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[Leserartikel] Curve Optimizer Guide Ryzen 5000

TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Moin, habe deine Fragen gelesen, antworte dann später bzw morgen darauf, weil ich gerade unterwegs bin.

Wollte nur kurz Bescheid sagen, dass es nicht überlesen wurde ;)
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Erste Schwierigkeit ist, dass die Spannungen variieren. Ich hab per HWinfo dann immer den Mittelwert aus 1 min genommen. Macht das Sinn?
Kann man so machen, ja.
Ich meinte damit eigentlich eher, dass erstmal geschaut werden soll, welcher Kern die höchste Spannung bekommt (und anfordert).

VID = Angeforderte Spannung
SVI2 = gelieferte Spannung inkls Verlustleistung durch die VRMs.
Was unter dem Boardsensor steht ist das, was es liefert ohne Abzug.

Man kann sich beim Ausloten dann entweder an den Höchstenwert des SVI2 halten (MAX) oder an den AVG Wert über ein paar Minuten. Meiner Erfahrung nach ist es dabei oft eher der aktuell anliegende (bei gleichbleibender Last).

2. Später bei den Offsets im Curve Optimizer blicke ich auch nicht ganz durch, was da wirklich dahintersteckt. Was sind diese Offsets? Sind das Offsets bei der Spannung einzelner Kerne oder Offsets bei den Taxten einzelner Kerne? Und wie genau vorgehen, wenn ein Kern Probleme macht? Mein Verständnis ist: ein problematischer Kern benötigt mehr Spannung für gleiche Leistung, also muss dessen Offset weiter in Richtung positive Werte gebracht werden, z.B. von ‚-10‘ nach ‚-5‘ – ist die Annahme korrekt?
Kurz Ja.


Nun etwas ausführlicher ;)

Ein Offset auf einen Kern bewirkt, dass die Spannung für den Boost (und nur für diesen) auf dem jeweiligen Kern herabgesetzt wird. Wie hoch dieser wirklich ist, kann man nur mit externen Messgeräten messen, da auch die VRMs eine Rolle dabei spielen.

Laut AMD soll der Wert je Stufe 3-5mv betragen, je nach Last die gerade anliegt.

Die Technik dahinter ist also, dass je höher man den negativen Offset einstellt, der Kern beim Boosten weniger Spannung bekommt. Dadurch werden die Temperaturen etwas niedriger und der Boost kann entweder länger gehalten werden oder fällt höher aus.

Ziel sollte also sein, den möglichst höchsten negativen Offset herauszufinden damit man maximale Leistung aus dem Kern holen kann.

Wenn es dabei zu Problemen kommt, muss man den negativ Offset wieder entschärfen.

Auch kann es vorkommen, dass umliegende Kerne das Verhalten anderer Beeinflusst, da man die Spannung herabsetzt.

Klingt alles nun etwas schwierig, ist es aber vom Prinzip her nicht, man muss eben genau die richtigen, maximalen Werte für alle Kerne einzeln herausfinden, im schlimmstenfall in einer Schritten.


Als hinweis dazu, es kann auch dazu kommen, das ein Kern -30 als offset ohne Probleme macht, ein anderer Kern aber ein positiven Offset benötigt, sagen wir mal +5 um es einfach zu halten.
Nun muss man schauen ob diese zusätzliche Leistung auf dem Kern der -30 schafft, den "Verlust" der Leistung von dem Kern der +5 benötigt ausgleichen kann. (Kleine Rechenspielerei und meist auch nur geringe Änderungen in synthetischen Benchmarks)


Da diese Werte immer unterschiedlich sind (bei jeder einzelnen CPU) kann man da nicht pauschal sagen "stell - 20 ein, das läuft bei mir".

Außerdem kommt es immer auf den Test an womit man die Stabilität prüft. Aus dem Grund habe ich auch geschrieben, dass man sowohl mit AVX (2) als auch mit SSE testen soll, Gaming und auch mal komplett Idle lassen.

Erst wenn das ein paar Tage (oder Wochen) ohne Probleme und Fehler in Stresstests durch lief, kann man von "stabil" reden.

Hoffe ich konnte deine Fragen soweit beantworten und habe nichts vergessen, falls doch, einfach nochmal melden ;)

@bynemesis
Erkennen kannst du das daran, dass du die selben oder weniger Punkte bekommst, bei zu hohen Werten.
Sollte die Leistung weiterhin besser werden (in synthetischen Tests) dann liegt noch kein Clock Stretching vor.

