Mein Philips Fidelio X2 ist grade angekommen und ich bin etwas enttäuscht

AW: Mein Philips Fidelio X2 ist grade angekommen und ich bin etwas enttäuscht

Der Unterschied von MP3 zu gut aufgenommener Flac / Wave ist meiner Meinung nach schon sehr deutlich gerade bei der Bühne wirkt MP3 lieblos, unpräzise und und ohne viel Volumen.
 
AW: Mein Philips Fidelio X2 ist grade angekommen und ich bin etwas enttäuscht

Der Unterschied von MP3 zu gut aufgenommener Flac / Wave ist meiner Meinung nach schon sehr deutlich gerade bei der Bühne wirkt MP3 lieblos, unpräzise und und ohne viel Volumen.

Leider sind die wenigsten Aufnahmen gut oder auch nur in der Nähe von gut. Einen Unterschied zw. MP3 (wobei das auch das schlechteste Komprimierungsverfahren ist) und unkomprimiert kann man natürlich hören, aber am Klang eines KHs und dessen tonaler Abstimmung ändert das nix. D.h. wenn der Bass zu laut/leise ist, dann ist er das bei jedem Format. Auch sind die Unterschiede je nach Datenrate auch nicht so groß, dass man einen KH damit nicht beurteilen kann. Eine gute Aufnahme in 320er Qualität ist einer schlechten Aufnahme in 24/192 allemal vorzuziehen - nicht zuletzt weil HD Audio ohnehin nur ein Hype ist und sich nicht wirklich von 16/44.1 unterscheidet...

Feinheiten wie Bühne, Feindynamik usw. sind ein anderes Thema, aber die machen ohnehin erst Sinn, wenn die Aufnahme (unabhängig von deren Format) das auch bietet. Manche Musikrichtungen bieten das per se nicht...
 
Hi! Der Thread ist uralt aber er hatte irgendwo schon Recht mit den Fidelio! Habe sogar von Dekoni Extra Polster gekauft, die die original Polster alt aussehen lassen aber der Sound ist wie unter einer Glocke...vieles klingt dumpf und verfärbt.. Nachdem ich die schmalen leichten Sennheiser 560S angesteckt habe, weiß ich, wie schlecht die X2H Mr klingen! An den Threadersteller- gönn dir die Sennheiser mal!
 
Frohes neue Jahr ?

Hatte mir damals nen Sharkoon Gaming DAC Pro gekauft für meine Philips Fidelio X2HR. Kam jetzt aber in den Genuss des Fosi K5 Pro. Leider knackt der Sound in Hunt Showdown. Kabel und Kopfhörer bereits getauscht.
Mag es die Höhen einzustellen.

Fiio hat sowas gar nicht? Brauche ja noch ne Mikrofoneingang.

Budget ca. 150 €

PS Aorus FI27Q-P der integrierte DAC (Sabre ESS) ist nicht zu empfehlen?

 
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Ich buddel den Fred mal wieder aus, weil ich das so nicht stehen lassen kann, was hier geschwurbelt wurde :ugly:

Zunächst mal: jeder, der mehr als 100€ für Kopfhörer ausgibt, sollte sich im klaren sein, dass onboard Soundchips wie Realtek ALC in den meisten Fällen mit mehr als 15 Ohm Impendanz überfordert sind (selbst meine AKG In-Ear klingen scheiße, wenn ich sie ans notebook klemme) - geschweige denn 30 Ohm Impendanz wie sie der X2HR hat...

Es muss als Triebwerk kein analoger 1kW Verstärker + Endstufe sein, damit man aus den X2HR ein gescheites Klangbild zaubern kann, aber eine Asus Xonar U7 mk.II sollte es schon sein.
Ich hab mich für eine Creative Soundblaster AE-5 entschieden, die kann auch mit 600 Ohm KH umgehen und bietet 32 bit 384kHz Wiedergabe - die Kombi find ich am Desktop-PC deutlich vorteilhafter als einen FiiO, der keinen Mikrofoneingang hat ;-)

Auch das Quellmaterial wurde angesprochen: Spotify bietet im Standard-Abo nur MP3 320kbps an, das klingt nicht nur millenial, das ist auch noch von 1995. Klangqualität geht anders...

