Flüssigmetall möglich?

Gabbyjay

Software-Overclocker(in)
Ja aber nur wenn das Zeug nicht lange drauf war, nach 12 Monate habe ich bei mir in drei Fälle mit Isopropanol nichts mehr entfernt bekommen und musste zu Polierpaste greifen. Hierbei sind alle Kühler sogar vernickelt gewesen. Mit hartem Zeug wie Aceton habe ich es aber nicht versucht.
Kann ich bestätigen, auch Aceton hilft da nix.
Ist aber nur eine optische Sache und sehen tut mans eh nicht.
FM hat halt den Vorteil, dass es ohne Probleme zig Jahre drauf bleiben kann. Insofern fällt kaum Wartung an. WLP dagegen sollte ja regelmäßig erneuert werden.
 

Gabbyjay

Software-Overclocker(in)
Kommt auf die Zusammensetzung der Paste an. Die Zahnpasta in CPUs zum Beispiel ist nicht dafür gedacht, jemals erneuert zu werden. Hat nicht die besten Wärmeleiteigenschaften, hält dafür ewig.
Ja ok. Lach
FM hat halt hervorragende Eigenschaften, was das angeht.
Will nur zeigen, dass es durchaus auch Vorteile gibt.
Und wenn einen die Nachteile nicht kratzen... why not.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Mit LM hatte ich die Vorteile nur mit extremen hohen Temperaturen. Anwendungen oder Games haben davon wenig profitiert, daher lohnt es meiner Meinung auch nicht, weil das Zeug schon sehr aufwendig entfernen lässt. Solange Hardware zusammengebaut bleibt, ist es aber kein Problem. Auch nicht, wenn es gar nicht so lange darauf war.

Ganz davon abgesehen würde ich es keinem Anfänger empfehlen, da das Zeug einen Kurzschluss verursachen kann und es nicht ganz ungefährlich ist. Besonders zwischen IHS und Kühler könnte es in den Sockel laufen und dann wäre Prozessor und Mainboard Schrott. Dieses Risiko ist auch normalerweise diese paar Grad Verbesserungen nicht wert.

Früher fürs Köpfen oder mit Grafikkarten ist es was anderes und da kann man auch darum herum dafür sorgen das Bauteile abisoliert werden und so, selbst wenn LM dran kommt nichts passieren kann. Ich verwende jedenfalls nur noch WLP und diese 5 °C +/- sind mir egal.
 

Gabbyjay

Software-Overclocker(in)
Ganz davon abgesehen würde ich es keinem Anfänger empfehlen

Das ist sicher auch richtig.
Aber ich find man sollt auch gucken, dass man das ganze anders herum auch nicht zum Schreckgespenst macht... so dramatisch in der Handhabung ist FM jetzt ja auch nicht, man muss halt wissen, dass es leitet.
Es geht ja auch nicht für jeden direkt die Welt unter, wenn mal was über den Jordan geht... es ist ja immer noch eni Hobby, das Spaß macht, wir basteln hier alle gerne, und da gehört halt n Lernprozess auch dazu.
Ich fand das "Verstreichen" bzw. dieses Ziehen eines Tropfen FM sogar immer recht spaßig. Da kommt man sich vor wie ein Maler, der aus einem Gramm Gold 20qm Fläche macht. : D
 

theGucky

Freizeitschrauber(in)
Möglich ist Flüssigmetall ja.
Solange es Kupfer ist, oder vernickeltes Kupfer. Vernickeltes Alu würd ich meiden, da kleinste Kratzer schon ausreichen um diese durch Flüssigmetall zu zerstören.

Allerdings gibt es bei der GPU oft Abstände, die mit Flüssigmetall nicht so leicht überbrücken kann.
Bzw sind die Abstände zu groß, dann kann das Flüssigmetall weglaufen. Die PS5 hat z.b. einen Schwamm als Barriere dagegen. Z.b. drücken bei deiner GPU die Pads vom RAM gegen den Kühler und so kann man nicht leicht den Abstand zum DIE verringern. Nimmst du dünnere Pads, dann stimmen alle Abstände nicht mehr und die Pads funktionieren nicht mehr.

Bei dem Kühler auf der CPU würde ich auch aufpassen. Durch direkte Heatpipes gibt es Lücken zwischen den Heatpipes durch die das Flüssigmetall auch kriechen KÖNNTE. Dann hättest du Flüssigmetall auf dem Board und damit einen kurzen...