Ein ausgeprägtes Beispiel dafür wäre, wenn dir 5000MHz angezeigt werden, andere mit 4700 - 4800MHz aber die selben Punkte bekommen (im selben Test)

Aber! und das ist wichtig, nur unter den selben Bedingungen, bei einem Allcore OC werden in einem Mehrkerntest die Taktraten geringer sein, aber oft mehr punkte bringen (wenn richtig eingestellt) da man nicht Powerlimitiert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

ApolloX30

Komplett-PC-Aufrüster(in)
@Darkearth27 Danke, das ist gut erklärt. Jetzt hab ich das Prinzip gut verstanden und kann damit selber umgehen: der CO Ansatz zielt auf "lokales" Undervolting ab, welche dann stärkere Boosts mit sich bringt. Also Effizienz und Leistung hoch, System optimiert.
Blöd ist bei all den Erklärungen die Sache mit den negativen Offsets, weil was ist "größer", im Zahlenstrahl nach oben oder unten ... das wird immer wieder zu Verwirrung führen.

Ich kann mir meine CPU jetzt also weiter optimieren, indem ich den guten Kernen die Offsets weiter negativer (im Zahlenstrahl nach unten, betragsmäßig nach oben) mach, oder auf Deutsch, weniger Spannung gebe und dem einen schlechten Kern mehr Spannung, oder ihn in Ruhe lassen.
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Ja das mit dem erhöhen und verringern bei negativer Zahl verwirrt scheinbar viele.

Wenn ich in dem Zusammenhang schreibe, dann schreibe ich ja oft dazu, dass negativ hoch (-20 zu -30) z.B. gemeint ist. Wenn ich dann verringern schreibe meine ich -20 zu -10 z.B.

Grundsätzlich wird die Zahl immer höher beim erhöhen und niedriger beim verringern, deswegen die Verwirrung, da das aber nun erklärt ist hoffe ich du kannst weiter machen ohne das es zu Missverständnissen kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Jahtari

BIOS-Overclocker(in)
Moin moin.
Ich hatte heute endlich mal die Muße, mir meine Cores unter zuhilfenahme des CoreCyclers genauer anzuschauen. Der erste Durchlauf bei -25 allcore lief probemos durch, also direkt runter auf -30 allcore - da gab es dann den ersten Absturz bei c2... Also ins Bios und auf manuelle Einstellungen und c2 punkt um punkt höher. bei -26 hat der Kern dann bestanden. Ich habe den CoreCycler dann nochmal über alle Kerne laufen lassen:

c0, c1, c3, c4, c5, c6, c7 bei -30, c2 bei -26:
opti.png


und zum Abschluß dann noch 3 Runden CB20:
cb.jpg


Wie gehe ich denn am besten weiter vor? Ziel wäre mehr Takt bei maximaler "Betriebssicherheit". Gibt es irgendwelche (Sensor)Werte, die ich im Auge behalten sollte um dem Prozessor nicht zu schaden - und wie sind die aktuellen Werte denn überhaupt zu bewerten?

Fragen über Fragen... hat wer Bock? :D
 

majinvegeta20

Lötkolbengott/-göttin
@Jahtari
Das sieht doch alles sehr sauber bei dir aus.
Ich hatte mir zusätzlich auch wenn es da eher weniger zu Fehlern kommen wird, das Boostverhalten und vor allem die Taktstabiltät in CPU Lastigen Games genauer angeschaut. War mir aber nur persönlich wichtig. Wollte keine bösen Überraschungen haben, in Richtung erhöhten Taktabfall bei längeren Gaming Sessions. ;)

Hast du bereits schon probiert einen höheren Boost Override draufzugeben?
Denke dann könntest du schon Richtung 4,9-5 Ghz max Core stabil und vor allem "sauber" kommen. :)
 

Jahtari

BIOS-Overclocker(in)
das system lief auch schon mit allcore -30 völlig störungsfrei bei und mit allem, was ich so mit dem PC treibe.
den Boost Override check ich mal aus, mal schauen was passiert.
Worauf soll ich achten, dass es nicht zu viel wird? Also irgendwelche Ströme oder Spannungen?
 

