News Indiana Jones 5 nach mäßigen Reviews: Harrison Ford verteidigt digitale Verjüngung

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Harrison Ford hat sich im Rahmen einer Pressekonferenz zu seiner digitalen Verjüngung in Indiana Jones 5 geäußert. Der Schauspieler erklärte, dass er mit dem Ergebnis durchaus sehr zufrieden sei und kontert damit die Skepsis der Fans gegenüber der Technologie.

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Ich habe keinen der Indiana Jones Filme in meiner Blue Ray-Sammlung und nur einen Spielberg-Fim und der ist unter Beinah-Fehlkauf verbucht - Ready Player One.

Von mir aus könnte man jedes Monat einen ganzen Film mit einen verjüngten H.F. machen - oder mit einen Darsteller der gar nicht mehr lebt... es zwingt mich ja keiner das anzuschauen.

Dinosaurier leben auch nicht mehr, und es gibt trotzdem viele die das dann anschauen. Oder Fime mit Affen die sprechen, die nur in einer fiktiven Alternativwelt leben - die neuen waren sogar gut.
 
Ich habe keinen der Indiana Jones Filme in meiner Blue Ray-Sammlung und nur einen Spielberg-Fim und der ist unter Beinah-Fehlkauf verbucht - Ready Player One.
Das ist aber auch definitiv nicht Spielbergs Vorzeigetitel oder stellvertretend für die Blockbuster, die dieser Mann schon abgeliefert hat. ;)

Nicht, dass ich nach den ganzen unzähligen, respektlosen Enttäuschen die Disney in den letzten Jahren abgeliefert hat noch groß an Indy 5 interessiert wäre - aber könnte mir vorstellen, dass das:
weil Zuschauer über eine halbe Stunde lang einen Flashback mit dem jungen Doktor Jones erleben
nicht unbedingt jeder so nebenbei erfahren möchte - weit bevor man überhaupt Gelegenheit hatte, den Film überhaupt zu sehen.
Grundsätzlich finde ich Fords Argumentation schlüssig und nachvollziehbar, die Frage ist nur: Trifft sie denn zu? Ist das ganze denn inhaltlich, optisch und emotional überzeugend und unterstützt es Handlung und Film ingesamt? Oder ist es ein Gimmick, das eine eventuell schlechte Story auch nicht mehr rettet?
Bei einer gewissen Szene bei Blade Runner 2049 würde ich Fords Aussage auf jeden Fall unterschreiben, bei dem ein oder anderen De-Aging-Auftritt wie etwa in Fluch der Karibik 5 weniger.

Kommen wir zur Überschrift:
Indiana Jones 5 nach mäßigen Reviews: Harrison Ford verteidigt digitale Verjüngung
Also ich bezweifel einfach mal ganz stark, dass sich die mäßigen Reviews hauptsächlich an der digitalen Verjüngung stören, das wird nämlich hier suggeriert. DAS sei der Hauptkritikpunkt/die Ursache der mäßigen Reviews, jetzt muss jemand wie Ford gegensteuern. Ich schätze mal, der Film wird ganz andere Probleme haben, und das De-Aging kann noch so ge- oder misslungen sein, es ändert an einem miesen Drehbuch gar nichts. Naja, einfach mal abwarten. So sehr ich Indy 1-3 liebe, ins Kino werd ich dafür nicht mehr fahren, dafür hat Disney mit den neuen Star Wars Episoden gesorgt. :)
 
Indy geht immer, wie kann man da was kritisieren? :stupid:
Und Harrison Ford ist eh einer meiner Jugendlieben :love:
:D
 
Kritisieren kann man immer. Ob es gerechtfertigt ist kann ja jeder selbst für sich entscheiden. Ich persönlich habe auf gut deutsch absolut keinen Bock auf den Film. Teil 4 war ein naja ... wie ein Experiment was nicht so gut ausgegangen ist.
Mit Horrison Ford - Filmen bin ich aufgewachsen, gehöre also auch schon zur Generation, die die Filme noch im Original gesehen hat. Der Trend alles zig-mal aufkochen zu müssen ekelt mich ehrlich gesagt an. Da kommt meist dann nur so lala an Qualität raus und das schmälert meine Erinnerung an ein paar klasse Filme.
 
die Generation die mit Indiana Jones Filmen im Kino aufgewachsen ist, hat sich immer vorgestellt, wie das wohl sein wird, wenn eines Tages Spiele so gut wie Filme sein werden. (Ja ich weiß Fate of Atlantis und so, aber Actionfilm Vorlage)

Tomb Raider hat immer am Thron gerüttelt, war oft genug aber zu limitiert. Erst seit Uncharted ist das Pendel zu Gunsten des Action Adventure Spiels umgekippt. Man sieht nicht mehr die Action auf einem Bildschirm, man spielt die Action und erfährt die Action viel unmittelbarer und aktiver als beim Zuschauen im Kino. Der Indiana Jones Film ist dagegen nur noch zweite Wahl.

