AW: Selbstmordserie bei Foxconn: 30 Prozent mehr Lohn für Mitarbeiter
Immer in die gleiche Furche schlagen, Foxconn produziert so gut wie alle Mainboards, etc.. und auch sonstige Halbleiter werden zum großen Teil dort produziert. Insofern ist es mehr als lächerlich immer im Zusammenhang mit Foxconn auf Apple einzuprügeln.
Sicher, man könnte auch Dell, Asus und so ziemlich jeden anderen nehmen. Aber Apple eignet sich am besten um die Preisstruktur zu zeigen, denn kein Produkt von Apple ist wirklich günstig. Die Gewinnspannen enorm. Und klar, China ist schuld. China schafft die Grundlagen die von den Unternehmen gefordert werden. Und auch klar ist, dass die Billiglöhne dafür verantwortlich sind, dass die Unternehmen dort hingehen. Wenn die Unternehmen sagen, sie vergeben keine Aufträge mehr an Foxconn, wenn sich nichts ändert, wirst sehen dass auch der Staat China nichts dagegen hat. Hauptsache Geld kommt rein und niemand wandert woanders ab. Und natürlich nutzt China seine manpower, davon haben die genug und die Angst keine Arbeit zu haben.
Foxconn ist auch nur ein Beispiel, kannst auch jede andere Fabrik nehmen, in jeder Sparte.Vollkommen egal.
Solange die Unternehmen jedoch die Gewinnmarge vorgeben und nicht bereit sind ihren Gewinn zu reduzieren, wird sich dort auch nichts ändern.
Und China selbst wird einen Teufel tun die Bedingungen zu verbessern, wenn die Firmen dann abwandern. Sowas wie Gewerkschaften gibt es dort z.B. auch nicht. Dass China ein Land ist, in dem es viele Rechte, die wir haben, nicht gibt, ist doch offensichtlich. War bei uns früher auch so, von einer Demokratie sind die weit entfernt. Bis die Rechte im Staat gestärkt sind, können nur Unternehmen Einfluss darauf nehmen, denn vorher werden die Bürger Chinas einfach niedergemacht und ersetzt. Bis sich der Staat dort ändert, ist es noch ein langer Weg, genauso wie es bei uns ein langer Weg war, aber von verantwortungsbewussten westlichen Unternehmen, könnte man erwarten, dass die einen positiven Einfluss ausüben, wenn eben die freie Marktwirtschaft nicht wäre.
Und ja, ich werde Apple immerwieder als Beispiel nehmen, sei es zum positiven oder zum negativen. Mit dem Beispiel können die meisten etwas anfangen. Und dass sich Apple einschaltet, und zumindest im Ansatz was macht, finde ich gut. Ob was dabei rauskommt ist eine ganz andere Sache, aber man muss auch die Realität sehen, keiner dort wird den Arbeitsplatz riskieren, zumindest keiner der an seinem Leben hängt, und es bleibt zu hoffen, dass sie wenigstens etwas mehr Lohn bekommen.
Diese Sonderwirtschaftszonen haben noch eine Eigenschaft, ohne Arbeit, darf man sich dort nicht aufhalten, und wird zurückgebracht. Und landet genau dort, wo man nicht sein will, in einem unterentwickelten Land, und darum lassen sich soviele das gefallen.
Das System und die Marktwirtschaft ergänzen sich hier perfekt, und um das ganze zu durchbrechen ist viel Zeit erforderlich und auch der Wille. Der Endkunde selbst kann nur wenig erreichen, da es einfach so ist, dass so gut wie alle Firmen dort produzieren, und es keine wirkliche Alternative gibt. Um ein technisches Gerät zu haben, nicht nur einen Pc, muss man fast Geräte kaufen die irgendwie eine Verbindung mit China haben, oder aber darauf verzichten. Und dass das bei der großen Masse passiert, glaube ich nicht.