rechnerisch einen 100kwH Akku in 20 Minuten um 100% zu laden, dieser reicht dann locker für 500km Reichweite. Wenn du dich mal an die Tankstelle bewegst, wie lange brauchst du da? Realistisch sind Werte um 5 Minuten wenn man sich beeilt, wenn man normal vorgeht, sind es gerne 10 Minuten, mit Toilettengang und Kaffeehollen wird man schon gut und gerne auf 12-15 Minuten kommen. Einen 80kW Akku hast du da voll geladen! Wo ist der Nachteil? Dieser steckt nur in den Köpfen der Leute, die meinen NEUES IST SCHEI?E!

Ich verstehe nicht, wo dein Aufwand / Nutzenverhältnis nicht passt. Als Staubsaugervertreter kann ich das noch irgendwie verstehen, da hat man mitunter richtig Zeitdruck und jede Minute kostet Geld. Aber wieviele von diesen Leuten gibt es wirklich? Ich sehe wirklich keinen nennenswerten Nachteil, gerade wenn man bei Tesla zuschlägt, sind die Reichweiten durchaus enorm, die Ladegeschwindigkeit ist enorm und wird kontinuierlich ausgebaut. Was klar ist, dass diese Technik derzeit viel Geld kostet und einen nennenswerten finanziellen Vorteil sehe ich wirklich nicht. Egal ob dies, das oder jenes Modell, sie sind deutlich teurer als die Verbrenner, die Wertstabilität ist völlig ungewiss. Daher sehe ich nicht wirklich, wo ein finanzieller Vorteil liegen kann, im Unterhalt ist ein E-Mobil deutlich günstiger, das ist klar, das wird aber meines Erachtens nach durch die immensen Anschaffungskosten (trotz Förderung) wieder deutlich aufgefressen. Als Firmenwagen dagegen sage ich, macht so ein Ding auch wirtschaftlich Sinn. Egal wie man rechnet, selbst mit Gehaltsverzicht ist das Ganze einfach noch eine feine Sache, die 0,25% Versteuerung ist einfach nicht zu unterschätzen.
Nun, eine Tankstelle bedient am Tag jede Menge Kunden und die kaufen teilweise noch etwas ein. Ähem, eine Toilette hat bisher keine Ladesäule.
Und billig Ladesäulen bauen? Wie oft muß heute und später gewartet werden, TÜV o.ä. Und woher der Strom für 45 Millionen PKW? Und woher nachts? Und wieviele zig- oder Hunderttausend km Leitungen werden benötigt? Wieviel Platz ist auf Gehwegen für Millionen Ladesäulen? Nein, nicht überall ist der Gehweg 3 Meter breit.
Und die Umweltzerstörung in Südamerika um Rohstoff für Akkus zu gewinnen ist eingepreist und in Ordnung?
Einfach mal die Energieerzeugungsrate in Wintermonaten anschauen, das reicht nicht einmal wenn keiner seinen Wagen auflädt.
 

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Bei einem Solarausbau von 1000% ergibt sich eine Energieerzeugung in der Nacht wie heute von Null.
Es gibt also nur Solarstrom?

Es gibt auch sonst keine Art Energie zu speichern? Liest du das was du schreibst auch, oder schreibst du nur?

Es gibt dutzende Projekte die sich mit der wirtschaftlichen Energiespeicherung befassen, weil der Fall, dass wir zeitweise einen Überschuss haben, bereits da ist. Derzeit wird dieser Strom billig verkauft um an anderen Uhrzeiten teuer dazugekauft zu werden. Daher ist sicherlich richtig, dass 1000% mehr Solarstrom heute unsere Probleme nicht lösen würde, aber wenn 1000% mehr Elektroautos den Solarstrom nutzen, dann reduzieren wir unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen signifikant. Das ist und das muss das Ziel sein.

Hat aber nur begrenzt was mit der E-Mobilität als solches zu tun.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Es gibt also nur Solarstrom?

Es gibt auch sonst keine Art Energie zu speichern? Liest du das was du schreibst auch, oder schreibst du nur?

Es gibt dutzende Projekte die sich mit der wirtschaftlichen Energiespeicherung befassen, weil der Fall, dass wir zeitweise einen Überschuss haben, bereits da ist. Derzeit wird dieser Strom billig verkauft um an anderen Uhrzeiten teuer dazugekauft zu werden. Daher ist sicherlich richtig, dass 1000% mehr Solarstrom heute unsere Probleme nicht lösen würde, aber wenn 1000% mehr Elektroautos den Solarstrom nutzen, dann reduzieren wir unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen signifikant. Das ist und das muss das Ziel sein.

Hat aber nur begrenzt was mit der E-Mobilität als solches zu tun.
Speicherung, kenne ich. Kennst du die Menge die heute gespeichert werden kann?
An was denkst du bei Speicherungen? Dinge die noch nicht existieren oder aus kosten. und umweltgründen nicht in Frage kommen?
Wenn diese E-Mobile den Solarstrom nutzen bekommst du ihn eben nicht mehr. Du meinst die Spitzen. Ja, im Sommer haben wir teilweise Überschuß. Du meinst also, die Autos im Sommer tagsüber laden. Gut, das geht.
Nachtrag:
Du sitzt gerade wie Millionen anderer am PC, manche kochen, heizen oder schauen TV.
In den nächsten Minuten sinkt die Energieerzeugung durch Solar auf NULL.
Ich habe Statistiken, da sind Wintertage zu sehen mit 5% Bedarfsdeckung durch die "Alternativen". Wir brauchen also 20 mal so viel. Bei 20 Millionen E-Mobilen noch viel mehr.
Wo also ist die Energieerzeugung außer Solar für diesen Bedarf?
Richtig, heute nicht verfügbar und die nächsten 10 Jahre ebenso wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:

DaStash

PCGH-Community-Veteran(in)
1.) Du siehst das falsch!

Mehrfach habe ich das ganze betont und wurde das hier diskutiert. Es ist ganz normal, dass die Infrastruktur wächst, das bedeutet zwangsläufig wird es in Zukunft mehr Ladesäulen geben. Wenn das Verhältnis so bleibt wie es heute ist, wirst du niemals im Leben nicht in die Bedrängis kommen, keine freie Ladesäule vorzufinden.

Warum?
Ganz einfach, so eine Ladesäule kostet nix! Im Vergleich zu einer Tankstelle, einer Tanksäule, dem Personal ist eine Ladesäule quasi geschenkt. Daher wird deren Anzahl einfach massiv erhöht werden. Noch dazu wird das ganze immer weiter entzerrt, war vor wenigen Jahren noch 50kW Schnellladen der Heiland auf der deutschen Straße, gibt es jetzt schon 300kW Schnelllader. Diese schaffen es rein rechnerisch einen 100kwH Akku in 20 Minuten um 100% zu laden, dieser reicht dann locker für 500km Reichweite. Wenn du dich mal an die Tankstelle bewegst, wie lange brauchst du da? Realistisch sind Werte um 5 Minuten wenn man sich beeilt, wenn man normal vorgeht, sind es gerne 10 Minuten, mit Toilettengang und Kaffeehollen wird man schon gut und gerne auf 12-15 Minuten kommen. Einen 80kW Akku hast du da voll geladen! Wo ist der Nachteil? Dieser steckt nur in den Köpfen der Leute, die meinen NEUES IST SCHEI?E!

Ich verstehe nicht, wo dein Aufwand / Nutzenverhältnis nicht passt. Als Staubsaugervertreter kann ich das noch irgendwie verstehen, da hat man mitunter richtig Zeitdruck und jede Minute kostet Geld. Aber wieviele von diesen Leuten gibt es wirklich? Ich sehe wirklich keinen nennenswerten Nachteil, gerade wenn man bei Tesla zuschlägt, sind die Reichweiten durchaus enorm, die Ladegeschwindigkeit ist enorm und wird kontinuierlich ausgebaut. Was klar ist, dass diese Technik derzeit viel Geld kostet und einen nennenswerten finanziellen Vorteil sehe ich wirklich nicht. Egal ob dies, das oder jenes Modell, sie sind deutlich teurer als die Verbrenner, die Wertstabilität ist völlig ungewiss. Daher sehe ich nicht wirklich, wo ein finanzieller Vorteil liegen kann, im Unterhalt ist ein E-Mobil deutlich günstiger, das ist klar, das wird aber meines Erachtens nach durch die immensen Anschaffungskosten (trotz Förderung) wieder deutlich aufgefressen. Als Firmenwagen dagegen sage ich, macht so ein Ding auch wirtschaftlich Sinn. Egal wie man rechnet, selbst mit Gehaltsverzicht ist das Ganze einfach noch eine feine Sache, die 0,25% Versteuerung ist einfach nicht zu unterschätzen.