Für Rock/Metal kann ich als CD zum Probehören "Extreme II Pornograffitti" empfehlen.
Ansonsten hat Tidal bei gleichem Preis 1400kbps FLAC als Ausgabematerial.
Allein der Qualitätsunterschied bei dem Lied "Decadence Dance" zwischen YouTube und Tidal macht einen unterschied zwischen "Topf über dem Kopf und mit Daunenkissen ausgestopft" und "ich kann hören, wie der Gitarrist die Saiten mit dem Plektrum anschlägt...".

Mit dieser basis erzeugt der X2HR ein leicht Bass lastiges Klangbild, was super für Filme und Spiele ist, bei denen es etwas mehr zur Sache geht. Aber nicht so Bass-lastig, dass man davon Kopfschmerzen bekommt.
Wer will, kann jetzt noch die Harmann-Kurve einstellen um ein neutraleres Klangbild zu haben, aber generell finde ich die X2HR für Rock/Metal oder Actionspiele aller Art super.

@SegaMegaDriver: gönn dir mal nen gescheites Ausgabegerät und beurteile dann nochmal. Wenn der X2HR dann immernoch "wie unter einer Glocke" klingt: Ohren waschen :ugly:

Zum Thema Mikro: Headset-Mikrofone sind i.d.R. absolute Blechdosenquali - meine Empfehlung: Auna CM900 + Mikrofon-Arm. Klingt super und gibt ein bisschen Studio-flair.
 
@novocain
Da muss ich dir widersprechen, nicht vollumfänglich aber hauptsächlich. Wieso ich das kann: weil ich und ein Musiker-Kollege über Monate blind getestet haben und einen Reichtum an Erfahrungen gewonnen haben, da auch uns überall Bären aufgebunden wurden.
Equipment dabei waren DACs von Onboard über 10, 100, 200 bis 300 Euro und Kopfhörer von 20-400 Euro (In-Ear, On-Ear und Over-Ear bei geschlossener, halboffener und offener Bauform).
Darum eine kurze Zusammenfassung:
1. Youtube als Quelle ist für Audiovergleiche komplett ungeeignet, da sind wir uns einig, da maßlos komprimiert (teilweise hören sich Titel dort tatsächlich gut an, aber dann auch wieder extrem schlecht).
2. Einen Klangqualitätsunterschied von FLACs/DSDs zu ordentlich komprimierten 320kbps MP3s hört man nicht (über Monate immer wieder blind verglichen mit unzähligen Musik-Titeln die jeweils in beiden Qualitäts-Standards angehört wurden)
3. Einen Klangunterschied von 24Bit/48KHz (vllt. sogar schon 16Bit) zu 32Bit/384KHz hört man nicht (ebenso über Monate hin und her blind verglichen), egal ob FLAC/DSD oder MP3.
4. Man kann mit günstigen Geräten bereits sehr zufrieden sein. DACs für 10€ wie der legendäre Speaka DAC, der jetzt als Renkforce DAC verkauft zu werden scheint, haben bei 320KBPS MP3s nicht schlechter geklungen wie ein 300€ DAC mit DSD/FLAC Material (wobei hier noch viel mehr DACs zwischen 10€ und 300€ getestet wurden). Das selbe Spiel bei Kopfhörern, wo es zwar richtige Rohrkrepierer gibt, aber bereits ein günstiger Superlux HD668B z.B. ein Genuss-Lächeln auf das Gesicht zaubert, und wo man kaum Steigerung hört, wenn man z.B. auf einen 4x so teuren DT 990 Pro oder 13x so teueren T90 wechselt (wobei auch hier viel mehr Kopfhörer verglichen wurden, und Superlux sind hier klanglich echt superb für ihr kleines Geld).

Als Fazit sei gesagt: Vergleicht blind und lasst euch nicht vom Preis beeinflussen.
 
