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Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Private Kontaktverbote waren auch wirksam. Nur konnten die nicht überall kontrolliert werden.
Aber die meisten haben sich daran gehalten.

Also war da nun das Verbot wirksam, oder waren die meisten Leute vernünftig ;) ?


Diese Maßnahmen halte ich wie gesagt größtenteils für Unsinn.

Die von mir als größtenteils unpassend kritisierten von der Politik oder die von mir alternativ vorgeschlagenen?

Das GG limitiert diese Verbote aber, denn die Versammlungsfreiheit läßt sich auch im Epidemiefall nicht außer Kraft setzen. Ob die also wollen oder nicht, sie können nicht.

Genehmigte Demonstrationen führen zwar gut die Idiotie einiger vor Augen, sind aufgrund des beschränkten Gesamtumfanges aber kein großes pandemisches Problem. Dagegen habe ich auch keine Maßnahmen vorgeschlagen.

Warum ich die Maßnahmen gerade in Omicronzeiten für ungeeignet halte zeigt dieses Video:

tl;dw

Wie dem auch sei, momentan kann man nur noch die Krankheit behandeln, nicht die Pandemie bekämpfen. Dafür brauchts erst einen neuen Impfstoff.

Kommt im Frühjahr bis Frühsommer. Also sogar ziemlich pünktlich zur ohnehin etwas infektionsärmeren Jahreszeit, in der es den Leuten leichter fällt, sich mal alleine zu beschäftigen oder Abstand zu halten.
Jede Wette, dass Deutschland trotzdem nicht auf Pandemiebekämpfung, sondern auf "Öffnen" setzen wird?


Da rennen wir, wie bei der grippe, nur hinterher. Der sinn der aktuellen impfung ist aber nicht die erkrankung komplett zu verhindern, sondern dich vor der intensiv-station zu bewahren. (das ist schon das ziel, seitdem wir nicht mehr die ur-variante haben und das wird so auch ständig kommuniziert)

Also zumindest während Alpha wurde von der Politik noch ganz massiv "Impfen um die Pandemie zu beenden ... zum Normalzustand zurückkehren" gepredigt. Und wenn man flächendeckende Impfungen zusätzlich zu dem gegen den Wildtyp angewandten Niveau eingesetzt hätte und nicht nicht-flächendeckende Impfungen stattdessen, hätte das auch funktionieren können.


Ich nutz nur die OP-Masken. Länger als 10-15 Minuten am Tag trage ich sie eh nicht. Kommen dann mit in die Wäsche.

Damit hast du tatsächlich 0 Selbstschutz.


Interessant finde ich dabei, dass diese Tendenz eigentlich nur in D. und Ö. in dieser Ausprägung erscheint und so weit informiert auch nur in diesen demokratischen Staaten über eine Impfpflicht diskutiert wird.

In den USA ist Spaltung wesentlich heftiger und Leerdenkertum auch wesentlich weiter verbreitet, in Brasilien war es lange Zeit Staatspolitik, in Frankreich gibt es zumindest ähnlich harte Gegner und die Impfquote ist nicht gerade berauschend, Ungarn und Bulgarien haben massive Probleme mit Impfgegnern, Russland auch (da allerdings weil die Leute Putin und der heimischen Pharmaindustrie nicht trauen, an anderen Stoff aber kaum rankommen) - und das sind nur die, die ich aus dem Kopf weiß. Also nein, das ist kein spezifisch deutsches Problem. Es ist im Gegenteil soweit verbreitet, dass gar nicht mehr genug Zeit für eine passende Berichterstattung da ist und es meist als "Problem anderer Länder" unter den Tisch fällt. (zu Recht)


Den letzten Satz verstehe ich nicht.
Wir haben weniger CovidTote trotz höherer Gesamtbevölkerung als z. B. Frankreich oder Italien, die höhere Impfquoten haben.
Ich denke, das ist viel komplexer

Es ist definitiv viel komplexer als in deinen Darstellungen. Frankreich und ganz besonders Italien hatten z.B. in der ersten Welle vielmehr Tote. Da war aber auch hier niemand geimpft. Während Alpha hatten sie gar keine höhere Impfquote und während Delta meines Wissens nach auch nicht - dass sie sie jetzt haben liegt z.T. daran, dass die Leute mit eigenen Augen angesehen haben, dass krepieren keinen Spaß macht. Man wird abwarten müssen, wie die Länder durch Omikron kommen. Da dass so heftig einsetzt, kann man leider die Anfangsphasen der Wellen nicht mehr sinnvoll abgrenzen und vergleichen (ein Tag früher oder später mach ja schon 1000 Unterschied, die Statistiken muss man aber eigentlich über 2-3 Wochen mitteln). Da kann man erst Bilanz ziehen, wenn zwei Länder durch sind, um zu sehen, wem mehr weggstorben ist und wer mehr Langzeitschäden zu betreuen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sparanus

Volt-Modder(in)
Und nach Lust und Laune dann wieder.
Es wird in Zukunft wie bei der Grippe, vorgesehen jährlich aber nur mit Empfehlung für Risikogruppen.

Aber selbst wenn es nicht so wäre, was ist das Problem?
Zähneputzen macht auch keinen Spaß und trotzdem macht man es täglich 2 bis 3 mal damit
man keinen Ärger mit kaputten Zähnen hat. Die Probleme hat man nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann ganz sicher.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Die Delta-Positiv-Testung war am 07. Oktober, recht genau 10 Wochen nach der 2. Impfung.

Was dir aber halt auch zeigt, dass dein Immunsystem nach 2,5 Monaten nicht mehr genug Antikörper hatte um dich vor der Infektion zu schützen.
Aber von Oktober wären die 6 Monate dann erst im März rum, da ist dann vielleicht schon der angepasste Impfstoff da.