Wie meinst du das "am Ende"

am Ende im Sinne von, wenn man heute ein Auto kauft, 5 Jahre fährt und nach 5 Jahren alles zusammenrechnet?

oder am Ende im Sinne von, wenn man noch 5 Jahre wartet?

im ersten Fall, wäre ich mir sogar sicher, dass ein E-Auto mehr kostet! Ausnahme Firmenwagen!

im zweiten Fall bin ich mir sicher, dass ein E-AUto in Zukunft viel billiger sein wird als ein Verbrenner, keine Kardanwelle, kein Getriebe, kein Kurbeltrieb, keine Riemen, kein Auspuff, kein Turbolader, kein nix! So ein Verbrenner muss kontinuierlich entwickelt werden, beim E-Auto beschränkt sich das im Wesentlichen auf die Akkutechnik und die Software. Akkus werden aber schon deutlich günstiger, derzeit wird die nächste Grenze angepeilt und 70 EUR pro kwH sind bereit geknackt zu werden. Wir waren vor einigen Monaten noch bei über 100 EUR und vor einigen Jahren bei über 200 EUR. Da sieht man wie schnell sich da mit ein bischen Druck was ändern kann. Mit 100 USD hat man mal vorgerechnet, dass ein E-Auto genauso teuer in der Herstellung ist wie ein gleichwertiger Verbrenner. Wir liegen jetzt schon drunter und nur weil derzeit alles noch in kleinen Stückzahlen gefertigt wird, sind E Autos derzeit teurer.
Also ich denke nicht dass ich das falsch sehe, dann so wie es auch heute bereits ist, muss man ja auch mit Verbrennern öfters warten und es stehen zwei drei Autos vor einem warum sollte das dann mit Ausbau der Elektro Infrastruktur anders sein? Also kannst du auf deine angegebenen 30 Minuten Pause noch mal 60 Minuten dazurechnen und das ganze dreimal und genau da merkt man ebend, aktuelle Elektrofahrzeuge sind nicht für Langzeit Mobilität konzipiert und das hat technische Hintergründe, siehe verwendete Batterietechnik und aus dem Grunde macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, da jetzt schon so viel Geld zu investieren.

MfG
 

TrueRomance

Lötkolbengott/-göttin
Wo also ist die Energieerzeugung außer Solar für diesen Bedarf?
Wir haben einen wahnsinns Überschuß im Norden durch Windkraft. 2 der größten Netzbetreiber planen gerade eine Trasse von Nord nach Süd um den Strom dorthin zu bringen wo der Bedarf am größten ist. Und das ist erst der Anfang.
In Baden Württemberg werden 110kV Leitungen auf 380kV umgebaut usw...
Die BNetzA priorisiert Projekte genau für diesen Zweck. Also es passiert gerade schon einiges um mehr Strom liefern zu können damit Windräder nicht mehr still stehen Solarstrom verteilt wird.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Wir haben einen wahnsinns Überschuß im Norden durch Windkraft. 2 der größten Netzbetreiber planen gerade eine Trasse von Nord nach Süd um den Strom dorthin zu bringen wo der Bedarf am größten ist. Und das ist erst der Anfang.
In Baden Württemberg werden 110kV Leitungen auf 380kV umgebaut usw...
Die BNetzA priorisiert Projekte genau für diesen Zweck. Also es passiert gerade schon einiges um mehr Strom liefern zu können damit Windräder nicht mehr still stehen Solarstrom verteilt wird.
Ja, wird auch Zeit.
Trotzdem bleibt die Volatilität bestehen. Daher spielt die absolute Energiemenge pro Jahr kaum eine Rolle.
 

Zappaesk

Volt-Modder(in)
Weil sich keiner mehr ein Auto, egal mit welchem Antrieb, leisten können wird.
Dummes Zeug!

Allerdings werden wir Lösungen brauchen, die den Individualverkehr anders lösen als jeder hat ein eigenes Auto. Das ist aus vielen Gründen einfach Unsinn. Insbesondere innerhalb großer Städte ist das auch eigentlich nicht so schwer.

BtW ich weiß ja nicht wie alt du bist oder ob du Kinder hast, aber gerade bei den Jugendlichen (und ich habe selbst 2 die demnächst Abi machen) ist der Wunsch nach einem eigenen Auto oder auch nur einem Führerschein bei weitem nicht so ausgeprägt, wie es das noch bei mir und meinen Kumpels war. Das heißt beim Thema Individualverkehr gibt es ein großes Umdenken.
Das ist nüchtern betrachtet sehr vernünftig und befördert eben, dass es in der Tat mittelfristig zum Einen (zumindest in D, wie das anderswo ist kann ich nicht beurteilen) weniger Autos geben wird und zum Anderen, dass es bessere und ökologisch sinnigere Lösungen geben wird/muss. Find ich gut.

Du darfst statt Berlin jede andere Großstadt einsetzen.
Ich glaube wer in Berlin wohnt, kennt es nicht anders und meint es sei überall so wie dort...

Ich habe Bekannte in Stuttgart, München, Köln, Karlsruhe und Frankfurt, die alle wunderbar ohne eigenes Auto auskommen und für einen Bruchteil des Geldes den ÖPNV verwenden. Leisten könnten die sich im Übrigen alle ein Auto und auf die Idee sich nen Stadtflitzer zu kaufen käme da nun wirklich keiner.
 
Zuletzt bearbeitet:

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Realität heißt das.
Allerdings werden wir Lösungen brauchen, die den Individualverkehr anders lösen als jeder hat ein eigenes Auto. Das ist aus vielen Gründen einfach Unsinn. Insbesondere innerhalb großer Städte ist das auch eigentlich nicht so schwer.
Die Städter sind doch gar nicht auf's Auto angewiesen.
Aber die Landbevölkerung.

BtW ich weiß ja nicht wie alt du bist oder ob du Kinder hast,
Meine Tochter ist längst erwachsen und braucht ein Auto als Servicedienstleister.
Da muß man schon mal beim Kunden sein und die Projekte persönlich erläutern oder die betrieblichen Gegebenheiten für die Berichte selber in Augenschein nehmen.

Das heißt beim Thema Individualverkehr gibt es ein großes Umdenken.
Das werden wir in 5 ... 10 Jahren an den Zulassungszahlen sehen.

Im Moment bewegt sich da nur wegen Corona etwas.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Wieso kommt man darauf, ein Städter bewegt sich nur in der Stadt?
Ich fahre täglich eine unterschiedliche Wegstrecke zu unterschiedlichen Zeiten mit größerem Gepäck oder auch ohne. Ist mein Wagen nicht vor der Türe fahre ich eben 15km und komme per Wagen wieder zurück. Abends bringe ich ihn wieder weg und fahre per Bahn in die Stadt. Also min 4 statt 2 Wege. Das wäre der eher seltene Fall. Meist sind es mehrere Strecken.
Für die Freunde ohne Wagen transportiere ich oder fahre sie. Oder wie schon geschehen, bringe sie samt defektem Rad zur Werkstatt und zurück.
 

Zappaesk

Volt-Modder(in)
Realität heißt das.

Naja, deine Realität ist ein wenig verschoben, allein wenn ich deine Berlinaussage zugrunde lege... Aber bitte man wird sehen!

Die Städter sind doch gar nicht auf's Auto angewiesen.
Aber die Landbevölkerung.
Land ist nicht gleich Land. Ich wohne auf dem Land und zumindest hier muss man nicht zwingend ein Auto haben. Das ist aber natürlich abhängig wo man arbeitet usw.
Nicht überall bedeutet Land = Pampa.

Meine Tochter ist längst erwachsen und braucht ein Auto als Servicedienstleister.
Da muß man schon mal beim Kunden sein und die Projekte persönlich erläutern oder die betrieblichen Gegebenheiten für die Berichte selber in Augenschein nehmen.
Das ist ja schön und gut, nur hat ja niemand behauptet, dass junge Leute keine Autos mehr fahren.

Im Moment bewegt sich da nur wegen Corona etwas.
Ne, das hat mit Corona nichts zu tun. Die Einstellung der Leute ändert sich zum Auto. Das heißt nicht, dass niemand mehr Auto fährt. Aber ein Auto wird nicht mehr als alternativlos angesehen.
Wieso kommt man darauf, ein Städter bewegt sich nur in der Stadt?
Auf die Idee kommt eigentlich niemand.
Alleine die Idee sich ein Auto zu kaufen mit erbärmlicher Reichweite ( so ein Smart kommt im Winter geschätzt gerade mal 60km weit, bei den anderen "Stadtflitzern" dürfte es nicht viel anders sein) um damit wirklich nur in der Stadt und im absolut direkt umliegenden Bereich rum zu fahren ist als Konzept völlig gaga.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Die Erhöhung pro Liter für dieses Jahr wird mit etwa 11 cent angegeben.
Schau dir mal bitte hier die Entwicklung der Einnahmen der Energiesteuer an. Abseits von geringfügigen Schwankungen in die eine oder andere Richtung sind diese seit über 20 Jahren stabil - trotz teilweise drastischer Schwankungen der Rohöl- und Kraftstoffpreise im selben Zeitraum.

Wenn man daraus ablesen wollte, dass die Bundesregierung den Bürger melkt, dann dadurch, dass der geringere Verbrauch mit einer erhöhten und der höhere Verbrauch mit einer gesenkten Energiesteuer beantwortet werden.
Und bis zu einem gewissen Grad stimmt das sogar: Der Kraftstoffverbrauch in Deutschland ist nämlich tatsächlich rückläufig, aus weniger Verbrauchern wird derselbe Steuerertrag generiert. Und der wiederum fließt verstärkt in den Ausbau regenerativer Energien, die wiederum den Verbrauch senken - was in den Tanks von Fahrzeugen landet, ist nämlich längst nicht alles.

Sprich, "bestraft" werden diejenigen, die an fossilen Brennstoffen festhalten. Wenn du weniger davon verbrauchst, zahlst du auch weniger Energiesteuer. Wenn du weniger oder sogar gar nichts davon verbrauchst, wirst du nicht - wie von dir prognostiziert - bestraft, sondern ganz im Gegenteil belohnt, denn du für Strom gilt ein geringerer Steuersatz. Der einzige Fehler im System ist der, dass die Entscheidung für Ökostrom bereits hier steuerlich begünstigt werden müsste, damit der Bedarf daran und damit der Druck auf die Großerzeuger steigt.