Schori

BIOS-Overclocker(in)
Ob deine Einstellungen wirklich stabil sind merkst du erst durch viele Lastwechsel, also zocken und testen.
Wenn du noch ein höheren PBO Boost fahren willst wirst du auch mit den Offsets runter müssen.
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Wie meine Vorposter schon sagten, kannst du den BoostOverride noch erhöhen, oftmals (leider) damit verbunden, dass der Offset neu ausgelotet werden muss. Dabei würde ich aber von +200 nach unten arbeiten, bei vielen ist bei +150 mit einem 5800X bei maximalen Offsets dann Ende, andere können wiederrum die 200 halten.

Zu der "Betriebssicherheit" kann man tatsächlich nur "testen, testen, testen" sagen, mit den unterschiedlichsten Programmen, Spielen und Videos schauen.

Allerdings würde ich das aktuelle Setting erstmal ein oder zwei Wochen im Betrieb testen, ob es auch abseits von Prime stabil ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

majinvegeta20

Lötkolbengott/-göttin
das system lief auch schon mit allcore -30 völlig störungsfrei bei und mit allem, was ich so mit dem PC treibe.
den Boost Override check ich mal aus, mal schauen was passiert.
Worauf soll ich achten, dass es nicht zu viel wird? Also irgendwelche Ströme oder Spannungen?
Da die Spannungsschwankungen per Core wirklich im Milisekundenbereich auf und ab gehen, ist es ohne passendes Messequipment sowieso recht schwer konkret nachzumessen.
Wie Darkearth schon ganz richtig gesagt hat, testen, testen und abermals testen und schauen, ob einem etwas negatives auffällt. ^^

Wie gesagt, ich persönlich hab mir einfach Taktstabiltät bzw. erhöhten Taktabfall nach gewissen Zeitzyklen in Spielen angeschaut. Da gibt es aber unterschiedliche Möglichkeiten, die je nach den persönlichen Präferenzen anders aussehen können. Wie heißt es so schön: "Mehrere Wege führen nach Rom". :D
 

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Ich habe mich auf Arbeit nun auch mal mit dem Thema beschäftigt, ursprünglich sollte das Thema "Curve" in den kommenden, erweiterten Tuning-Artikel zu Ryzen 5000. Allerdings bin ich mit den Ergebnissen mehr als unzufrieden und finde offenbar keine Lösung dafür. Hier erst einmal, was der 5950X bei uns stabil packt:

Kern5950X (V)5950X (GHz)5950X Curve (V)5950X Curve (GHz)Offset (-)
01,40-1,4754,87-4,941,40-1,4444,94-5,008
1*1,43-1,4694,93-5,001,45-1,4815,02-5,049
21,40-1,4814,73-4,821,40-1,4384,83-5,0026
31,39-1,4754,77-4,821,39-1,4504,91-5,0027
41,40-1,4754,76-4,881,43-1,4625,00-5,0326
51,39-1,4564,47-4,791,39-1,4384,95-4,9829
6*²1,42-1,4624,85-4,981,43-1,4624,93-5,002
71,39-1,4694,78-4,841,41-1,4254,85-4,895
81,44-1,4694,69-4,731,45-1,4694,86-4,9629
91,43-1,4624,72-4,771,45-1,4624,99-5,0229
101,44-1,4694,67-4,711,46-1,4754,90-4,9429
111,43-1,4624,70-4,741,45-1,4694,96-4,9829
121,43-1,4694,67-4,721,44-1,4754,84-4,9427
131,42-1,4694,67-4,721,45-1,4694,91-4,9529
141,42-1,4694,63-4,671,44-1,4624,77-4,8929
151,43-1,4624,70-4,751,45-1,4694,85-4,9018

Das ist die Arbeit von vier Arbeitstagen, ich habe jeden Kern einzeln eingemessen und auf Stabilität geprüft. Die Taktraten können sich mMn. sehen lassen und liegen merklich höher gegenüber dem Standard-Setting. Nun ist es aber so, dass die CPU in der optimierten Variante über 20 Spiele hinweg nicht mehr leistet, die Leistung fällt ggü. dem Stock-5950X im Schnitt um rund 1,6 Prozent ab.

Offenbar ein Fall von Clock Stretching, ok, ich habe danach die Kerne, die das größte Offset erhalten haben wieder mit etwas mehr Spannung versorgt, was die CPU in diversen Benchmarks jedoch noch ein Stück langsamer gemacht hat. Den Boost Override nutze ich nicht, auch sonst stehen außer den Energiesparoptionen (damit sich Kerne abschalten können) auf Auto, als Board nutze ich ein MSI X570 Unify mit aktueller UEFI-Version.