Aber stimmt schon... durch Medikamente muß quasi niemand mehr dran sterben.
Ich hoffe das es bei Corona in die selbe Richtung geht.

Im MDR war heute ein Bericht, über die Antikörpertherapie.

Wenn die innerhalb der ersten 7 Tage nach Symptombeginn begonnen wird, reduziert sich die Zahl der Patienten, die später auf die ITS müssen deutlich und auch die Zeit im Krankenhaus halbiert sich.

Aber da müssen die Leute sich dann auch rechtzeitig beim Arzt melden und nicht den Fehler machen, in ner Woche wird es schon besser sein. Oft wird es nach einer Woche schlimmer und die Leute müssen dann wirklich beatmet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sparanus

Volt-Modder(in)
So wie die Impfung vor Ansteckung schützt und es keine Impflicht geben sollte man das nachher aber nicht auschließen konnte. Das Problem daran ist, das eine Impfung nicht wie Zähneputzen ist.
Im März 2020 hat man auf Impfstoffe gehofft die 60 bis 70 Prozent Wirksamkeit gegen den Wildtyp haben, bekommen hat man 95 Prozent.
Aber dann war alles wieder schlecht als es nur noch 60 Prozent gegen Delta waren.
Von 100 Prozent hat nie jemand mit Kompetenz gesprochen. Nie.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Da werfe ich mal kurz was ein:

Aktuell ist diese Diskussion hier, gefühlt die allererste seit Beginn der Pandemie, die tatsächlich ziemlich sachlich und in vernünftigem Tonfall geführt wird. Gänzlich ohne das Abdriften in Polemik, Geschwurbel oder sonstiges Unerwünschtes.

Solange es bei Fakten bleibt, ist auch eine sachliche Diskussion möglich.
Kritisch wird, wenn zunehmend mehr Leute auf ihrer "Meinung" beharren, obwohl die Fakten klar eine andere Sprache sprechen - wir hatten ja hier schon wieder den ersten Fall, indem derjenige sogar diese Fakten selbst verlinkt hat :wall: .

Von Diskussionen über persönliche Qualifikationen (in dem Fall Lauterbach - was immerhin de jure ontopic ist) statt über die von der wie auch immer qualifizierten Person geäußerten Fakten (oder eben nicht-Fakten) ganz zu schweigen.


Wir haben anfangs es besser gemacht als die genannten Länder.

Nein. Nicht anfangs. Gerade zu Anfang haben wir jede Menge Fehler gemacht. Aber wir haben VORHER unser Gesundheitssystem nicht ganz (sondern nur halb) kaputt gespart und das hat vielen in der ersten Welle das Leben gerettet und da Deutschland im Bereich Medizintechnik stark ist, konnten wir die guten Kapazitäten im ersten Corona-Jahr auch noch besser ausbauen, als andere. (Mittlerweile haben wir wegen der misen Bezahlung eher schlechtere Kandidaten, die Kapazitäten zu erhalten und der Europas schließt wieder auf)

Letztendlich muss man sich fragen, wieso die Impfquote bei uns so niedrig ist?
Liegt es an der Aufklärung? Ich denke, dass man die Hausärzte ausgesperrt hatte, war schon mal ein Fehler.

Die Impfzentren waren schon eine gute Idee. Aber auch bei denen ging es lange ja nur darum, wer alles noch nicht geimpft werden darf - und am Ende hat selbst dieses System nicht funktioniert...

Ich persönlich (u.a. vorerkrankt) war immerhin in Prio-Gruppe 3, aber ehe ich einen Termin bekommen hab, war ein 3/4tel Jahr rum und die Priorisierung ganz aufgehoben...

Mich interessieren die Aussagen von Querdenken und anderen Spinnern jetzt nicht. Die Fehler sind in der Politik zu suchen, dort muss mehr getan werden.
Guck dir das mit dem Boostern an. Geboosterte kommen überall rein und brauchen keinen Negativtest.
Das ist politische Willkür, denn geboosterte sind genauso Überträger wie alle anderen auch.
Man muss mehr für die Impfung werben und erklären, dass sie sicher und gut ist.

Glaube nicht, dass da mit werben noch viel zu holen ist. Wie taub muss man die letzten 15 Monate gewesen sein, um aus Unkenntniss ungeimpft zu sein? Entweder braucht man bessere, niederschwelligere, aber kompetente Beratungsangebote für diejenigen, die wirklich noch Fragen oder Wissenslücken haben (findet man auch hier im Forum ja immer wieder, obwohl es schon drölftausend mal erklärt wurde) oder man braucht einfacheren Zugang zur Impfung. Da waren die Booster schon wieder ein wunderbares Negativbeispiel - angeblich hatten wir soviel Impfstoff, dass man ihn schon fast wegschmeißen musste. Aber mir wurde trotzdem einen Monat lang verboten, mich überhautp für einen Termin zu melden und als man dann endlich mit weniger als 6 Monaten Abstand zur letzten Impfung durfte, musste ich noch einmal vier Wochen warten, bis ich auch dran kam.

Was soll das? Warum können unsere Politiker immer nur Schranken aufstellen? Warum ist die größte Sorge bei etwas, dass allen zusteht, dass es jemand zu Unrecht bekommen könnte? Sich impfen zu lassen sollte genauso einfach sein, wie ein Schnelltest. Wortwörtlich: Neben jeder Schnelltestsstation eine Impfmöglichkeit. "Wollen sie sich wirklich jetzt und morgen wieder anstellen und jedes Mal 20 € latzen oder wollen sie direkt durchmarschieren und es hinter sich haben?"