Bei einem Solarausbau von 1000% ergibt sich eine Energieerzeugung in der Nacht wie heute von Null.
Reicht der Rest für die Nacht und reicht es zum zusätzlichen Laden von E-Mobilen?
Deshalb ist Solarstrom auch nur ein Baustein. Wind weht beispielsweise bekanntlich auch nachts.
Auch Kernkraftwerke haben übrigens eine Energieerzeugung von Null, wenn uns Frankreich und Großbritannien kein Uran mehr verkaufen (können / wollen), welches sie ebenfalls mehrheitlich aus einer gänzlich anderen Macht- und Interessenssphäre beziehen. Das Argument, welches übrigens auch für den Großteil der fossilen Energieträger gilt, hört man seltsamerweise selten bis gar nicht.

Der Anteil regenerativer Energie liegt in Deutschland übrigens bereits jetzt bei 46%, und die Erzeuger haben Phasen, in denen sie den erzeugten Strom einfach nicht loswerden. Dann stehen Windräder still und Solaranlagen machen bestenfalls Wasser warm. Sprich, es wird sogar noch mehr erzeugt, als derzeit überhaupt abgenommen werden kann. Abnehmer, die nicht nur Direktverbraucher, sondern gleichzeitig auch Speichereinheiten darstellen (wie z.B. E-Autos mit Akku), sind also eher eine Lösung als ein Problem.

Und Lösungen, die obendrein politisch gewollt sind, werden garantiert nicht zusätzlich steuerlich belastet.

Die Abhängigkeit von ausländischen Solarpanelen bleibt, da eine deutsche Produktion zu teuer wäre.
Teuer bedeutet, dass mehr Geld in Deutschland ausgegeben wird, wodurch mehr Menschen in Lohn und Brot kommen und sich nicht (dann unsubventionierte) E-Autos leisten können, sondern auch Steuern entrichten.

Bei den Produktionsgrundlagen für Solarenergie besteht hierzulande noch Nachholebedarf, bei Windkraft sind wir um so besser aufgestellt.
Nebenbei bemerkt, sind Solarpaneele keineswegs die einzige Möglichkeit, Sonnenenergie zu ernten. Alle anderen Varianten benötigen allerdings etwas mehr Akzeptanz, weil der deutsche Michel sich derzeit irgendwie noch weniger an Schloten und Kühltürmen in der Nachbarschaft stört als an - sagen wir mal - dem Kollektorturm eines Sonnenwärmekraftwerks (Oder eben Windrädern, aber wir sind ja gerade bei Solarenergie ...).

Ohne Verbrenner würde ich gerne mal sehen, wie die Wirtschaft funktionieren würde. Immerhin wäre ein Wechsel auch in 10 Jahren nicht möglich, da die Fahrzeuge nicht einmal produziert werden könnten.
Nur seltsam, dass sich etliche Länder mit viel geringerer Wirtschaftsleistung und ohne heimische Autoindustrie da viel ehrgeizigere Ziele setzen, ...

Und global schon gar nicht.
... während man sich hierzulande so Mancher lieber am Unvermögen anderer Nationen orientiert, statt bei Zukunftstechnologien mal wieder die Führung anzustreben. Wenn's darum geht, am Gewohnten festzuhalten, macht sich eine wahre Lust an Mittelmäßigkeit breit.
 
Zuletzt bearbeitet:

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Die neue Steuer gibt es erst seit diesem Jahr. Also sind die Abgaben und Steuern nicht stabil geblieben.
Wind, gut. der weht auch nachts. Oder auch nicht.
Frage mal Segler wie kontinuierlich Wind so weht oder schau Statistiken an wie sehr er schwanken kann im Gebiet von Windräder. Und ja, Solar- und Windflaute können problemlos tagelang zusammenfallen.
Was ist dann zu tun?
Viele vergessen einfach die Physik. Es ist völlig egal wie hoch der Überschuß im Sommer ist. Er schafft sogar Probleme. El. Energie muß GENAU zu dem Zeitpunkt erzeugt werden zu der er verbraucht wird. Wir reden hier von Sekunden und Minuten. Im Winter ist das genau so. Und eine Nacht ohne Solar und ohne genug Wind.......die Netze wären platt.
NUR die Gesamtmenge sind ca 50% des Verbrauchs. Das ist nachts aber egal, da zählt nur was in dieser Nacht erzeugt wird. Nicht umsonst kaufen wir regelmäßig zu Flautenzeiten aus dem Ausland Strom. Und wir haben gerade noch etwas Kohle, Kernkraft, Gas und Ölkraftwerke. Diese ca 50%, nachts sind es mehr, sind zu decken. Und zwar absolut sicher. Und da ist das E-Mobil noch gar nicht eingerechnet.
Wie gesagt, wir hatten schon Tage, da haben alle "Alternativen" zusammen kaum mehr als 5% gebracht. Also brauchen wir 20 mal so viel. Aber auch da ist mit einem Ausfall zu rechnen, wenn auch bedeutend weniger.
Natürlich ist es noch mehr, da auch Heizung, E-Mobil, Kochen, usw noch dazu käme.
Wie stellst du dir diese Deckung vor, so rein physikalisch?
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Jo, dann schau mal was ein Corsa, Polo, Fiesta usw kostet mit ähnlicher Ausstattung und Motorisierung...

Von nem Mini mal ganz zu schweigen.
Opel Corsa ab 14.500€...sind nur 8.500€ weniger und auch noch ohne Förderung...da lässt jemand mal wieder seinen Reichtum raushängen. :ugly:
Motorleistung ist egal, weil man mit nem E-Auto ja eh meist nur rumkriechen kann und bei 220Km angegebener Reichweite sollte man erstrecht den Gasfuß stillhalten.

Wie meinst du das "am Ende"

am Ende im Sinne von, wenn man heute ein Auto kauft, 5 Jahre fährt und nach 5 Jahren alles zusammenrechnet?

oder am Ende im Sinne von, wenn man noch 5 Jahre wartet?

im ersten Fall, wäre ich mir sogar sicher, dass ein E-Auto mehr kostet! Ausnahme Firmenwagen!

im zweiten Fall bin ich mir sicher, dass ein E-AUto in Zukunft viel billiger sein wird als ein Verbrenner, keine Kardanwelle, kein Getriebe, kein Kurbeltrieb, keine Riemen, kein Auspuff, kein Turbolader, kein nix! So ein Verbrenner muss kontinuierlich entwickelt werden, beim E-Auto beschränkt sich das im Wesentlichen auf die Akkutechnik und die Software. Akkus werden aber schon deutlich günstiger, derzeit wird die nächste Grenze angepeilt und 70 EUR pro kwH sind bereit geknackt zu werden. Wir waren vor einigen Monaten noch bei über 100 EUR und vor einigen Jahren bei über 200 EUR. Da sieht man wie schnell sich da mit ein bischen Druck was ändern kann. Mit 100 USD hat man mal vorgerechnet, dass ein E-Auto genauso teuer in der Herstellung ist wie ein gleichwertiger Verbrenner. Wir liegen jetzt schon drunter und nur weil derzeit alles noch in kleinen Stückzahlen gefertigt wird, sind E Autos derzeit teurer.
Am Ende im Sinne von , wenn sich E-Autos irgendwann in Zukunft mal durchgesetzt haben, die Förderungen wegfallen und die Regierung nicht mehr das Geld durch Sprit bekommt, was ihnen zusteht.

Auch am E-Auto wird kontinuierlich am Antrieb(E-Motor/Getriebe in einem Gehäuse) entwickelt.
Man kann ja nicht einfach sagen: "Wir haben ne Welle, die sich mit nem bissel Kupfer drumrum dreht, das reicht uns."
Da hätte man auch vor 100 Jahren sagen können, "wir kippen Sprit rein, Funke dazu und der Kolben bewegt sich, das lassen wir so."
Die Effizenz wird wahrscheinlich nochmals massiv gesteigert...irgendwann.

Zudem werden einem die Hersteller schon einem Grund geben, das die E-Autos nicht günstiger sein werden als unsere heutigen Verbrenner. Zumindest werden wir es nicht mehr erleben, die ganzen Fertigungen auf E-Antrieb aufzubauen/umzubauen kostet halt auch ein paar Pfennig mehr, statt es so zu lassen und weiterzumachen wie man es kennt.
 

Zappaesk

Volt-Modder(in)
Opel Corsa ab 14.500€...sind nur 8.500€ weniger und auch noch ohne Förderung...da lässt jemand mal wieder seinen Reichtum raushängen. :ugly:
Motorleistung ist egal, weil man mit nem E-Auto ja eh meist nur rumkriechen kann und bei 220Km angegebener Reichweite sollte man erstrecht den Gasfuß stillhalten.

Motorleistung und Ausstattung muss man schon mit ins Kalkül ziehen und warum Motorleistung keine Rolle spielen soll erschließt sich mir ehrlich gesagt auch nicht. Rumkriechen tu ich jedenfalls nicht mit meinem Bock!
Ich kann ja nachvollziehen, dass man sagt, Motorleistung und Ausstattung ist mir egal, Hauptsache es fährt, dann kann man so einen Einstiegs-Corsa (Polo, Fiesta ...) nehmen und ihn billiger bekommen. Aber wenn man einen halbwegs fairen Vergleich haben will sollte man schon nach vergleichbarer Leistung und Ausstattung schauen.

Mein letzter Verbrenner Corsa hat mit ich glaube 70kW Diesel und vernünftiger Ausstattung 23k€ gekostet wenn ich mich richtig erinnere. Das war vor ~10 Jahren. Jetzt habe ich 100kW, mit ebenfalls guter Ausstattung (u.a. Matrix LED und Rückfahrkamera das gabs damals noch nicht) für 25k€. Da seh ich jetzt keinen so großen Unterschied preislich.