Ich verstehe nun nicht, was falsch läuft und niemand in der Redaktion hat mehr Erfahrungen mit dem Thema sammeln können als ich, daher trete ich nun an euch heran. Was läuft hier falsch? Muss ich noch etwas im UEFI beachten? Warum ist die CPU trotz im Schnitt 300 MHz höherer Taktraten nicht schneller?

Bin für jede Hilfe dankbar :-)
 

McZonk

Moderator
Teammitglied
Welche Taktraten gibst du hier denn an? Oder anders gesprochen: was sagen die Effective Clocks in HWinfo?
 

McZonk

Moderator
Teammitglied
Sehr interessant, denn dann kannst du Clockstretching eigentlich ausschließen.

Misst du denn in synthetischen Benchmarks (Cinebench ftw) Mehrleistung?
 

Methusalem

Freizeitschrauber(in)
Sehe ich das richtig, dass Kern 1 und 6 die besten sind, du denen aber den geringsten negativen Offset gegeben hast?
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Moin.

@PCGH_Dave
Ich nehme nun einfach mal an du betreibst die CPU mit den Stock Limits von 142 95 140 und dazu noch ein RAM OC oder?

Problem dabei ist, es wird dann unweigerlich bei dem 16 Kerner zu Engpässen kommen, da dieser dann sehr oft TDC und auch EDC Limitiert ist.

Ein Anheben der genannten Limits um jeweils 15 - 30A könnte hier Abhilfe schaffen.
Je höher das RAM OC, desto weniger Powerbudget für die Kerne (bemessen an der SoC Spannung) und dadurch entsteht ein leichtes Clockstretching.


Wenn du außerdem das aktuelle Final 1202 Bios vom Unify X570 nutzt überprüfe mal die Telemetrie (diese hatte bei mir mit einem 5900x und dem Unify eine Abweichung von knapp 35A).

Dazu die Power Reporting Deviation unter Last auslesen (CB23 beim Multicore test) und bei einem Wert über 100 im OC Menü die CPU VDD Full Scale Current nach unten anpassen.
Bei Werten unter 100 den Wert erhöhen, bis der PRD - Wert (HWInfo) bei Last nahezu 100% anzeigt. (Diese Methode funktioniert mit CB23 und dem Multicore Test am schnellsten und ist auch nur dann korrekt wenn die CPU gerade alle Kerne belastet)

Die PRD Werte werden bei Teillast und im Idle höher oder niedriger sein und sind deswegen irrelevant.

1623736612223.png


Die CPU SoC Fullscale Current ist für die TDC Werte zuständig.

Da sich alle Hersteller bei dem Thema Telemetrie mit der Aussage "Confidential" gemeldet haben, wissen diese über die Missstände bescheid, beheben diese aber nur langsam.

Beim Unify und dem 1203A Beta Bios wurde es schon etwas angepasst, aber die Telemetrie weicht immer noch ab.

Von 240A (Auto-Wert der CPU VDD Full Scale Current) die das Board eigentlich bietet, war es beim Agesa 1202 eine Abweichung von 35A die hinterlegt waren, musste somit auf 205A beim VDD Full Scale runter damit die CPU die richtigen Werte bekommt und auf 228A mit dem 1203A Beta Bios.

Bei der TDC (SoC Full Scale Telemetry) war beim 1202 eigentlich alles in Ordnung, das hat sich dann beim 1203A etwas geändert, damit die Werte auch hier stimmen, musste ich von 100A (Auto Wert) auf 78A herunter.

Diese ganzen Telemetriedaten die für jedes Board und jede CPU hinterlegt werden müssten, sind leider bei fast jedem Board falsch. Bei dem einem mehr, bei dem anderen weniger.

Man kann leider nicht einen Wert für jedes Board und jede CPU nutzen, dies muss leider für jede einzelne Kombination und Exemplar neu eingestellt werden.

Das anpassen der Telemetrie kann übrigens auch beim vermindern von WHEA-Fehlern beim RAM OC helfen.
Im RAM OC Discord haben wir dazu auch intern schon eine kleine Anleitung geschrieben und bei ein paar Leuten (mit einem Dark Hero) konnten so der IF auf 2033MHz ohne WHEA-Fehler angehoben werden, da das Board dann die "richtigen" Spannungen und Ströme anlegt und man es dann besser einstellen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
@Darkearth27
Sehr interessant, da setze ich mich mal in einer ruhigen Minute dran, danke!

