Ryzen 5900 Overclocking: Was ist möglich

shorty1990

PC-Selbstbauer(in)
Hallo Zusammen,

ich habe gerade meinen neuen 5900x in Betrieb genommen.
Natürlich konnte ich es nicht lassen und musste mal etwas am Multiplikator und der VCore drehen.
Leider bin ich aus der ganzen Overclocking Geschichte seit Jahren raus. Die Letzte CPU die ich bis zum Anschlag hochgezogen hatte war mein alter I7 5820k. Mit meinem Quick and Dirty Setting von 4,7Ghz und ner Vcore von 1,4v lief Prime95 ca. 30 Minuten stabil. Leider war es mir nicht möglich mehr als 4,7GHz auf die Schnelle rauszuholen. Die Temperaturen lassen da aber noch viel Spielraum nach oben offen. Die CPU wurde maximal 54 Grad warm(Hab da noch ne fette Wasserkühlung die mal für mein altes SLI System dimensioniert war verbaut).

Nun zu meinen Fragen:
Was ist hier an Taktrate möglich? Wenn ich mir die Temps anschaue bei 4,7 Ghz sollte da ja noch was gehen oder?
Was genau lohnt sich in Bezug auf Gaming? Weiterhin alle Kerne oder nur bestimmte Kerne zu übertakten?
Ich habe des öfteren was von einer CCX gelesen...Kann man sich das als CPU/Core Package vorstellen?

Generell hat sich da glaube ich viel getan Wenn ich mir so mein Bios anschaue. Wo kann ich gutes Nachschlagewerk über die Funktionsweisen und/oder Erklärungen der ganzen Begrifflichkeiten finden?

Mainboard: x570 Aorus Pro

Gruß Shorty
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Machen wirs kurz:
Was ist hier an Taktrate möglich?
Nichts relevantes. Alle modenen CPUs, egal ob AMD oder Intel, laufen ab Werk so nahe am theoretischen Maximum, dass manuelle EInstellungen nur in Sonderfällen einen Vorteil haben. Wie du siehst haste manuell mit deinen 4,7 nicht mal den Werksboost erreicht (der bei fast 5 GHz liegt). Die Zeiten des OCs sind im Hausgebrauch seit einiger Zeit vorbei weil die Chips das selbst ziemlich perfekt (und besser als 99% der manuellen Einstellungen der User) tun.

Was genau lohnt sich in Bezug auf Gaming?
Die CPU so laufen zu lassen wie AMD es vorgesehen hat. Wenn dir auch 95-99% der Spieleleistung ausreichen (was man ohne Benchmarks niemals bemerkt) kannste die CPU auch mit etwas harmloseren Powereinstellungen fahren (bewährt füreinen 5900X haben sich PPT 120, TDC 90 und EDC 120 bedeutet du änderst nichts an der Werkseinstellung außer diese drei Werte im PBO-Menü und hast die praktisch gleiche Performance bei sparsamerer/kühlerer CPU). Selbst das stärkere Absenken der Werte auf fast halben Verbrauch ("Eco-Mode") ändert an der Spieleleistung der CPU kaum etwas.

Du kannst darüber hinaus natürlich an CurveOptimizern, CCX-Tuning und hastenichtgesehen fummeln... da sind noch mal 2% Leistung nach 2 Wochen probieren und testen drin aber für die meisten Leute ist das einfach Quatsch - das lohnt nur für die, die den Weg als Ziel sehen weil OC ihr Hobby ist. Die Auswirkungen auf die Performance sind minimal.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ion

Kokü-Junkie (m/w)
Interessant wird es eigentlich dann, wenn du die Möglichkeiten zur Optimierung nach unten hin ausschöpfst. Du kannst mit Takt und Spannung ja nicht nur nach oben. Als Beispiel mein Ryzen 5600X, den ich undervolted, Curve optimiert und dank RAM-OC schneller, sparsamer und leiser als ab Werk betreibe. Die zwei Lüfter am Fuma 2 Kühler laufen mit Minimalstufe bei ~210 rpm (danach gehen sie einfach aus) und der Prozessor erreicht unter Volllast bei Cinebench im Schnitt 58 °C.

Ansonsten ist es, wie Alki sagt, viel geht da nicht mehr, höchstens noch über den Arbeitsspeicher, aber das kostet sehr viel Zeit und Geduld, sich da herein zuarbeiten. Lies am besten Guides, ein Ryzen verhält sich beim OC ganz anders als ein Intel Core Prozessor und muss auch anders konfiguriert werden.
 

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