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Q9550 E0 - Undervolting-Probleme

DeFenSoOOoR

Freizeitschrauber(in)
Nachdem ich meinen Q9550 E0 (VID: 1.2125) vor einigen Monaten eingebaut und ausgiebig getestet hatte, hab ich mich ans energiesparende Undervolting gemacht. Heraus kamen folgende Ergebnisse:

Standardtakt 2.83 GHz:
Vcore (BIOS): 1.000
Vcore (CPU-Z) idle: 0.960
Vcore (CPU-Z) load: 0.944

Jetzt hab ich mal wider einfach aus einer Laune heraus Prime95 angeschmissen, um die Temperaturen mit früheren Ergebnissen zu vergleichen... nach einer Sekunde Freeze und Absturtz. WTF? Nochmal im Bios alles vergleichen und es waren tatsächlich die ehemals stabilen Werte eingestellt (getestet 12 Std. Prime95 SmallFFT's, etliche Schleifen 3DMark06 und den Hauseigenenen FarCry2-Bench). Nochmal Prime95 gestartet - sofort wieder Freeze... Dann hab ich solange die Vcore wieder anpassen müssen bis folgendes Ergebnis zustande kam:

Standardtakt 2.83 GHz:
Vcore (BIOS): 1.025
Vcore (CPU-Z) idle: 0.976
Vcore (CPU-Z) load: 0.960

Es sind zwar nur ein paar mV - aber trotzdem! Wie kann soetwas passieren?! Dann hab ich mein OC-Settings auch mal gecheckt - genau das gleiche Bild. Die früheren Einstellungen wollten nicht mehr stabil laufen - ich musste mindestens um eine Vcore-Stufe im BIOS erhöhen.

Woran kann das liegen?!
 

Genghis99

PCGH-Community-Veteran(in)
Am besten Versuch ich das einfach zu erklären. Die OC Leistung ist abhängig von vielen Faktoren. Im Wesentlichen : Die Bauteile des Mainboard (SPAWA), die CPU "persönlich", Umgebungstemparatur, Gehäuselüftung etc.
Der Betrieb eines OC Systems erfolgt ja praktisch nie unter konstanten Umgebungsbedingungen, also kann auch das Ergebnis abweichen. Gleiches gilt hier auch für Undervolting, das ist von den gleichen Bedingungen abhängig.

Zum Beispiel könnten ein paar Grad weniger die Spannungswandler beeinflussen, das die Ausgangsspannung weniger Stabil ist und leicht schwankt. Bei Undervolting könnte das dazu führen, das die Vcore früher zusammenbricht, als unter ein paar Grad mehr.

Solche Möglichkeiten gibt's Viele - sag zur acht, leg dich hin und du bist unendlich ...

Erst wenn ein System unter Standardwerten Zicken macht, kann man sich Gedanken in eine andere Richtung machen.

Genau deshalb bauen die Hersteller ja genügend "Spielraum" in die Spezifikationen ein - eben damit ein System unter schwankenden "Umweltbedingungen" laufen kann.
Overclocking oder Undervolting reizt eben diesen Spielraum in die Eine oder Andere Richtung aus, daher kann es eben immer zu Problemen kommen.
Mainboardhersteller müssten eigentlich spezielle Undervolting Boards bauen, die eben wie mit den "Overclocking-Boards", durch die Güte ihrer Bauteile den Spielraum erweitern. Vielleicht reicht ja ein gutes Overclocking Board auch für diesen Zweck.

PS : Dein Board hat "enhanced Energie Management" (Gigabyte) - mein Vorgängermodell (P31) noch nicht. Mach das mal im Bios aus, wenns geht. Deaktivieren von EIST und C1E kann auch stabilisierend wirken.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
DeFenSoOOoR

DeFenSoOOoR

Freizeitschrauber(in)
PS : Dein Board hat "enhanced Energie Management" (Gigabyte) - mein Vorgängermodell (P31) noch nicht. Mach das mal im Bios aus, wenns geht. Deaktivieren von EIST und C1E kann auch stabilisierend wirken.

Nutze die Gigabye-eigenen-"Energiespar"-Optionen nicht. Hab mit meinem einfachen Stromkostenmessgerät festgestellt, dass diese Optionen (Gigabyte EnergySaver) zu einer erhöhten Leistungsaufnahme führt (~5 Watt mehr).

EIST, C1E etc. habe ich auch deaktiviert. Da ich undervolte, senkt sich nur noch der Takt - das führt aber im besten Fall zu einer 2 Watt geringeren Leistungsaufnahme, verbunden mit trägen Taktwechseln in Spielen (sehr nervig, da fps messbar sinken).

Mein Board hat unlogischer Weise kein "LoadlineCalibration" - mein Vorgänger Board P35-DS3P hatte das noch :( ich vermute das durch zu schnell sinkende Vcore beim Lastwechsel von Idle zu Load (z.B. Prime95) der PC abstürtzt.

Umwelteinflüsse im Sinne von Temeraturschwankungen möchte ich fast ausschlißen, da der PC immer Temperaturen zwischen 18-24 °C ausgesetzt war.

Vielleicht liegt es an der "Alterung" der CPU?!
 

Genghis99

PCGH-Community-Veteran(in)
18 - 24° - das sind bereits 6° Schwankung. Zusammen mit der Luftfeuchtigkeit kann das die Kühlfähigkeit der Luft schon ziemlich stark beeinflussen.

Alterung der CPU schliesse ich aus, Undervolten wird die MBT eher verlängern. Eher altern andere Bauelemente - Elektrolyt Kondensatoren, auch die thermisch stark belasteten Spannungswandler haben eher eine Kürzere Lebensdauer als eine CPU.

Ein PC ist eine sehr komplexe Maschine, man kann manche Probleme einfach nicht auf eine einzelne Ursache zurück führen. Sie entstehen erst im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten - die Wechselwirkungen sind meist unvorhersehbar.

Es kommt vor - etwas geht heute, und dann nie wieder. Jeder PC hat sowas wie seinen "persönlichen Rekord". Vielleicht kann manch Bencher bestätigen - irgendwann hat eine CPU ihre beste Overclocking Zeit hinter sich, auch wenn sie in 10 Jahren noch nicht kaputt geht. Gleiches trifft wohl auch auf Mainboards zu. Das "bischen Mehr" geht dann halt nicht mehr.
 
TE
DeFenSoOOoR

DeFenSoOOoR

Freizeitschrauber(in)
Das ist mir alles schon klar :)

Jedoch würde ich gerne die Ursachen möglichst weit eingrenzen - z.B. das Mainboard ist mein Hauptverdächtiger (siehe VRM's, Caps etc.). Da mein Board nicht gerade ein High-End-Exemplar ist, fürchte ich das durch die qualitativen Sparmaßnahmen mein Unvervolting leidet :(
 

Genghis99

PCGH-Community-Veteran(in)
Wie ich schon sagte - möglich. Jedes belastete Bauteil gibt i-wann den Geist auf. Perfekte Technik gibts nicht.
Spannungswandler altern und sind Umgebungsabhängig.
Ein Rechner, der 24h x360 Tage mit Prime läuft, wird vielleicht nach 3 Jahren kaputt gehen (früher nicht, wegen Garantie ... lol).
 
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