Es gibt halt Leute, denen ist alles was mehr als 24h Vorausplanung erfordert, schon zu viel (sieht man ja an Wahlergebnissen :ugly: ) und die muss man wortwörtlich auf der Straße abholen. Diverse Aktionen mit Impfbussen haben genau das schon gezeigt, aber sowas wird fast immer von privaten Organisationen oder Kommunen lokal organisiert, aus dem Bund kommt da gar nichts.



Coole Zahlen:
- halbierte Wahrscheinlichkeit einer Krankenhauseinweisung mit Omikron im Vergleich zu Delta !wenn man für Alter, Vorgeschichte, Impfstatus, etc. korrigiert!. (Nicht vollständig korrigiert für Vorerkrankungen, die gerad ein England häufig sein sollten, aber gerade da wegen der vollkommen Überlastung während Alpha und Delta oft schlicht nicht bekannt sind) Also lag ich nicht ganz falsch mit meiner Vermutung, dass "fast nur milde Fälle" massiv durch die andere Zusammensetzung der Betroffenen geschönt ist, aber etwas schwächer ist Krankheit im Schnitt tatsächlich.
- 77-85% geringeres Risiko eine Krankenhausbehandlung für Geboosterte (Vergleich: Delta 85-87%) gegenüber 57-61% für Doppeltgeimpfte (Delta: 81-83%) und minus44% bis 28%. Soviel zur statistischen Streuung oder zur Qualität britischer Impfzentren :ugly: - im Schnitt 2% mehr Infektionen bei einfach Geimpften denn bei Ungeimpften. (Die Zahlen sind nicht für Alter/... korrigiert, allerdings dürfte auch in England der Impfstatus stark davon abhängen.)
- 61% Wirksamkeit gegen Erkrankung (ohne Krankenhausbedarf) für frische Biontec/65% für frische Moderna Zweitimpfungen, aber 18% respektive 22% nach 15-19 Wochen und im Schnitt <10% nach 25+ Wochen, 78% für frische Biontec-Booster, nachlassend auf 71% nach 9 Wochen. Das ist immer noch ein ansehnlicher Schutz, der bei 100% Boosterquote und konsquentem Social Distancing sogar für Herdenimmunität/Auslöschung der Infektion langen würde. (Zugegebenermaßen ist es irreal, die nötigen Abstände über die nötigen 2-3 Monate konsquent durchzuhalten, wenn man allein in dem Zeitraum 2-3 mal impfen muss.)


Wobei man HIV nicht mit Corona direkt vergleichen kann. Die Übertragungswege sind andere.
Aber stimmt schon... durch Medikamente muß quasi niemand mehr dran sterben.
Ich hoffe das es bei Corona in die selbe Richtung geht.

Wobei man den Satz auch verstehen muss: Wer Zugang zu den Medikamenten hat, MUSS nicht mehr daran sterben, wie früher. So wie jemand, der mit einem Airbag und Knautschzone gegen den Baum fährt, daran nicht mehr sterben MUSS, wie früher.
Aber in beiden Fällen KANN man noch sehr leicht trotzdem daran sterben. Wir sind noch immer weit davon entfernt, AIDS heilen oder auch nur soweit kontrollieren zu können, dass ein Überleben garantiert wäre. Und um dahin zu kommen, haben wir viele Jahrzehnte gebraucht. Es gibt genug andere Krankheiten, die weiterhin tödlich sind.

Man sollte es also nicht als garantiert ansehen, dass überhaupt jemals ein wirkungsvolles Medikament gegen Covid gefunden wird. Das Maximum, was wir bislang haben, sind verlaufslindernde Medikamente. Das heißt aus einem tödlichen wird ein schwerer Verlauf, aus einem schweren mit etwas Glück ein leichter. Bei leichten Verläufen hilft das Medikament meines Wissens nach gar nicht, weil es nur die selbstschädigende Extremreaktion des Körpers (Cytokinsturm), aber nicht die Krankheit selbst bekämpft. Und gegen Long-Covid, dass selbst bei asymptomatischen Verläufen aufgetreten ist, dürfte es demnach erst recht nichts nutzen.

Alles in allem ist Corona also bis auf weiteres eine der gefährlicheren Krankheiten und sollte nicht mit Grippe, sondern mit Röteln, Masern, Tollwut gleichgesetzt werden. Nur dass es mittlerweile eine Verbreitungsgeschwindigkeit und eine Infektionsbasis hat, auf die selbst Rhinoviren neidisch wären. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen Grippe und Corona ist die mäßige Wirksamkeit unserer Impfstoffe gegen beide. (Im Gegensatz zu den sehr gut wirkenden gegen Röteln oder Masern)


Das alleine ist schon ein Spagat und der Fakt, dass ich meine Nicht-Geimpften MAs weiterhin "normal" behandle, allen MAs die Tests bezahle (5xAntigen und 2xPCR in der Woche), für Homeoffice sorge, soweit es möglich ist,

Komplett offtopic, aber: Das muss mal gelobt werden.

Genau sowas (oder auch nur die Hälfte) wünsche ich mir als Vorschrift von der Bundespolitik seit 1,5 Jahren.

Im Moment würde ich am liebsten einschlafen und nie wieder aufwachen.

Corona ist dein Freund und Helfer!
:ugly:


Was dir aber halt auch zeigt, dass dein Immunsystem nach 2,5 Monaten nicht mehr genug Antikörper hatte um dich vor der Infektion zu schützen.
Aber von Oktober wären die 6 Monate dann erst im März rum, da ist dann vielleicht schon der angepasste Impfstoff da.