Opel Corsa ab 14.500€...sind nur 8.500€ weniger und auch noch ohne Förderung...da lässt jemand mal wieder seinen Reichtum raushängen. :ugly:
Motorleistung ist egal, weil man mit nem E-Auto ja eh meist nur rumkriechen kann und bei 220Km angegebener Reichweite sollte man erstrecht den Gasfuß stillhalten.
Auch am E-Auto wird kontinuierlich am Antrieb(E-Motor/Getriebe in einem Gehäuse) entwickelt.
Man kann ja nicht einfach sagen: "Wir haben ne Welle, die sich mit nem bissel Kupfer drumrum dreht, das reicht uns."
Da hätte man auch vor 100 Jahren sagen können, "wir kippen Sprit rein, Funke dazu und der Kolben bewegt sich, das lassen wir so."
Die Effizenz wird wahrscheinlich nochmals massiv gesteigert...irgendwann.

Ja klar wird auch da weiter entwickelt, aber zum einen haben E-Motoren jetzt schon einen Wirkungsgrad je nach Betriebspunkt deutlich >95% und zum anderen sind so simple Getriebe wie man sie dort braucht auch quasi ausentwickelt.

Das heißt bei den Motoren ist nicht mehr viel Luft für Effizienzsteigerungen. Vermutlich wird sich der Wirkungsgrad in der Breite außerhalb des Optimums noch ein wenig verbessern im Laufe der Jahre - vile holen kann man da aber auch nicht.
Ebenso kann ich mir vorstellen, dass man zukünftig 2 oder auch 3 Gang Getriebe einsetzen wird um den Motor bzw dessen optimalen Betriebsbereich besser auszunutzen. Aber da ist noch vieles erst im Entstehen und wer weiß was sich da mittel und langfristig durchsetzt.

Was optimiert werden muss ist das ganze Umfeld das in so nem Auto zum Einsatz kommt. Die sogenannten Kleinverbraucher könnten noch einen Beitrag zur Effizienzsteigerung bieten, da steck ich aber nicht drin und weiß nicht was da überhaupt realistisch ist.

Jedenfalls verglichen mit den Aufwänden, die in die Entwicklung von Verbrennern und modernen Getrieben gesteckt wird ist das ein Nasenwasser.

Der Vorteil der vergleichsweisen simplen Technik ist, dass jetzt auch Neueinsteiger die Chance haben sich am Markt zu etablieren. Tesla hätte als Hersteller von Verbrennern am Markt gar keine Chance gehabt - die verdienen allerding mit ihren Autos immer noch kein Geld. Die Einstiegshürde einen eigenen Verbrennungsmotor zu entwickeln ist quasi unüberwindbar für Start-Ups!

Mittlerweile bzw zukünftig bieten einige Firmen (ZF, Magna, Bosch, VW,...) ja sogar ganze Plattformen an, die ein interessierter Hersteller (und sei er noch so klein) einfach kaufen kann und darauf seine Ideen umsetzen kann. Dadurch wird der Markt unter Umständen wieder ein wenig bunter.

Der Entwicklungsfokus liegt zukünftig eher in den Bereichen Akku und Software (Autonomes Fahren u.ä.)

Zudem werden einem die Hersteller schon einem Grund geben, das die E-Autos nicht günstiger sein werden als unsere heutigen Verbrenner. Zumindest werden wir es nicht mehr erleben, die ganzen Fertigungen auf E-Antrieb aufzubauen/umzubauen kostet halt auch ein paar Pfennig mehr, statt es so zu lassen und weiterzumachen wie man es kennt.
Du scheinst ein einfaches Weltbild zu haben: Hersteller und Staat sind böse.

Klar kostet es etwas Fertigungslinien aufzubauen, aber sicherlich weniger als diese für aktuell für neue Motoren und Getriebe aufzubauen. Es werden auch in der bisherigen Technik oftmals für neue Produkte ganz neue Fabriken aus dem Boden gestampft bzw soweit umgerüstet das dort kein Stein auf dem anderen bleibt.

E-Motoren sind nunmal erheblich simpler als Verbrenner, entsprechend einfach sehen auch die Fertigungslinien aus. Jeder kann daheim einen E-Motor bauen (habe ich mit einem Kosmos Experimentierkasten vor 40 Jahren schon gemacht), einen Verbrenner kannst daheim nicht mal im Spaß bauen.

Preistreiber aktuell sind die Akkus. Das wird sich über kurz oder lang aber auch geben. Die werden aktuell schon quasi Quartal für Quartal billiger.

Die Hersteller werden schauen, dass die Marge stimmt und nicht, dass der Preis ums verrecken da bleibt wo er jetzt ist! Ob sich die Premiumaufschläge einiger insbesondere deutscher Hersteller allerdings halten lassen aufgrund von zunehmender Konkurrenz und auch der zu beobachtenden Entemotionalisierung bzgl Autos der jungen Generation bleibt abzuwarten.
 
Zuletzt bearbeitet:

DaStash

PCGH-Community-Veteran(in)
Schau dir mal bitte hier die Entwicklung der Einnahmen der Energiesteuer an. Abseits von geringfügigen Schwankungen in die eine oder andere Richtung sind diese seit über 20 Jahren stabil - trotz teilweise drastischer Schwankungen der Rohöl- und Kraftstoffpreise im selben Zeitraum.

Wenn man daraus ablesen wollte, dass die Bundesregierung den Bürger melkt, dann dadurch, dass der geringere Verbrauch mit einer erhöhten und der höhere Verbrauch mit einer gesenkten Energiesteuer beantwortet werden.
Und bis zu einem gewissen Grad stimmt das sogar: Der Kraftstoffverbrauch in Deutschland ist nämlich tatsächlich rückläufig, aus weniger Verbrauchern wird derselbe Steuerertrag generiert. Und der wiederum fließt verstärkt in den Ausbau regenerativer Energien, die wiederum den Verbrauch senken - was in den Tanks von Fahrzeugen landet, ist nämlich längst nicht alles.

Sprich, "bestraft" werden diejenigen, die an fossilen Brennstoffen festhalten. Wenn du weniger davon verbrauchst, zahlst du auch weniger Energiesteuer. Wenn du weniger oder sogar gar nichts davon verbrauchst, wirst du nicht - wie von dir prognostiziert - bestraft, sondern ganz im Gegenteil belohnt, denn du für Strom gilt ein geringerer Steuersatz. Der einzige Fehler im System ist der, dass die Entscheidung für Ökostrom bereits hier steuerlich begünstigt werden müsste, damit der Bedarf daran und damit der Druck auf die Großerzeuger steigt.


Deshalb ist Solarstrom auch nur ein Baustein. Wind weht beispielsweise bekanntlich auch nachts.
Auch Kernkraftwerke haben übrigens eine Energieerzeugung von Null, wenn uns Frankreich und Großbritannien kein Uran mehr verkaufen (können / wollen), welches sie ebenfalls mehrheitlich aus einer gänzlich anderen Macht- und Interessenssphäre beziehen. Das Argument, welches übrigens auch für den Großteil der fossilen Energieträger gilt, hört man seltsamerweise selten bis gar nicht.

Der Anteil regenerativer Energie liegt in Deutschland übrigens bereits jetzt bei 46%, und die Erzeuger haben Phasen, in denen sie den erzeugten Strom einfach nicht loswerden. Dann stehen Windräder still und Solaranlagen machen bestenfalls Wasser warm. Sprich, es wird sogar noch mehr erzeugt, als derzeit überhaupt abgenommen werden kann. Abnehmer, die nicht nur Direktverbraucher, sondern gleichzeitig auch Speichereinheiten darstellen (wie z.B. E-Autos mit Akku), sind also eher eine Lösung als ein Problem.

Und Lösungen, die obendrein politisch gewollt sind, werden garantiert nicht zusätzlich steuerlich belastet.


Teuer bedeutet, dass mehr Geld in Deutschland ausgegeben wird, wodurch mehr Menschen in Lohn und Brot kommen und sich nicht (dann unsubventionierte) E-Autos leisten können, sondern auch Steuern entrichten.

Bei den Produktionsgrundlagen für Solarenergie besteht hierzulande noch Nachholebedarf, bei Windkraft sind wir um so besser aufgestellt.
Nebenbei bemerkt, sind Solarpaneele keineswegs die einzige Möglichkeit, Sonnenenergie zu ernten. Alle anderen Varianten benötigen allerdings etwas mehr Akzeptanz, weil der deutsche Michel sich derzeit irgendwie noch weniger an Schloten und Kühltürmen in der Nachbarschaft stört als an - sagen wir mal - dem Kollektorturm eines Sonnenwärmekraftwerks (Oder eben Windrädern, aber wir sind ja gerade bei Solarenergie ...).


Nur seltsam, dass sich etliche Länder mit viel geringerer Wirtschaftsleistung und ohne heimische Autoindustrie da viel ehrgeizigere Ziele setzen, ...


... während man sich hierzulande so Mancher lieber am Unvermögen anderer Nationen orientiert, statt bei Zukunftstechnologien mal wieder die Führung anzustreben. Wenn's darum geht, am Gewohnten festzuhalten, macht sich eine wahre Lust an Mittelmäßigkeit breit.
Was er damit meint ist eigentlich ganz einfach. Die zahlreichen Steuereinnahmen, die für Verbrenner wegfallen, siehe Sprit, KfZ-Steuer etc., reißen ein Loch in die Haushaltskassen und dieses Loch wird gestopft werden, was dazu führen wird, dass an irgend einer Stelle diese Kosten wieder reingeholt werden, so habe ich ihn jedenfalls verstanden.

