Epson deaktiviert Drucker wegen angeblich voller Tintenschwämme

DarkWing13

Software-Overclocker(in)
"Allerdings können Anwender mit etwas Geschick den Schwamm selbst austauschen, auch wenn Epson explizit davon abrät. Anleitungen zum Wechseln des Bauteils finden sich überall im Internet und lassen sich auch von Laien problemlos umsetzen. Wer also einen ansonsten noch problemlos funktionierenden Epson-Drucker sein Eigen nennt und eine entsprechende Abschaltnachricht angezeigt bekommt, kann einen Reparaturversuch auf eigene Faust unternehmen."

Verstehe den Artikel nicht.
Kann man die Drucker nun zurücksetzen, oder nicht?
Warum sollte man den Schwamm selbst tauschen, wenn der Drucker danach trotzdem nicht läuft?

Der Schwamm wird ja wohl kaum einen "Chip" haben, um zu erkennen das er gewechselt wurde, oder? :D
 

Cuddleman

BIOS-Overclocker(in)
Wenn Epson einen Code eingebaut hat, der nur auf die Anzahl der Druckaufträge den Zustand des Tintenauffangschwamm ermittelt, ist das zwar erst mal gut, nur wenn der Lebensende-Code über die letzten Treiberupdates eingespielt wurde, hilft auch kein Schwammtausch.
Einmal Zurücksetzen heißt dann, für wie lange geht's dann noch?
Hier sollte Epson klare Aussagen treffen, denn ein gewohntes Gerät, ersetzt nicht in jeden Fall, ein Neues.

Bestimmte Eigenschaften die man mit der Firmware und Software in Kombination verwendete, muß man oft erst wieder Suchen und dann findet man es meistens wieder, aber im teureren neuen Gerät.
Auch bei Druckern machen Ausstattungspakete die Wahl zur Qual.


Meistens ist das nicht der erste Fehlercode, den ein Drucker allgemein ausgibt.
Eher sind die Transportwalzen mit einer ordentlich verpressten Staubschicht, das Hauptübel.
Bei sehr trockenem Raumklima wird das zumindest noch zusätzlich begünstigt.
Sehr häufig gibt's Probleme mit den Netzteilen und gewissen Überspannungen, welche die Elektronik verbraten.
Wenig Drucken hat auch so seine Tücken, denn dann verklebt auch gern mal die Tinte im Schwamm den Druckkopf, oder zumindest einzelne Düsen.
Wird dann nach langer Zeit ein Druck gestartet, versucht der Drucker die Düsen vorher, so wie sonst auch immer, zu reinigen.
Dabei entsteht allerdings gern der selbe Schaden, wie beim Drucken mit leeren Patronen, wo zu lange Luft in die Düsen gelangt, so das die Minikompressionen der einzelnen Düsen nicht mit Tinte gekühlt werden.
Folglich wird die Düse durch Überhitzung zerstört. Das betrifft meistens Fremdtintenpatronen ohne Füllstandsensor, oder originale nachgefüllte trotz Rücksetzmaßnahme, da nicht die korrekte Menge Tinte eingefüllt wurde, also meistens zu wenig.
Bei zu viel, verklebt dann meistens der Belüftungskanal der Patrone, wobei es dann auf's selbe hinaus läuft.
Wie geschrieben, das geht auch so, wenn die Tinte nicht fließen kann, allerdings dauert das etwas länger bis zum Schaden.

Bei vielen Druckern kann nicht mal Tinte auslaufen, ganz speziell Epson Geräte, da deren Tinte zumindest von 1998-2016 sau schnell trocknete.
Der sich somit gebildete "Kuchen" mit Harttintenglasur am Druckkopfruheplatz, geht da nur noch mit einem Schraubendreher für Schlitzschrauben zu entfernen.
Nur am Rand findet man dann noch sowas wie ein Schwamm, oder auch nur Filz.
Aber genau hier hat der Druckkopf schon einen Schaden und je älter solch ein Drucker, desto teurer der Druckkopf, sofern überhaupt noch erwerbbar.
Deshalb stimmt Epson's Aussage genau für sehr alte, aber auch oft für gerade mal 5 Jahre alte Drucker!


Die Maxime der Druckerhersteller sind:

Tinte ist teurer als Gold!
Tinte technisch verschwenden ist Gold richtig!
Druckerersatzteile sind Gold wert!
Die goldene Regel heißt, auch zu jedem neuen Gerät eine spezielle Tintenpatrone und Tinte!
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Geplante Obsoleszenz sollte harte Strafen nach sich ziehen.