Disney macht das einzige was das Disney kann. Es versucht das passive Zuschauen zu übertünchen, indem es die Leute in Nostalgie ertränkt. Es versucht jede Filmreihe in eine Comedy Ecke zu schieben, in der man sich vor Spielen sicher glaubt. In Computerspielen kann man noch in Welten eintauchen, die meisten Kinofilme sind einfach eine Reihe von Szenen geworden in denen etwas passiert, ohne dass es den Charakteren und der Welt in der diese leben mehr Kohärenz gibt. Bücher und Comics können da noch mithalten, Hollywood hingegen hat das Handtuch geworfen. Rise of Skywalker ist auf seine Art ein Film der diesen Stil perfekt verkörpert. Wild von Szene zu Szene hüpfen, versuchen den Zuschauer von Emotion zu Emotion zu schubsen, ob es Sinn macht oder nicht ist egal, solange die Emotionen schnell genug und in der Richtigen Reihenfolge ausgelöst werden. Nachdenken nicht erwünscht, 2h, rein raus, fertig.

Vergleicht das mal mit Jedi Survivor. Weckt mich, wenn es ein Open World Indiana Jones Game gibt.
 
Tomb Raider hat immer am Thron gerüttelt, war oft genug aber zu limitiert. Erst seit Uncharted ist das Pendel zu Gunsten des Action Adventure Spiels umgekippt. Man sieht nicht mehr die Action auf einem Bildschirm, man spielt die Action und erfährt die Action viel unmittelbarer und aktiver als beim Zuschauen im Kino.
Gerade Uncharted 4 hat da wirklich enorm gut unterhalten! Der Uncharted-Film ist im Vergleich dazu nichtmal der Rede wert.
Disney macht das einzige was das Disney kann. Es versucht das passive Zuschauen zu übertünchen, indem es die Leute in Nostalgie ertränkt. Es versucht jede Filmreihe in eine Comedy Ecke zu schieben, in der man sich vor Spielen sicher glaubt.
Gibt derzeit wirklich keine schlimmere Mischung, als die zum Selbstzweck verkommenen Cameos ("Hier, für die Fans, sowas wollt ihr doch sehen, oder? ODER?!") und der schlechte, unsinnige, deplatzierte Oneliner-Humor, der jeglichen Anflug von Spannung in aktuellen Filmen zerstört (soll ja Leute geben, die Dune mies fanden, "weil es nur 1 Witz gab"). Leider fangen auch genug Spieleentwickler an, entsprechend pseudo-"coole" oder permanent "lässige" (oder sagen wir besser: nervige, 1-dimensionale) Figuren nachzuahmen (von Far Cry bis BF2042).
In Computerspielen kann man noch in Welten eintauchen, die meisten Kinofilme sind einfach eine Reihe von Szenen geworden in denen etwas passiert, ohne dass es den Charakteren und der Welt in der diese leben mehr Kohärenz gibt.
Auch davon gibt es leider in der Spielewelt genug Negativbeispiele, ob jetzt eine CoD- oder BF-Kampagne (die letzte vernünftige war Bad Company 2 vor 12 Jahren) und selbst ein spaßiger Shooter wie Wolfenstein scheitert doch ziemlich an der versuchten Gratwanderung zwischen absurd-zynischer Überspitzung und bitterem Ernst (wo ein Inglourious Basterds etwa brilliert). Gutes Writing fällt eben nicht vom Himmel, klar, aber bei Disney hat man eher sogar das Gefühl, als könnte es ihnen nicht egaler sein, als wollten sie immer wieder mit Anlauf in die Kreissäge rennen.
Disney macht das einzige was das Disney kann. Es versucht das passive Zuschauen zu übertünchen, indem es die Leute in Nostalgie ertränkt. Es versucht jede Filmreihe in eine Comedy Ecke zu schieben, in der man sich vor Spielen sicher glaubt. In Computerspielen kann man noch in Welten eintauchen, die meisten Kinofilme sind einfach eine Reihe von Szenen geworden in denen etwas passiert, ohne dass es den Charakteren und der Welt in der diese leben mehr Kohärenz gibt. Bücher und Comics können da noch mithalten, Hollywood hingegen hat das Handtuch geworfen. Rise of Skywalker ist auf seine Art ein Film der diesen Stil perfekt verkörpert. Wild von Szene zu Szene hüpfen, versuchen den Zuschauer von Emotion zu Emotion zu schubsen, ob es Sinn macht oder nicht ist egal, solange die Emotionen schnell genug und in der Richtigen Reihenfolge ausgelöst werden. Nachdenken nicht erwünscht, 2h, rein raus, fertig.
Alles in allem aber perfekt zusammengefasst. Und das Drücken auf die Nostalgie- bzw. Tränendrüse hat sich bei mir auch schon längst erledigt, wenn Drehbuch und Figuren permanent den gesunden Menschenverstand in Frage stellen, ist es mit Abtauchen vorbei und die einzige Emotion die bleibt ist Ärger. In diesem Sinne: "Somehow Palpatine returned."
Vergleicht das mal mit Jedi Survivor.
Perfektes Beispiel. Fallen Order hab ich erneut durchgespielt, nachdem Kenobi so ein komplett bescheuerter Totalausfall war und ich einfach Sehnsucht nach irgendwas von Star Wars hatte, bei dem ich nicht das Gefühl bekomme, mein Hirn in der Mikrowelle geparkt zu haben. Man vergleiche einfach mal die Second Sister aus FO mit dem lächerlich-absurden Character-Arc von Reva in der Serie.
Jedi Survivor war (mal wirklich komplett abgesehen von der technischen Umsetzung) eine großartige Fortsetzung und hat sich soo viel mehr nach gutem Star Wars mit Detailverliebtheit zum Universum angefühlt, als alles, was Disney die letzten Jahre abgeliefert hat (mit Ausnahme von Andor, bitte mehr davon, ich möchte als Zuschauer gerne ernstgenommen werden, danke!).
Bei Indy 5 lass ich mich gerne positiv überraschen, also irgendwann, zuhause. Aber meine Hoffnungen bezgl. Disney-Produktionen liegen bei Null.
 