Paste ist deshalb gut, weil es auch dort bleibt wo man es hinschmiert, es keinen kurzen verursacht oder Metalle angreift.
Mein Rat, kaufe eine gute Paste wie von Thermal Grizzly ^^.

P.S. das letzte mal habe ich Flüssigmetall bei einem 7700k zwischen CPU-DIE und IHS gepackt, das hielt bei mir 4 Jahre ohne Probleme, bis ich die CPU abgelöst und verkauft habe :D
Ich hatte eine Luftblase oder so in der Paste auf dem DIE. Temps waren je nach Takt 10-30°C besser danach.
Würde es wieder tun, wären die CPU heutzutage nicht verlötet. Auf den Kühler packte ich übrigens WLP.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Es geht ja auch nicht für jeden direkt die Welt unter, wenn mal was über den Jordan geht... es ist ja immer noch eni Hobby, das Spaß macht, wir basteln hier alle gerne, und da gehört halt n Lernprozess auch dazu.
Sagen wir es mal so, das Risiko muss einem bewusst sein, denn geht ein teurer Prozessor oder Grafikkarte dadurch defekt, ist es ja auch nicht ganz ohne. Aber auch ich habe es mal vor Jahren mit etwas angst das erste Mal gemacht und dadurch das ich mich gut informiert hatte und alles beachtet habe, ist dadurch auch noch nie was passiert.
 

Gabbyjay

Software-Overclocker(in)
Noch eine Anmerkung:
Ich kühle meinen Prozessor direkt on-die.
Den Wasserkühler hab ich schon ewig, der wurde schon für zig Prozessoren verwendet, war damals schon ein Gebrauchtkauf und hat seinen Dienst längst getan. Er wird aber trotzdem wohl auch für zukünftige CPUs im Einsatz bleiben... denn was soll sich da schon groß ändern (montiert krieg ich ihn immer).
Beim Kühler sind mir daher die Rückstände des FM egal (Wiederverkaufswert hätte er vermutlich eh längst nicht mehr, und ich will ihn aus genannten Gründen auch nicht verkaufen); und direkt von der CPU bekommt man das FM ohnehin ganz leicht runter.

Also eine Konstellation, wo ich mit FM gut klar komme und da ich rein passiv kühle, ist natürlich jedes Grad Temperatur immer willkommen.
Da ich so ein System wie man sieht auch lange im Einsatz habe, bin ich auch ganz froh, dass das FM quasi wartungsfrei ist (im Gegensatz zu WLP, die man ja ab und zu erneuern sollte). Für mich also sehr bequem. ;)
Aber auch ich habe es mal vor Jahren mit etwas angst das erste Mal gemacht
Du hattest bestimmt auch Angst vor dem "gefährlichen" Windows-Registrier-Editor, in dessen Zusammenhang ein ungeschriebenes Gesetz lautet, seinen Namen stets nur in Ehrfurcht und nicht ohne den Hinweis auszusprechen, welch ernste Gefahren von ihm ausgehen!
Ein Schicksal, das sich dieser Editor mit FM teilt. ; D
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Du hattest bestimmt auch Angst vor dem "gefährlichen" Windows-Registrier-Editor, in dessen Zusammenhang ein ungeschriebenes Gesetz lautet, seinen Namen stets nur in Ehrfurcht und nicht ohne den Hinweis auszusprechen, welch ernste Gefahren von ihm ausgehen!
Ein Schicksal, das sich dieser Editor mit FM teilt. ; D
Das kann man nicht miteinander vergleichen, den Windows muss man nur neu aufsetzen und ein Prozessor oder Grafikkarte kostet mehrere 100er von Euros.

Wie auch immer, es ist richtig darauf hinzuweisen, denn ich kenne ein Fall aus einem Forum, da hatte jemand das Zeug auch mit einem ALU Kühler verwendet und der Kühler wurde dann aufgelöst und die Soße lief in den Sockel, sodass dann auch Board und Prozessor Schrott waren.

Bin aber jetzt raus aus diesem Thema.
Habe da im Grunde nichts mehr mit hinzuzufügen. :)
 

Gabbyjay

Software-Overclocker(in)
Das kann man nicht miteinander vergleichen, den Windows muss man nur neu aufsetzen und ein Prozessor oder Grafikkarte kostet mehrere 100er von Euros.