MfG
 
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Mahoy

Volt-Modder(in)
Was er damit meint ist eigentlich ganz einfach. Die zahlreichen Steuer, die für Verbrenner wegfallen, siehe Sprit, KfZ-Steuer etc., reißen ein Loch in die Haushaltskassen und dieses Loch wird gestopft werden, was dazu führen wird, dass an irgend einer Stelle diese Kosten wieder reingeholt werden, so habe ich ihn jedenfalls verstanden.
Und das ist grundfalsch, denn wie bereits dargelegt, werden wie so oft die Kosten ignoriert, die von den Steuereinnahmen zu bestreiten sind und die in erheblichem Umfang durch genau das entstehen, was gerade besteuert wird. Da muss man noch nicht einmal in den Bereich von Geo- unf Handelstrategie gehen, sondern sich einfach nur anschauen, dass Kraftstoffe nicht nur besteuert, sondern auch subventioniert werden.

Seit dem Jahre 2000 belaufen sich die Energiesteuer auf rund 40 Milliarden Euro im Jahr.
Dem gegenüber stehen Subventionen von 8 Milliarden Euro für Dieselkraftstoff, die Pendler-Pauschale mit 5 Milliarden Euro, die Steuerbefreiung für Flugbenzin im Wert von 7 Milliarden Euro, Befreiungen von der EEG-Umlage im Wert von über 5 Milliarden Euro, 6 Milliarden direkter Subventionen für Gewinnung von und Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen und, und, und ... Wer da mal eben im Hinterkopf mitgerechnet hat, der ahnt, dass nicht viel übrig bleiben kann.

Womöglich ist es aber sogar noch schlimmer. Optimistische Rechnungen kommen auf Subventionen von 37 Milliarden, pessimistische sogar auf 46 Milliarden Euro. Bilden wir daraus spaßeshalber den Durchschnitt, kommen wir auf deutsche Subventionen für fossile Brennstoffe im Wert von 41,4 Milliarden Euro.
Falls jemand die Pointe verpasst hat: Das ist mehr als als die durchschnittlichen Einnahmen aus der Energiesteuer betragen und Subventionen für regenerative Energie sind noch nicht mit drin ...

Weltweit werden fossile Brennstoffe laut IWF mit über 5 Billionen Euro subventioniert und kommt für Deutschland auf fast 56 Milliarden Euro. Der noch einmal deutlich höhere Wert ergibt sich daraus, dass bei der Berechnung des IWF auch die Folgekosten des Einsatzes fossiler Energieträger berücksichtigt werden.

Und wer bezahlt das wohl alles und regt sich lieber über die deutlich geringere Förderung erneuerbarer Energien auf? - Nix da, fossile Brennstoffe sind für Deutschland in erster Linie ein Kostenfaktor, kein Garant für staatliche Einnahmen.
 

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Am Ende im Sinne von , wenn sich E-Autos irgendwann in Zukunft mal durchgesetzt haben, die Förderungen wegfallen und die Regierung nicht mehr das Geld durch Sprit bekommt, was ihnen zusteht.

Auch am E-Auto wird kontinuierlich am Antrieb(E-Motor/Getriebe in einem Gehäuse) entwickelt.
Man kann ja nicht einfach sagen: "Wir haben ne Welle, die sich mit nem bissel Kupfer drumrum dreht, das reicht uns."
Da hätte man auch vor 100 Jahren sagen können, "wir kippen Sprit rein, Funke dazu und der Kolben bewegt sich, das lassen wir so."
Die Effizenz wird wahrscheinlich nochmals massiv gesteigert...irgendwann.

Zudem werden einem die Hersteller schon einem Grund geben, das die E-Autos nicht günstiger sein werden als unsere heutigen Verbrenner. Zumindest werden wir es nicht mehr erleben, die ganzen Fertigungen auf E-Antrieb aufzubauen/umzubauen kostet halt auch ein paar Pfennig mehr, statt es so zu lassen und weiterzumachen wie man es kennt.
Am Ende widerspreche ich dir dann doch. Ein Elektroauto ist plattformbasiert bereits jetzt günstiger als ein Verbrenner. Das einzige Problem ist letzlich, dass Verbrenner derart automatisiert und am Fließband gebaut werden, dass man dadurch massive Kosten einsparen kann. Den Nachteil hat derzeit noch der recht überschaubare Markt an Elektrofahrzeugen. Aber auch hier ist viel Bewegung im Markt. Zum einen wird die Plattform als solches in großen Schritten günstiger, die Akkus sind sicherlich einer der großen Preistreiber. Aktuell redet man von ca. 100 EUR je kwH, da sind sicherlich noch Sprünge zu absolvieren und je länger die Forschung dran sitzt, je günstiger wird das ganze.

Bzgl. der Weiterentwicklung hast du grundlegend nicht unrecht. Aber in wievielen Bereichen des täglichen Lebens haben wir denn Elektromotoren? Mir fällt gerade keiner ein wo nicht. Staubsauger, Akkuschrauber, etc. Wenn man an dieser Technik forscht und den Elektromotor verbessern kann (was ja ohnehin nur in sehr kleinem Rahmen möglich ist) dann kann man eben diese Entwicklungskosten auf hunderte Gebiete aufteilen. Der Verbrenner ist genau in einem Gebiet ansässig, Fahrzeugen (ich lass mal Notstromgeneratoren außen vor, das wird ein winziger Markt sein). Damit entfallen die Entwicklungskosten quasi nur auf das Auto. Ansonsten muss man ohnehin sagen, die Forschungskosten konzentrieren sich beim E Auto sicherlich zu 95% auf die Batterietechnik, höhere Leistungsdichte, mehr Ladegeschwindigkeit, längere Haltbarkeit und Kostenreduzierung werden Kernelemente sein. Selbst diese Forschung wird man zwangsläufig in hunderttausende andere Projekte übertragen können. Alles finanzielle Vorteile gegenüber dem Verbrenner, die zwangsläufig dazu führen, dass ein Emobil biller sein wird, als ein Verbrenner. Fraglich bleibt nur, wann?
 

Eckism

Volt-Modder(in)
@Zappaesk
Wieviel Reichweite willst du denn haben, wenn du einem E-Auto richtig zunder gibst, vorallem den Kleinwagen mit so schon nur 220Km?

Du hast für einen Corsa echt so viel Kohle hingeblättert? Würde ich nicht machen...

Klar, ein E-Antrieb ist simpel, war der Verbrennungsmotor aber auch mal.

@Mahoy
Wenn ich meine Kosten senke, will ich ja auch nicht gleichzeitig weniger Geld von meinem Auftraggeber, da braucht man nichts zu rechnen.

@BigBoymann
Effizienz ist ja normalerweise eher als Vergleich gedacht(man steckt 100 Watt rein und bekommt 95Watt raus), war auch etwas unglücklich von mir geschrieben.
Ich meine eher Verbrauchstechnisch.
Wenn in 100 Jahren mal irgendjemand auf ne geniale Idee kommt und den Stromverbrauch von Elektromotoren auf die hälfte senken kann, und es als Generator nicht funktioniert, lachen die sich nen Ast über uns.
Natürlich kann es aich ganz anders kommen und der Kram bewegt sich Entwicklungstechnisch überhaupt nicht.
Man kann es halt nicht wissen, was irgendwann nochmal für schlaue Leute geboren werden.
 
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Zappaesk

Volt-Modder(in)
Wieviel Reichweite willst du denn haben, wenn du einem E-Auto richtig zunder gibst, vorallem den Kleinwagen mit so schon nur 220Km?
Also mein Corsa hat eine reale Reichweite von 220-320km je nach Wetter, Fahrprofil und Fahrweise. Mir reicht das, ich fahre normalerweise rd 150km am Tag und wenn ich weitere Strecken fahre muss ich eben mal zwischendrin Schnellladen. Alles kein Beinbruch.

Welcher Kleinwagen ist das denn auf den du dich immer mit den 220km beziehst?

Du hast für einen Corsa echt so viel Kohle hingeblättert? Würde ich nicht machen...
Nun, was du machst bleibt dir überlassen. Ich würde auch nicht soviel Geld hinblättern und generell nie einen Neuwagen kaufen. ABer darüber muss ich mir auch keinen Kopf machen, ich beziehe alle 3 Jahre einen Neuen zu unschlagbaren Leasingkonditionen über die Firma.

Klar, ein E-Antrieb ist simpel, war der Verbrennungsmotor aber auch mal.
So simpel war ein Verbrenner nie! Nicht mal annährend!

Effizienz ist ja normalerweise eher als Vergleich gedacht(man steckt 100 Watt rein und bekommt 95Watt raus), war auch etwas unglücklich von mir geschrieben.
Ich meine eher Verbrauchstechnisch.
Wenn in 100 Jahren mal irgendjemand auf ne geniale Idee kommt und den Stromverbrauch von Elektromotoren auf die hälfte senken kann, und es als Generator nicht funktioniert, lachen die sich nen Ast über uns.

Du meinst in 100 Jahren steckt man dann 50W rein und bekommt 95W raus? Das würde es nämlich bedeuten was du da schreibst! Das wären dann wirklich erstaunliche Fortschritte und der Motor würde vermutlich seine Umgebung abkühlen, weil er die fehlende Energiedann ja aus der Umgebung generieren müsste.
Physikalisch wäre das ein ganz heißes Eisen und sicherlich nobelpreisverdächtig!

Der Punkt ist, aktuell kommen bei 100W die man hineinsteckt je nach Betriebspunkt >90W wieder raus. Da ist der Entwicklungsspielraum schon recht eng. Klar, die Kennfelder können breiter werden d.h. der optimale Bereich würde dann größer werden (verwendet man bei E-Motoren auch Muscheldiagramme um das darzustellen? Bin mir da nicht ganz sicher), aber Welten tun sich da keine auf.

