DDR5-RAM unter Kupfer: Kühlblöcke für 80 Euro vorgestellt

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Ich bezweifle sehr stark, dass Bartek bei seinen Stückzahlen auf eine Abnahmemenge in fünfstelliger Höhe kommt. :D

Er bietet zumindest mehrere Produkte an, die jeweils 10 dieser Schrauben benötigen und das offensichtlich schon seit Jahren. Wenn er davon leben kann, sollte es zumindest bequem für eine vierstellige Anzahl im Jahr reichen. Für eine Replik zu einer Hochrechnung, die von Custom-Strangprofilen ausgeht, war mein Überschlag sogar schon sehr niedrig angesetzt. ;-)
 

Don_Dan

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich denke doch:



Dann rechne mal vor: ... .
Nachdem du mit einem stranggepressten Profil angefangen, dann auf ein Alu-Profil gewechselt und dann den Börsenpreis von Kupfer herangezogen hast habe ich deine Kalkulation ehrlich gesagt nicht mehr genauer angeschaut.
Warum steht denn bei dir als Bruttopreis 70 drin, wenn das Set 80€ kostet? Und die Mehrwertsteuer in Polen sind 23%.
In deiner Kalkulation fehlt auch ein Aufmaß, gehen wir von 5% in jeder Dimension aus sind wir bei einem Volumenverbrauch von 55,57cm³, den man dem Kunden natürlich komplett in Rechnung stellen muss.
Für Flachmaterial habe ich auf die Schnelle keine Preise gefunden, Rundmaterial C11000 mit 48er Durchmesser und 5000mm Länge liegt bei 2415€, also 29,85€ pro kg. Rundmaterial CW004A mit 50er Durchmesser und 1000mm Länge liegt sogar bei 718€, also bei >40€ pro kg. Rechnen wir mit C11000 weiter und die Mehrwertsteuer (hier 19%) raus sind wir bei einem Nettopreis von ~25€ pro kg.
Mit den 55,57cm³ landen wir dann bei einem Materialverbrauch von 496,79g, also 12,42€. Gehen wir davon aus, dass wie bei dir 24cm³ Kupfer übrig bleiben, verbleiben 31,57cm³ als Späne. Für Kupferschrott bekommt man offenbar (nach kurzer Recherche) 5,50€ bis 8,50€ pro kg. Mit 8,50€ pro kg wären die Späne noch 2,39€ wert.
Gegengerechnet wären das dann 10,03€ pro Kühlkörper, also 20,06€ für ein Set.
Ob die Schrauben dann mehr oder weniger als 1 Cent kosten sei mal dahin gestellt.
Über Maschinenstundensätze, Lohnkosten, Vertriebskosten und auch Entwicklungskosten haben wir da noch gar nicht gesprochen.

Er bietet zumindest mehrere Produkte an, die jeweils 10 dieser Schrauben benötigen und das offensichtlich schon seit Jahren. Wenn er davon leben kann, sollte es zumindest bequem für eine vierstellige Anzahl im Jahr reichen. Für eine Replik zu einer Hochrechnung, die von Custom-Strangprofilen ausgeht, war mein Überschlag sogar schon sehr niedrig angesetzt. ;-)
Ob Bartek das beruflich bzw. Vollzeit macht weiß ich gar nicht. Ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen, dafür ist der Markt viel zu klein. Roman bietet unter der8auer ECC ja seit einiger Zeit auch keine Pötte mehr an und hat sich mit seinen Produkten dem größeren Markt (Massenmarkt wäre sicher zu viel gesagt) der Alltagsübertakter zugewandt.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Warum steht denn bei dir als Bruttopreis 70 drin, wenn das Set 80€ kostet?
Weil das so auf der Webseite steht:

RAM-Kühler Preis.jpg


Und die Mehrwertsteuer in Polen sind 23%.
Ich wohne in Deutschland, also rechne ich mit der hiesigen Umsatzsteuer.


In deiner Kalkulation fehlt auch ein Aufmaß, gehen wir von 5% in jeder Dimension aus sind wir bei einem Volumenverbrauch von 55,57cm³, den man dem Kunden natürlich komplett in Rechnung stellen muss.
Für Flachmaterial habe ich auf die Schnelle keine Preise gefunden, Rundmaterial C11000 mit 48er Durchmesser und 5000mm Länge liegt bei 2415€, also 29,85€ pro kg. Rundmaterial CW004A mit 50er Durchmesser und 1000mm Länge liegt sogar bei 718€, also bei >40€ pro kg. Rechnen wir mit C11000 weiter und die Mehrwertsteuer (hier 19%) raus sind wir bei einem Nettopreis von ~25€ pro kg.
Gegengerechnet wären das dann 10,03€ pro Kühlkörper, also 20,06€ für ein Set.
Das ist doch auch noch recht nett.