Wie auch immer, es ist richtig darauf hinzuweisen
Natürlich, ich widerspreche Euch da ja gar nicht.
Auch ich hab das irgendwann mal das erste mal gemacht und mich damals genauso in Beiträgen wie diesem hier informiert.
Aber ich hab vielleicht eine etwas andere Sichtweise darauf (jedoch nicht zwangsweise eine gegenläufige). Einfach damit der Threadhersteller bzw. alle anderen, die das in Zukunft lesen, nicht nur Warnungen bekommen und dann vor lauter Angst nur noch mit höchstem Respekt einen riesen Bogen um das Thema machen, sondern eben ein paar unterschiedliche Meinungen dazu haben und daraus dann für sich ihre Schlüsse ziehen. Dazu sind sie ja wohl in der Lage. ;)
Auf das wir wagemutigen Flüssigmetall-Helden nicht ein komplett isolierter, elitärer Kreis bleiben, indem wir quasi zu Helikoptereltern werden. : D
 
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PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Möglich ist Flüssigmetall ja.
Solange es Kupfer ist, oder vernickeltes Kupfer. Vernickeltes Alu würd ich meiden, da kleinste Kratzer schon ausreichen um diese durch Flüssigmetall zu zerstören.

Allerdings gibt es bei der GPU oft Abstände, die mit Flüssigmetall nicht so leicht überbrücken kann.
Bzw sind die Abstände zu groß, dann kann das Flüssigmetall weglaufen. Die PS5 hat z.b. einen Schwamm als Barriere dagegen. Z.b. drücken bei deiner GPU die Pads vom RAM gegen den Kühler und so kann man nicht leicht den Abstand zum DIE verringern. Nimmst du dünnere Pads, dann stimmen alle Abstände nicht mehr und die Pads funktionieren nicht mehr.

Bei dem Kühler auf der CPU würde ich auch aufpassen. Durch direkte Heatpipes gibt es Lücken zwischen den Heatpipes durch die das Flüssigmetall auch kriechen KÖNNTE. Dann hättest du Flüssigmetall auf dem Board und damit einen kurzen...

Der Grafikkartenkühler sollte direkten Kontakt zur GPU haben. Wenn er nur auf den RAM-Wärmeleitpads aufliegen würde, wären die Temperaturen mit jeglicher Wärmeleitpaste katastrophal hoch. Von daher spricht technisch nichts gegen einen Einsatz von Flüssigmetall, dass man nicht auch bei jeder beliebigen anderen Grafikkarte einwenden könnte. (Risiko von Spritzern beim Auftragen, dauerhafte Veränderung des Kupfers und im Gegenzug Aushärten, etc.)

Die Warnung bezüglich des CPU-Kühlers ist eher berechtigt, in Gefahr ist aber nicht das Mainboard. Die Heatpipes stehen mehr als eng genug, dass Flüssigmetall dazwischen nur eingeschränkt kriechen und nicht tropfen oder ähnliches kann. Aber es besteht die Möglichkeit, dass es Alukomponenten des Kühlers erreicht und diese korrodieren lässt. Ein Test in der Redaktion mit einem Kühlkörper, der sogar Aluminium-gefüllte Zwischenräume zwischen den Heatpipes hatte, führte da aber zu wenig spektakulären Ergebnissen – nach zwei Wochen waren diese schwarz, nach zwei Quartalen sahen sie genauso aus. Ohne Zugabe von Wasser habe ich auch bei anderen derartigen Experimenten selten eine Ausbreitung der Korrosion um mehr als 1-2 Millimeter beobachtet. Das ist ein GAU, wenn es die gesamte Kontaktfläche eines Aluminiumkühlers zerstört und bedenklich, wenn tragende Strukturen einer Aluminium-Halterung geschwächt werden. Aber beim Wraith könnte maximal der direkte Lamellen-Bodenplatte-Kontakt im Zentrum des Kühlers leiden, was zumindest rein finanziell kein großer Schaden wäre und wir reden hier insgesamt von einem Risiko, nicht von einem definitiv eintretenden Ereignis.

Daher könnte man meiner Meinung nach sehr wohl mit Flüssigmetall bei dem System arbeiten. Ob man es bei der mäßigen Wärmeentwicklung auch will, muss man selbst entscheiden. Geringfügigen Nachteilen stehen ebenso knappe Vorteile gegenüber.
 
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-Shorty-

Volt-Modder(in)
Geringfügigen Nachteilen stehen ebenso knappe Vorteile gegenüber.

Also sicherlich kann man das so sagen, aber die Nachteile hier als geringfügig zu werten und den Vorteil als knapp zu bezeichnen ist schon eine sehr milde Sichtweise. Ein Nachteil ist für mich auch, wenn Komponenten optisch so fertig aussehen, dass ein Weiterverkauf undenkbar ist.