Was man verbessern kann sind sicherlich die Ladeverluste, die Verbraucher im Auto können optimiert werden, der Rollwiderstand verrinngert, Luftwiderstand verbessert (bringt in der Stadt aber nix und der Trend zum SUV hilft auch nicht), Gewicht reduziert, Akkutechnik verbessert usw.

Aber am Motor werden sich keine neue Dimensionen bzgl des Wirkungsgrades ergeben. Der könnte aber evtl noch kleiner und leichter werden (Nidec hat das Ziel Radnabenmotoren zu entwickeln für PKW - die müssten dann erheblich leichter werden). Das heißt nicht, dass da nicht entwickelt werden wird, aber eben nicht um den Wirkungsgrad noch erheblich zu steigern.
Am Ende widerspreche ich dir dann doch. Ein Elektroauto ist plattformbasiert bereits jetzt günstiger als ein Verbrenner. Das einzige Problem ist letzlich, dass Verbrenner derart automatisiert und am Fließband gebaut werden, dass man dadurch massive Kosten einsparen kann.

Die E-Autos laufen über dieselben Fließbänder und 90% der Teile sind gleichteile zum Verbrenner, unterscheiden tut sich im wesentlichern ja nur der Antriebsstrang und da ist der E-Motor + Getriebe günstiger als der Verbrenner + Getriebe und der Akku eben teurer als ein Tank.

Preistreiber ist im wesentlichen der Akku. Der wird billiger ja, aber noch dürfte der Antriebsstrang E trotz allem ein wenig teurer sein als beim Verbrenner. Bei E-Autos ist natürlich noch der Subventionszuschlag enthalten. Sprich, wenn ich als Autohersteller weiß, dass ich jedem Käufer eine Prämie zahlen muss und es obendrein vom Staat Geld gibt, dann schlage ich die Summe natürlich vorher zu weiten Teilen drauf auf den Preis. Man darf jetzt bitte nicht so naiv sein zu glauben, dass es zu einem mit spitzen Stift kalkulierten Kaufpreis einen echten Rabat vom Hersteller gibt!
 
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Mahoy

Volt-Modder(in)
Wenn ich meine Kosten senke, will ich ja auch nicht gleichzeitig weniger Geld von meinem Auftraggeber, da braucht man nichts zu rechnen.
Du arbeitest allerdings privatwirtschaftlich. Und selbst du könntest gegenüber deinem Auftraggeber leichte Erklärungsnot haben, wenn du ihm etwas zusätzlich in Rechnung stellst, während er gleichzeitig weiß, dass du weniger Kosten hattest. :D

Einmal abgesehen davon, dass elektrischer Strom ja bereits besteuert wird. Es wird es aber wohl eher so sein, dass zum "Tanken" genutzter Strom steuerlich begünstigt wird - ebenso wie zahlreiche fossile Kraftstoffe bis heute begünstigt oder sogar direkt subventioniert werden. Der Grund dahinter bleibt derselbe: Mobilität ist wichtig für eine funktionierende Wirtschaft und ohne diese hat ein Staat noch weniger finanziellen Spielraum.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
@Zappaesk
Der Honda e hat eine Reichweite von 220Km. Bei meinen 2 Wägelchen hab ich auch einfach den Verbrauch verdoppelt um die realen Werte zu haben...das wird bei E-Autos nicht groß anders sein.

Ich schrieb ja, das es irgendwann mal sein kann, das ein Motor mehr leistet bei gleichen Verbrauch, ohne das er als Generator dienen kann...sag niemals nie, wurde mir eingetrichtert. :ugly:
Ob das jetzt passiert, ist unwahrscheinlich, aber vielleicht nicht unmöglich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zappaesk

Volt-Modder(in)
@Zappaesk
Der Honda e hat eine Reichweite von 220Km. Bei meinen 2 Wägelchen hab ich auch einfach den Verbrauch verdoppelt um die realen Werte zu haben...das wird bei E-Autos nicht groß anders sein.

Kommt drauf an. Bei mir sind glaub ich 16,8kWh als Verbrauch angegeben und ich liege bei 17,3kWh. Das ist schon in Ordnung. Wer das doppelte braucht hat entweder ein sehr ungünstiges Fahrprofil oder fährt wie der Henker.
Ich schrieb ja, das es irgendwann mal sein kann, das ein Motor mehr leistet bei gleichen Verbrauch, ohne das er als Generator dienen kann...sag niemals nie, wurde mir eingetrichtert. :ugly:
Ob das jetzt passiert, ist unwahrscheinlich, aber vielleicht nicht unmöglich.
Hast du in Physik immer gefehlt?
Viel mehr wie jetzt geht nicht. Wenn dein Wirkungsgrad schon jenseits der 90% liegt, dann ist da nur eine sehr geringe Verbesserung möglich.

Nur mal zum Vergleich, moderne Diesel liegen um die 40%, Benziner bei ca 35% Wirkungsgrad
 
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Albatros1

Software-Overclocker(in)
Der Anteil regenerativer Energie liegt in Deutschland übrigens bereits jetzt bei 46%, und die Erzeuger haben Phasen, in denen sie den erzeugten Strom einfach nicht loswerden. Dann stehen Windräder still und Solaranlagen machen bestenfalls Wasser warm. Sprich, es wird sogar noch mehr erzeugt, als derzeit überhaupt abgenommen werden kann. Abnehmer, die nicht nur Direktverbraucher, sondern gleichzeitig auch Speichereinheiten darstellen (wie z.B. E-Autos mit Akku), sind also eher eine Lösung als ein Problem.
Das ist nicht die entsprechende Schlußfolgerung. Nur wenn man im Sommer tagsüber laden würde. Also keine Lösung, da abends oder im Winter dies eben nicht mehr gilt. Und es wird ja wohl eine Lösung für alle Tage gesucht.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Kommt drauf an. Bei mir sind glaub ich 16,8kWh als Verbrauch angegeben und ich liege bei 17,3kWh. Das ist schon in Ordnung. Wer das doppelte braucht hat entweder ein sehr ungünstiges Fahrprofil oder fährt wie der Henker.

Hast du in Physik immer gefehlt?
Viel mehr wie jetzt geht nicht. Wenn dein Wirkungsgrad schon jenseits der 90% liegt, dann ist da nur eine sehr geringe Verbesserung möglich.

Nur mal zum Vergleich, moderne Diesel liegen um die 40%, Benziner bei ca 35% Wirkungsgrad
Ich fahre fast nur Autobahn und habe für die Leistung und die garantierte Höchstgeschwindig bezahlt, da nutze ich die auch überall dort, wo ich darf und wo ich kann.

Physik hin oder her...die Erde ist ja schließlich auch keine Scheibe mehr. :lol:
Irgendwann kommt schon noch ein Schlaumeier, der E-Motoren noch besser macht.
 

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Ich fahre fast nur Autobahn und habe für die Leistung und die garantierte Höchstgeschwindig bezahlt, da nutze ich die auch überall dort, wo ich darf und wo ich kann.

Physik hin oder her...die Erde ist ja schließlich auch keine Scheibe mehr. :lol:
Irgendwann kommt schon noch ein Schlaumeier, der E-Motoren noch besser macht.
1.) Da hast du mit deinem Benziner aber auch nur noch 200km Reichweite! Bei Vollgas auf der Autobahn hat meiner immer 29,9 angezeigt, es müssen aber mehr gewesen sein, der Zähler ging nur nicht weiter!

2.) Also ein E-Motor wird ganz sicher nicht über 100% Effizienz kommen, gewisse Verbesserungen sind aber noch drin. Was ich mir dagegen schon vorstellen kann, dass ein E-Auto selbst Energie erzeugt und dadurch die Gesamteffizienz über 100% liegen kann. Naheliegend sind hier sicherlich "Peltier" und "Solar" Effekte. Damit könnte man, im gewissen Rahmen sicherlich Strom erzeugen, auch wenn das erzeugen sicherlich der falsche Begriff ist, denn wenn wir das tun, dann haben wir endlich das Perpetuum mobile erfunden.
Aber b2w, heutige Heizungsanlagen haben auch schon Wirkunsgrade von über 100%.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Vielleicht mal etwas globaler denken. Es geht hier um weltweite Entwicklungen. Wenn wir hier anders fahren spielt das kaum eine Rolle. Die meisten Länder können sich diesen Luxus gar nicht leisten.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
1.) Da hast du mit deinem Benziner aber auch nur noch 200km Reichweite! Bei Vollgas auf der Autobahn hat meiner immer 29,9 angezeigt, es müssen aber mehr gewesen sein, der Zähler ging nur nicht weiter!
Nö, etwas über 300km, aber die 65 Liter Sprit sind da relativ schnell drin.
Ich fahre aber größere Strecken nur noch mit dem Diesel, weil mir das anhalten tanken auf den Sack geht...mein Benziner ist nur noch Spaßmobil und für den Notfall, falls beim Audi(Diesel) mal wieder die Lampe des Grauens angeht.
 

BigBoymann

Software-Overclocker(in)
Ganz sicher nicht. Auch da gibt es kein Perpetuum mobile. Weder bei Heizungen, noch bei E-Motoren noch sonst wo.
Wird nun der Wirkungsgrad einer Gasheizung mit Brennwerttechnik ermittelt, spielen die Wärmeenergie aus der Verbrennung sowie die Energie des Abgases eine Rolle. In diesem Fall kann der Wirkungsgrad Werte von über 100 Prozent erreichen, da beide Werte addiert werden.
Doch das geht, aber es ist halt ein Rechenexempel, denn streng genommen wird natürlich nicht mehr als 100% erwirtschaftet, sondern es wird im Wesentlichen die Verdunstung von Wasserdampf genutzt um einen Heizwert zu erzielen, der eben über 100% Wirkungsgrad liegt.