Es ist halt eben nicht so eindeutig, ob das geplante Obsoleszenz ist, so auch hier.

Der Hintergrund ist, dass man eigentlich einen Sensor bräuchte, der einem sagt, wenn der Schwamm voll ist. Das Problem ist, dass Hardware nunmal Geld kostet. Es ist bekannt, wieviel Tinte im Schnitt pro Druckvorgang für die Selbstreinigung verbraucht wird. Also kann man sich errechnen, wie groß der Schwamm für für eine gewisse Zahl an Seiten sein muß. Den dimensioniert man dann etwas größer, sicher ist sicher und schon hat man das geschafft, was für viele Entwickler oberstes Ziel ist: teure Hardware durch billige Software ersetzen.

Nun muß man nur noch festlegen, wieviele Seiten das Ding drucken können muß. Die Studien ergaben, dass die wenigsten dieser billigen Drucker die 1000 Seiten nicht sehen (wenn man die oben genannten 15 Seiten pro Monat nimmt, dann dürfte das auch heute noch so sein), dann werden sie entweder nach vielen Jahren ausgemustert oder trocknen ein. 1000 Seiten wäre etwas wenig, das würden sehr viele dann doch sehen, 10.000 wären nach der Rechnung in Ordnung, sicherheitshalber ist man auf 20.000 Seiten gegangen. Die Tinte dafür kostet gut 2000€, oft auch mehr, jedenfalls wenn man Originaltinte verwendet, wovon man ausgeht.

Nun gibt es eben Leute, die statt der Originaltinte billige Fremdtinte verwenden und die kommen dann eben doch auf die 20.000 Seiten, vorallem weil man dafür nicht den Wert eines Kleinwagens investieren muß. Die sind eben nicht eingeplant worden.

Das mit der geplanten Obsoleszenz ist eben fast immer nicht eindeutig. Sie ist meist nicht von einer normalen Bemessung der Mindestlebensdauer zu unterschieden, die man bei jedem Produkt einberechnen muß.

Ich finde es erstaunlich dass der Konsumentenschutz bei so einem missbräuchlichen Obsolenz nicht gerichtlich vorgeht.

In Frankreich haben sie schon Ärger, da gibt es ein Gesetz dagegen.

Jetzt müssen sie darlegen, dass das keine geplante Obsoleszenz war.

Hier ist der Missbrauch ja offensichtlich.

Wie oben beschrieben: leider nicht.

Unglaublich finde ich es, dass die Politik dieses perfide Spiel nicht konsequent unterbindet.

Die Politik? Klar, sicher doch.

Wo sind wir hier? In den USA? Wo jeder Verbraucher einen Konzern verklagen kann und dann auch noch am Ende ein Urteil erwirken, das etwas bewegt? Nein, nein, wir sind in Deutschland und wir sind stolz darauf, dass man hier einen Konzern nicht so einfach verklagen kann, wenn er absichtlich dafür gesorgt hat, dass man sich mit zu heißem Kaffee verbrüht. Unsere Politiker haben die Sammelklage absichtlich verwässert, wie wollen keine Klageindustrie (Aussage der CDU). Wäre auch noch schöner, wenn Firmen für ihr Handeln auch bestraft würde, statt maximal Schadensersatz zu leisten.

Wenn du dich mal verarscht fühlst, dann solltest du einfach unsere Nationalhymne anstimmen.

"Einigkeit im Recht auf Freiheit, für die Konzerne Deutschlands. Danach laßt und alle streben, mit korrupten Politikern Hand in Hand. Einigkeit im Recht auf Konzernfreiheit sind der Profite Unterpfand. Blüh im Glanze der Gewinne, Blühe deutscher DAX Vorstand".

Ach ja, immer wieder schön...

Freu mich schon auf das Papierlose Office!

Irgendjemand hat in den 80ern die Vorhersage getroffen: "papierlose Büro ist genauso unrealistisch, wie das papierlose Klo". Bis heute hat er recht behalten. Die Zahl der gedruckten Seiten ist durch Computer geradezu explodiert.
 