Wenn erst eine Behandlung mit Salzsäure die Beschriftung aufm IHS lesbar macht und jede andere WLP mit etwas Küchenpapier... , naaaja.

Hier nochmal das Video von Roman für alle die hier mit Aceton ansetzen, probiert lieber mal Salzsäure.

@ TE: Lass die Finger von Flüssigmetall oder probier das zum Spaß mal an ner alten GPU, wenn es dich reizt sowas mal zu verarbeiten.
Das System, was nach Feierabend immer funktionieren soll, würde ICH lieber mit herkömmlicher WLP ausstatten.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Ich habe meine letzten beiden mit Flüssigmetall behandelten CPUs beide weiterverkaufen können, ohne die Beschriftung nachzuäzen. Den einen fünf Jahre nach Erscheinen für gut 20 Prozent der ursprünglichen UVP (der schnellere Nachfolger inklusive Board hat mich dann 120 Prozent des Gebrauchterlöses als Neuware gekostet), den zweiten acht Jahre nach Erscheinen für 14 Prozent. Respektive auf meine private Bilanz reduziert: 4,5 Jahre nach Gebrauchtkauf für 70 Prozent des zuvor gezahlten Gebrauchtpreises. Ich weiß nicht mehr, wie damals die Marktpreise für flüssigmetallfreie CPUs waren, aber wenn die deutlich wertstabiler wären, zählen sie als inflationssichere Wertanlage. :-)

Natürlich gilt das nur eingeschränkt, wenn man teure Hardware nach kurzer Zeit in noch relativ neuem Zustand wieder weiterverkauft. Jemandem, der sich jedes Jahr eine neue High-End-CPU zulegt und die alte zu hohen Preisen verkaufen möchte, würde ich kein Flüssigmetall empfehlen. Aber das spielt ja einen Rat in der hiesigen Situation keine Rolle. Da geht es um eine Grafikkarte, bei der es weder einen Heatspreader gibt noch der optische Zustand des Chips über den Verkaufspreis entscheiden und von einer CPU, deren Zeitwert bereits unter 100 Euro liegt. Wie soll es da zu großen Wertverlusten beim Wiederverkauf kommen?
 
Zuletzt bearbeitet:

-Shorty-

Volt-Modder(in)
Da wird doch nix nach geätzt, die Salzsäure löst aber auch verkrustete LM-Reste.
Das Video hab ich verlinkt, da ich hier noch nix von Salzsäure gelesen hab.


Zu großen Wertverlusten könnte es kommen, wenn der TE einen der "gefühlten" hundert Kondensatoren neben dem Chip auf seiner RX570 kurzschließt. Ob groß oder klein, es bleibt ja Wertverlust, ob man nun über einen abgeschliffenen IHS der CPU oder eine GPU mit Nagellackverzierung spricht. Beides wird nie zu einer Wertsteigerung führen, sondern Nachfragen und Zweifel hervorrufen.
 
E

Eyren

Guest
Da wird doch nix nach geätzt, die Salzsäure löst aber auch verkrustete LM-Reste.
Das Video hab ich verlinkt, da ich hier noch nix von Salzsäure gelesen hab.


Zu großen Wertverlusten könnte es kommen, wenn der TE einen der "gefühlten" hundert Kondensatoren neben dem Chip auf seiner RX570 kurzschließt. Ob groß oder klein, es bleibt ja Wertverlust, ob man nun über einen abgeschliffenen IHS der CPU oder eine GPU mit Nagellackverzierung spricht. Beides wird nie zu einer Wertsteigerung führen, sondern Nachfragen und Zweifel hervorrufen.
Bei der CPU würde ich dir glatt recht geben. Ist die verschmutzt und verkrustet würde das auch Ottonormalverbraucher feststellen und ggf nachfragen.

GPU mit Nagellack würde nur der versierte Schrauber realisieren und wäre sich dann aber auch bewusst was mit der Karte passiert ist.

Ich kann jetzt nur für mich sprechen aber ich würde mich doch glatt freuen. Meine einzige Frage wäre warum kein LM mehr auf der GPU ist und wie die Temperaturen damit waren.
 

Tripleh84

PCGH-Community-Veteran(in)
Also wenn ichs schon auseinander genommen habe, kommt Liquid Metal drauf. Hat aber bei der Graka da wenig sinn.
Nur bei Wakü seh ich da einen Sinn drin oder bei nem CPU mit Leisem Kühler.
Ansonsten Reicht Locker ne MX4. Muss keine Teuere Sein.
 
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