Auf das Auto umgemünzt würde das bedeuten, dass man der Umgebung Energie entziehen müsste um widerum diese dem Motor zur Verfügung zu stellen. Damit würde man dann aber eben einen Wirkungsgrad von über 100% erreichen, da man aus der Batterie 100W reinstecken würde und der Motor aber 110W Leistung abgeben würde. Mir fehlt nur die Phantasie, wo diese Energie herkommen sollte, allerdings wenn ich diese Phantasie hätte, würde ich wohl gerade nicht hier am Rechner sitzen, sondern im Büro von Elon und ihm meine Idee für eine hohe Summe verkaufen .-)
Vielleicht mal etwas globaler denken. Es geht hier um weltweite Entwicklungen. Wenn wir hier anders fahren spielt das kaum eine Rolle. Die meisten Länder können sich diesen Luxus gar nicht leisten.
Stimmt, wir warten einfach wieder bis die anderen das machen und verschenken weitere 10 Jahre Entwicklungszeit. Die deutschen Autobauer hinken jetzt schon gnadenlos hinterher, daher haben wir hier keinerlei Zeit zu verschenken, im Gegenteil, wir müssen durch teure Technologiekäufe Zeit gewinnen.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Doch das geht, aber es ist halt ein Rechenexempel, denn streng genommen wird natürlich nicht mehr als 100% erwirtschaftet, sondern es wird im Wesentlichen die Verdunstung von Wasserdampf genutzt um einen Heizwert zu erzielen, der eben über 100% Wirkungsgrad liegt.

Auf das Auto umgemünzt würde das bedeuten, dass man der Umgebung Energie entziehen müsste um widerum diese dem Motor zur Verfügung zu stellen. Damit würde man dann aber eben einen Wirkungsgrad von über 100% erreichen, da man aus der Batterie 100W reinstecken würde und der Motor aber 110W Leistung abgeben würde. Mir fehlt nur die Phantasie, wo diese Energie herkommen sollte, allerdings wenn ich diese Phantasie hätte, würde ich wohl gerade nicht hier am Rechner sitzen, sondern im Büro von Elon und ihm meine Idee für eine hohe Summe verkaufen .-)

Stimmt, wir warten einfach wieder bis die anderen das machen und verschenken weitere 10 Jahre Entwicklungszeit. Die deutschen Autobauer hinken jetzt schon gnadenlos hinterher, daher haben wir hier keinerlei Zeit zu verschenken, im Gegenteil, wir müssen durch teure Technologiekäufe Zeit gewinnen.
Du redest vom Geschäftemachen, ich vom Nutzen.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Das ist nicht die entsprechende Schlußfolgerung. Nur wenn man im Sommer tagsüber laden würde. Also keine Lösung, da abends oder im Winter dies eben nicht mehr gilt. Und es wird ja wohl eine Lösung für alle Tage gesucht.
Solaranlagen arbeiten auch im Winter, nur eben mit geringerer Leistung. Die Leistung von Windkraftanlagen ist dafür in diesen Monaten um so höher.

Und ja, nachts liefern Solarzellen nicht. Nachts fahren allerdings auch heute die wenigsten Menschen zur Tankstelle, und wenn, dann eher zum Einkaufen von Snacks und Spirituosen. :D
Was geschaffen werden muss, ist Ladeinfrastruktur dort, wo Menschen tagsüber ihr Auto abstellen, wenn es nicht zufällig ihr Arbeitsmittel ist. Und wenn dann der Strompreis auch noch niedriger ist, wenn gerade viel produziert wird, kannst du darauf wetten, dass die Leute dann günstig "tanken" - sogar dann, wenn das mit Umständen verbunden ist. Heutzutage fahren Manche extra nach Polen, um zu tanken, kreuzhimmeldonnerwetternocheins.
Und wenn Strom dann noch mit Guthaben einher geht und die Wiedereinspeisung angerechnet bzw. vergütet wird, werden die Leute ihre günstig gefüllte, aber nicht benötigte Kapazität gerne wieder einspeisen. Insbesondere dann, wenn das automatisch geschieht und keinerlei Aufwand macht.

Fossile Brennstoffe werden nicht nur in Fahrzeugen verwendet. Auch die Industrie stellt sukzessive um und hält entsprechend große Speicherkapazitäten bereit. Auch die werden Strom einkaufen, wenn er günstig ist und Überschüsse wiederverkaufen (als wieder einspeisen), wenn sich damit ohne Aufwand ein flotter Taler machen lässt.

Sicherlich braucht es auch etliche Großspeicher und womöglich sogar das eine oder andere herkömmliche (Heiz-) Kraftwerk, um Spitzen abzufedern oder regionalen Engpässen zu begegnen. Das ist dann allerdings eine überschaubare Anwendung fossiler Brennstoffe - ebenso wie jene nach wie vor existierenden Verbrennungsmotoren für Fahrzeuge, die abseits der Infrastruktur unterwegs sein müssen.
 

Zappaesk

Volt-Modder(in)
Vielleicht mal etwas globaler denken. Es geht hier um weltweite Entwicklungen. Wenn wir hier anders fahren spielt das kaum eine Rolle. Die meisten Länder können sich diesen Luxus gar nicht leisten.
Richtig, deswegen Altöl am besten im Wald entsorgen, schließlich spielt das global keine Rolle!

Wenn wir als ein führendes Industrie- und insbesondere Autoland keine neuen Technologien entwickeln, tuts keiner.
Bzw der, der es dann tut (vermutlich China) macht dann die Geschäfte damit indem er es anderen und uns verkauft.

Auch wenn einem die Ökologie am Arsch vorbei geht ist es ökonomisch dringend geboten die zukünftige Technik mit zu entwickeln und vorne mit dran zu bleiben. Die Mär von der hinterherhinkenden deutschen Autoindustrie ist einfach nur falsch.

E-mobilität ist nicht teurer als das bisherige, sondern schon jetzt zumindest auf gleicher Höhe und in wenigen Jahren billiger. Im Ausland noch mehr, da dort die Strompreise niedriger sind.


Wo geht sowas denn bitte?
Wie meinst?
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Solaranlagen arbeiten auch im Winter, nur eben mit geringerer Leistung. Die Leistung von Windkraftanlagen ist dafür in diesen Monaten um so höher.

Und ja, nachts liefern Solarzellen nicht. Nachts fahren allerdings auch heute die wenigsten Menschen zur Tankstelle, und wenn, dann eher zum Einkaufen von Snacks und Spirituosen. :D
Was geschaffen werden muss, ist Ladeinfrastruktur dort, wo Menschen tagsüber ihr Auto abstellen, wenn es nicht zufällig ihr Arbeitsmittel ist. Und wenn dann der Strompreis auch noch niedriger ist, wenn gerade viel produziert wird, kannst du darauf wetten, dass die Leute dann günstig "tanken" - sogar dann, wenn das mit Umständen verbunden ist. Heutzutage fahren Manche extra nach Polen, um zu tanken, kreuzhimmeldonnerwetternocheins.
Und wenn Strom dann noch mit Guthaben einher geht und die Wiedereinspeisung angerechnet bzw. vergütet wird, werden die Leute ihre günstig gefüllte, aber nicht benötigte Kapazität gerne wieder einspeisen. Insbesondere dann, wenn das automatisch geschieht und keinerlei Aufwand macht.

Fossile Brennstoffe werden nicht nur in Fahrzeugen verwendet. Auch die Industrie stellt sukzessive um und hält entsprechend große Speicherkapazitäten bereit. Auch die werden Strom einkaufen, wenn er günstig ist und Überschüsse wiederverkaufen (als wieder einspeisen), wenn sich damit ohne Aufwand ein flotter Taler machen lässt.

Sicherlich braucht es auch etliche Großspeicher und womöglich sogar das eine oder andere herkömmliche (Heiz-) Kraftwerk, um Spitzen abzufedern oder regionalen Engpässen zu begegnen. Das ist dann allerdings eine überschaubare Anwendung fossiler Brennstoffe - ebenso wie jene nach wie vor existierenden Verbrennungsmotoren für Fahrzeuge, die abseits der Infrastruktur unterwegs sein müssen.
Wie oft noch?
Was bringt eine Solaranlage die noch 10% bringt?
Kannst du mir erklären, wie verläßlich eine Erzeugungsform ist die mal 100% und mal 10% bringt?
Kannst du mit den fehlenden 90% irgendetwas laden? Woher kommen denn die anderen 90%?
Nein, die bringt nicht der Wind.
Es gibt kein Naturgesetz, daß der Wind proportional ansteigt bei sinkenden Solarleistungen.
Heute hatten wir laut Statistik kaum Solarenergie im Netz. Die Alternativen haben nicht mal 50% gebracht.
WOHER sind deine restlichen 50%?
Welche Industriespeicher sind das denn? Mir sind da keine bekannt?
Heute hat die Land/Wind Fraktion bei weitem mehr gebracht als Offshore. Ich dachte das ist so kontinuierlich?
Es zählt der niedrigste Wert!!! Dieser MUSS auf 100% aufgefüllt werden. Sonst ist das Netz platt.
Außerdem sind wir von privaten Erzeugern abhängig. Wollen die mal nicht mehr fehlt die Energie. Daher müssen verpflichtende Verträge her und die Möglichkeit die Anlagen abzuschalten.
"Und ja, nachts liefern Solarzellen nicht. Nachts fahren allerdings auch heute die wenigsten Menschen zur Tankstelle, und wenn, dann eher zum Einkaufen von Snacks und Spirituosen."
Puh, liegts vielleicht daran, daß man immer und überall tanken kann und dies meist nachts dann nicht nötig ist? Oder daß man nicht 3 Mal so häufig laden muß?
Oder daß man am nächsten Tag gerne mit Heizung fahren möchte und die Ladung reicht dafür nicht mehr?