Sehr interessant, denn dann kannst du Clockstretching eigentlich ausschließen.
Misst du denn in synthetischen Benchmarks (Cinebench ftw) Mehrleistung?
Die habe ich noch nicht weiter getestet, die Leistung in Spielen hatte bislang Vorrang. Und gerade muss ich noch andere Sachen fertig machen, das Heft ruft :crazy:
Sehe ich das richtig, dass Kern 1 und 6 die besten sind, du denen aber den geringsten negativen Offset gegeben hast?
Richtig, macht auch Sinn, da die Kerne vorher schon einen sehr hohen Takt angelegt haben und somit es geringeres Undervolting-Potenzial bieten. Die Stabilität wurde dabei mit diversen Games und dem CoreCycler getestet, ein minimal höheres Offset sorgt bei den schnellsten Kernen schnell für Instabilität.
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Wäre eventuell auch mal wieder etwas für Torsten, als Mainboard-Profi und Redakteur bekommt er eventuell mehr oder präzisere Aussagen der Hersteller als nur ein "Confidential".
Jedenfalls ist die falsche Board Telemetrie ein aktuell sehr undurchsichtig es Thema.
 

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Achso, damit das noch klar ist (Doppelpost ftw!):
Ich habe für jedes Setup kein RAM-OC genutzt. Zum ausloten der Kerne war der Speicher auf DDR4-2400 fixiert, mit sehr laschen Timings. Als die Werte feststanden, habe ich den Speicher auf die AMD-Vorgabe -3200 getaktet und damit die Benchmarks erstellt.

Dass die Limits vor allem den 16-Kerner ausbremsen, kam mir auch in den Sinn, ich habe daraufhin alle Limits auf 999 gestellt. Die CPU hat dieses Verhalten damit belohnt, nicht mehr höher als 4,2 GHz boosten zu wollen, egal ob mit oder ohne Curve. Sehr seltsames Verhalten.
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Beim unify (wenn es sich verhält wie meines) müsste "Auto" dann sogar mehr zulassen als erlaubt (500 210 220) alles drüber wird dann wieder langsamer. Warum auch immer.
 

Methusalem

Freizeitschrauber(in)
@Darkearth27
Sehr interessant, da setze ich mich mal in einer ruhigen Minute dran, danke!


Die habe ich noch nicht weiter getestet, die Leistung in Spielen hatte bislang Vorrang. Und gerade muss ich noch andere Sachen fertig machen, das Heft ruft :crazy:

Richtig, macht auch Sinn, da die Kerne vorher schon einen sehr hohen Takt angelegt haben und somit es geringeres Undervolting-Potenzial bieten. Die Stabilität wurde dabei mit diversen Games und dem CoreCycler getestet, ein minimal höheres Offset sorgt bei den schnellsten Kernen schnell für Instabilität.
Ja, bei meiner CPU ist es umgekehrt. Durch niedrigere Spannung auf den besten Kernen erreiche ich da den höchsten Boost und damit auch die beste Leistung. Ein Offset von -30 hat sich da als optimale Variante herausgestellt.

PS: Übrigens auch stundenlang mit CoreCycler etc. auf Stabilität getestet.

Vielleicht noch als Ergänzung Beitrag #42:

Frage von ApolloX30: "Mein Verständnis ist: ein problematischer Kern benötigt mehr Spannung für gleiche Leistung, also muss dessen Offset weiter in Richtung positive Werte gebracht werden, z.B. von ‚-10‘ nach ‚-5‘ – ist die Annahme korrekt? "

Antwort:" Kurz ja."
 
Zuletzt bearbeitet:

McZonk

Moderator
Teammitglied
Bei Ryzen-5xxx kann man einfach nicht verallgemeinern (individuell austesten ist angesagt...). Das hatte ich hier ja auch schon mal mit zwei 5800X gezeigt: Nr.1 lässt auf Boostkern #1 gar nix zu, Nr.2 verträgt dagegen -20 auf dem primären Boostkern.
So, ich habe mal meine Erfahrungen mit zwei 5800X aufbereitet.