Die 6-Monatsregelung stammt noch aus der Zeit vor Omikron. Ich habe noch rein gar nichts dazu gelesen, ob Delta-Infektionen zu einer besser auf Omikron passenden Immunantwort führen als Wildtyp/Impfungen, aber zumindet für letztgenannte hat sich die Wirksamkeit dramatisch verkürzt. Wenn man zudem eine schnell abnehmende Immunantwort hat und schon von den Impfungen nur 3 Monate lange gegen Delta geschützt wurde, dann würde ich gegen Omikron keinen 6-Monatsschutz erwarten. Für Doppelimpfungen wurden zu Deltazeiten noch 12 Monate Wirkung prohezeit (auch wenn ich nicht mehr sagen kann, ob das Politiker-Wunschdenken oder wissenschaftliche Analysen waren), für Infektionen (ganz ohne zusätzliche Impfung) 6 Monate, mit Impfung ebenfalls 12 Monate. Für Omikron gilt jetzt maximal die Hälfte, eher 1/3, also im Worst Case 1 Monat für eine reine Infektion. Für Infektion auf Doppelimpfung würde ich mal vorsichtshalber mit 3 Monaten rechnen und mich boostern lassen - selbst wenn es im Best Case nur so ist, dass der Impfschutz nach 3 Monaten nachzulassen beginnt und erst nach 6 Monaten bei faktisch null anlangt, profitiert man noch davon.

Und da es keine Hinweise gibt, dass ein Wildtyp-Booster mehr als 3 Monate gegen Omikron hilft, versperrt man sich damit auch nicht den Zugang zum Sprintime-Update.
(Langsam erinnert mich das Impfgeschehen auch an Gatessches Machwerk...)
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Die Frage ist ja nur, ob da halt die Regeln schon angepasst wurden.
Denn wenn die eine Impfung innerhalb von 6 Monaten noch verbieten, wird er die wohl nicht bekommen.

Das also am Besten einfach mal mit dem Hausarzt klären.


Bei 2. Booster würde ich auch denken, dass es sinnvoll ist, einen anderen Impfstoff zu nehmen, als man beim ersten Booster hatte.
Damit sich das Immunsystem halt an viele Varianten gewöhnen kann.


Ich würde da gerne einen Vector-Impfstoff wie Johnson nehmen. Aber der wird leider bisher nicht für die Booster verwendet.
 
Zuletzt bearbeitet:

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Die Vector-Teile hatten allgemein eine geringere Wirksamkeit, aber haben die gleichen Sequenzen verwendet. Der Übertragungsweg derselben sollte auf die Impfspezifität eigentlich keinen Einfluss haben, nur auf die Gesamtwirkung. Sofern du also nicht schon Biontec und Moderna bei den ersten beiden hattest, würdest du mit JJ oder Astra als Booster keine Vorteile, sondern nur die allgemein geringere Wirkung erzielen. (In der oben verlinkten britischen Übersicht werden Leute, die umgekehrt Astra mit mRNA geboostert haben, mit mRNA+mRNA verglichen und sie schneiden ein paar Prozent schlechter ab.)

Die 3-Monatsempfehlung für Booster wurde Mitte Dezember offiziell vom RKI rausgegeben und müsste für alle gelten. Ich glaube, bei mir wurde für die Anmeldung auch nur das Datum der letzten Impfung erfasst und dass die einen den Termin streichen, wenn man schon da sitzt, nur weil man etwas mehr im Impfbogen auszufüllen hatte, wage ich zu bezweifeln.
 

Verruckt-Birdman

Freizeitschrauber(in)
Die von mir als größtenteils unpassend kritisierten von der Politik oder die von mir alternativ vorgeschlagenen?
Teils, teils. Mindestabstand halte ich für Unsinn. Das Video mit dem Qualm zeigt das. Die Atemwolken sind riesig und verteilen sich überall. Auch ist ein Mindestabstand nicht überall einhaltbar. Lüften im Bus im Winter zieht eine Erkältungswelle nach sich. Berufsverkehr koordinieren, wie soll das gehen? Die Leute aufrufen, möglichst wenig den ÖPNV zu nutzen? Begrenzungen im Supermarkt habe schon gesehen. Im Lidl waren es z.B. 70. Dennoch bildeten sich vor dem Laden Schlangen. Da stehen die Leute dann endlos rum und stecken sich an.
Wir müssen einfach einsehen, daß man nicht allzu viel machen kann. Panik brauchen wir aber auch keine. Neue Zahlen aus Israel zeigen, daß es 5,8 ungeimpfte schwere Verläufe auf 100.000 30-39 jährige gibt. Das sind 0,0058 %, meine Damen und Herren. Was ist Ihr Begehr?


Genehmigte Demonstrationen führen zwar gut die Idiotie einiger vor Augen, sind aufgrund des beschränkten Gesamtumfanges aber kein großes pandemisches Problem. Dagegen habe ich auch keine Maßnahmen vorgeschlagen.
Bei 1000 Demos allein am Montag mit weiß der Geier wie vielen zehntausenden Teilnehmern sind das schon tolle Superspreader.


Kommt im Frühjahr bis Frühsommer. Also sogar ziemlich pünktlich zur ohnehin etwas infektionsärmeren Jahreszeit, in der es den Leuten leichter fällt, sich mal alleine zu beschäftigen oder Abstand zu halten.
Jede Wette, dass Deutschland trotzdem nicht auf Pandemiebekämpfung, sondern auf "Öffnen" setzen wird?
Im März, sagt Pfizer. Aber der muß auch erst noch zugelassen werden. Wenn dieser dann effektiv Omicron blockiert, können wir auch öffnen. Dann ist der Spuk vorbei.


Also zumindest während Alpha wurde von der Politik noch ganz massiv "Impfen um die Pandemie zu beenden ... zum Normalzustand zurückkehren" gepredigt. Und wenn man flächendeckende Impfungen zusätzlich zu dem gegen den Wildtyp angewandten Niveau eingesetzt hätte und nicht nicht-flächendeckende Impfungen stattdessen, hätte das auch funktionieren können.
Wir hatten doch keinen Impfstoff. Der ging in die USA und nach Israel, hier gabs nichts!