Ob Bartek das beruflich bzw. Vollzeit macht weiß ich gar nicht. Ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen, dafür ist der Markt viel zu klein.
Von den Volgelkot-Aufklebern hat man 15Millionen oder so verkauft.

Roman bietet unter der8auer ECC ja seit einiger Zeit auch keine Pötte mehr an
Ja, ähem, doch:
https://www.caseking.de/pc-systeme/premium-systeme/der8auer .
 

Don_Dan

PCGH-Community-Veteran(in)
Weil das so auf der Webseite steht:

Anhang anzeigen 1386585
Nicht wirklich, denn um die hier geht's ja in der News:
snip.JPG

Ich wohne in Deutschland, also rechne ich mit der hiesigen Umsatzsteuer.
Du kannst in Deutschland wohnen, bei der Bestellung im EU-Ausland fällt trotzdem die dortige Mehrwertsteuer an.
Das ist doch auch noch recht nett.
Aber eben fünf Mal so hoch wie deine Kalkulation und du hast die Kosten für einen Kühlkörper berechnet und mit dem Preis des Sets verglichen.
Von den Volgelkot-Aufklebern hat man 15Millionen oder so verkauft.
Verstehe ich nicht.
Ich sehe da nur Komplettsysteme?
Ich spreche von Pötten wie dem der8auer Raptor.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Du kannst in Deutschland wohnen, bei der Bestellung im EU-Ausland fällt trotzdem die dortige Mehrwertsteuer an.

Es fällt fast immer 19% Einfuhrumsatzsteuer an.

Verstehe ich nicht.
Für einen völlig nutzlosen (und in meinen Augen prunz-häßlichen) Aufkleber gaben 15 Millionen Kunden Geld aus.
Also findet man sicher auch für das (genau so häßliche) Kupferblech ein paar Kunden.
 

Don_Dan

PCGH-Community-Veteran(in)
Es fällt fast immer 19% Einfuhrumsatzsteuer an.
Nicht bei Bestellungen innerhalb der EU, also tut das nichts zur Sache...
Für einen völlig nutzlosen (und in meinen Augen prunz-häßlichen) Aufkleber gaben 15 Millionen Kunden Geld aus.
Also findet man sicher auch für das (genau so häßliche) Kupferblech ein paar Kunden.
Ein Aufkleber ist auch deutlich billiger als so ein Set. Ein paar Euro sind schnell ausgegeben.
Da diese Kühlkörper aber weder hässlich noch Kupferbleche sind erübrigt sich jede weitere Diskussion.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Ob Bartek das beruflich bzw. Vollzeit macht weiß ich gar nicht. Ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen, dafür ist der Markt viel zu klein. Roman bietet unter der8auer ECC ja seit einiger Zeit auch keine Pötte mehr an und hat sich mit seinen Produkten dem größeren Markt (Massenmarkt wäre sicher zu viel gesagt) der Alltagsübertakter zugewandt.

Wenn er, wie Roman, in Auftrag fertigen und den Vertrieb durch einen Dienstleister (respektive Arbeitgeber^^) abwickeln lässt, entfallen die Skalennachteile praktisch komplett. Dann kann man wirklich vom günstigsten Kupferpreis und vollwertigen, handling-Kosten minimierenden Maschinene ausgehen. Im Gegenzug wären die Ausgaben für die Gewinnspanne des OEM-Fertigers zu berücksichtigen, aber ich denke man käme in der Summe immer noch günstiger als wenn ein gewachsener Bastler das in der Garage macht. Bei einem so simplen Kühler braucht man nach dem Ablängen eine Fahrt mit einem großen Fräser hin (=> Höheprofil passt) und zwei Bögen auf der Fahrt zurück (=> Ecken sind rund) gefolgt von einer kleinen, dank minimaler Tiefe sehr schnellen Runde mit einem kleinen Fräser (=> Vertiefung drin) und dann noch fünf mal bohren und Gewindeschneiden. Vier Werkzeuge, zwei Bearbeitungsrichtungen, kleines Bauteil – da sollte es leicht sein, ein günstiges Angebot zu finden.