Allgemein: Das ist eine absolute Quick&Dirty-Methode, aber da es am Ende ein paar CPUs mehr sind, hab ich echt keine Zeit mich mehrere Stunden mit jedem individuellen Chip zu beschäftigen. Daher ist das Ziel schlicht schnell und zielgerichtet Vergleiche zur Güte machen zu können und nicht eine 1000 % Alltagsstabilität herzuleiten.

Vorgehen: Ich stelle den CoreCycler bei Standardeinstellungen auf 1 Min/Core und erhöhe bei einem erfolgreichen Durchlauf (1 Iteration) den Offset um 5 Stufen bis zum Maximalwert von -30 (5 -> 10 -> 15 -> 20 -> 25 -> 30). Sobald es zu einem Fehler kommt, geht es die Stufe zurück (5 -> 10 -> 15 Error -> 10). Am Ende müssen alle Kerne den Wert zwei mal schaffen, dann wird der CoreCycler auf Standardeinstellungen zurückgesetzt und die Offsets mit 6 Min/Core getestet. Kommt es hier zu Fehlern stelle ich nochmal nach, bis alle Kerne den 6 Min Test überstehen (In Summe also 48 Minuten für den Achtkerner...).

Getestet habe ich im ersten Schuss mit 50 MHz Boost-Offset, was bei den Kernen dann für 4,9 GHz Boost sorgt (effektive clocks wohlgemerkt). Das UEFI ist vorher mit defaults geladen, DDR4-3.200 XMP liegt an und die PBO Settings sind manuell auf Standardeinstellungen gesetzt (142/95/140).

CPU #1: 2110 SUT - mit Wraith Prism Kühler.

Anhang anzeigen 1360445

CPU#2: 2050 PGS - 140 mm AiO (hier hatte ich schon bessere Absprungwerte, daher fallen die Start-Offsets so wirr aus. Core #0 habe ich rein aus Psychologie am Ende noch auf -1 gestellt, damit ein negativer Offset da ist ;) )

Anhang anzeigen 1360396

Und so sieht dann das Ergebnis aus:

Anhang anzeigen 1360397

Kurzfazit: Der neuere Chip braucht für die +50 MHz Boost Offset zwar sogar ein positives Offset auf dem primären Boost-Kern 0 (!), kann dafür aber im Mittel über die übrigen Kerne viel mehr negativen Offset vertragen. Das Ding ist im Multicore im Anschluss daher auch messbar schneller als der 2050PGS. Das Bild zeigt auch, wie unterschiedlich sich die Chips verhalten. Irgendwelche pauschalen Aussagen sind daher nur mit einer hohen Unschärfe zu treffen (plakatives Beispiel: beim 2050PGS verträgt der primäre Boost-Kern 2 -20 Offset... wtf.).

Zeitaufwand der Übung: ~3,5 Std. Als nächstes werd ich das mal noch für Boost-Offset 0 Mhz und 100 MHz testen. Wenn ich mal wieder Zeit finde.
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Bei Ryzen-5xxx kann man einfach nicht verallgemeinern (individuell austesten ist angesagt...).

Genau so schaut es aus. Man kann zwar immer Anhaltspunkte geben wie am besten zu starten ist, aber jede einzelne CPU verhält sich halt anders.

Deswegen hatte ich auch geschrieben mit kleinen Schritten anzufangen sei besser als mit großen (-30) denn im schlimmsten Fall braucht ein Kern ein positives Offset und vorher testet man sich Stunden-, Tage-, Wochenlang einen Ast ab (von - 30 bis 0) bis man auf die Idee kommt es doch mal in ein positives Offset zu versetzen.

@Methusalem

Die lange Version meiner Antwort gibt dir eventuell mehr Infos, als das kurze "Ja", denn es ist eben individuell und nicht alle CPUs machen hohe Offsets mit, wie oben schon erwähnt. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Methusalem

Freizeitschrauber(in)
Die lange Version meiner Antwort gibt dir eventuell mehr Infos, als das kurze "Ja", denn es ist eben individuell und nicht alle CPUs machen hohe Offsets mit, wie oben schon erwähnt. ;)
Es ist auch nur auf den speziellen Fall meiner CPU gemünzt, und das in dem Fall weniger Spannung auf den besten Kernen das beste Ergebnis bringt.