Damit hast du tatsächlich 0 Selbstschutz.
Ich sitz zu hause rum und lasse keine Varianten rein :)
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Also war da nun das Verbot wirksam, oder waren die meisten Leute vernünftig ;) ?
Dadurch das es angedroht bzw ermahnt wurde, waren schon viele vernünftig.

Ähnlich, wie man an den Infektionskurven sehen kann, dass die Wirkung schon vor der eigentlichen Verhängung der Verbote erzielt werden konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

seahawk

Volt-Modder(in)
Die Frage ist ja nur, ob da halt die Regeln schon angepasst wurden.
Denn wenn die eine Impfung innerhalb von 6 Monaten noch verbieten, wird er die wohl nicht bekommen.

Das also am Besten einfach mal mit dem Hausarzt klären.


Bei 2. Booster würde ich auch denken, dass es sinnvoll ist, einen anderen Impfstoff zu nehmen, als man beim ersten Booster hatte.
Damit sich das Immunsystem halt an viele Varianten gewöhnen kann.


Ich würde da gerne einen Vector-Impfstoff wie Johnson nehmen. Aber der wird leider bisher nicht für die Booster verwendet.
Der Ansatz ist falsch. Unser Körper produziert Antikörper normalerweise nicht auf Vorrat. Allerdings ist das Immunsystem viel schneller passende Antikörper zu produzieren, wenn es den Erreger in ähnlicher Form bereits kennt. Und das ist auch bei Omikron gewährleistet. Auch die Grippeimpfung verhindert keine Grippewelle, sie sorgt aber dafür, dass die Grippe sich wie eine leichte Erkältung anfühlt.
 

compisucher

BIOS-Overclocker(in)
@seahawk :
Wobei das mit der Grippeschutzimpfung selbst unter Fachleuten umstritten ist.
Mein Nachbar ist Hausarzt in München und von dem holen wir uns jährlich den Grippenschutzpiks.

Ich kann das nur qualitativ wiedergeben:
Der hat erzählt, dass auf irgendeinem Kongress der Hausärzte sehr kritisch mit der Grippeschutzimpfung sich auseinandersetzten, da gerade bei vulnerablen Personen = ältere Semester, die Schutzwirkung nicht richtig greift.
Für ihn ist das klar, da die Grippeimpfung nur auf schon bekannte Viren entwickelt ist, aber jedes Jahr neue Typen kommen. ein gesundes Imunsystem kann mit den Infos aus der Grippeimpfung schnell auf eine neue Bedrohung reagieren, ein schon angeschlagenes Imunsystem eben kaum.

Er empfiehlt dennoch die Grippeimpfung weiterhin, weil er der Auffassung ist, dass die zu Verfügung stehenden antiviralem Medikamente gegen den Grippevirus so viele Nebenwirkungen haben, dass man die eigentlich nur im Notfall nehmen sollte.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Die Vector-Teile hatten allgemein eine geringere Wirksamkeit, aber haben die gleichen Sequenzen verwendet. Der Übertragungsweg derselben sollte auf die Impfspezifität eigentlich keinen Einfluss haben, nur auf die Gesamtwirkung. Sofern du also nicht schon Biontec und Moderna bei den ersten beiden hattest, würdest du mit JJ oder Astra als Booster keine Vorteile, sondern nur die allgemein geringere Wirkung erzielen. (In der oben verlinkten britischen Übersicht werden Leute, die umgekehrt Astra mit mRNA geboostert haben, mit mRNA+mRNA verglichen und sie schneiden ein paar Prozent schlechter ab.)

Die 3-Monatsempfehlung für Booster wurde Mitte Dezember offiziell vom RKI rausgegeben und müsste für alle gelten. Ich glaube, bei mir wurde für die Anmeldung auch nur das Datum der letzten Impfung erfasst und dass die einen den Termin streichen, wenn man schon da sitzt, nur weil man etwas mehr im Impfbogen auszufüllen hatte, wage ich zu bezweifeln.

Bei mir war die ersten beiden Moderna und die dritte Biontec.
 

seahawk

Volt-Modder(in)
Klar bei einem schwachen Immunsystem wirkt eine Impfung weniger, aber ein schwaches Immunsystem ist mit Impfung stärker als ohne.

Wobei ich bei der letzten Grippeimpfung viel schlimmere Nebenwirkungen hatte als bei der COVID-Impfung. Ich werde sie mir aber kommenden Herbst wieder holen, denn die erste Grippesaison ohne Pandemie könnte hässlich werden.
 

JePe

Software-Overclocker(in)
Wenn jemand direkt nach seinem Studium in die Forschung geht und danach in die Politik hat er natürlich keine praktische Erfahrung als Arzt. Wäre es jetzt qualifizierter hätte er 20 Jahre als Hausarzt gejobbt?
Reine Nebelbombe

Eine "Nebelbombe" ist es, mit Fachwissen zu kokettieren und 1,5 Jahre Wahlkampf bei Lanz zu machen, aber am Ende die Belege fuer die Kompetenz schuldig zu bleiben. Ansonsten hatte ich ziemlich unmissverstaendlich geschrieben, dass die mangelnde Praxis eben gerade nicht automatisch einen schlechten Arzt aus ihm macht.

Eine "Nebelbombe" ist es auch, eine (von seiner Partei mitzuverantwortende) Zwei-Klassen-Medizin anzuprangern, es sich aber selbst in deren Oberklasse als Vorstandsmitglied gemuetlich zu machen. Hiesse er Amthor oder haette er einen Maskendeal eingefaedelt, gaebe es einen Aufschrei. Kalle Unwirsch laesst man das, wie vieles andere auch, aber durchgehen.