Die Frässpuren sehen mir aber eher nach Einsatz eines einzelnen Fräsers auf einer für Privatkunden gedachten oder alten CNC ohne Werkzeugwechsler aus.


P.S.: Kann man für die Frässpäne wirklich den Schrottpreis abrechnen? Normalerweise stecken die ja im Kühlmittelsiff mit weiteren Verunreinigungen, wer nimmt sowas ab?
 
Zuletzt bearbeitet:

Don_Dan

PCGH-Community-Veteran(in)
Wenn er, wie Roman, in Auftrag fertigen und den Vertrieb durch einen Dienstleister (respektive Arbeitgeber^^) abwickeln lässt, entfallen die Skalennachteile praktisch komplett. Dann kann man wirklich vom günstigsten Kupferpreis und vollwertigen, handling-Kosten minimierenden Maschinene ausgehen. Im Gegenzug wären die Ausgaben für die Gewinnspanne des OEM-Fertigers zu berücksichtigen, aber ich denke man käme in der Summe immer noch günstiger als wenn ein gewachsener Bastler das in der Garage macht. Bei einem so simplen Kühler braucht man nach dem Ablängen eine Fahrt mit einem großen Fräser hin (=> Höheprofil passt) und zwei Bögen auf der Fahrt zurück (=> Ecken sind rund) gefolgt von einer kleinen, dank minimaler Tiefe sehr schnellen Runde mit meinem kleinen Fräser (=> Vertiefung drin) und dann noch fünf mal bohren und Gewindeschneiden. Vier Werkzeuge, zwei Bearbeitungsrichtungen, kleines Bauteil – da sollte es leicht sein, ein günstiges Angebot zu finden.

Die Frässpuren sehen mir aber eher nach Einsatz eines einzelnen Fräsers auf einer für Privatkunden gedachten oder alten CNC ohne Werkzeugwechsler aus.


P.S.: Kann man für die Frässpäne wirklich den Schrottpreis abrechnen? Normalerweise stecken die ja im Kühlmittelsiff mit weiteren Verunreinigungen, wer nimmt sowas ab?
Ich persönlich würde auch die Variante mit dem Auftragsfertiger wählen, weil du dann zwar den Gewinn des Auftragsfertigers zahlen musst, dir aber Vorteile im Materialeinkauf und der Flexibilität verschaffst und nur ganz wenig Investment für dein Geschäft benötigst.
Wie es wirklich bei ihm aussieht, weiß ich nicht. Den Vertrieb über seinen Shop macht er auf jeden Fall selbst.

Die Frässpäne werden normalerweise aus der Maschine in einen Spänewagen befördert und das anhaftende Kühlschmiermittel kann dort abtropfen. Das KSS muss auf jeden Fall fachgerecht entsorgt werden. Bei den abgetropften Spänen dachte ich eigentlich, dass die ohne Probleme zum Schrott gehen können, aber eine kurze Suche hat ergeben, dass selbst abgetropfte Frässpäne seit ein paar Jahren noch als gefährlicher Abfall eingestuft werden können, dann fallen wahrscheinlich sogar noch Entsorgungskosten an.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Bei feinen Fräsarbeiten ist auch nicht viel mit Abtropfen. Da gibt es keine langen Späne, die in einem Sieb hängen bleiben würden, sondern eher einen Schlamm. Den kann man natürlich trocknen lassen, aber dann hat man noch sämtliche anderen Zusätze mit drin.
 

-Shorty-

Volt-Modder(in)

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Bei feinen Fräsarbeiten ist auch nicht viel mit Abtropfen. Da gibt es keine langen Späne, die in einem Sieb hängen bleiben würden, sondern eher einen Schlamm. Den kann man natürlich trocknen lassen, aber dann hat man noch sämtliche anderen Zusätze mit drin.
Mit Wirbelstrom bekommt man die bestimmt raus, müßte aber wohl einen extra Filter einsetzen und in der noch flüssigen Phase betreiben.

Das sind wohl mehr Vorschriften, als Lösungen.
 

-Shorty-

Volt-Modder(in)
Es ging mir auch mehr darum zu zeigen, dass es nicht nur Späne+KSS gibt.
Weiterhin wird da auch angesprochen, dass bereits viele Kühlmittel und Flüssigkeiten auf weniger umweltbelastende Stoffe umgestellt wurden und werden. Auch wenn man das heute immer noch so bezeichnet, die Bestandteile sind heute andere. Zumindest in Ländern und Betrieben, wo Umwelt eine Rolle spielt.
 
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