Das sollte keine Allgemeinrezept sein, sondern nur andeuten, dass unterschiedliche, möglicherweise auch genau gegenteilige Maßnahmen, ebenfalls erfolgreich sein können.
 

majinvegeta20

Lötkolbengott/-göttin
Ja, bei meiner CPU ist es umgekehrt. Durch niedrigere Spannung auf den besten Kernen erreiche ich da den höchsten Boost und damit auch die beste Leistung. Ein Offset von -30 hat sich da als optimale Variante herausgestellt.

PS: Übrigens auch stundenlang mit CoreCycler etc. auf Stabilität getestet.
War bei mir genauso.
Die besten beiden Kerne nutzen bei mir ebenfalls den höchsten negativen Offset und laufen so am Effektivsten.
Alles andere brachte ein insgesamt schlechteres Ergebnis, wenn auch nur im minimalen einprozentigen Bereich.
Aber wenn schon, denn schon. ;)
 

-Kerby-

Software-Overclocker(in)
Erstmal vielen Dank für den Artikel :daumen:

Eine Frage hätte ich. Ich besitze ein Asus B550-E mit einem Ryzen 5900X.
Nun heißt es, man soll PBO abschalten, um die einzelnen Kerne bzgl. ihrer Güte einzuschätzen.
Wie sieht das nun bei mir aus? Ich kann entweder PBO im AI Tweaker oder unter den AMD Overclocking Einstellungen (Advanced > AMD Overclocking) abschalten. Habe sicherheitshalber beides deaktiviert, aber woran erkenne ich nun, dass das PBO abgeschaltet ist?
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Musste dich wohl drauf verlassen, dass es so ist.
(Ist nicht bös gemeint, aber ein wenig Vertrauen in das BIOS muss man in dem Fall haben)
 
Zuletzt bearbeitet:

Tiltproof100

Schraubenverwechsler(in)
Hi,
habe gerade angefangen zu optimieren und dabei ist mir aufgefallen das Core 2 niedriger taktet, nach dem ich im Curve Optimizer einen Negativ Wert eingetragen habe. Kann es sein das die Spannung zu niedrig ist für den Core, so das er nicht mehr höher Takten kann oder wodran könnte das liegen?
Und Core 1 gönnt sich mehr Spannung trotz Negativen Wert.

Hier mal die Werte:
core 0 4655 MHz 1.444 V -7 4655 MHz 1.431
core 1 4655 MHz 1.438 V -5 4655 MHz 1.438-1.444
core 2 4655 MHz 1.444 V -7 4650 MHz 1.431
core 3 4630 MHz 1.444 V -10 4655 MHz 1.413
core 4 4630 MHz 1.444 V -10 4655 MHz 1.413
core 5 4630 MHz 1.444 V -10 4655 MHz 1.413
core 6 4655 MHz 1.444 V -7 4655 MHz 1.413
core 7 4655 MHz 1.438 V -5 4655 MHz 1.419

HWInfo nach jeder Kernzuweisung resetet.


Edit: erstes Problem hat sich erledigt, hatte den Effective Clock abgelesen :ugly:
Edit2: hatte mich doch nicht verguckt, bei bestimmten Werten sind tatsächlich 5MHz weniger. Habe jetzt angefangen den Takt+Effektiven Takt zu notieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Cleriker

PCGH-Community-Veteran(in)
Erstmal vielen Dank für den Artikel :daumen:

Eine Frage hätte ich. Ich besitze ein Asus B550-E mit einem Ryzen 5900X.
Nun heißt es, man soll PBO abschalten, um die einzelnen Kerne bzgl. ihrer Güte einzuschätzen.
Wie sieht das nun bei mir aus? Ich kann entweder PBO im AI Tweaker oder unter den AMD Overclocking Einstellungen (Advanced > AMD Overclocking) abschalten. Habe sicherheitshalber beides deaktiviert, aber woran erkenne ich nun, dass das PBO abgeschaltet ist?
Ich weiß, das liest sich immer etwas blöde, aber...
- Stell beides aus und schau wie sich deine CPU verhält.
- Schalte es im AI-tweaker ein und schau wie sie sich verhält.
- Schalte es im Ai-tweaker aus und unter AMD OC ein und schau wie sie sich verhält.
- Dann stell beides auf enable und schau ob sich was ändert.
Danach ziehst du dein Fazit.

Hab ich bei meinem Dark Hero auch erstmal so gemacht, nur um dann festzustellen dass mit dem Vorserien-Bios und den finalen das Verhalten unterschiedlich ausfällt.
Von ASrock hatte ich ein Thaichi und ein Steel Legend, wo die Einstellung zwingend unter AMD OC geschehen musste.
 