Der (mein) Punkt ist - die (nicht nur) mediale Projektion von Lauterbachs Figur haelt stellenweise einem Faktencheck nicht stand. Dass man bei jeder Kritik daran sofort angegangen wird zeigt eigentlich nur, wie vergiftet das Kommunikationsklima mittlerweile ist. Ein Dr. Ganser muss sich kritischen Fragen stellen, ein Dr. Lauterbach nicht. Warum ist das so? Und Nein, ich stelle die beiden nicht gleich. Aber ich stelle dieselben Anforderungen an sie - und beide werden ihnen, wenn auch auf unterschiedliche Arten, nicht gerecht.

Es geht ja um das Thema Ahnung schon vergessen?

Im Gegenteil. Meine Aussage ist verkuerzt ja gerade die, dass er ganz sicher von vielen Dingen "Ahnung" hat - aber eben auch nicht mehr. Er prahlt aber mitunter mit "Expertise", was nicht dasselbe wie "Ahnung" ist.

Der Rest deines Posts naja zeichnet sich durch das fehlen sämtlicher Quellen aus.

Hast Du denn welche, die die ihm zugeschriebene Kompetenz auf z. B. dem Gebiet der Epidemiologie belegen? Auf seiner eigenen Webseite findet sich nur das, was ich schon verlinkt habe.

Ansonsten: Klick, Klick, Klick, Klick.

Womit ich mich aus diesem Nebenquest verabschiede. Meine Meinung zum Berufspolitiker Lauterbach ist, denke ich, klar geworden; ein weiteres Herumreiten auf dem Thema wuerde die Diskussion nur in eine unkonstruktive Richtung lotsen.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Dass man bei jeder Kritik daran sofort angegangen wird zeigt eigentlich nur, wie vergiftet das Kommunikationsklima mittlerweile ist.
Ich habe ein 40 Minuten langes Video mit scharfer Kritik über Lauterbach verlinkt, bin ein richtiger Fanboy oder?

Dir Aussage von compi war halt, dass Lauterbach keine Ahnung hat und das stimmt in letzter Konsequenz halt nicht.
 

compisucher

BIOS-Overclocker(in)
Jaaa, sorry, dass ich da so plakativ war.
Inhaltlich lehne ich mich aber an die Ausführungen vom werten @JePe an.

Es ist aber unterm Strich schon richtig, dass wir diesen Nebenkriegsschauplatz verlassen.
Er ist ja nicht das einzige Mitglied der Bundesregierung :D
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Eine "Nebelbombe" ist es, mit Fachwissen zu kokettieren und 1,5 Jahre Wahlkampf bei Lanz zu machen, aber am Ende die Belege fuer die Kompetenz schuldig zu bleiben.
Belege waren, dass er oft mit seinen Einschätzungen Recht gehabt hat.
Das wurde von Journalisten und Kollegen geschätzt und gelobt.
Aber für Manche ist er auch ein Panikmacher.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Er ist ja nicht das einzige Mitglied der Bundesregierung :D
Wollen wir weiter mit Volker Wissing machen? Dem Bundesverkehrsminister?


Scheinbar hat er gesagt was er denkt und damit zu viel Wind gemacht. Aber wenn die FDP dem Markt folgt bleibt nicht viel übrig außer auf Batterien zu setzen. E Fuels würden selbst Steuerfrei bei weit über 2,5€ liegen. Keine massentaugliche Alternative.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich bin ja weiter für H2

Wobei man da auch mit dem Innenministerium weiter machen kann, was nun auch einen deutlich anderen Stil bekommen wird mit der neuen Ministerin.
Die beiden Artikel zeigen auch ganz gut die Verflechtungen im BMI, insbesondere in der Abteilung "Öffentliche Sicherheit (ÖS)".
2018:

Was nun aus HG Maaßen geworden ist, zeigt ja die Geschichte der letzten Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Bisher stellt sich die Frage nicht, da ich aktuell kein Auto brauche.
Ein Tesla ist zudem auch nicht billig. ;)

Das Problem würde ich aber eher in der Zahl der H2-Tankstellen sehen.

Wenn durch Konflikte und CO2-Steuer die importierten fossilen Energieträger immer teurer werden, wird sich auch der aktuelle Aufpreis von erneuerbaren Energieträgern immer weiter verringern.
H2 lässt sich direkt dezentral per Brennstoffzelle aus erneuerbarer Energie von Wind und Solaranlagen gewinnen.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Mit Förderung startet man bei etwa 10.000€ bei BEVs.
Und ein Tesla ist jenachdem gar nicht so teuer.
Aber ich bleibe auch vorerst autofrei.

Dein Kommentar zu den Preisen ist zwar richtig, aber dadurch werden Brennstoffzellenautos im Vergleich zu Batterieautos nicht billiger.
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Dein Kommentar zu den Preisen ist zwar richtig, aber dadurch werden Brennstoffzellenautos im Vergleich zu Batterieautos nicht billiger.
Das Problem der Brennstoffzelle ist die geringe Energiedichte.
Brennstoffzelle lohnt eigentlich nur für den öffentlichen Nahverkehr wie in Bussen.
Daher -- öffentlichen Nahverkehr ausbauen, mit Brennstoffzellenbussen, natürlich kostenfrei nutzbar.
 

Nightslaver

PCGH-Community-Veteran(in)
Hmm -- warum sind fossile Energieträger so beliebt? Weil sie eine hohe energiedichte haben.
Meiner Meinung nach spielt wie so oft im menschlichen Denken vorrangig einfach die zu tätigende Investition und der unternehmerische Ertrag eine Rolle.