WIESO reicht mein 350Watt Netzteil nicht wenn 600W gebraucht werden? Ich brauche im Durchschnitt doch nur 300 jeden Tag, dann bleiben doch 365 mal 50Watt übrig die man dann nutzen könnte.
Wirds jetzt vielleicht klarer?
Im Kraftwerk.
Unsere Schichtleiter haben nicht mehr, als 8 Pfennig/kWh bezahlt wegen Sonderkonditionen vom Stromerzeuger.
Klasse, wenn das der Arbeitgeber ist.

Und die Stromfresser in Deutschland (Aluminiumproduzenten, Elektrostahlerzeugung, Chemie, ...) bezahlen da sicher noch weniger.
Ja, die zahlen etwa 4cent. Sonst wären sie schon pleite. Trotzdem wird immer mehr verlagert. Unseren Stahl stellen wir schon lange nicht mehr komplett selbst her.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Wie oft noch?
Was bringt eine Solaranlage die noch 10% bringt?
Kannst du mir erklären, wie verläßlich eine Erzeugungsform ist die mal 100% und mal 10% bringt?
Kannst du mit den fehlenden 90% irgendetwas laden? Woher kommen denn die anderen 90%?
Aus Speichern, die gefüllt werden, wenn überdurchschnittlich produziert wird. Das erkläre ich dir allerdings bereits seit zwei Beiträgen.

Längerfristig über Wasserstoff, der gewonnen wird, wenn die Erzeugung über dem Verbauch liegt und der sauber verfeuert wird, um Versorgungslücken zu schließen.

Nein, die bringt nicht der Wind.
Es gibt kein Naturgesetz, daß der Wind proportional ansteigt bei sinkenden Solarleistungen.
Von Proportionalität hat auch niemand etwas geschrieben.
Es gibt übrigens auch kein Naturgesetz, dass irgendwo für schwindende fossile Energieträger proportional neue nachwachsen. Deiner Argumentation zufolge hängen wir also bereits an einem toten Konzept.

Übrigens kommt hierzulande grundsätzlich der größte Anteil aus Windkraftanlagen. Warum du dich so an Solaranlagen festbeißen musst, die in unseren Breiten eher eine Ergänzung sind (Als solche interessant, weil man damit ansonsten gänzlich unbenutzbare Flächen relativ schnell und einfach bestücken kann ...), ist mir ohnehin schleierhaft.

Heute hatten wir laut Statistik kaum Solarenergie im Netz. Die Alternativen haben nicht mal 50% gebracht.
WOHER sind deine restlichen 50%?
Der jetzige Anteil von 46,6 Prozent regenerativer Stromerzeugung (sowie 15% für Wärme und Kälteerzeugung) wurde erst in den letzten Jahren realisiert, mit steigender Ausbaugeschwindigkeit trotz politischem Schlingerkurs. Nun rate mal, wo wir im selben Zeitraum sind, wenn Politik und Wirtschaft nicht mehr nur halbarschig mitspielen: Bei über 100% Deckung.

Welche Industriespeicher sind das denn? Mir sind da keine bekannt?
Weil die sich noch autark fossil versorgen dürfen. Aus dem Gedächtnis: bis 2040. Die werden aber sicherlich nicht erst am Stichtag mit dem Umbau anfangen. Mit meinen dürftigen Kenntnissen in dem Sektor würde ich schätzen, dass es so ab 2030 Bewegung geben wird. Die Technologien sind zwar an sich erprobt, aber zehn Jahre muss man sich für die Integration schon geben, um Erfahrungen zu sammeln und etwaig auftretende Kinderkrankheiten auszumerzen.

Heute hat die Land/Wind Fraktion bei weitem mehr gebracht als Offshore. Ich dachte das ist so kontinuierlich?
Die jährliche Steigerung lang bisher bei etwas über 17%, also mehr als viermal so hoch wie die Gesamtsteigerung bei Windenergie. Erst letztes Jahr wurde das Ausbauziel angehoben, auf 20 Gigawatt in den kommenden zehn Jahren und auf 40 Gigawatt in den kommenden zwanzig Jahren.

Wie schon gesagt, ganz ohne fossile Energieträger wird es in einigen Bereichen nicht gehen, egal wie viel elektrischen Strom wir erzeugen und speichern können. Was allerdings um so mehr ein Grund ist, diese dort einzusparen, wo es möglich ist.
Mineralöl für Fortbewegung ist ein Beispiel für Verschwendung, selbst wenn man ökologische Aspekte einmal ganz außen vor lässt.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Aus Speichern, die gefüllt werden, wenn überdurchschnittlich produziert wird. Das erkläre ich dir allerdings bereits seit zwei Beiträgen.

Längerfristig über Wasserstoff, der gewonnen wird, wenn die Erzeugung über dem Verbauch liegt und der sauber verfeuert wird, um Versorgungslücken zu schließen.


Von Proportionalität hat auch niemand etwas geschrieben.
Es gibt übrigens auch kein Naturgesetz, dass irgendwo für schwindende fossile Energieträger proportional neue nachwachsen. Deiner Argumentation zufolge hängen wir also bereits an einem toten Konzept.

Übrigens kommt hierzulande grundsätzlich der größte Anteil aus Windkraftanlagen. Warum du dich so an Solaranlagen festbeißen musst, die in unseren Breiten eher eine Ergänzung sind (Als solche interessant, weil man damit ansonsten gänzlich unbenutzbare Flächen relativ schnell und einfach bestücken kann ...), ist mir ohnehin schleierhaft.


Der jetzige Anteil von 46,6 Prozent regenerativer Stromerzeugung (sowie 15% für Wärme und Kälteerzeugung) wurde erst in den letzten Jahren realisiert, mit steigender Ausbaugeschwindigkeit trotz politischem Schlingerkurs. Nun rate mal, wo wir im selben Zeitraum sind, wenn Politik und Wirtschaft nicht mehr nur halbarschig mitspielen: Bei über 100% Deckung.


Weil die sich noch autark fossil versorgen dürfen. Aus dem Gedächtnis: bis 2040. Die werden aber sicherlich nicht erst am Stichtag mit dem Umbau anfangen. Mit meinen dürftigen Kenntnissen in dem Sektor würde ich schätzen, dass es so ab 2030 Bewegung geben wird. Die Technologien sind zwar an sich erprobt, aber zehn Jahre muss man sich für die Integration schon geben, um Erfahrungen zu sammeln und etwaig auftretende Kinderkrankheiten auszumerzen.


Die jährliche Steigerung lang bisher bei etwas über 17%, also mehr als viermal so hoch wie die Gesamtsteigerung bei Windenergie. Erst letztes Jahr wurde das Ausbauziel angehoben, auf 20 Gigawatt in den kommenden zehn Jahren und auf 40 Gigawatt in den kommenden zwanzig Jahren.

Wie schon gesagt, ganz ohne fossile Energieträger wird es in einigen Bereichen nicht gehen, egal wie viel elektrischen Strom wir erzeugen und speichern können. Was allerdings um so mehr ein Grund ist, diese dort einzusparen, wo es möglich ist.
Mineralöl für Fortbewegung ist ein Beispiel für Verschwendung, selbst wenn man ökologische Aspekte einmal ganz außen vor lässt.
Deswegen habe ich ja schon mal gefragt: Welche Speicher? Mir sind keine bekannt.
Wie kommst du von 45% Deckung auf eine Ganzjahresversorgung? Habe schon oft erklärt, was im Sommer zuviel ist bringt nichts für den Winter. Und das was du meinst ist ein Problem für das Netz. Nämlich eine schwer steuerbare Überproduktion die Kosten verursacht indem wir andere Länder bezahlen, daß sie dies abnehmen. Das wollen die teilweise nicht mehr.
Du fällst immer wieder auf die Gesamterzeugung rein. Die ist ersteinmal uninteressant. Denn im Winter ist die nicht da.
Wind lag vor 2 Tagen bei 15, Verbrauch bei 55. Zu Coronazeiten.
Unterhalte dich mit Umweltschützern, wenn noch das 3 oder 4 fache dazupacken willst. Der Hauptanteil kam vom Land. Auf See war Flaute. Und gespeichert ist davon nichts. Und wenn überall Flaute ist ist eben Pech.
Gerade die konventionellen müssen die Alternativen laufend puffern. Von denen beziehst du gerade den Hauptstrom. Und Bio ist umstritten, da nicht umweltfreundlich.
Deine Vorstellungen liegen in der Zukunft.
UND, das E-Mobil ist nicht in deiner Rechnung enthalten. Heizen ebenso wenig.
Wir reden gerade nur über den reinen Stromverbrauch zur Zeit. Mit allem müßte man noch ein vielfaches von heute in die Landschaft setzen. Also Millionen Tonnen Beton.
1 Windrad benötigt etwa 6.000 Tonnen Beton. Bei voller Leistung etwa 150 bis 250 Windräder für 1 Kraftwerk. Also 900.000 bis 1.500.000 Tonnen Beton. Zementwerke sollen stärker reglementiert werden, Energie verteuert. Windrad würde also auch teurer. Oder, Zement aus dem Ausland. Die ca Rechnung betrifft nur 1 Kraftwerk bzw Block.
 
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