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Ich habs nach drei Monaten Tüftelei aufgegeben :daumen2:
Zumindest was unseren 5950X angeht, kommt ich mit der Curve auf keinen grünen Zweig.
 

McZonk

Moderator
Teammitglied
Ich habe gerade erst wieder einen 5600G gecurved und das war wie schon bei den 5800X von Erfolg gekrönt. :-) @PCGH_Dave : hast du denn mal einen anderen Zen3 getestet?
 

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Zugegebenermaßen nein, was einfach der Zeit geschuldet ist. Immer wenn ich mal sowas "cooles" machen will, kommen zwei, drei andere Themen dazwischen. Ich habe bald Urlaub, vielleicht nehme ich mir einfach mal einen 5600X mit und bearbeite den etwas in meiner Freizeit. Der hat wenigstens nicht so viele Kerne, dass ein Stabilitätstest über zwei Stunden pro Vorgang dauert :ugly:
 

Birdy84

Volt-Modder(in)
Ich habs nach drei Monaten Tüftelei aufgegeben :daumen2:
Zumindest was unseren 5950X angeht, kommt ich mit der Curve auf keinen grünen Zweig.
Es wäre ja nicht das erste Feature von AMD, was im Alltag keine relevante Auswirkung hat. Wobei mir zwei Fragen in den Sinn kommen:

1. Bringt der CO in Spielen überhaupt einen (messbaren) Vorteil?
2. Warum gebt ihr im Heft an mit einem "Curve-optimierten" 5950X GPUs zu testen?
 

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Wir haben zwei davon, Raff nutzt den anderen. Er nutzt die CPU schon viel länger und hat finale Optimierungen mit der Curve durchgeführt. Raff macht damit aber GPU-Benchmarks und das 24 Stunden am Tag. Mir ist es daher nicht möglich, die CPU für Benchmarks her zu nehmen, leider.
 

Gohrbi

BIOS-Overclocker(in)
Eine sehr schöne Beschreibung .... aber :ugly: ich werde wohl AMD Overclocking nicht betreiben.
Habe jetzt viel probiert und habe zwischen -20 und -30 gesetzt. Habe erreicht, dass 1.+2. Kern von 4780 auf 4935MHz, 3. bis 6. Kern von 4660 auf 4860MHz und 7. bis 12. Kern von 4550 auf 4740 MHz sich gesteigert haben. VCore ist um die 1,414V. Jetzt habe ich aber bei Benches (3DM CPU) hier weniger Pkt als bei all Core 4500 MHz. Hier liegen aber dann nur 1,221V an. Verstehe ich nicht.
 
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TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
Dann bist du Power limitiert.

Ppt 142w und daran hält sich die CPU dann auch, somit hast du bei Belastung mit weniger Kernen einen höheren Takt auf den einzelnen Anliegen, während Multicore dann durch das powerlimit ein gebremst wird.

Ppt Limit erhöhen wäre also eine Idee, oder aber auf Punkte im 3Dmark Pfeifen und mal Games benchen und vergleichen.

Ist wie einen Thread Ripper durch Cinebench jagen und sich über die schlechte Gaming Performance wundern (2000er Serie)
 

Gohrbi

BIOS-Overclocker(in)
... also vorsichtig mal die 142 anheben..... aber warum ist bei allcore die Spannung bei 1,221 und nicht höher wie bei normal Takt auf allen bei 1,41V ?

...oh ich sehe gerade, je weniger Threads ich benche (CPU-Z) um so höher geht die Kernspannung.
 
TE
Darkearth27

Darkearth27

Software-Overclocker(in)
So ist es, einzelne Kerne gehen sogar bis 1.5v hoch um dir 5Ghz dann eventuell zu schaffen und je mehr Kerne genutzt werden, desto niedriger die Spannung.

Prime 95 im Blend Test auf allen Kernen z.B. sollte 1.1v anlegen bei 3.6-4ghz (je nach CPU) wenn du aber nur einen oder zwei Kerne nimmst ist die Vorlage höher, das ist das tolle an dem curve Optimizer, er gibt dir halt maximale Performance für alle unterschiedliche Lasten solange das powerlimit nicht greift und dabei bleiben auch die Schutzmaßnahmen aktiv, die bei einem allcore OC deaktiviert sind.
 
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