Die Infrastruktur und Technologie für die flächendeckende Nutzung fossiler Energieträger ist halt schlicht nach über 130 Jahren der Nutzung inzwischen weitestgehend ausgebaut / vorhanden und somit die Kosten gering und der Ertrag entsprechend konstant und hoch.
Alternative Energieträger bieten da, abgesehen halt vom Faktor des Umweltschutzes, wann hat der in der praktizierten kapitalorientierten Ökonomie der letzten über 130 Jahre mal eine wirkliche Berücksichtigung / Priorität gefunden, gegenüber den genutzten fossilen Energieträgern keine so "krassen" ökonomischen Vorteile, die einen run auf die Technologie auslösen würden, anders als z.B. von Muskelkraft auf Dampfantrieb und von Dampf auf Kohle und Öl / Gas, ect.

Entsprechend sind die Investitionskosten in die Technologie und die Infrastruktur für die Wirtschaft halt weitestgehend unatraktiv und fossile Energieträger interessant, da mit auf den Ertrag gesehen hohen Kosten verbunden, denen aber halt ökonomisch erstmal keine so offensichtlichen und schnellen verlockenden Vorteile gegenüber stehen, wie eben einst bei den fossilen Energieträgern (drastische Produktionssteigerungen, Kostenminderungen bei Personal und Rohstoffen, ect).

Genau darum funktioniert halt auch die Freiwilligkeit in der Wirtschaft beim Umstieg nur sehr begrenzt, welche halt bei fossiler Enerige noch relativ gut funktionierte, weil die Vorteile halt offensichtlich waren, jetzt aber bzgl. der gedachten / orientierenden wirtschaftlichen Zeiträume alleine durch den Umweltschutz nicht attraktiv / offensichtlich genug erscheinen.

Darum halt auch das lange klammern / die Beliebtheit und die ausgeprägte Lobbyarbeit zu Gunsten fossiler Energieträger.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sparanus

Volt-Modder(in)
gegenüber den genutzten fossilen Energieträgern keine so "krassen" ökonomischen Vorteile, die einen run auf die Technologie auslösen würden, anders als z.B. von Muskelkraft auf Dampfantrieb und von Dampf auf Kohle und Öl / Gas, ect.
Das liegt aber auch an der relativ stabilen Versorgungslage. Stell dir vor wir wären in der Situation wie in den 70ern mit autofreien Sonntagen. Da wär man aber ganz schnell bei Erneuerbaren um bloß nicht wieder in so eine Situation zu kommen.
Leider vergessen die Menschen viel zu sehr, dass wir was Öl und Gas angeht so ziemlich auf dem Trockenen sitzen.
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Genau darum funktioniert halt auch die Freiwilligkeit in der Wirtschaft beim Umstieg nur sehr begrenzt, welche halt bei fossiler Enerige noch relativ gut funktionierte, weil die Vorteile halt offensichtlich waren, jetzt aber bzgl. der gedachten / orientierenden wirtschaftlichen Zeiträume alleine durch den Umweltschutz nicht attraktiv / offensichtlich genug erscheinen.
Freiwilligkeit in der Wirtschaft? Die gibt es nicht.
Man musste die Industrie zum Katalysator zwingen, man musste die Industrie zum FCKW freien Kühlmittel zwingen, usw.
Und jetzt muss man die Wirtschaft eben wieder zwingen. Und die Bevölkerung musst du gleichermaßen zwingen. Anders geht es nicht mehr.
Also rauf mit den Preisen für CO2. Wer viel erzeugt, muss viel bezahlen.
Es kann ja nicht das Ziel sein 50 Millionen Verbrenner gegen 50 Millionen Elektroautos auszutauschen.
 

Nightslaver

PCGH-Community-Veteran(in)
Freiwilligkeit in der Wirtschaft? Die gibt es nicht.
Doch wie aufgezeigt gibt es sie, aber eben auch immer nur dann wenn die Wirtschaft halt besonders lohnenswerte Vorteile für sich dadurch erkennen kann.
Würde ökologische Nachhaltigkeit & alternative Energieträger zusätzlich den Personalbedarf um 20% senken und die Produktionskosten wie Produktionsleistung um 30% senken / steigern wäre sie sofort ganz vorne mit dabei. ;)

Aber so wie es ist wird ökologische Nachhaltigkeit halt nicht als erstrebenswerter Vorteil gesehen (solange die Kosten nicht die Erträge auffressen, aber dann ist es halt auch in Bezug auf die ökologischen Auswirkungen schon lange zu spät), weil er halt im massiven Gegensatz zur maximalen Gewinnorientierung unseres fast rein kapitalfokusierten Wirtschaftssystems der letzten 130 Jahre steht und zusätzlich auch noch außerhalb der eingeschränkten allgemeinen menschlichen Wahrnehmung fällt, die sich vom aktuellen Standpunkt ihres jeweiligen Betachters in jeglicher Hinsicht abstrakt wirkende Auswirkungen nur sehr begrenzt vorstellen kann und umso schwerer je größer die Entfernung in Raum und Zeit zum Problem ist und je schleichender deren Auswirkungen in den Prozessen sind.

Man musste die Industrie zum Katalysator zwingen, man musste die Industrie zum FCKW freien Kühlmittel zwingen, usw.
Und jetzt muss man die Wirtschaft eben wieder zwingen. Und die Bevölkerung musst du gleichermaßen zwingen. Anders geht es nicht mehr.
Sobald es um Gesundheit, Umweltschutz und soziale Faktoren geht definitiv!
Das sind nunmal auch Faktoren die, wie oben angesprochen, im Gegensatz und Konkurenz zur propagierten ökonomischen Orientierung des Systems stehen, bzw. eben auch kurzfristige größtmögliche Erträge zu Gunsten von geringeren Erträgen bei längstmöglicher Nachhatligkeit anstrebt.
Genau dies ist aber halt damals bei seiner "Erdenkung" und Festsetzung der Eckpfeiler kapitalorientierter Ökonomie, auch durch fehlendes Wissen von wirtschaftlichen und ökologischen Zusammenhängen und den allgemeinen Prioritäten bei den Zielsetzungen, gar nicht das Ziel gewesen.