Vorsicht bei Verallgemeinern kleiner Stichproben - den Unterschied hört IHR nicht :D
Die höheren Samplingraten sind aber tatsächlich eher für's Studio relevant. Wahrnehmung und Vorliebe sind natürlich ein Spektrum und ca. 80% der (von Harman in westlichen? Gesellschaften getesteten) Menschen vervorzugen zB. eine warm abgestimmte Harman-Stimmung gegenüber einem neutralen Klang.

Anhand der Tests des bereits verlinkten Audiosciencereview aber auch rtings kann man mittels Equalizer APO noch mal viel auf die eigenen Vorlieben abstimmen.
 
Bei 2. muss ich aus eigener Erfahrung heraus auch widersprechen.
Vor allem beim Streaming hört man den Unterschied zwischen aac, ogg/vorbis, opus, die ja teilweise sogar über MP3 Niveau liegen sollen, und FLAC mitunter sehr direkt heraus.

Aber klar liegt das immer auch mit am Album, Equipment und den eigenen Ohren. Und dafür das mir das mit fremdem oder wechselndem Equipment gelingt würde ich auch nicht die Hand ins Feuer liegen.
 
2. Einen Klangqualitätsunterschied von FLACs/DSDs zu ordentlich komprimierten 320kbps MP3s hört man nicht (über Monate immer wieder blind verglichen mit unzähligen Musik-Titeln die jeweils in beiden Qualitäts-Standards angehört wurden)
Würde ich so nicht unterstreichen. MP3 mit 320 kBit/s kürzt regelmäßig Sachen weg, die bei einem verlustfreien Codec oder variabler Bitrate erhalten blieben. Generell halte ich dieses Format für den lebenden Beweis, dass sich nicht immer die besten Sachen als Standard etablieren. Selbst mit dem MP3-Codec selbst lässt sich mit variabler Bitrate fast immer ein Ergebnis erzielen, das besser klingt und gleichzeitig eine kleinere Datei ergibt, da Bitrate dadurch nicht verschenkt wird, wo sie überflüssig wäre, und dafür an Stellen fehlt, wo sie gebraucht würde.
3. Einen Klangunterschied von 24Bit/48KHz (vllt. sogar schon 16Bit) zu 32Bit/384KHz hört man nicht (ebenso über Monate hin und her blind verglichen), egal ob FLAC/DSD oder MP3.
This. Ich finde das immer amüsant, wenn Consumer-Soundkarten, die überhaupt nicht für den professionellen Einsatz gedacht sind, mit solchen Zahlen beworben werden. Kein Mensch kann beim Musik hören 192 dB Dynamikumfang, die man mit 32 Bit theoretisch zur Verfügung hat, ausreizen (in der Realität kommt man schon mit den 96 dB von 16 Bit Auflösung extrem weit); und selbst wenn man zu den Übermenschen gehört, die Frequenzen > 20 kHz wahrnehmen können, welche durch Samplingraten > 48 kHz erfasst werden können, fliegen die bei der DA-Wandlung dank Tiefpassfilter wieder raus und kommen daher nie beim Hörer an. Oversampling findet bei der DA-Wandlung übrigens immer statt, um die Genauigkeit der Wandlung zu verbessern, egal ob das Quellmaterial mit 48 oder 192 kHz gesampelt ist.

In der Produktion haben Samplingraten > 48 kHz und 24 Bit Auflösung ihre Daseinsberechtigung – das Audiomaterial soll schließlich noch umfangreich bearbeitet werden und man will die Fehlerfortpflanzung bis zum Mastering so gering wie möglich halten. Bei der Distribution ist das schlichtweg überflüssig. Die 16 Bit und 44,1 kHz der Audio-CD wurden nicht ohne Grund so festgelegt. Kommt dann noch Audio- und Datenkompression dazu, dann bin ich wirklich gespannt auf die Erklärungen, wie man den Dynamikumfang von 24 oder gar 32 Bit auszureizen gedenkt.
 
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