ISancoI

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Was bringt mir ein Schwammtausch (der garantiert noch brauchbar ist) wenn die Software am Ende das drucken blockiert. Epson ist damit auf meiner Liste von Herstellern die von mir gemieden wurde
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Was bringt mir ein Schwammtausch (der garantiert noch brauchbar ist) wenn die Software am Ende das drucken blockiert. Epson ist damit auf meiner Liste von Herstellern die von mir gemieden wurde

Da kannst du dann alle Druckerhersteller draufsetzen, denn ähnliches wird eigentlich bei allen Billigdruckern gemacht. Epson hat auch teure Tintenstrahler im Angebot und für die gibt es auch billige Patronen und die haben solche Probleme eigentlich auch nicht. Klar, die Kunden, die 500€ hinblättern, erwarten ja auch etwas für ihr Geld.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Beispielsweise hatte ich eine Bosch Waschmaschine bei der der Hersteller auf der Steuerplatine durch ein Upgrade eine Spule und einen Widerstand kleiner als auf den Vorgängerversionen dimensioniert hatte und diese Bauteile dann in der Folge brav nach etwa 2-3 Jahren abgeraucht sind.
Habe vor zwei Jahren einen Einbauherd mit Backofen (autark) von Sharp gekauft und dachte, die Marke ist ja nicht so schlecht. Im am 4. Juli sind die zwei Jahre Herstellergarantie verstrichen, der Backofen ist 2 Wochen später defekt gegangen. :ugly:

Habe mir jetzt einen neuen von Siemens gekauft. Hoffe, der hält jetzt länger. Die Herdplatten (autark) sind zum Glück separat verbaut und mussten dazu nicht mit ausgetauscht werden.
 

theGucky

Freizeitschrauber(in)
Ich habe von 2006 - 2017 fünf Tintenstrahldrucker im Preisbereich von 50 - 150€ "verbraucht",
sei es durch voll gesogene Schwämme (was dank "Reinigungsfunktion" relativ schnell ging) oder weil die Düsen
eingetrocknet sind, nachdem der entsprechende Drucker länger nicht genutzt wurde.

Seit 2018 habe ich einen 110€ s/w Laser mit Scanner und der funktioniert seitdem ohne Probleme.
Selbst der Toner ist bis heute noch nicht leer.

Tintenstrahldrucker? Nie wieder!

Alleine aus nachhaltigkeitsgründen sollte man den Verkauf
dieses sich selbst zerstörenden Klumperts generell verbieten.
Wenn du mit Schwarz-Weiß-Drucke leben kannst, Super. Kann ich nur empfehlen.

Aber viele brauchen/wollen immer noch Farb-Ausdrucke und das ist bei Laser nicht nur sehr kostspielig, sondern auch die Qualität ist oft nicht gut.

Und das mit dem Resttintenbehälter ist zwiespältig bei Epson.
Sie haben Drucker mit auswechselbaren Behälter und Drucker die nicht dafür vorgesehen sind.
Der Unterschied ist ein kleiner Chip der auf dem Behälter ist, welcher den "Tintenstand" des Behälter gespeichert hat.
ALLE anderen Firmen haben sowas gar nicht im Haushalts/Homeoffice Bereich.

Alternativ gibt es eine nicht-Originale Software im Internet mit denen man den Zähler zurücksetzen kann.
Den Behälter kann man in den meisten Fällen bei Epson einfach herausnehmen und nach Bedarf auswaschen.
Das habe ich schon bei über 50 Druckern von anderen getan.

Dabei ist der Resttintenbehälter NICHT das Problem. Oftmals (aber nicht immer) geht der Drucker nach 3-5 Jahren "ohne Grund" einfach kaputt. Und das betrifft ALLE Hersteller.

Bei Canon ist es z.b. sehr perfide, da nach einem Patronenwechsel auf einmal "Druckkopf überhitzt" erscheint und der Drucker mit diesen nicht mehr weiter drucken will. Ein neuer Druckkopf kostet umdie 90€...soviel wie der ganze Drucker in neu. Die Patronen sind dann auch geöffnet und man muss diese entsorgen. Bei einem Satz originalen XL Patronen wären das aktuell über 100€.

HP Drucker halten oft länger, dafür kosten Patronen immer mehr. Damals hat eine HP56 mit 19ml Tinte 40€ gekostet...heute kostet eine neue HP305 12€ mit 2ml Tinte. Das ist ein 3x höherer Preis.
Nicht nur das, HP verkauft neuerdings Drucker ohne Patronen. Und wirbt immer stärker mit Always Online Druck-Abos...
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Uns ist mal ein Epson Tintenstrahl-Drucker ausgelaufen. Das war eine Sauerei.
Zum Glück ist nichts an die Wand und Fliesen gekommen.
Aber den Schreibtisch konnte ich vergessen.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Habe von Brother einen Farblaserdrucker hier stehen.
Der schwarze Toner hält bei uns etwa 1 Jahr aus und die drei Farbtoner fast 2 Jahre.