Im Grunde ist das kapitalorientierte Wirtschaftssystem da etwas wie der Koran und die Bibel im Wandel der Aufklärung.
Zu ihrer Entstehung vor dem herrschenden Zeitgeist mit "relativ modernen" Ansätzen, aber die Zeit, Erkentnisse und Entwicklungen bleiben halt nicht stehen und der Inhalt veraltet halt vor dem Hintergrund des Wandels.
Problematisch ist halt das in unseren Gesellschaften aber immer noch zuviele Tonangebend sind die die Notwendigkeit des Wandels nicht anerkennen wollen und sich für eine weitere relativ streng konservative Auslegung des Systems einsetzen, weil die Veränderung halt an ihren Reichtum, Einfluss und ihrer Macht sägt.

Das bremst uns aber halt in vielen Punkten stärker aus als wir es uns noch vor dem ökologischen, aber auch an einigen stellen sozialen, Hintergrund leisten können.
 
Zuletzt bearbeitet:

HenneHuhn

Volt-Modder(in)
[...]

Die Impfzentren waren schon eine gute Idee. Aber auch bei denen ging es lange ja nur darum, wer alles noch nicht geimpft werden darf - und am Ende hat selbst dieses System nicht funktioniert...
[...]
Loosely related zum Thema Impfquote, Impfzentren und wie gut - und für wen - sie funktionieren. Achtung, anekdotisches Geschwafel incoming!

Ich arbeite mit Menschen, die als Gruppe betrachtet mit die niedrigste Impfquote aufweisen dürften (Flüchtlinge). Abgesehen davon, dass man auch hier natürlich das übliche Gefälle anhand des Bildungsgrads erkennen kann, sind es bei der Klientel vor allem praktische Hürden. Je nach dem, in welcher Phase ihres Verfahrens sie stecken, haben Sie keine Ausweispapiere, Versicherungsnachweise oder tatsächlich nichtmal einen Versicherungsschutz, der ihnen eine Impfung erlauben würde. Selbst die Schnelltests, denen sie sich dann entsprechend für jede Furz unterziehen müssen, klappen oft nicht mangels Dokumenten, die von rudimentär eingearbeiteteten Hans-und-Franz am Schnelltestcenter-Tresen akzeptiert würden.

Dann das Thema Impfen mit Termin oder über den Hausarzt. Ich weiß nicht, wie es in anderen größeren Städten ist, aber hier machen die Hausärzte reihenweise dicht, gehen in Rente und finden keine Nachfolger, weil sich das Kassenabrechnungssystem nicht rentiert bei ganz normalen Feld-, Wald- und Wiesenpatienten. Dann finde mal Hausärzte die Neupatienten aufnehmen, insbesondere wenn die Zusatzaufwand bedeuten (ständig Terminabsagen weil kein Sprachmittler organisiert werden konnte, ausländische Dokumente etc.). Und dann halt die Terminvergabe für Impfzentren. Funktioniert super -wenn du deutschsprachige Behörden-Websites bedienen kannst. Und von spontanen Impfaktionen muss man halt was mitkriegen und auch wieder darauf hoffen, dass nicht rumgezickt wird, weil man keine üblichen Dokumente vorlegen kann.

Nur mal als kleiner Einblick in die Problemstellungen dieser Gruppe bzgl. Covid-19-Schutzimpfung. Machen sicherlich nicht den größten Teil der Subpopulation "Ungeimpfte" aus, aber gerade in Ballungsgebieten eben schon eine relevante Zahl. Und wegen der Lebens-/Wohnumstände vielerorts sind sie halt selbst besonders gefährdet und logischerweise auch gute Spreader.
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Versicherungsnachweise oder tatsächlich nichtmal einen Versicherungsschutz, der ihnen eine Impfung erlauben würde.
Den braucht es wofür? Beim impfen fragt niemand danach, ich hab ja selbst keine Krankenversicherung und danach fragt keiner.
Nur mal als kleiner Einblick in die Problemstellungen dieser Gruppe
Was wir sehr einfach lösen können indem wir diese Impfbusse gezielt dort auffahren und Übersetzer mitschleppen. Vielleicht auch nen Iman weil der Großteil ja doch Moslems sind und go
 

HenneHuhn

Volt-Modder(in)
Den braucht es wofür? Beim impfen fragt niemand danach, ich hab ja selbst keine Krankenversicherung und danach fragt keiner.

Ganz offensichtlich wird häufig doch danach gefragt. Sonst würde ich das ja hier nicht schreiben :schief: Mit welcher Begründung, Berechtigung oder Notwendigkeit ist ne andere Frage. In der Praxis kommt es aber häufig genug vor.

Was wir sehr einfach lösen können indem wir diese Impfbusse gezielt dort auffahren und Übersetzer mitschleppen. Vielleicht auch nen Iman weil der Großteil ja doch Moslems sind und go

Richtig. Hat sich bspw. in Bremen auch bewährt. Gleichzeitig haben einige andere Städte sich damals, als die Impfpriorisierung gefallen ist, ja gesträubt sowas zu machen. Ist ja nicht so, dass es einfach f*cking Allgemeinwissen sein sollte, dass der (informelle) Zugang zu Informationen, zum Bildungs- und Gesundheitswesen schlichtweg nicht für alle gleich verteilt bzw. gleich einfach ist.
 
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