Alles in allem aber perfekt zusammengefasst. Und das Drücken auf die Nostalgie- bzw. Tränendrüse hat sich bei mir auch schon längst erledigt, wenn Drehbuch und Figuren permanent den gesunden Menschenverstand in Frage stellen, ist es mit Abtauchen vorbei und die einzige Emotion die bleibt ist Ärger. In diesem Sinne: "Somehow Palpatine returned."

Ich sehe es so. Musik ist die Abfolge von Tönen. Spiele Töne in der richtigen Reihenfolge und du hast eine Melodie. Die Melodie macht keinen inhaltlichen Sinn, die klingt einfach und sie funktioniert, weil es die richtige Abfolge ist.

Früher waren Ereignisse in Filmen die Folge von Ursachen. Ursache und Wirkung waren logisch strukturiert und bilden eine Kette mit der die Charaktere durch die Handlung getrieben werden. Als Zuschauer hat man den Film auch danach bewertet wie logisch strukturiert ein Ereignis in das nächste übergegangen ist.

Aktuell machen das die Filmstudios nicht mehr. Ursache und Wirkung sind als Prinzipien verworfen, es herrscht das Chaos. Alles was passiert geschieht zufällig weil es halt passiert, die Zuschauer sind Sklaven des FIlms, so wie sie Sklaven des Alltags sind. Hirn aus und mitreißen sind gefragt.

Dennoch strukturiert man Filme wie Star Wars, aber halt wie eine Melodie eines Liedes. Statt einzelnen Tönen gibt es Emotionen die beim Zuschauer ausgelöst werden sollen. Bei Musik sollen die richtigen Töne in der richtigen Reihenfolge und dem richtigen Tempo eine Melodie ergeben die dem Hörer gefällt. Im Film sollen die Abfolge und der Rhythmus der Emotionen die jede Szene auslöst ebenfalls in der Summe dazu führen, dass der Film gefällt.

Ich würde sogar sagen das funktioniert, aber wenn man dieses neue Konzept über 50 Jahre alte Filmreihen stülpt bei denen die Zuschauer noch die alte Ursache-Wirkung Logik gewohnt sind, dann klappt das nicht. Diese Filme die sich eines emotionalen Stroms bedienen brauchen auch einen Luftleeren Raum, der nicht von bestehenden IPs und Erwartungen verseucht ist. Dann funktionieren diese Filme. Bei Star Wars funktioniert es halt nur beim ersten Mal ansehen, danach schaltet das Hirn ein und macht den Logikcheck. Dann kommt das Training aus den 90ern durch "if Logikcheck = fail -> movie = fail".
 
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