Die ersten Toner (Startertoner) haben auch etwa ein Jahr gehalten.
Die Toner sind zwar nicht billig, halten aber sehr lange durch.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Dieser Klassiker passt gut zum Thema:

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:lol::lol::lol:
 

Echo321

Software-Overclocker(in)
Wenn du mit Schwarz-Weiß-Drucke leben kannst, Super. Kann ich nur empfehlen.

Aber viele brauchen/wollen immer noch Farb-Ausdrucke und das ist bei Laser nicht nur sehr kostspielig, sondern auch die Qualität ist oft nicht gut.

Wer viel oder in hoher Qualität ausdruckt hat einen riesigen Tintenverbrauch und kann sich dann lieber einen Farblaserdrucker holen. Wer wenig druckt wird früher oder später eingetrocknete Düsen usw. haben und kann dann die Patronen oder den Drucker wegwerfen. Auch hier ist man mit einem Laserdrucker besser dran. Außer dem günstigen Anschaffungspreis spricht einfach nichts mehr für Tintenstrahler ...

Wer druckt denn heute eigentlich noch was aus? Klar es gibt Dinge die auf Papier erfolgen müssen aber meistens nutze ich meinen "Drucker" um Sachen zu scannen und zu damit zu archivieren. Das Drucken ist nur noch so eine Nice-2-Have Funktion neben dem Scannen / Kopieren Must-Have.
 

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Die Druckqualität ist mir für Farbdrucke ausreichend. Für Fotos nutze ich mein Drucker ehe nicht, die lasse ich in Fotoshops ausdrucken und so viele Fotos drucke ich auch nicht, weshalb ich dazu kein Drucker dazu benötige. Ganz davon abgesehen, dass es meist dann ehe nicht günstiger wird, weil solche spezielle Drucker noch mehr kosten und die Farbpatronen davon auch nicht günstig ausfallen. Wenn ich alles dazu berechne, um Fotos auszudrucken, komme ich in einem Fotoshop auch günstiger davon.
 
Zuletzt bearbeitet:

SFT-GSG

Software-Overclocker(in)
Tinte kommt mir nicht mehr ins Haus. Da sind die Patronen regelmäßig "leergereinigt" worden. Gerade Brother ist da ganz vorne auf meiner Liste. Gefühlt jeden Tag musste gereinigt werden. Die Patronen waren fast immer leer...besonders dann wenn man dringend Drucken musste. Wenn ich anno 1996 denke...Mein kleiner HP Deskjet660c. Da konnte man ganze Handbücher drucken, mehrere 100 Seiten waren kein Problem. Heute musst du bei "billig" tintendruckern Angst haben, das er den ersten Satz Patronen überlebt.

Hab seit 2014 eine Dell FarbLaserdrucker. Bisher musste ich einmal die Patronen wechseln...und das Ding frisst sogar Replika.
 

sterreich

Software-Overclocker(in)
pffft, das ist noch gar nichts.
Mein alter Epson Drucker hat das Scannen verweigert...weil er die Magenta-Patrone nicht mehr erkannt hat (Umzugsschaden)

Druckerhersteller gehören durch die Bank vom EUGH für ein paar Milliarden verdonnert.
Leider merken sich die Leute das auch nicht.

Epson hatte so etwas schon in meiner Jugend abgezogen, also vor knapp über 20 Jahren.'
Seit der Zeit berücksichtige ich diesen Hersteller wenn ein Kauf ansteht nicht mehr!
Die anderen sind nicht wirklich besser. :/
Selbes Problem bei einem Canon gehabt.
 

TEAM_70335

PC-Selbstbauer(in)
ich habe einen Kyocera FS-1300D das Ding ist von 2008! hat erst den Dritten Toner. Das einzige was defekt ist ist die Abnehmerwalze, dadurch ist ein Schwarzer Punkt auf dem Blatt...könnte man tauschen, ich lebe damit aber schon seit ca. 6 Jahren.

Dann habe ich noch einen HP-Officejet Tintenstrahler, den ich vorwiegend als Scanner nutze der Verbrauch an Patronen ist bei dem exorbitant, da die Mühle sich ständig selbst reinigt.
 
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